CMS Journal
Nr. 32
Juni 2009
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Weitere Artikel aus dem cms-Journal Nr. 32 finden Sie auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin unter http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/32
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Service für Autorinnen und Autoren


Maxi Kindling, Peter Schirmbacher
maxi.kindling@ibi.hu-berlin.de | schirmbacher@cms.hu-berlin.de

Abstract

In den letzten 10 Jahren hat die Arbeitsgruppe EPUB eine Vielzahl von Aktivitäten zur Unterstützung der Autorinnen und Autoren auf ihrem Weg zum elektronischen Publizieren entwickelt. Der Beitrag verweist auf die wichtigsten Tools und Services und ist gleichzeitig als eine Klammer für die nachfolgenden Beiträge des cms-journals zu verstehen


Die vorangehenden Kapitel haben einen Überblick zu den Entwicklungen und Möglichkeiten des wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter, verschiedenen Hilfsmitteln für das Erstellen eigener Arbeiten und dem Umgang des Publizierens nach den Kriterien von Open Access vermittelt. Die nachfolgenden Beiträge sollen konkrete Hilfestellung und Hinweise für das Publizieren auf dem Dokumenten- und Publikationsserver der Humboldt-Universität zu Berlin geben. In diesem Sinne werden die verschiedenen Aktivitäten und Angebote des edoc-Servers zur Unterstützung der Autorinnen und Autoren vorgestellt.


Die Aktivitäten der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren

Die Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren fand in diesem Heft bereits an verschiedenen Stellen Erwähnung. Sie setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universitätsbibliothek und des Computer- und Medienservice sowie einer Reihe von Kolleginnen und Kollegen, die durch die Bearbeitung von Drittmittelprojekten zur Weiterentwicklung des Publikationsservice beitragen. Den Startschuss für die Arbeiten bildete 1997 ein Drittmittelprojekt zur elektronischen Veröffentlichung von Dissertationen. Auf der Basis des Datenbankmanagementsystems Sybase wurde eine Datenstruktur aufgebaut, die letztlich noch heute die Grundlage für die Mehrzahl der Aktivitäten darstellt. Von Beginn an war es wichtig, dass sich alle Entwicklungen nach internationalen Standards und Regelungen ausrichten.

Nicht selten wurden diese auch direkt durch die Arbeiten des Teams beeinflusst. Die Grundsätze des Herangehens sind in den Leitlinien [1] für den edoc-Server formuliert. Sie geben über die angestrebten Ziele einen sehr guten Überblick. Zeichen der Anerkennung der bisherigen Arbeiten ist die Platzierung des Servers seit mehr als zwei Jahren unter den Top 20 der weltweiten Repository-Rankingliste [2] .

In gleicher Weise im Mittelpunkt der Bemühungen stand die Unterstützung der Autorinnen und Autoren auf ihrem Weg zu einer elektronischen Publikation. So existieren für jede der Veröffentlichungskategorien auf dem edoc-Server entsprechende Unterstützungstools, die die Arbeit erleichtern sollen.

Wie aus dem Screenshot (Abbildung 1) ersichtlich wird, teilt sich die Homepage des Dokumenten- und Publikationsservers in das Angebot für die Suchenden oder Lesenden auf der linken Seite und in das Angebot für die Autoren auf der rechten Seite, wobei hier unterschieden wird zum einen zwischen dem Angebot für Promovierende bzw. Habilitierende und zum anderen dem Angebot für so genannte Open-Access-Veröffentlichungen. Diese Tools sind auf den Webseiten des edoc-Servers sehr ausführlich beschrieben und sollen so zur unmittelbaren Nutzung einladen. Die nachfolgenden Artikel sind deshalb sehr knapp gehalten, weil sie im Wesentlichen auf das Webangebot hinweisen wollen.

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Abb. 1: Homepage des Dokumenten- und Publikationsservers der HU

Inhaltsverzeichnis

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Die Aktivitäten der Arbei...

Die Benutzung von Dokumen...

OA-Publikationen...

Literatur ...


Die Benutzung von Dokumentvorlagen

Für nahezu alle Publikationsarten auf dem edoc-Server wurden und werden Dokumentvorlagen bereitgestellt als Basis für das Erstellen eigener Arbeiten. Sie sollen die Strukturierung des Textes erleichtern und sind von großer Bedeutung im Hinblick auf die Langzeitarchivierung der Arbeiten im Archivformat XML sowie für die Darstellung in einem Präsentationsformat wie html und pdf bzw. pdf/a. Mithilfe der Dokumentvorlage werden die Arbeiten nach einem standardisierten Verfahren strukturiert, indem z. B. Kapitel und Überschriften als solche gekennzeichnet werden. Die Dokumentvorlage beinhaltet dazu beispielsweise verschiedene Formatvorlagen und Makros. Bestes Beispiel ist die Dokumentvorlage für Dissertationen [3] . Ihre Nutzung wird nicht nur an der Humboldt-Universität als Bedingung für die Entgegennahme einer elektronischen Fassung der Dissertation vorausgesetzt, sondern sie wird an vielen Universitäten in Deutschland empfohlen. So ist sie auch der „Quasi“standard innerhalb des durch die Deutschen Nationalbibliothek geführten Projekts „Dissertationen Online“. Im Beitrag [4] wird darauf näher eingegangen. Als Angebot für die Studierenden der Humboldt-Universität – aber natürlich auch darüber hinaus – bieten wir in dieser Rubrik weitere Dokumentvorlagen für Abschlussarbeiten wie Bachelor-, Master-, Diplom- oder Magisterarbeiten an. Es ist damit unser Ziel, möglichst vielen eine Handreichung zur Erleichterung des Publizierens zu bieten. Unsere Bemühungen gehen dahin, diese Dokumentvorlagen aktuell zu halten und sie den gerade verfügbaren Versionen der gängigen Textverarbeitungsprogramme anzupassen. Leider gelingt das aus Kapazitätsgründen nicht immer, sodass die Versionen für Word für Windows 2007 als auch für Open Office.org 3.0 noch nicht angeboten werden können. Wir arbeiten jedoch daran und sind optimistisch, dass sie im Verlauf des Sommers 2009 zur Verfügung stehen werden. Während die Bereitstellung der Formatvorlagen, verbunden mit der entsprechenden Beratung zu ihrer Benutzung, einen kostenfreien Service der Arbeitsgruppe darstellt, bieten wir ergänzend einen kostenpflichtigen Publikations- und Layoutservice für Dissertationen an, der in der letzten Zeit immer häufiger in Anspruch genommen wird.

Es ist nicht unser Ziel, Druck gegenüber den Autorinnen und Autoren zur Nutzung bestimmter Textverarbeitungssysteme auszuüben. Aus diesem Grund versuchen wir, uns auch auf die Gruppe der Latex-Nutzer einzustellen, die zwangsläufig in den naturwissenschaftlichen Instituten der Universität sehr verbreitet ist. In [5] werden dazu die entsprechenden Hinweise gegeben. Aufmerksam gemacht sei auch auf den in der Arbeitsgruppe entstandene Kurs im Lernmanagementsystem Moodle (für alle mit einem HU-Moodle-Account siehe [6] ).

Inhaltsverzeichnis

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Die Aktivitäten der Arbei...

Die Benutzung von Dokumen...

OA-Publikationen...

Literatur ...


OA-Publikationen

Nach über 10 Jahren Existenz hat der edoc-Server das Anfängerstadium verlassen, sodass unser Angebot deutlich breiter geworden ist. Neben den Abschlussarbeiten findet man vermehrt elektronische Zeitschriften, herausgegeben von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Humboldt-Universität, Konferenzproceedings und Schriftenreihen einiger Institute der HU. Besonders hingewiesen sei jedoch auf die Rubrik Open-Access-Publikationen. Unter der Bezeichnung OA-Publikationen werden Pre- und Postprints zusammengefasst, die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der HU auf dem edoc-Server zur Verfügung gestellt werden, nachdem sie an anderer Stelle, z. B. in einer wissenschaftlichen Zeitschrift, bereits erschienen sind oder das Erscheinen geplant ist. Natürlich ist diese Bezeichnung leicht irreführend, denn sämtliche Dokumente des Servers sind frei zugänglich. Trotzdem wollten wir diese besondere Kategorie herausstellen, weil sie ein Spiegelbild der wissenschaftlichen Arbeiten an der HU ist oder, korrekt formuliert, werden soll. Ähnlich dem Sammelauftrag der Universitätsbibliothek, der darin besteht, alle papierbasierten Veröffentlichungen von Angehörigen der HU zu sammeln, streben wir auf dem Server die Veröffentlichung der elektronisch verfügbaren Fassungen an. Wie man in drei Schritten zu seiner OA-Publikation kommt, lässt sich in [7] nachlesen.

OA-Projektseminar zur Unterstützung der Autorinnen und Autoren

Im Sommersemester 2009 findet bereits zum dritten Mal ein Projektseminar „Publizieren nach den Kriterien von Open Access“ am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft statt. Ziel des Seminars ist es, zum einen interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Klärung rechtlicher, organisatorischer und technischer Fragestellungen im Zusammenhang mit dem elektronischen Publizieren nach den Open-Access-Prinzipien behilflich zu sein und zum anderen den Studierenden die Möglichkeit zu geben, sich mit den unmittelbaren Problemen des Veröffentlichens im Detail auseinanderzusetzen. Jeder Studierende des Seminars „betreut“ eine oder mehrere Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler auf dem Weg zur OA-Publikation. Das beginnt bei der Klärung rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit einem möglichen Verlagsvertrag, setzt sich fort mit der Konvertierung des Artikels in ein „sauberes“ pdf/A-Format, was sich für diese Kategorie von Veröffentlichungen für die Langfristarchivierung eignet, und endet mit dem Upload des oder der Artikel auf dem edoc-Server, verbunden mit der Eingabe der notwendigen Metadaten.

Wenn es auch für eine Unterstützung bei der Veröffentlichung Ihrer Publikation auf dem edoc-Server in diesem Sommer zu spät sein mag, hoffen wir, Ihr Interesse für eines der kommenden Projekte geweckt zu haben. Weitere Informationen zum Ablauf des Seminars finden Sie auf den Webseiten des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft unter: http://www.ibi.huberlin.de/forschung/infomanagement/lehre/veranstaltungen/pseoa. Über Ihre Rückmeldungen und Fragen freuen sich Uwe Müller (u.mueller@ cms.hu-berlin.de) und Peter Schirmbacher (schirmbacher@cms.hu-berlin.de).

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Abb. 2: Layoutservice für MS Office – Staroffice/Openoffice – LaTex

Inhaltsverzeichnis

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Die Aktivitäten der Arbei...

Die Benutzung von Dokumen...

OA-Publikationen...

Literatur ...

Literatur

[1] http://edoc.hu-berlin.de/e_info/leitlinien.php
[2] http://repositories.webometrics.info/top300_rep.asp
[3] http://edoc.hu-berlin.de/e_autoren/index.php
[4] Henneberger, S.; Schröder, K.: Elektronische Publikation von Dissertationen und Habilitationsschriften an der Humboldt-Universität zu Berlin. cms-journal 32, Berlin 2009, S. 102–104
[5]Klatt-Kafemann, M.; Rycko, J.: Eine gute Wahl: Wissenschaftliche Arbeiten mit LaTeX verfassen. cms-journal 32, Berlin 2009, S. 106–108
[6] http://moodle.hu-berlin.de/course/ view.php?id=2298
[7] Hinweise zu Open-Access-Veröffentlichungen auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin. cmsjournal 32, Berlin 2009, S. 105