| Kühl, Sabine: Das Hauptareal der Humboldt-Universität zwischen Kaiserzeit und Ende des Ersten Weltkrieges |
Die Baugeschichte des Hauptareals und -gebäudes der Humboldt-Universität zu Berlin steht in enger Verbindung mit den politischen und wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklungen in Deutschland.
Das Hauptgebäude wurde zwischen 1748 und 1756 von dem Architekten Johann Boumann d. Ä. (1726-1802) als Palais des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen (1726-1802) erbaut und beherbergt seit 1810 die auf Betreiben Wilhelm von Humboldts ein Jahr zuvor gegründete erste Berliner Universität.<1> Die wesentlichen Veränderungen, die sein Aussehen und das des Hauptareals der Humboldt-Universität bis heute prägen, fallen in den Zeitraum zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918. Diese Veränderungen wurden zwischen 1913-1920 mit der Errichtung der rückwärtigen Seitenflügel durch den damaligen Stadtbaurat und Architekten Ludwig Hoffmann (1852-1932) vorgenommen. Sie sollen im Zentrum der Betrachtung stehen.
Um den Umfang des Umbaus besser überschauen zu können, erfolgt im ersten Kapitel eine Beschreibung des Universitätsgebäudes und des Hauptareals vor seiner Erweiterung von 1913. Im zweiten Kapitel schließt sich eine Betrachtung der Baugeschichte unter Einbeziehung der historischen Situation an. Die Fragen nach den Gründen für die Anbauten sowie den Intentionen für die gewählte Form werden hier erörtert. Zur Erklärung herangezogen werden die Forderungen des Professors für Archäologie Georg Loeschke in seinen Berufungsverhandlungen ab 1911 und das Interesse Kaiser Wilhelms II. an diesem Fach und den Altertumswissenschaften allgemein, die sich prägend auf die Gestaltung und Nutzung der Erweiterungsbauten auswirkten.
| Fußnoten: | |
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Klaus-Dietrich Gandert, Vom Prinzenpalais zur Humboldt-Universität. Die historische Entwicklung des Universitätsgebäudes in Berlin mit seinen Gartenanlagen und Denkmälern, Berlin 31992, S. 26. |
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HTML - Version erstellt am: Wed Feb 23 16:29:03 2000 |