CMS Journal
Nr. 32
Juni 2009
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Weitere Artikel aus dem cms-Journal Nr. 32 finden Sie auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin unter http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/32
Copyright
Dieser Artikel ist ein Open Access Artikel und steht unter der Creative Commons Lizenz BY (siehe...).

Creative Commons


Manuel Klatt-Kafemann
manuel.klatt@cms.hu-berlin.de

Abstract

Creative Commons stellen ein Lizenzmodell dar, das dem Autor ermöglicht, seine Werke unter Wahrung seines Urheberrechts zur Nachnutzung und eventuellen Bearbeitung freizugeben. Dafür werden leicht verständliche Beschreibungen der Lizenzen und eine maschinenlesbare Darstellung zur Verfügung gestellt.


Vorbemerkung

Jeder Autor besitzt an dem von ihm produzierten Werk das Urheberrecht. Das Urheberrecht beinhaltet grundsätzlich, dass der Autor einer Veröffentlichung, Bearbeitung, Verwertung und Kopie zustimmen muss [1]. Es erlaubt in begrenztem Umfang Kopien einerseits für den privaten Gebrauch und andererseits im Dienste von Forschung und Bildung [2]. Das Urheberrecht garantiert jedem Autor das Recht an seinem Werk und den Anspruch auf dessen Verwertung für die Dauer seines Lebens und in Deutschland auch noch für 70 Jahre nach seinem Tod.

Das Urheberrecht verbleibt immer beim Autor und kann von diesem nicht abgetreten werden. Unberührt davon ist das Verwertungs- bzw. Nutzungsrecht. Der Autor kann die Verwertung seines Werkes an Dritte übertragen, z. B. einen Verlag, und diesem dabei einfache oder exklusive Nutzungsrechte einräumen und dafür eine entsprechende Kompensation vereinbaren. Die im angelsächsischen Raum übliche Copyright-Klausel, die gerade im Internet auch auf deutschsprachigen Webseiten oft zu lesen ist, kann aber so nicht auf den deutschen Rechtsraum an gewandt werden. Das Copyright hat nichts mit dem Urheberrecht zu tun, sondern mit dem „right-to-copy“, entspricht also eher dem deutschen Nutzungs- und Verwertungsrecht, das Copyright nennt also den Inhaber der Verwertungsrechte.

Eine beispielhafte Anwendung des Urheberrechts ist die Nachnutzung eines Bildes aus einer Zeitung. Kopien oder Bearbeitungen dieses Bildes dürfen nur nach entsprechender Genehmigung des Urhebers bzw. des vertraglich dazu ermächtigten Verlegers publiziert werden. Zusätzlich muss in der Regel eine Abstimmung bezüglich eines finanziellen Entgelts erfolgen. Da diese Abstimmungen zeitlichen und finanziellen Aufwand darstellen und Verwertungsansprüche durchaus auch strittig sein können, wurde im Jahr 2001 in den USA von Lawrence Lessig und anderen Creative Commons gegründet. Das Hauptziel von Creative Commons ist die Schaffung verschiedener Lizenzen, die das Urheberrecht insbesondere durch ihre verschiedenen Schreibweisen allgemein verständlicher machen und dem Nutzer der Lizenzen explizit erlauben, gewisse seiner urheberrechtlich garantierten Rechte bewusst freizugeben. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass es sich um die bedingte Freigabe allen geistigen Eigentums handeln kann; neben textgebundenen Werken ist dies auch auf andere mediale Daten übertragbar. Durch diese Förderung des Verständnisses wird eine legale Nutzung bereits existierender Inhalte insbesondere im Internet geschützt und gefördert.

Der Gedanke hinter Creative Commons ist, verschiedene Lizenzen zu definieren, die eine Möglichkeit zu schaffen, für ein Werk „einige Rechte vorbehalten“ („some rights reserved“) oder „keine Rechte vorbehalten“ (»no rights reserved«) im Gegensatz zum im Urheberrecht verankerten „alle Rechte vorbehalten“ (»all rights reserved«) festzulegen. Autoren geben bei einer Nutzung von Creative Commons nicht das Urheberrecht an ihren Werken ab, sondern sollen durch Creative Commons eine Möglichkeit erhalten, explizit darzustellen, auf welche ihrer Rechte sie verzichten. Creative Commons stellen somit ein standardisiertes Vertragsangebot über Verwertungsrechte dar. Damit können Autoren wählen, welche Rechte der Nachnutzung an ihren Werken sie anderen einräumen möchten. Andere hingegen möchten zu weiteren Arbeiten beitragen, diese verändern und wiederum veröffentlichen – sei es, ein Bild oder ein Musikstück zu bearbeiten. Diese Art der Kreativität möchte Creative Commons unterstützen und durch eine einheitliche Kennzeichnung und Lizenzierung, insbesondere aber auch durch einfache Suchmöglichkeiten, fördern. Zur Kennzeichnung werden Metadaten, also Informationen über das Werk wie z. B. der Name des Autors, genutzt. Dieser Aspekt wird im nächsten Abschnitt genauer dargestellt.

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Abb. 1: Erstellung der Creative-Commons-Lizenz

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung...

Auszeichnung...

Ausprägungen...

Verwendung...

Publizieren auf dem edoc-...

Kritikpunkte ...

Fazit...

Literatur ...


Auszeichnung

Creative Commons hat mehrere Lizenzen entwickelt, die in verschiedenen Landesversionen existieren. Zu jeder Lizenz existieren jeweils drei verschiedene Darstellungen: in einer maschinenlesbaren („digital code“), in einer nicht-juristischen („commons deed“) und in einer juristischen Schreibweise („legal code“). Die juristische Schreibweise umfasst den vollständigen Lizenzvertragstext. Diese Schreibweise stellt das juristische Fundament dar und ist an das Urheberrecht angepasst. Der Vertragstext muss an das nationale Recht angepasst werden und ist, so weit es rechtlich möglich ist, weltweit inhaltlich gleich. Momentan existieren entsprechende Anpassungen für über 50 Staaten. Federführend in Deutschland ist die Europäische EDV-Akademie des Rechts gGmbH [3], die vom Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes unterstützt wird. Die juristische Schreibweise muss gegebenenfalls der sich ändernden Rechtsgrundlage angepasst werden. Daraus resultieren unter anderem auch die Versionsnummern der Creative-Commons-Lizenzen. Aktuell ist die Version 3.0, die auch an das kürzlich novellierte deutsche Urheberrechtsgesetz angepasst wurde.

Die nicht-juristische Schreibweise ist weltweit einheitlich. In ihr ist anhand verschiedener Piktogramme und Kurzbeschreibungen ausgedrückt, welche Rechte der Autor behalten möchte und welche er freigibt. Diese Schreibweise verzichtet komplett auf juristische Schreibstile und Verklausulierungen, sodass ein Verständnis gerade für Nicht-Juristen erleichtert wird. Diese Darstellung kann weltweit einheitlich sein – im Gegensatz zur juristischen Darstellung, die die Gesetze des jeweiligen Staates berücksichtigen muss. Ein Beispiel dieser Schreibweise ist in Abbildung 2 dargestellt.

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Abb. 2: Erzeugte Lizenz in der nicht-juristischen Schreibweise.

Die maschinenlesbare Schreibweise ist dabei eine Metadaten-Beschreibung in einem XML-Dialekt, die entweder in Form von Resource Description Framework (RDF), als XMP (Extensible Metadata Platform) oder schlicht als HTML-Link auftreten kann. Diese Schreibweise ist besonders wichtig für die Nutzung im Internet. Anhand der Metadaten, die den Titel, den Namen des Autors und die Nutzungsbedingungen des Werkes enthalten, können Suchmaschinen automatisch die Inhalte indexieren und Suchenden Werke mit den gewünschten Urheberrechts-Freigaben präsentieren. Diese Funktionalität ist ein zusätzlicher Nutzen und wird erstmals durch Creative Commons ermöglicht. Sie erlaubt es einem potenziellen Nachnutzer, sehr einfach alle frei verfügbaren, bearbeitbaren Objekte zu durchsuchen. Zur korrekten Indexierung müssen die RDF-Daten zusammen mit dem Dokument gespeichert bzw. auf der Webseite integriert werden. Ein Beispiel der RDF-Daten ist in Abbildung 3 zu sehen. Alternativ können diese Metadaten auch im XMP-Format (Extensible Metadata Plattform) gespeichert sein. Dieses von Adobe begründete Format eignet sich sehr gut zur Kennzeichnung von PDF-Dateien, da die XMP-Daten direkt im Adobe Acrobat eingebunden und in die PDF-Dateien integriert werden und somit auch leicht von gängigen Suchmaschinen ausgewertet werden können. Weitergehende Informationen werden unter [4] angeführt.

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Abb. 3: Meta-Daten der Creative-Commons-Lizenz

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Vorbemerkung...

Auszeichnung...

Ausprägungen...

Verwendung...

Publizieren auf dem edoc-...

Kritikpunkte ...

Fazit...

Literatur ...


Ausprägungen

Prinzipbedingt gibt es nicht nur eine Creative-Commons-Lizenz. Je nachdem, welche Rechte vom Urheber freigegeben werden, sind unterschiedliche Lizenzen notwendig. Mögliche „Freigaben“ sind die kommerzielle Verwertbarkeit des Werkes, die Auszeichnung, ob Bearbeitungen erlaubt sind und unter welcher Lizenz das neu entstandene Werk ver-öffentlicht werden muss.

Unabhängig von den gewählten freigegeben Rechten gelten immer die nachfolgenden Grundrechte: Der Urheber behält in jeder Lizenz das Copyright. Jeder Nachnutzer, der dann als Lizenznehmer auftritt, muss einen Verweis auf die Creative-Commons-Lizenz und einen Verweis auf das ursprüngliche Werk angeben. Dafür darf der Lizenznehmer das Werk beliebig kopieren, verbreiten und aufführen. Eine Creative-Commons-Lizenz ist für ein Werk nicht mehr widerrufbar. Ein einmal unter einer Lizenz veröffentlichtes Werk ist damit dauerhaft veröffentlicht. Es kann alternativ nur unter einer anderen Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden – dies erscheint jedoch nicht sehr sinnvoll.

„Nicht kommerziell“

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„Nicht kommerziell“ besagt, dass Lizenznehmer des mit diesem Attribut versehenen Werkes die Arbeit zwar kopieren und bearbeiten dürfen, aber eine kommerzielle Nutzung des Werkes ohne vorherige Zustimmung des Urhebers nicht erlaubt ist. Es schließt also die kommerzielle Nutzung nicht per se aus,sondern verlangt eine explizite Erlaubnis des Urhebers. Der Urheber selbst kann sein Werk also kommerziell vermarkten und es gleichzeitig unter einer CreativeCommons- Lizenz veröffentlichen.

„Keine Bearbeitung“

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„Keine Bearbeitung“ beschränkt die Möglichkeiten für Lizenznehmer dahingehend, dass sie das ursprüngliche Werk zwar nutzen und kopieren dürfen, es jedoch in keiner Art und Weise bearbeiten dürfen. Dieses Attribut dient damit primär der Verbreitung des ursprünglichen Werkes.

„Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

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Dieses Attribut der Creative-Commons-Lizenz verlangt, dass der Lizenznehmer seine unter Nutzung des ursprünglichen Werkes gewonnenen neuen Werke unter derselben Lizenz veröffentlicht wie das ursprüngliche Werk. Damit kann der Urheber eines Werkes sicherstellen, dass seine Schöpfung auch in Bearbeitungen nur unter den von ihm gedachten Rechten genutzt und veröffentlicht werden darf. Diese Ausprägung schließt gleichzeitig die Grundrechte und die Möglichkeit der Bearbeitung ein.

Die verschiedenen Attribute können auch miteinander gekoppelt werden. Einzig „Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ und „keine Bearbeitung“ können nicht kombiniert werden, da sie sich inhaltlich ausschließen.

Die Erstellung der entsprechenden Auszeichnungen und die Wahl der Ausprägungen können bequem im Baukastenprinzip über die Creative-Commons-Webseite [5] vorgenommen werden. Abbildung 1 veranschaulicht diesen Prozess. Eine in diesem Beispiel erzeugte Lizenz würde in der nicht-juristischen Schreibweise analog Abbildung 2 aussehen.

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Vorbemerkung...

Auszeichnung...

Ausprägungen...

Verwendung...

Publizieren auf dem edoc-...

Kritikpunkte ...

Fazit...

Literatur ...


Verwendung

Creative-Commons-Lizenzen werden von den meisten Urhebern leider recht zögerlich genutzt. Dies liegt häufig an der Unkenntnis der Existenz dieser Lizenzen, zum Teil an der Vertragsgestaltung der Verlage sowie einer geringen Verbreitung von Creative Commons in Institutionellen Repositorien. Der edoc-Server der Humboldt-Universität wurde aus diesem Grund kürzlich erweitert, um den Autoren auch die Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen zu erleichtern (Näheres dazu im nächsten Abschnitt).

Wie bereits zu Beginn des Artikels gesagt, ersetzen Creative Commons nicht das Urheberrecht, sondern sind ein Vertragsangebot, in dem die möglichen Nutzungen des Objekts, z. B. des wissenschaftlichen Werks, standardisiert geregelt sind. Die Urheberrechte sind davon unberührt und verbleiben immer beim Autor. Eine Kennzeichnung eines Werkes mit einer Creative-Commons-Lizenz ermöglicht jedoch durch die weltweit einheitliche Darstellung quasi eine Aufhebung des skizzierten Unterschieds zwischen dem deutschen Urheberecht und dem angelsächsischen Copyright.

Insgesamt betrachtet hat sich die Nutzung der Lizenzen weltweit in den letzten Jahren jedoch stark vergrößert, was unter anderem der sich veränderten Publikationskultur im Internet und einer Verbreitung des Web-2.0-Gedankens, sowie entsprechenden Weiterbildungsangeboten geschuldet ist. In Österreich gehören die Creative-Commons-Lizenzen schon seit 2002 zum Lehrplan einiger Fachhochschulen. Des Weiteren werden Schulmaterialien, die Lehrer und Lehrerinnen am Tiroler Bildungsserver veröffentlichen, unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Die Verbreitung im Internet lässt sich z. B. mit den folgenden Zahlen belegen: es gibt z. B. weltweit allein auf Flickr über 1,2 Millionen Blumenbilder, die unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht sind, allein über 60000 Seiten zum Thema „Open Access“ etc.

Einen wichtigen Schub hat die Creative-Commons-Bewegung durch die Wahlkampangne von Barack Obama erhalten. Dessen Webseite [10] sowie die meisten in Pressemappen zur Verfügung gestellten Bilder wurden mit einer CC-Lizenz versehen, womit die Berichterstattung von Wahlkampfauftritten und über das Wahlprogramm entsprechend leicht von den vielen ihn unterstützenden Web-2.0Nutzern nachgenutzt werden konnten und das Marketing für ihn erleichtert wurde. Ein Beispiel, dass Creative Commons nicht nur auf Dokumente oder Webseiten beschränkt ist, ist das Creative Archive der BBC [7], in dem vielfältige audio-visuelle Inhalte bereitgestellt werden. Dass Werke, die unter einer Creative Commons-Lizenz stehen, kommerziell nicht unerfolgreich sein müssen, zeigt die Veröffentlichung des letzten NIN-Albums unter einer CC-Lizenz. Dieses führt bei Amazon die Liste der Verkäufe von Online-Musik an [11].

In Deutschland wird Creative Commons derzeit z. B. vom Dokumentenserver der Universität Tübingen[6] genutzt. Dort wird den Autoren die Nutzung von zwei Creative-Commons-Lizenzen angeboten. Auch innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft oder in den Helmholtz-Gesellschaften [12] wird Creative Commons genutzt. Zwei wichtige Entwicklungen des letzten Jahres in dieser Hinsicht sind die Veröffentlichung von 100000 Bildern des Bundesarchivs unter einer Creative-Commons-Lizenz [13] und das Open-Choice-Programm des Springer-Verlags. Dort kann ein Autor gegen Zahlung einer einmaligen Gebühr sein Werk kostenfrei unter einer entsprechenden Lizenz open access anbieten.

Parallel zu den Creative-Commons-Lizenzen wurden in Deutschland die sogenannten DiPP-Lizenzen [15] primär für Textwerke wie e-Journals entwickelt und haben vornehmlich in Deutschland Anwendung gefunden. Unterschiede liegen im Detail, insbesondere können differenzierte Rechte für Teile eines Werkes unter einer DiPP-Lizenz vergeben werden, z. B. kann gesagt werden, dass nur bestimmte Teile verändert werden dürfen. Dies ist mit Creative Commons nicht möglich (weitere Informationen hierzu unter [16]).

Zur weiteren Verbreitung kann jeder Autor selbst beitragen, indem er seine Werke unter eine Creative-Commons-Lizenz stellt. Eine einfache Auszeichnung mit einer Grafik wie in Abbildung 5 zum Beispiel auf eigenen Präsentationsfolien, Texten etc. macht dies möglich und ist auch in gedruckter Form sichtbar. Alternativ kann natürlich auch explizit auf die Verwendung einer Lizenz hingewiesen werden, z. B. „dieses Dokument ist unter der Creative-Commons-Namensnennungs-Lizenz veröffentlicht“.

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Abb. 4: ein einfaches Piktogramm, das die Verwendung der Creative-CommonsNamensnennungs-Lizenz anzeigt

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Ausprägungen...

Verwendung...

Publizieren auf dem edoc-...

Kritikpunkte ...

Fazit...

Literatur ...


Publizieren auf dem edoc-Server

Auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität werden vielfältigste Dokumente open access veröffentlicht. Bislang konnte jeder Autor sein in Form einer PDF-Datei veröffentlichtes Werk mit einer CreativeCommons-Lizenz kennzeichnen. Da diese Kennzeichnung aber nicht in den Metadaten des edoc-Servers automatisch erfasst werden konnte, war eine entsprechende Ausgabe auf den Webseiten des edoc-Servers bislang nicht möglich. Zur Vereinfachung für die Autoren und insbesondere auch Erhöhung der Sichtbarkeit der so lizenzierten Werke wurden die Eingabemasken entsprechend angepasst. Ein Autor kann jetzt zwischen den Lizenzen Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland, Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung 3.0 Deutschland oder Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland wählen. Wählt er einer dieser Lizenzen aus, wird zukünftig auf der Startseite zu seinem Dokument eine entsprechende Information eingeblendet (siehe Abbildung 5), es ist somit für Leser schneller erkennbar. Des Weiteren wird diese Information automatisch in entsprechende Kataloge und Suchmaschinen übermittelt. Eine zusätzliche Kennzeichnung innerhalb des Dokuments ist dennoch sehr hilfreich, da diverse Suchmaschinen nur diese Informationen auswerten und insbesondere diese Kennzeichnung von den Betreuern des edoc-Servers nicht nachträglich hinzugefügt werden kann, ohne das Dokument zu verändern und damit dessen Integrität zu gefährden. Eine ausführliche Anleitung ist unter [14] zu finden.

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Abb. 5: Beispiel für den edoc-Server

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Vorbemerkung...

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Ausprägungen...

Verwendung...

Publizieren auf dem edoc-...

Kritikpunkte ...

Fazit...

Literatur ...


Kritikpunkte

An den Creative-Commons-Lizenzen wird, ähnlich wie bei andern Open-Source-Lizenzen, deren fehlende Verträglichkeit – sowohl untereinander, als auch in Zusammenhang mit anderen CopyLeft-Lizenzen wie den GNU-Lizenzen – kritisiert. Die Ausprägung »Weitergabe unter gleichen Bedingungen« schließt zum Beispiel die Verwendung von Werken mit unterschiedlichen Creative-Commons-Lizenzen, die alle mit diesem Attribut versehen sind, in einem Werk aus. Ist eines der dabei verwendeten Werke mit dem Attribut „nicht kommerziell“ versehen und ein anderes nicht, so entstehen rechtliche Probleme, da die daraus gebildeten Lizenzen gegensätzlich sind. Ähnlich ist die Problematik im Verhältnis zu anderen CopyLeft-Lizenzen. Diese beinhalten zum Teil ebenfalls Merkmale analog zu „Weitergabe unter gleichen Bedingungen“. Diese können wiederum in Gegensatz zu einer Creative-Commons-Lizenz stehen, sodass die Verwendung mehrerer Werke anderer Urheber in einem eigenen Werk lizenzrechtlich ausgeschlossen sein kann.

Dieser Kritikpunkt gilt jedoch bei jeglicher spezieller Lizenzierung. Als Lösung bietet sich gegebenenfalls ein erneutes Publizieren des Werkes unter einer anderen Lizenz an, womit die Probleme umgangen werden können, was allerdings nur durch den Urheber selbst erfolgen kann.

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Fazit...

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Fazit

Creative Commons sind ein viel versprechender Ansatz zur Lösung der zunehmenden Probleme der Nutzung fremder Ressourcen. Sie bieten eine einfache und effektive Möglichkeit für Autoren, ihre Arbeiten elektronisch anzubieten und juristisch sichere Lizenzmodelle zu nutzen. Die Piktogramme dienen der schnellen Veranschaulichung und die elektronische Auszeichnung der Inhalte in Form von Metadaten erleichtert Programmierern von Suchmaschinen und damit auch deren Nutzern das Auffinden von benötigten und wiederverwendbaren Inhalten. In allen großen Suchmaschinen kann explizit nach „freien Inhalten“ gesucht werden, so z. B. bei Yahoo [8] oder Google. Damit ist es erstmals möglich, nach allen entsprechend ausgezeichneten, frei verfügbaren, nachnutzbaren Werken im Internet zu suchen. Diese Funktion stellt ein Gegenstück zu den Digital-RightsManagement-Systemen und geschlossenen Verlagsangeboten dar, die die Verbreitung von Inhalten kontrollieren und deren Bearbeitung und Weitergabe in der Regel untersagen. Somit wird auch die OpenAccess-Bewegung unterstützt.

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Literatur