CMS Journal
Nr. 29
April 2007
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Weitere Artikel aus dem cms-Journal Nr. 29 finden Sie auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin unter http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/29
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E-Teams an der Humboldt-Universität


Stefanie Rühl | Computer- und Medienservice, Tillmann Lohse, Andreas Kohring | Institut für Geschichtswissenschaften, Melanie Stilz | Institut für Europäische Ethnologie , Wolfgang Jänsch, Hans-Ulrich Kamke, Matti Stöhr | Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Karin Madlener | Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Teresa Delgado, Victoria Castrillejo, Ioanna Gatzigianni und Gabriele Knauer | Institut für Romanistik, Heike Wapenhans | Institut für Slawistik, Uwe Ziegenhagen, Birgit Hadel | Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Danilo Vetter, Marius Zierold | Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Roland Wenzlhuemer | Großbritannien-Zentrum, Christa Köbsch | Sprachenzentrum
stefanie.ruehl@cms.hu-berlin.de, post@tillmannlohse.de, kohringa@geschichte.hu-berlin.de, m.stilz@gmx.de, wolfgang.jaensch@rz.hu-berlin.de, hans ulrich.kamke@rz.hu-berlin.de, matti.stoehr@ibi.hu-berlin.de, karin.madlener.1@staff.hu-berlin.de, teresa.delgado@staff.hu-berlin.de, castrilv@staff.hu-berlin.de, moodle-oanna@arcor.de, gabriele.knauer@romanistik.hu-berlin.de, heike.wapenhans@slawistik.hu-berlin.de, ziegenhagen@wiwi.hu-berlin.de, birgit.hadel.1@wiwi.hu-berlin.de, danilola@freenet.de, marius@naha.de, roland.wenzlhuemer@staff.hu-berlin.de, christa.koebsch@rz.hu-berlin.de

Keywords

E-Team, E-Kompetenz, E-Kompetenz-Team, E-Verbund, E-KoKon, dezentral, Zentrum

Abstract

Der Artikel gibt einen Einblick in die sehr verschiedenen Überlegungen und Ansätze der Institute der Humboldt-Universität, die Nutzung digitaler Medien in der Lehre zu unterstützen und zu verankern. Mit den sogenannten E-Teams wurden institutsweite Netzwerke von Ansprechpartnern aufgebaut. Diese E-Teams sind eine Besonderheit in der Strategie der Humboldt-Universität zur Verankerung von E-Learning und Multimedia in der Lehre. Hier arbeiten »Aktive« und »Funktionäre« gemeinsam an Lösungen, die für das Fach passen und nutzbar sind. Aufbauend auf zentraler Infrastruktur können so flexibel an den fachlichen Kontext angepasste Unterstützungsangebote aufgebaut werden. Zehn der E-Teams stellen exemplarisch ihre Arbeitsweise und Angebote vor.


E-Teams als Netzwerke in den Instituten

Stefanie Rühl

Ausgehend von den sehr unterschiedlichen Erfahrungen, dem Stand der Integration und den fachlichen Bedürfnissen kann es die »eine« E-Learning-Lösung für eine Hochschule nicht geben. Zentral verfügbare Infrastrukturen und begleitende Services sind eine entscheidende Voraussetzung für die Nutzung digitaler Medien in der Lehre. Dazu bedarf es zentraler Einrichtungen, die wie das Multimedia Lehr- und Lernzentrum im Computer- und Medienservice beratende und administrative Aufgaben wahrnehmen und als Ansprechpartner die Nutzung unterstützen. Neben der zentralen Unterstützung sind aber auch dezentral organisierte Ansprechpartner und Experten vor Ort wichtig.

Die frühen Jahre des E-Learning waren auch an der Humboldt-Universität geprägt von Einzellösungen, wenigen Aktiven und mehr Zweifeln als Antworten auf die Frage, ob digitale Technologien eine Bereicherung für die traditionelle Lehre bedeuten.

Unterstützt durch das Multimedia-Förderprogramm der Medienkommission1, die zentral betreute E-Learning-Infrastruktur, bestehend aus Moodle und Mneme, und ein nachfrageorientiertes Service- und Beratungsangebot hat sich in den vergangenen Jahren ein hochschulweites Netzwerk an »Aktiven« entwickelt, die neugierig und innovativ neue Wege in Studium und Lehre ausprobieren. Damit wurden Modelle und Anregungen geschaffen, die weitere Nutzung und Verbreitung initialisierten. Die Verbreitungswege der Erfahrungen waren schließlich ausschlaggebend für die seit 2005 verfolgte Strategie einer fachbezogenen Unterstützung des Einsatzes digitaler Technologien in der Lehre: Vor allem die Erfahrungen, informellen Gespräche und guten Beispiele der frühen Nutzer überzeugten Kollegen und Kolleginnen, selbst erste Schritte zu wagen und zu probieren. Im Projekt »E-Kompetenz im Kontext« werden hierzu sogenannte E-Teams an den Instituten aufgebaut, die als Akteure vor Ort kollegiale Ansprechpartner beim Einsatz von E-Learning in der Lehre sind [1].

Die Tätigkeitsbereiche der E-Teams sind vielfältig und stark durch die Gegebenheiten der Institute geprägt:

  • Die Mitglieder der E-Teams sind Ansprechpartner am Institut für Fragen und Beratung bei E-Learning-Angelegenheiten,
  • sie motivieren Lehrende und Studierende,
  • sie sammeln Ideen, Themen und Akteure und führen diese zusammen,
  • sie sind Ansprechpartner für die Multimedia-Förderprogramme,
  • sie koordinieren den Einsatz von Moodle, Mneme oder spezifischen Werkzeugen und Systemen
  • sie beraten bei dem Einsatz didaktischer Methoden, Techniken und Plattformen (Software) im fachlichen Umfeld,
  • sie arbeiten mit bei der Entwicklung der E-Learning-Strategie der Einrichtung,
  • sie sind Ansprechpartner für CMS/MLZ, die Hochschulleitung und zentrale Einrichtungen.

Lebendige Beispiele geben einen deutlicheren Einblick als lange Erklärungen. Zehn der aktiven E-Teams an verschiedenen Instituten stellen sich auf den folgenden Seiten vor und geben Anregungen für den Aufbau eigener lokaler Netzwerke. Deutlich werden die sehr heterogenen Ausgangslagen, die eine Nutzung digitaler Medien motiviert haben. Allen Beispielen gemeinsam ist aber, dass vor allem die Pionierarbeit der »Aktiven« der ersten Stunde den Zugang für Kollegen und Kolleginnen eröffnet hat. Die Einbindung von »Funktionären«, also Studiendekanen und EDV-Beautragten der Institute, wurde an vielen Instituten erprobt und eröffnet Möglichkeiten zur curricularen Integration. Interessant ist auch die oft treibende Kraft der an fast jedem Institut eingebundenen studentischen Mitarbeiter.

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Institut für Geschichtswissenschaften

Das Institut für Geschichtswissenschaften (IfG) mit seinen 13 Lehrstühlen bildet derzeit in drei Magisterteilstudiengängen, dem Lehramtsstudiengang mit dem Ziel Staatsexamen, dem Bachelorkombinationsstudiengang mit Lehramtsoption und einem konsekutiven Masterstudiengang etwa 3 000 Studierende im Fach Geschichte aus. Die grundständige Präsenzausbildung des Institutes wird in rund 160 Lehrveranstaltungen pro Semester realisiert. Die große Nachfrage von Studieninteressierten, die Studiendauer und die kapazitären Vorgaben des Landes Berlin machen Geschichte zu einem sogenannten Massenfach mit den üblichen Spezifika: überfüllte Veranstaltungen, mangelhafte Literaturversorgung, eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Lernenden und Lehrenden, usw.

Das innovative Potential EDV-gestützter Arbeitstechniken ist am IfG frühzeitig erkannt und genutzt worden. Die dauerhafte Einrichtung eines EDV-Beauftragten auf Institutsebene Mitte der neunziger Jahre trug maßgeblich zur Schaffung einer zeitgemäßen Infrastruktur bei. Überaus erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen und in der Fachkollegenzunft mittlerweile fest etablierte Projekte (Clio-Online als Fachportal; H-SOZ-KULT als E-Zine) ließen rasch den Wunsch aufkommen, auch im akademischen Unterricht von den neuen – zunehmend auch multimedialen – Möglichkeiten Gebrauch zu machen.

Aufgrund der oben angedeuteten inadäquaten Betreuungssituation standen dabei zunächst rein pragmatische Aspekte der Lehr- und Studienorganisation im Vordergrund. So erklärt sich, dass es gerade Mitarbeiter der älteren Epochen (Alte Geschichte und Mittelalterliche Geschichte) waren, die aus der Koinzidenz von vergleichsweise noch schlechteren Betreuungsrelationen und technisch sehr aufgeschlossenen Professoren zu Pionieren im Feld des E-Learning wurden. Hier trafen die Aktivitäten des CMS auf Menschen, die schon eine Art »E-Team« waren, bevor die Begrifflichkeit selbst in der Welt der Historiker angekommen war. Zusammen mit dem Wohlwollen der jeweiligen Institutsleitung und dem kollegialen Kompetenztransfer durch den Bereich Historische Fachinformatik schufen diese Mitarbeiter – bestärkt durch die frühzeitige Integration engagierter, weil unmittelbar betroffener Studierender – einen informellen Kreis, der mit neuen Lernformen im Grundstudium bzw. in den Einführungsmodulen anfänglich im Rainbow-gestützten Portal, später dann in Moodle, experimentierte.

In den vergangenen Semestern sind durch das E-Team des IfG zahlreiche Initiativen zu einer institutsweiten Koordination der E-Learning-Aktivitäten gestartet worden. Im Zentrum stand dabei zunächst die systematische Kompetenzentwicklung der Studierenden. Zu diesem Zweck wird seit dem Wintersemester 2005/06 in Kooperation mit dem MLZ eine allgemeine »Einführung in Moodle« durchgeführt, die halbjährlich im Rahmen der von der Fachschaft organisierten Einführungswoche für Erstsemester stattfindet. Im Anschluss an eine Einführungsveranstaltung, in der Aufbau und Funktionsweise von Moodle vorgestellt werden, haben die Studienanfänger hier die Möglichkeit, das Lehr- und Lernmanagementsystem der Humboldt-Universität im PC-Pool des Instituts gleich selber auszuprobieren und können bei dieser Gelegenheit Account-Erstellung und Kursanmeldung bereits in der »nullten« Semesterwoche hinter sich bringen. Ergänzend hierzu wird seit dem Sommersemester 2006 – ebenfalls in Kooperation mit dem MLZ – eine wöchentliche »Moodle-Sprechstunde« für individuelle Fragen und Probleme angeboten, zu deren Besuchern mittlerweile auch die Studierenden am Institut für Bibliotheksund Informationswissenschaft gehören. Beide Support-Angebote haben nicht zuletzt deshalb so großen Zuspruch, weil sie systematisch und an prominenter Stelle auf der Homepage des Instituts beworben werden. In jüngerer Zeit hat sich das E-Team vor allem darum bemüht, die administrativen Potentiale von Moodle stärker auszuschöpfen. So ermöglichen lehrstuhlübergreifende Absprachen den BA- und MA-Studierenden des Instituts mittlerweile, ihre komplette Seminaranmeldung in den Studienbereichen Alte Geschichte und Mittelalterliche Geschichte mittels eines Moodle-Votings zu erledigen.

Alle diese Maßnahmen haben zu einer erheblichen Akzeptanz- und Effizienzsteigerung bei der Anreicherung der Präsenzlehre mit E-Learning-Elementen geführt und so ein ausgesprochen günstiges Umfeld für eine rasante Institutionalisierung webgestützter Lehr- und Lernformen geschaffen.

Zukünftig wird sich das E-Team des IfG verstärkt der curricularen Integration webgestützter Lehr- und Lernformen widmen. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits mit dem von der Medienkommission des Akademischen Senats geförderten »E-Learning-Verbund Mittelalterliche Geschichte« unternommen. Als dessen Kern fungiert ein permanent unterhaltenes Moodle-Tutorium, das aus 14 Lernmodulen mit handlungsorientierten Aufgabenstellungen, lösungsrelevanten Materialien und einem integrierten Feedback-Tool besteht und an das sich im Semester-Rhythmus alle im Studienbereich Mittelalterliche Geschichte angebotenen Proseminare andocken (vgl. auch den Beitrag »Auf elektronischem Wege nach Bologna«). Nachdem dieses Pilotprojekt für seine innovativen Impulse auf dem Gebiet der akademischen Lehre im Jahr 2006 mit dem Dekanepreis der Philosophischen Fakultät I ausgezeichnet wurde, arbeitet das E-Team nun an epochenspezifischen Adaptionen, um eine institutsweit abgestimmte Lösung für alle drei Einführungsmodule der BA-Studiengänge zu finden.

Ansprechpartner

Das E-Team besteht aus Dr. Andreas Kohring (Studiendekan) und Tillmann Lohse (Moodle-Beauftragter). Sie agieren in enger Abstimmung mit dem Geschäftsführenden Direktor, Prof. Dr. Michael Borgolte, und dem DV-Beauftragten des Instituts, Dr. Rüdiger Hohls.

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Institut für Europäische Ethnologie

Melanie Stilz

Ich bin mit E-Learning über mein zweites Hauptfach Informatik, das ich an der Freien Universität Berlin studiere, in Berührung gekommen. In einem Kurs über Online-Plattformen und deren Einsatz an deutschen Hochschulen stieß ich zufällig darauf, dass auch die Humboldt-Universität Moodle als E-Learning-Plattform nutzt. Und warum bin nicht einmal ich, die sich damit beschäftigt, je darauf gestoßen? In keinem meiner Seminare in Europäischer Ethnologie wurde damals Moodle erwähnt, ein paar meiner Kommilitonen aus anderen Fächern hatten zumindest davon gehört.

Auf meine Anfrage im Januar 2005, ob man die Nutzung von Moodle nicht mit Hilfe einer Studentischen Hilfskraft vorantreiben könnte, erhielt ich leider erst einmal eine Absage. Es gab keine Mittel für eine zusätzliche Stelle. Trotz meines Interesses und der Überzeugung vom Nutzen – mein Engagement ging dann doch nicht soweit, mich ausschließlich ehrenamtlich mit der sich sicher nicht einfach gestaltenden Überzeugungsarbeit an die Professoren zu wenden. Im November machte mich dann eine Freundin auf den Aushang der Multimedia-Förderung aufmerksam: Dr. Stefan Beck stellte sich als interessierter Ansprechpartner für Multimedia-fragen heraus und die Sache begann sich zu bewegen.

Den Antrag hatten wir schnell verfasst, es gab ja schließlich genug gute Gründe und Bedarf für die Einführung von Moodle. Leider mussten wir trotzdem bis Ende April 2006 warten, bis wir grünes Licht bekamen und alle Einstellungsformalitäten überwunden waren – also mitten im Semesterbeginn. Daher fühlten sich viele erstmal überfordert mit »dieser neuen Technik« unvorbereitet zu arbeiten. Trotzdem war das Interesse sich einzuarbeiten, groß. Im nun folgenden Semester beschränkt sich meine Aufgabe darauf, den Kurs nur anzumelden und für gelegentliche Fragen zur Verfügung zu stehen – bearbeitet werden die Kurse von Lehrenden und Studierenden. Besonders gefreut habe ich mich über die im Moment laufenden Planungen, Moodle für ein internationales Seminar zwischen Berlin und Istanbul einzusetzen, da meiner Meinung nach Moodle genau dafür neue Möglichkeiten eröffnet. Und diese Möglichkeiten wird nun auch von immer mehr Lehrenden erkannt und eingesetzt.

Der Einsatz von Multimedia – nicht nur Moodle – führt auch in anderen Bereichen zu neuen Ideen und Wünschen. So wurde ich im letzten Jahr mehrfach von Lehrenden gefragt, eine Literaturdatenbank einzurichten, die themenbezogen nach Schlagworten durchsucht werden kann und auf die unterschiedliche Personen Zugriff haben. Ein neues Projekt steht also auf dem Plan: Aufbau einer Literaturdatenbank. Wenn der neue Antrag bewilligt wird, steht ein weiteres interessantes Jahr für das E-Team bevor – in diesem Sinne: stay tuned.

Ansprechpartnerin und Ansprechpartner

  • Melanie Stilz – studentische Moodle-Beauftragte
  • Prof. Dr. Stefan Beck

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Institut für Bibliotheks-und Informationswissenschaft

Wolfgang Jänsch, Hans-Ulrich Kamke, Matti Stöhr

Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) bietet neben der Lehre im Direktstudium den einzigen Fernstudiengang in diesem Fachgebiet an der Humboldt-Universität an.

Im Direktstudium ist Blended Learning seit 2006 das zentrale Lehr- und Lernprinzip des Instituts. Genutzt wird dafür hauptsächlich das zentral bereitgestellte E-Learning- und Kommunikationssystem Moodle. Im Wintersemester 2006/07 wurden die Struktur des Bachelorstudiengangs und das entsprechende Lehrangebot komplett in Moodle abgebildet. Für die Betreuung und Pflege dieses Angebotes steht ein studentischer Mitarbeiter als Moodle-Tutor allen Lehrenden zur Verfügung. Die Abbildung des Bachelorangebots des Wintersemesters 2006/07 ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Nutzungsintensität von Moodle durch die Lehrenden des Instituts. So werden derzeit etwa 64 % der Veranstaltungen aktiv mit Moodle begleitet. Angesichts der noch recht frischen Initiative ist diese Nutzungsintensität als sehr positiv zu bewerten.

Bereits 1995 wurde der postgraduale Fernstudiengang »Bibliotheks- und Informationswissenschaft« eingerichtet. Studienführer und Materialien wurden zu Beginn in einer HTML-Version auf einem institutseigenen Webserver zur Verfügung gestellt, anfangs noch parallel neben der Papierversion. Später wurde auf der Basis von ZOPE ein System entwickelt, das neue Möglichkeiten eröffnete

(z. B. wurden die digitalen Studienmaterialien in eine relationale Datenbank migriert). Form und Inhalt der Studienführer konnten voneinander getrennt und ein Workflow für die Bearbeitung des Materials eingeführt werden. Damit konnten die Aufgabenbereiche deutlicher als zuvor getrennt werden. Parallel zum postgradualen Fernstudium wurde mit der Universität Koblenz-Landau ein grundständiges Fernstudium im Bereich Bibliotheks- und Informationswissenschaft eingerichtet. Hier wurden ausführliche Erfahrungen mit dem solitären Einsatz von Videokonferenzen in einem Studium gewonnen: Die Studierenden saßen in Seminarräumen in Koblenz und Landau und die Dozenten in einem Videostudio des Instituts in Berlin. Über TCP/IP-Verbindungen können auch Studierende im Ausland ihre mündlichen Abschlussprüfungen absolvieren.

Bereits seit dem Sommersemester 2005 sind in der Lehre des postgradualen Fernstudiums elektronische Tafeln im Einsatz. Sie dienen insbesondere der multimedialen Unterstützung der Lehrveranstaltungen und bieten für Studierende des Fernstudiums die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen an beliebigen Orten und zu beliebigen Zeiten zu erleben. Gesamte Lehrveranstaltungen können als Tafelbild (Audio und Video) mitgeschnitten und digital abgelegt werden. So wird in absehbarer Zeit ein vollständiges Archiv der Lehrveranstaltungen inklusive der course materials des postgradualen Fernstudiums aufgebaut. Gegenwärtig umfasst der Bestand ca. 85 % der Veranstaltungen. Die Aufnahmen werden praktisch synchron im Netz für die Studierenden zur Verfügung gestellt. Die Tonspur steht als MP3-Datei zur Verfügung und kann auch so separat genutzt werden; über Änderungen und Neuigkeiten informiert ein RSS-Feed.

Es ist aufgrund der bisher positiven Erfahrungen zu erwarten, dass die Moodle-Plattform am IBI weiter ausgebaut und intensiver genutzt werden wird. So soll beispielsweise auch der Magisterstudiengang und bei Einführung auch der Masterstudiengang flächendeckend in Moodle abgebildet werden. Auch der Fernstudienbereich des IBI prüft derzeit, inwiefern dort Moodle zur Unterstützung der Lehre eingesetzt werden kann.

Die gemeinsame und zielstrebige Arbeit des E-Teams bildete dabei die Grundlage für die Integration von E-Learning in Lehre und Studienorganisation am Institut. Die Bereiche Fernstudium und Direktstudium tauschen dabei ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus, nutzen Synergien und bereichern sich gegenseitig.

Ansprechpartner

  • PD Dr. Dr. Wolfgang Jänsch, Leiter des Bereiches Fernstudium
  • Dr. Hans-Ulrich Kamke, Koordination Postgraduales Fernstudium
  • Matti Stöhr, Moodle-Beauftragter und studentischer Mitarbeiter bei Prof. Dr. Schirmbacher

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Institut für deutsche Sprache und Linguistik

Karin Madlener

Verankerung von neuen Medien und E-Learning

Im Laufe der vergangenen Semester hat sich am IdSL (http://www.linguistik.huberlin.de) ein sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrenden fruchtbares Zusammenspiel aus verschiedenen Einsatzszenarien von neuen Medien und E-Learning-Instrumenten in Studienorganisation, Lehre und Forschung etabliert. Im Folgenden werden einige dieser Szenarien vorgestellt:

Unterstützung der Präsenzlehre durch Moodle

Die Begleitung der Präsenzlehrveranstaltungen durch Moodle-Kurse ist inzwischen fester Bestandteil der Lehre in allen Bereichen des IdSL. Seit dem Sommersemester 2005 ist die Zahl kontinuierlich von 12 auf 73 gestiegen. Die Ausrichtung der Kurse ist dabei unterschiedlich; sie reicht von der Seminarorganisation und -verwaltung über die Online-Verfügbarkeit von Literatur, Lehr- und Arbeitsmaterialien bis hin zur Nutzung von Moodle als Kommunikationsplattform und interaktivem Online-Arbeitsplatz für Gruppenarbeiten.

Präsentation der Lehre und Studienorganisation mit Moodle

Mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge wuchs die Idee, Moodle auch kursübergreifend als Plattform zur Präsentation der Lehre am IdSL und für die Studienorganisation einzusetzen. In einem öffentlich zugänglichen Meta-Kurs werden für jeden Studiengang die Modulgliederung, die in den Modulen aktuell angebotene Präsenz- und Moodle-Lehre inklusive einer Vorschau auf das Folgesemester transparent gemacht. Hinzu kommen modulspezifische Informationen zu Studienpunkten, Modulabschlussprüfungen etc. Dies gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich zu orientieren. Diese Metakurse sind zusätzlich eine zentrale Informationsquelle für Studieninteressierte und Studienwechsler aus dem In- und Ausland und damit ein wichtiges Instrument der Studienfachberatung. Bisher ist das Konzept für den BA Germanistische Linguistik, den BA Historische Linguistik und den MA Deutsch als Fremdsprache mit Unterstützung durch das Multimedia-Förderprogramm umgesetzt, die anderen Studiengänge sollen folgen. Kontakt: Monika Strietz, Nicole Schumacher, Johannes Gerwien

Verbesserung der Studierbarkeit durch E-Learning

Angesichts der hohen Studierendenzahlen in Basismodulen, die für Studierende verschiedener BA-Studiengänge verpflichtend sind, wird im Moment über eine Erweiterung des Lehrangebots um Online-Veranstaltungen nachgedacht. Ziel ist es vorerst, ergänzend zum Präsenz-Tutorium Linguistik ein Online-Tutorium in Moodle aufzubauen, in dem sich Studierende selbstständig Lerneinheiten erarbeiten, zeitunabhängig Übungsangebote nutzen, Aufgaben in Gruppenarbeit lösen und so den in den Grundkursen sehr komprimiert vermittelten Stoff vertiefen können. Kontakt: Monika Strietz

Forschungs- und Lehrprojekte

Multimedia-Chunks für Deutsch als Fremdsprache

Im Forschungsprojekt »Multimedia-Chunks für Deutsch als Fremdsprache« , ebenfalls vom Multimedia-Förderprogramm unterstützt, wird eine linguistisch und lerntheoretisch fundierte Online-Lernumgebung entwickelt, die auf die Optimierung der Inputverarbeitung und das Chunking als Erwerbsstrategie abzielt. Das Chunk-Angebot besteht aus vorgefertigten komplexen Ausdrücken mit gefrorener grammatischer Information, die multimedial eingebettet sind. Ausgewählte Lerngegenstände werden in Videos, Animationen und Fotosequenzen präsentiert, auf verschiedenen Ebenen erklärt und mit Links zu Lexikon und Grammatik versehen. Interaktive Aufgaben lösen Lernaktivitäten zum strukturierten Input aus und ermöglichen die Überprüfung von Forschungshypothesen zur Rolle des Chunking im Fremdsprachenerwerb (http://www.linguistik.hu-berlin.de/daf/ forschung/multimedia-chunks.php). Kontakt: Brigitte Handwerker, Karin Madlener

Videokonferenzen im Fremdsprachenunterricht

Der erwerbsfördernde Einsatz von Videokonferenzen im Fremdsprachenunterricht wird in der Lehrveranstaltung »Deutsch als Fremdsprache (DaF) lehren per Videokonferenz« theoretisch-didaktisch diskutiert und praktisch umgesetzt. DaF-Studierende der HU unterrichten seit mehreren Semestern Kleingruppen von Studierenden an der Waseda-Universität Tokio. Kontakt: Nicole Schumacher, Constanze Niederhaus

Korpuslinguistik

Das Lehr- und Forschungsgebiet Korpuslinguistik stellt über ein öffentlich zugängliches Webinterface verschiedene digitalisierte und mit verschiedenen Informationen annotierte Korpora (Sammlungen von Zeitungstexten, Fachtexten, historischen und anderen Texten aus mehreren Sprachen) für die Nutzung in Lehre und Forschung zur Verfügung. Besonders zu erwähnen ist das Lernerkorpus FALKO, erreichbar unter www.linguistik.hu-berlin.de/ korpling/projekte/falko/index.php, das Textproduktionen von Deutschlernenden enthält. Es ermöglicht durch Fehlerannotation systematische Untersuchungen zu typischen Mustern und Abweichungen in den Lernerdaten, die wiederum Aufschluss über Erwerbsprozesse geben sollen (http://www.linguistik.hu-berlin.de/ korpling/korpora/index.php). Kontakt: Anke Lüdeling

Die Mitglieder des E-Teams am IdSL arbeiten eng zusammen, stimmen ihre eigenen Projekte und Vorhaben aufeinander ab, um so insbesondere die neuen Studiengänge in ihrer Organisation effizienter zu gestalten, die Lehre, die Studienorganisation und die Präsentation nach außen insgesamt zu verbessern.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Brigitte Handwerker, Bereich Deutsch als Fremdsprache
  • Prof. Dr. Anke Lüdeling, Bereich Korpuslinguistik
  • Karin Madlener, Bereich Deutsch als Fremdsprache, COVCELL
  • Dr. Monika Strietz, Geschäftsführende Mitarbeiterin des IdSL
  • Johannes Gerwien, Studentischer Mitarbeiter
  • Stefan Merz, Studentischer Mitarbeiter

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Institut für Romanistik

Teresa Delgado, Victoria Castrillejo, Ioanna Gatzigianni und Gabriele Knauer

Das Institut für Romanistik (IfR) bietet in verschiedenen Bereichen Lehre für romanische Sprachen an: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Translationswissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Fachdidaktik und Sprachpraxis. Zwischen diesen Bereichen gibt es mehrere Einzelprojekte und Kooperationen, die z. T. durch das Multimedia-Förderprogramm gefördert wurden.

Das E-Team wuchs mit der Aufgabe zusammen, Moodle am Institut zu etablieren. Unter den Lehrenden gibt es sehr aktive Nutzer/innen dieser Plattform. Zur Unterstützung weiterer Lehrender und Studierender wurden so genannte Moodle-Tutorinnen etabliert, die Workshops und Beratung anbieten. Die Zusammenarbeit zwischen den erfahrenen Lehrenden und den Tutorinnen erforderte Koordination. Diese Aufgabe übernahm die Gruppe aktiver Lehrender unterstützt von studentischen Moodle-Tutoren. In Zusammenarbeit dem Multimedia Lehr-und Lernzentrum (MLZ) wurde daraufhin ein Moodle-Kurs eingerichtet, der neben den realen Treffen als Kommunikations- und Austauschplattform für die Erfahrungen aus der Betreuung, für häufig gestellte Fragen und die Umsetzung didaktischer Konzepte in Moodle und für die Betreuung von Kursen dient. Das E-Team führt in festen Sprechstunden und durch individuelles Coaching Moodle-Beratungen und Schulungen für Studenten und Lehrkräfte durch.

Der Einsatz zeigt Erfolge. Es gibt mittlerweile mehrere Dozenten, die E-Learning in ihre Lehrveranstaltungen integrieren. Das Institut bietet über 40 Moodle-Kurse pro Semester an. Viele dieser Kurse nutzen nicht nur die mehr oder weniger gängigen Tools der Plattform, sondern auch Video- und Audio-Streams und berücksichtigen damit besonders die didaktischen Möglichkeiten von E-Learning.

Am Institut wird als E-Learning-Initiative der ersten Stunde mit Linguapolis ein eigenes Lernmanagementsystem für den Studiengang IFK eingesetzt und – teilweise unterstützt durch das Multimedia-Förderprogramm – laufend weiterentwickelt, das speziell auf die Erfordernisse von Spracherwerb ausgerichtet ist (http://www.linguapolis.net). Initiator und Verantwortlicher ist hier der DV-Beauftragte Xavier Bihan.

Die Unterstützung des E-Learning-Einsatzes des Bereiches Spracherwerb Französisch wird derzeit von vielen aktiven, aber nur vorübergehend an der HU beschäftigten Lehrenden getragen. Eine Ausweitung auf das gesamte Institut und eine größere Unterstützung durch die Institutsleitung sind erforderlich, um die begonnene Arbeit auch in Zukunft fortführen zu können.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Gabriele Knauer, Spanische und französische Sprachwissenschaft
  • Victoria Castrillejo, Spracherwerb Spanisch
  • Teresa Delgado, Spracherwerb Spanisch
  • Ioanna Gatzigianni, Moodle-Tutorin, didaktischer Einsatz von Moodle
  • Anastasia Triantafillaki, Moodle-Sprechstunde
  • Petra Prochazkova, Moodle-Tutorin
  • Inga Grantyn, Moodle-Tutorin
  • Xavier Bihan, DV-Beauftragter, Spracherwerb Französisch

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Institut für Slawistik

Heike Wapenhans

Das Institut

Das Institut für Slawistik gliedert sich in die Bereiche Ostslawistik (Russistik sowie Weißrussisch und Ukrainisch), Westslawistik (Polonistik, Bohemistik/ Slowakistik), Südslawistik (Kroatistik/ Serbistik, Bulgaristik), Didaktik des Russischunterrichts, Translationswissenschaft sowie das Seminar für Hungarologie als eine nicht slawische Philologie.

Initiativen aus dem Multimedia-Förderprogramm zu Beginn

Die Nutzung von Multimedia ist am Institut durch die Aktivität einzelner Mitarbeiter in Schwung gekommen. Neben der Eigeninitiative bekam das Institut Unterstützung durch die Förderung des Multimedia-Förderprogramms der HU sowie durch das Multimedia Lehr- und Lernzentrum (MLZ). Impulse für den Einsatz der Neuen Medien wurden am Institut vor allem durch die Förderung mehrerer Projekte im Rahmen des Multimedia-Förderprogramms gegeben. Auslöser und initialer Funke war das Projekt »Interkulturelle Fachkommunikation und Übersetzen – Modularisiertes Hauptstudium im Internet« (Dr. L. Schippel, Dr. H. Wapenhans, A. Fertig). Für dieses erfolgreich umgesetzte Projekt gab es eine Fortsetzung: »Slawistik im Netz. Datenbankbasierte Internetseite. Dozenten- und Administratoreninterfaces« (Dr. H. Wapenhans, A. Fertig).

Es folgten weitere Anträge in den nächsten Jahren. Bewilligt wurden folgende Projekte des Instituts:

  • 2004: Internetplattform zum Thema »Muttersprachler im Russischunterricht« (PD Dr. A. Ertelt-Vieth, Dr. E. Denisova)
  • 2004: Intermediales Archiv 1650-2000 – Digitalisierung von Material und Forschungsergebnissen am Lehrstuhl Ostslawische Literaturen mit Hilfe des Medienportals (Prof. G. Witte, Dr. S. Strätling)
  • 2005: Russiapolis c/o Linguapolis.net Aufbau einer Textdatenbank unter Einbeziehung spezieller Übersetzungskorpora (Prof. Dr. L. Schippel, Dr. H. Wapenhans, A. Fertig)
  • 2005: Fachdidaktik Russisch. Medienportal zum Thema »Visuelle Medien im Russischunterricht« (Prof. Dr. A. Ertelt-Vieth)
  • 2006: »Novinki« – Internetportal über literarische und literaturwissenschaftliche Neuerscheinungen in Osteuropa (Prof. Dr. S. Sasse, Prof. Dr. M. Goller)

Eine Übersicht über die Projekte sowie detaillierte Informationen können Sie auf der Homepage des Instituts nachlesen (http://www.slawistik.hu-berlin.de/ forschung/projekte). Dank dieser Projekte erhielt das Institut vor allem personelle Unterstützung durch engagierte studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Moodle

Seit dem Sommersemester 2004 nutzen Lehrende des Instituts das Lernmanagementsystem Moodle zur Online-Unterstützung ihrer Präsenzlehre. Zu Beginn wurden ca. 10 Kurse für die Bereiche Sprachpraxis und Translationswissenschaft eingerichtet. Die Zahl der Moodle-Kurse ist in den letzten Semestern kontinuierlich angewachsen. So begleiten im Wintersemester 2006/07 ca. 70 Moodle-Kurse die Präsenzlehre. Moodle wird bislang vorwiegend zur Materialbereitstellung und zur Übermittlung von Informationen der Lehrenden für die Studierenden genutzt.

Kompetenzerweiterung und Beratung

Zur Kompetenzerweiterung in Bezug auf den Einsatz der digitalen Medien erhielten die Lehrenden des Instituts Unterstützung durch Workshops des MLZ, durch eigene Schulungen und durch individuelle Betreuung von Kollegen am Institut. Eine Sensibilisierung weiterer Mitarbeiter für die Belange von E-Learning wurde durch regelmäßige Informationen zu diesem Thema im Institutsrat und in Veranstaltungen des Mittelbaus erreicht. Es gab darüber hinaus Schulungen und Beratung über die selbstständige Pflege von Internet- und Lehrveranstaltungsseiten auf der inzwischen umgestalteten, teilweise dynamischen Institutshomepage.

Perspektiven

Weitere Vorhaben zum Einsatz der digitalen Medien sind eng mit der Einführung der neuen BA- und Masterstudiengänge verbunden. Das trifft insbesondere auf den geplanten MA Interkulturelle Fachkommunikation (IFK) zu, der den vom Bologna-Prozess verfolgten Zielstellungen internationaler Kompatibilität und Flexibilität zur Gewährleistung studentischer Mobilität entspricht, ist er doch von seiner Anlage her bereits auf internationale Kommunikation ausgerichtet und schließt den Erwerb von Auslandserfahrungen ein (siehe dazu den Beitrag »Auf elektronischem Wege nach Bologna« in diesem Heft).

So werden zukünftig, der Natur des Fachgebietes entsprechend, Online-Angebote nicht mehr nur zur Unterstützung von Präsenzveranstaltungen genutzt. Sie erlauben, ausgewählte Lehrveranstaltungen ohne Präsenz zu absolvieren. Zudem steht nicht nur die Kommunikation zwischen Projektpartnern über Ländergrenzen hinweg im Vordergrund, sondern auch die Möglichkeit des Einsatzes verschiedener Internet-Tools und der Lernplattform Moodle innerhalb von Lehrveranstaltungen.

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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Birgit Hadel, Uwe Ziegenhagen

Zahlreiche Methoden des E-Learning kommen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu immer größerem Einsatz.

Die Zahl der mit Moodle betreuten Projekte beläuft sich im Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre auf 30 Kurse, im Fachgebiet Volkswirtschaftslehre auf 18 Kurse und im Fachgebiet Quantitative Methoden auf 37 Kurse.

Darüber hinaus finden zahlreiche Aktivitäten zur Entwicklung innovativer E-Learning-Lösungen statt.

Auf Initiative der Studiendekanin Sybille Schmerbach erfolgt in Kooperation mit dem MLZ seit 2006 ein organisierter, gemeinsamer Austausch zwischen den Lehrstühlen und ihren Aktivitäten im Hinblick auf die E-Learning-Entwicklungen in der Fakultät. Angesprochen werden Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeiter und Studentische Hilfskräfte. Ziel ist hier neben der Motivation zu weiteren E-Learning-Aktivitäten auch die Erstellung eines fakultätsweiten Multimedia-Konzeptes.

Das Institut für Statistik und Ökonometrie sowie das Institut für Operations Research (Entwicklung interaktiver und multimedialer Lerneinheiten und die Nutzung webbasierter Software mit Web-Mathematica) sind als wichtige Vertreter unserer Fakultät für die Entwicklung eigener Softwarelösungen im Bereich E-Learning zu benennen.

Am Institut für Statistik und Ökonometrie der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gibt es seit Mitte der 90er Jahre eine E-Learning Gruppe (Wolfgang Härdle, Sigbert Klinke), die sich vor allem mit der Verbesserung der Lehre durch interaktive Inhalte beschäftigt. Eines der ersten Projekte war das internetbasierte MM*Stat (http://www.quantlet.com/ mdstat/ scripts/mmdeu/java/start.html), das sich an Studenten im Grundstudium richtete und die kompletten Inhalte der zweisemestrigen Grundstudiumsveranstaltung Statistik abdeckte. In einer Umgebung ähnlich zu Karteikarten konnten die Studenten zwischen Lecture-und Example-Seiten wechseln, zusätzlich gab es auch die Möglichkeit interaktiver Beispiele auf Basis von Java-Applets, die mit einem mitgelieferten XploRe-Quantlet-Server kommunizierten. MM*Stat wurde für zahlreiche Sprachen implementiert, die neueste – arabische – Version baut auf Wiki-Technologie auf. Zeitgleich zur Implementierung von MM*Stat wurde die Idee der interaktiven Inhalte auch auf Textbücher angewandt. In den Lehrbüchern von Wolfgang Härdle und ihren HTML-Versionen befanden sich Links auf Webseiten, von denen Nutzerinnen und Nutzer Java-Applets starten konnten. Auf diese Weise ließen sich auch umfangreichere Berechnungen und Parameteränderungen visualisieren. Im Rahmen des bundesweiten e-Stat-Projekts hat der Lehrstuhl Statistik an der Umsetzung von Lehrinhalten in plattformunabhängiges XML mitgewirkt. Diese XML-Inhalte wurden dann in verschiedenen Szenarien und Ansichten arrangiert und für die Nutzerinnen und Nutzer aufbereitet. Andere Projekte des Lehrstuhls waren »Q&A« , eine interaktive Umgebung zur Klausurvorbereitung sowie »TeachWiki« (http://teachwiki.wiwi.huberlin.de/index.php), ein auf MediaWiki basierendes Projekt, an dem auch Studierende aktiv teilnahmen und noch teilnehmen.

Die momentanen Bestrebungen der E-Learning-Tätigkeiten am Lehrstuhl gehen zum einen in die Richtung der Proliferation von MM*Stat-Inhalten mittels Wiki-Technologie, zum anderen in Richtung der einheitlichen Beschreibung von numerischen Verfahren und Quellcodes durch XML.

Fakultätsweit werden Lehrstühle angesprochen, die von den in den anderen Lehrstühlen bereits entwickelten Lösungsmöglichkeit digitaler Technologien Nutzen ziehen könnten, sowohl in Hinblick auf die Anreicherung und Optimierung der Lehre als auch auf die Möglichkeiten der Repräsentation nach außen. Um diese Bestrebungen zu koordinieren wird derzeit ein (Multimedia-)Konzept erarbeitet, das konkrete Zielstellungen benennt.

Ansprechpartnerinnen:

  • Dr. Sibylle Schmerbach, Studiendekanin
  • Uwe Ziegenhagen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • Birgit Hadel, Studentische Mitarbeiterin

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Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZTG)

Danilo Vetter, Marius Zierold

Das gesamte E-Team »AG Multimedia« wird auf folgender Webseite des Institutes vorgestellt: http://www.gender.huberlin.de/service/multimedia.

Das Zentrum ist eine transdisziplinäre, wissenschaftliche Einrichtung in der Philosophischen Fakultät III. Das Konzept des ZtG sieht vor, Gender-Kompetenzen aus allen Disziplinen zusammenzubringen, zu koordinieren und darüber hinaus dem Studiengang Gender Studies einen Ort zu geben. Universitäre und studentische Aktivitäten, wie Projekte, Kolloquien, Tagungen oder Konferenzen, werden hier entwickelt, ermöglicht und gefördert. Es sollen Brücken geschlagen werden in unterschiedliche Öffentlichkeiten, zu Lehrenden und Forschenden aus aller Welt und zu anderen Genderforschungszentren.

Das erste Treffen zur Planung einer Multimediagruppe wurde im Sommersemester 2004 von Susanne Baer und Daniela Hrzán organisiert. Neben der öffentlichen Diskussion des Glossars »Recht und Geschlecht« und der »Lehrund Lernplattform der Gender Studies« entstand in diesem Zusammenhang die Idee, eine Arbeitsgruppe »Multimedia« zu gründen, die einen Kommunikationsort für Fragen multimedialer Lehre, E-Didaktik und Onlinerecht bieten sollte.

Im Wintersemester 2006/2007 gab es Beratungsgespräche zu einem Projektantrag im Rahmen des Multimedia-Förderprogramms. Dabei stellten sich vier wesentliche Themen des ZTG in den Vordergrund:

  • Didaktisch sinnvoller Einsatz von Multimedia und E-Learning in der Lehre,
  • Motivation von Lehrenden, diese Mittel und Methoden zu nutzen,
  • Möglichkeiten des Internets, mit Tools, Plattformen oder Programmen die Studienorganisation zu optimieren (z. B. Generierungsmöglichkeiten für ein – transdisziplinäres – Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis) und
  • Gestaltung der Zusammenarbeit mit allen beteiligten Fächern durch Multimedia.

Das Team um die AG »Multimedia«, in dem Lehrende, Mitglieder des ZtG sowie Studierende zusammenarbeiten, bemüht sich um die Verbreitung von Grundlagenwissen und die Förderung von Kompetenzen im Einsatz von Multimedia und digitalen Kommunikationsmitteln, in dem es Workshops und Informationsveranstaltungen initiiert. Es erprobt virtuelle und multimedial unterstützte Seminare und tauscht gemachte Erfahrungen aus. Besonders wichtig ist dem ZtG die gemeinsame Arbeit an Inhalten. So entwickelten z. B. Studierende des Studiengangs Gender Studies ein »Gender@Wiki« (http://www2.gender.huberlin.de/genderwiki), das auch heute von ihnen betreut und erweitert wird (Näheres dazu im Beitrag »Auf elektronischem Wege nach Bologna«).

Die Arbeitsweise der AG »Multimedia« ist gekennzeichnet durch:

  • zwei Treffen pro Semester zum Austausch von Erfahrungen und Vorstellungen eigener Vorhaben, Reflektion und Evaluation von laufenden und abgeschlossenen Multimedia-Projekten,
  • . B. des universitätsübergreifenden Virtuellen Seminars »Geschlecht, Ethnizität und Klasse« von M. Maisha Eggers,
  • ein Treffen pro Semester zur Weiterbildung (Einführung in Moodle und E-Didaktik in Moodle, Einführung in Anwendungen des Web 2.0, Weblogs und Wikis),
  • die generelle Kommunikation, die über einen Kurs auf der Lernplattform Moodle geführt wird,
  • die Information des Studiengangs durch regelmäßige Publikationen im ZtG-Bulletin und eine eigene Unterseite auf dem Webauftritt des ZtG (http://www.gender.hu-berlin.de).

Perspektivisch richtet sich die Arbeit der AG »Multimedia« auf die verstärkte Implementierung von E-Learning in die Lehre des Studiengangs sowie die Gewinnung von weiteren Lehrenden für die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe.

Thematisch wird sich die AG »Multimedia« in der nächsten Zeit mit aktuellen Fragen zum Urheberrecht und dem Problem der Plagiate intensiv auseinandersetzen. Außerdem unterstützt sie die Einrichtung eines Moodle-Kurses, in dem bisherige E-Learning-Tools und Webangebote der Tutorien der Gender Studies zusammengefasst werden. Dieser soll für Studierende einen gemeinsamen und zentralen Kommunikationsund Lernort im Internet bieten.

Daniela Hrzán arbeitet darüber hinaus auch in der »Steuerungsgruppe e-KoKon« mit (siehe dazu den Beitrag »Der E-Verbund an der Humboldt-Universität zu Berlin« im gleichen Heft).

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

  • MA Daniela Hrzán, Kulturwissenschaftliches Seminar
  • Andreas Heilmann, Sozialwissenschaften, Bereich Soziologie
  • Dr. Maureen Maisha Eggers, Erziehungswissenschaften
  • Dr. Gabriele Jähnert, Geschäftsführerin
  • Dr. Ilona Pache, Studiengangskoordinatorin
  • Anette Türk, PC-Pool/Multimedia und DV-Beauftragte
  • Danilo Vetter, Studentischer Mitarbeiter Bibliothek/Information/Dokumentation
  • Kerstin Piepenstock, Nordeuropa-Institut
  • Sandra Palacsik, Studentische Mitarbeiterin
  • Diana Drechsel, Studentische Tutorin
  • Marius Zierold, Studentischer Mitarbeiter PC-Pool/Multimedia

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Großbritannien-Zentrum

Roland Wenzlhuemer

Das Großbritannien-Zentrum (GBZ) bietet den postgradualen Masterkurs »Master in British Studies« an. Jedes Jahr studieren hier ca. 25 Studierende aus aller Welt. Der Lern- und Lehrhintergrund ist äußerst multikulturell, die Unterrichtssprache ist Englisch.

Für den Masterkurs lehren nicht nur »universitätseigene« Dozenten, es kommen auch Gastdozenten aus Großbritannien. Sie übernehmen in der Regel Blockveranstaltungen. Ihnen wird als Arbeitsgrundlage und als Kommunikationsbasis ein Kurs in Moodle angeboten. Aus der speziellen Unterrichtssituation am Zentrum hat sich schon über die Jahre der Wunsch ergeben, die Lehre sowohl im als auch außerhalb des Klassenzimmers stärker elektronisch zu unterstützen. Dies entspricht zum einem dem Selbstverständnis des Zentrums, das großen Wert auf moderne, zeitgemäße Lehrmethoden legt. Es wird aber auch dem Wunsch vieler Studierender gerecht, die eine fest verankerte und gut betreute elektronische Unterstützung der Lehre sehr begrüßen.

Um all dies umsetzen zu können, hat das Zentrum für das Jahr 2006 erfolgreich Mittel aus dem Multimedia-Förderprogramm der Humboldt-Universität beantragen können. Bereits im Vorfeld der Antragstellung hat das GBZ seine Multimediaplanung eng mit dem MLZ abgestimmt, um gegebenenfalls Synergieeffekte nutzen zu können. Aus diesen gemeinsamen Bemühungen ist schließlich das E-Kompetenz-Team am GBZ entstanden. Es besteht aus Professor Gerhard Dannemann und Dr. Roland Wenzlhuemer, konnte aber durch die Unterstützung aus dem Multimedia-Förderprogramm im August 2006 um Herrn Keywan Ghane, Studentische Hilfskraft, erweitert werden. Das E-Team hat sich die folgenden Aufgaben gestellt und Ziele gesetzt:

  • die gesamte Lehre des Zentrums in aktueller, einheitlich gestalteter und leicht zugänglicher Weise in Moodle zu präsentieren (100 % der Lehre sind mittlerweile online),
  • die Kurse aktuell zu halten und ständig zu überprüfen,
  • in Abstimmung mit den Lehrenden neue Kursvorlagen zu entwickeln und das Kursdesign zu vereinheitlichen,
  • auch Kurse von externen Lehrenden einzubeziehen, die nicht ständig am GBZ anwesend sind – hier läuft die Umsetzung erst an,
  • Einsatz von Moodle als integrierte Lehr-und Lernplattform auch im Unterricht,
  • Digitalisierung aller wichtigen Lehrmaterialien (läuft im Moment).

Großen Wert legt das E-Team mit seiner Arbeit auf Nachhaltigkeit. Durch den Aufbau einer Dokumentation aller Vorgänge und Fortbildungen für Lehrende werden die in der aktuellen Gruppe aufgebauten Kompetenzen nutzbar gemacht für weitere Lehrende. Die generelle Perspektive liegt in der 100%igen Aufbereitung der Lehre am Zentrum für und in Moodle. Dies beinhaltet auch und vor allem die Lehre externer Gastdozenten. Die Standardisierung des Kursdesigns und die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen bis Mitte 2007 soweit vorangeschritten sein, dass die Kurse mit überschaubarem Aufwand selbst aktuell und gepflegt gehalten werden können. Zudem soll das Potential von Moodle als integrierte Lehr- und Lernplattform auch in der Unterrichtssituation getestet werden und eine schrittweise Integration von E-Learning-Plattform und Präsentationsmedium stattfinden.

Ansprechpartner

  • Dr. Roland Wenzlhuemer, Leiter des E-Teams, wiss. Mitarbeiter
  • Prof. Gerhard Dannemann
  • Keywan Ghane, Studentische Hilfskraft

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Sprachenzentrum

Christa Köbsch

Schon seit Anfang der 1990er Jahre gab es Einzelaktivitäten interessierter Kollegen am Sprachenzentrum (SPZ). Im Jahr 2000 wurde auf Initiative der ehemaligen Direktorin des Sprachenzentrums die Arbeitsgruppe Medieneinsatz gegründet, der jeweils eine Mitarbeiterin aus den Abteilungen Englische und Romanische Sprachen und Deutsch als Fremdsprache (DaF) angehörte. Unsere Aufgaben waren zunächst die eigene Fortbildung zu Medienexpertinnen und -experten, beispielsweise durch Fernstudium der Mediendidaktik, Teilnahme an jährlich stattfindenden Konferenzen, wie EUROCALL, Expolingua, und Workshops, um sich über neueste Lehr- und Lernmethoden zu informieren. Aus der anschließenden Erörterung der Möglichkeiten der neuen Medien konnten wir dann geeignete Lernplattformen und Autorenprogramme für das Selbstlernen und die Unterrichtsbegleitung am SZ auswählen.

Daraus ergab sich die Anwendung von Blackboard, einer E-Learning-Plattform, und KLEA, einem Autorenprogramm, mit dem Mitarbeiter Übungen zur englischen Grammatik und zum Wortschatz (bisher ca. 20 Module) zur Einbeziehung in den Unterricht aber auch als Selbstlernmaterialien erstellen. Dieses Material kann auch heute von der Homepage des SZ heruntergeladen werden.

Auch ein E-Mail-Lateinkurs wurde angeboten und zwei Jahre erprobt.

Überzeugt vom Nutzen einer E-Learning-Plattform als Begleitung von Präsenzkursen und auf der Suche nach einem Ersatz für Blackboard, das nach der Erprobungsphase nur kostenpflichtig genutzt werden konnte, wurden wir vom MLZ auf Moodle aufmerksam gemacht, was den »Beginn einer wunderbaren Freundschaft« und einer fruchtbaren Zusammenarbeit markierte. Für die Kollegen und Kolleginnen des Sprachenzentrums wurde im Verlauf der vergangenen Semester in Kooperation mit dem MLZ eine interne Fortbildungsreihe entwickelt, in der Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis und thematische Schwerpunkte in der E-Learning-Nutzung in regelmässigen Treffen im 14tägigen Rhythmus behandelt wurden.

Seit einem Jahr arbeitet das SPZ im europäischen Projekt COVCELL mit, das als Hauptziel die Entwicklung von speziellen Moodle-Tools für die Sprachausbildung hat.

Dabei wurden im ersten Quartal des zweijährigen Projekts alle Mitarbeiter des SPZ im Rahmen von Workshops und auch individuell (durch die Mediengruppe und die studentische Hilfskraft) in Moodle eingewiesen.

Moodle dient der Unterstützung von Lehrenden und Lernenden, unter anderem bei der Organisation des Unterrichts, der Materialbereitstellung, bei Gruppenarbeit und Nachbereitung von Unterrichtsstoff (z. B. durch Bereitstellung von Hörtexten); es wird aber auch als Plattform für die Arbeit in verschiedenen AGs genutzt.

Weitere Informationen zu Moodle und dem EU-Projekt COVCELL sind in dem Beitrag »Vom Schaukasten zum Baukasten« zu finden.

Ansprechpartnerinnen

  • Christa Köbsch, Englische Sprache, Koordinatorin Medieneinsatz
  • Swetlana Filippowa, Studentische Mitarbeiterin in der AG Computereinsatz des SPZ; Kursverwaltung für das SPZ und für COVCELL und Durchführung von Workshops für Lehrende

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Literatur

[1]Schirmbacher, P.: E-Kompetenz im Kontext. cms-journal. 2005, 26, S. 6972, http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/26/schirmbacher-peter/PDF/25.pdf

Anmerkungen

1Informationen zum Multimedia-Förderprogramm, der Multimedia-Initiative und zum Multimedia-Konzept befinden sich auf den Seiten der Medienkommission des Akademischen Senats. (http://www.mk.hu-berlin.de)