cms-journal
Nr. 26
März 2005
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Wissensspeicher Acker- und Pflanzenbau

Regina Schenk, Frank Ellmer | Institut für Pflanzenbauwissenschaften, Acker- und Pflanzenbau
regina.schenk@agrar.hu-berlin.de, frank.ellmer@agrar.hu-berlin.de

Ausgangslage/Ziel

Mit der Zielstellung, durch den Einsatz neuer Medien die Lehre zu verbessern, hat sich das Fachgebiet Acker- und Pflanzenbau im Institut für Pflanzenbauwissenschaften an der Ausschreibung des »Multimedia-Förderprogramm 2002« beteiligt. Damit begann eine Entwicklung, die bis heute anhält und noch lange nicht abgeschlossen ist. Dabei war unser Ziel, nicht die eine oder andere Lehrveranstaltungsreihe multimedial aufzubereiten, sondern eine dauerhafte Grundlage für die Ausbildung zu legen und alle Lehrmaterialien sowohl für die Mitarbeiter als auch für unsere Studenten in einem »Wissensspeicher Acker- und Pflanzenbau« übersichtlich zusammenzuführen und zur Nutzung bereit zu halten. Dieser soll die wesentlichen Lehrinhalte aller durch das Fachgebiet Acker- und Pflanzenbau im Institut für Pflanzenbauwissenschaften vertretenen Module in den Bachelor- und Master-Studiengängen enthalten. Besonders wichtig waren dabei unsere vielfältigen und umfangreichen Diasammlungen.

Vorgehen

Mit einer aus dem Projekt finanzierten studentischen Hilfskraft und einem leistungsfähigen PC begannen wir mit dem Digitalisieren der Unterlagen und der Speicherung zunächst in der Datenbank »Cumulus«, von der wir später in das Medienportal umzogen. Bisher sind über 5 500 einzelne Elemente abgelegt. Diese Phase der Einspeicherung ist zeitaufwändig und hält gegenwärtig immer noch an. Jedes Dia und jede Datei muss mit Metadaten versehen werden und die Qualität der eingescannten Dias ist ohne Nachbearbeitung oft unbefriedigend. Inzwischen sind wir dazu übergegangen, unser Bildmaterial mit digitaler Technik zu erneuern. Man sollte sich jedoch genau überlegen, für welche Daten dieser Aufwand lohnt.

Seit das Lernmanagementsystem Moodle zur Verfügung steht, wird das Lehrmaterial der einzelnen Lehrveranstaltungen den Studierenden schrittweise darüber zugänglich gemacht.

Erfahrungen

Zunächst muss sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Studierenden eine gewisse Skepsis abgebaut werden. Bei den Lehrenden ist es oftmals die Sorge vor zusätzlichem Aufwand, während bei den Studierenden nicht immer die erforderlichen Voraussetzungen wie Internetzugang gegeben sind. Bei zielgerichteter Motivation der Nutzer und nach einer relativ kurzen Einarbeitungszeit eröffnen sich jedoch hocheffiziente Kommunikationswege. Das Verteilen von Skripten auf Papier oder CDs entfällt. Das Lehrmaterial ist in unterschiedlichster Form »von zu Hause« aus zu jeder Zeit abrufbar. Der Lehrende erhält durch die elektronische Anmeldung der Studierenden eine gute Übersicht über die Teilnehmer, die über ihre aktuellen E-Mail-Adressen schnell erreichbar sind. Mit dem Einsatz von Moodle eröffnen sich auch neuartige und vielseitige Möglichkeiten zur Gestaltung der Lehre. Sicherlich kann dadurch die Präsenzlehre nicht ersetzt werden, das System stellt aber eine effiziente ergänzende Hilfe dar. Bei der Ausgestaltung dieser Möglichkeiten stehen wir erst am Anfang. In einem ersten Kurs hat sich der Einsatz von Foren bewährt, in denen Studierende Beiträge einstellen und gleichzeitig auch allen Kursteilnehmern verfügbar machen. Über die Aufgabenfunktion wurden auf einfachem Wege Hausarbeiten abgeliefert. Demgegenüber werden von den Studierenden die Möglichkeiten, per E-Mail oder mittels Forenbeiträgen Fragen zu stellen oder untereinander zu kommunizieren, bisher nicht genutzt. Hier wird der schrittweise weitere Einstieg in die Nutzungsmöglichkeiten sicherlich sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Studierenden weitere Veränderungen nach sich ziehen.

Abb. 1: Ein Kurs des modularisierten Studiengangs und der Wissenspeicher für die Mitarbeiter/innen und Studierenden des Faches.

Ausblick

Gegenwärtig sind wir dabei, den Einsatz des Lernmanagementsystems auf alle Lehrveranstaltungen des gesamten Fachgebietes vorzubereiten. Dies bedeutet auch, dass sich jeder Lehrverantwortliche auf die Nutzung der Möglichkeiten von Moodle einstellen muss. Gleichzeitig wird weiter am Aufbau des Speichers für unser Lehrmaterial in Mneme gearbeitet. Ziel ist, im kommenden Sommersemester die Vorteile der Verknüpfung von Mneme und Moodle zu nutzen und damit die Lehre effektiver zu gestalten und weiter zu verbessern.