Rechercheergebnisse, die man auch noch nach Jahren unter der gleichen Adresse auffinden kann, sind in der heutigen Zeit außerordentlich wichtig. Als Hilfe für künftige Recherchen hier ein Angebot von Recherchemöglichkeiten, die innerhalb des Projektes »Dissertationen Online« entwickelt wurden.
Im Rahmen von Lehre und Forschung entstehen ständig zahlreiche Publikationen wie Magister- und Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationsschriften, Vorlesungsmanuskripte, Institutsberichte u. v. a. m.
Die Veröffentlichung erfolgt immer häufiger auf Dokumentenservern, die u. a. von den Hochschul- und Universitätsbibliotheken betrieben werden.
An der Humboldt-Universität gibt es die Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren, die diesen Server (http://edoc.hu-berlin.de/) betreut. Diese Arbeitsgruppe besteht aus Mitarbeiter(inne)n der Universitätsbibliothek und des Computer- und Medienservice.
Das stetige Anwachsen dieser Bestände erfordert eine umfassende Erschließung, damit sie vom Leser unkompliziert gefunden werden können.
Speziell Promovenden stellen uns häufig die Frage: »Wie kann ich meine Dissertation im Internet finden?«
Die kurzen Erläuterungen zu einzelnen Publikationsservern soll als Hilfestellung für Recherchen dienen.
Für die Recherche von Dissertationen und Habilitationsschriften kann man hier Die Deutsche Bibliothek (DDB) in Frankfurt/Main als eine wichtige Koordinierungseinrichtung nennen. Im Rahmen des Projektes Dissertationen Online wurde unter dem Dach der DDB am 1. Februar 2001 eine Koordinierungsstelle DissOnline eingerichtet (http://www.dissonline.de) [1].
Auf den Seiten der DDB heißt u. a.: »Die Koordinierungsstelle DissOnline sieht ihren besonderen Aufgabenschwerpunkt in der Koordinierung und Beratung der an DissOnline beteiligten Institutionen.
Im Einzelnen beinhaltet das:
Über die Informationsportal dissonline.de erhalten Bibliotheken, Doktoranden, Fachbereiche und Rechenzentren Hinweise zu Tools, Online-Hilfen und Ansprechpartnern sowie die Empfehlungen der DDB zu bevorzugten Formaten und Tools. Die Koordinierungsstelle bietet Hochschulbibliotheken Hilfestellung bei der Einführung oder Änderung des Geschäftsgangs für Online-Dissertationen sowie bei der Nutzung der Verfahren zur Übermittlung von Online-Hochschulschriften und deren Metadaten.
Das Projekt DissOnline ist aus einer Initiative der IuK-Kommission der deutschen wissenschaftlichen Fachgesellschaften hervorgegangen und wurde von Januar 1998 bis Oktober 2000 von der DFG gefördert. DissOnline gliederte sich in fünf Teilprojekte. Eine Übersicht über diese Teilprojekte, die Projektergebnisse und -empfehlungen findet man unter http://www.dissonline.de/convert/index_such.htm.
Um die Ergebnisse des Projekts DissOnline auf dem Stand der Technik zu halten, nötige Weiterentwicklungen anzuregen und ein Kompetenznetzwerk aufzubauen, hat außerdem die Deutsche Forschungsgemeinschaft von Januar 2003 bis Dezember 2004 ein Projekt Aufbau einer Koordinierungsstelle für Online-Hochschulschriften zum Ausbau der Koordinierungsstelle DissOnline gefördert.
Das Projekt beinhaltete u. a. eine Analyse zur Infrastruktur im Bereich Online-Dissertationen an den deutschen Hochschulen mit Vergleichen von Promotionsordnungen, Geschäftsgängen, Online-Angeboten und -Portalen. Mit den daraus gewonnenen Ergebnissen wurde ein neues interaktives Informationssystem aufgebaut und die Empfehlungen für Promovenden, Fachbereiche, Bibliotheken wurden ergänzt und erweitert. Für die Klärung rechtlicher Fragen wurde projektbegleitend in Werkverträgen gesorgt. Als Ergebnis des Projekts wurden Vorschläge zu einem einheitlichen, praktikablen Verfahren DissOnline in Deutschland erarbeitet, die mit Fachbereichen, Rechenzentren und Bibliotheken diskutiert und abgestimmt worden sind.
Zur Sicherung eines dauerhaften Zugriffs auf elektronische Ressourcen hat die DDB seit September 2001 einen Dienst zur Vergabe und Verwaltung von Persistent Identifiers aufgebaut. Dadurch sind elektronische Dokumente referenzierbar und auch bei einer sich ändernden URL erreichbar. Dieser Dienst wird im Rahmen des Projektes EPICUR in eine produktive Systemumgebung überführt. Das Projekt EPICUR und die Koordinierungsstelle DissOnline arbeiten eng zusammen, um die Vergabe von Persistent Identifiern für Online-Dissertationen zu gestalten. Vergabe und Verwaltung von Persistent Identifiern werden auf weitere Dokumentenklassen ausgedehnt. Nähere Informationen unter http://www.persistent-identifier.de.
Von der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren werden bestimmte Informationen, so genannte Metadaten, von einer elektronischen Publikation erfasst und an die DDB gemeldet. Zu diesen Daten gehören Freitext, Titel, Person, Schlagwort, Körperschaft, Fakultät, Institut, Abstract, Dokumentart, Quelle, Jahr sowie verschiedene Klassifikationssysteme. Diese Metadaten bilden die Grundlage für Recherchen.
Die nachfolgenden Beispiele wurde den Internetseiten von DissOnline entnommen, hier werden die wichtigsten Recherchemöglichkeiten aufzeigt:
http://elib.uni-stuttgart.de/opus/gemeinsame_suche.php
http://www.iwi-iuk.org/dienste/TheO/
http://edoc.hu-berlin.de/e_suche/oai.php
http://oaister.umdl.umich.edu/o/oaister/
http://www.ndltd.org/browse.en.html
Neben dem OPAC der Universitätsbibliothek (http://opac.hu-berlin.de/F) mit seinen unterschiedlichen Suchanfragemöglichkeiten kann man natürlich auch direkt den Dokumentenserver (http://edoc.hu-berlin.de/) nutzen.
Sucheinstiege findet man hier unter:
Aus dem auf der Einstiegsseite dargestellten Angebot können Sie direkt ein Gebiet wählen.
Innerhalb der einzelnen Gebiete gibt es folgende Suchfunktionen:
Die Suchmöglichkeiten ergeben sich hier direkt aus dem Inhalt des Formulars.
Wer von diesem Artikel Kenntnis erlangt hat, kann sich zukünftig leichter durch den Recherchedschungel klicken. Wer von den vielfältigen Möglichkeiten nichts weiß – ja der landet voraussichtlich wieder bei Google und ähnlichen Suchmaschinen.
Hilfreich wären natürlich auch gut angebrachte Hinweise auf den Internetseiten der Universitäten und Institute.