CMS Journal
Nr. 35
März 2012
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Kompetenzentwicklung Digitale Medien – das Projekt dimekon

Jana Kunze I jana.kunze@cms.hu-berlin.de

Linda Treude I linda.treude.2@cms.hu-berlin.de

Keywords

Medienkompetenz, Digitale Medien, ESF, E-Learning

Abstract

dimekon ist ein Kooperationsprojekt vonHU, TU und HTW mit dem Ziel, die dezentrale Kompetenzentwicklung bezüglich digitaler Medien in Lehre und Forschung durch Weiterbildungsmaßnahmen zu fördern. Der Artikel gibt einen Überblick über das Projekt, die Kursinhalte und -formate sowie Teilnehmerstatistiken. Als Ergebnis der durchgeführten Evaluation werden neue und beliebte Themen vorgestellt und Möglichkeiten der Nachnutzung diskutiert.


Die Vermittlung von Medienkompetenz

Der versierte Umgang mit Medien ist eine Grundvoraussetzung für moderne Arbeitsprozesse und gleichermaßen für die Bereiche Verwaltung, Forschung und Lehre innerhalb einer Universität relevant. Diese allgemeine Medienkenntnis bzw. Technologiekompetenz wird oftmals mit dem Begriff Medienkompetenz bezeichnet.

Aufgrund des inflationären Gebrauchs des Begriffs Medienkompetenz, vor allem in den letzten Jahren, stellt sich die Frage, wie diese Fähigkeit zu definieren ist.

Der Begriff Medienkompetenz beinhaltet sowohl eine kritische Rezeption von Massenmedien als auch die Fähigkeit, auf Informationsträger zugreifen und technische Geräte bedienen zu können. Zunächst gilt es festzuhalten, dass der Begriff Medien vieldeutig ist. Häufig wird er als Kurzform für jegliche Formen von Massenmedien genutzt, was durch die Verwendung des bestimmten Artikels – „die“ Medien – ausgedrückt wird. Darunter sind Kommunikationsmittel subsumiert, die auditive, audiovisuelle oder textbasierte Inhalte an ein unbestimmtes Publikum vermitteln und von Rundfunk- und Fernsehanstalten, Zeitungen- und Zeitschriftenverlagen sowie zunehmend über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Unter Medium wird aber auch ein Trägermedium im Sinne eines materiellen Informationsträgers verstanden.

Eine Definition von Medienkompetenz liefert die Europäische Union (EU) in ihrem Aktionsplan eEurope (Digitale Strategie/iStrategie 2010): „Medienkompetenz wird definiert als die Fähigkeit, die Medien zu nutzen, zu verstehen und kritisch zu bewerten sowie selbst Medien-inhalte zu schaffen.“1

Nach der vielzitierten Definition von Dieter Baacke besitzt Medienkompetenz vier Dimensionen mit mehreren „Unter-dimensionen“ und zwar erstens die Medienkritik, welche die regelmäßige Reflektion des vorhandenen Hintergrundwissens über Medien beinhaltet. Der Aspekt der Medienkunde umfasst hingegen die Kenntnis neuer technischer Geräte und als instrumentell-qualifikatorische Unterdimension die Fähigkeit, diese auch bedienen zu können. Die dritte Dimension der Mediennutzung meint einmal die rezeptivwahrnehmende Tätigkeit, aber auch die interaktive Beteiligung an Medieninhalten. Schließlich ist noch die Mediengestaltung zu nennen, welche die innovative und kreative Weiterentwicklung von Mediensystemen vor dem Hintergrund der ständigen technischen und inhaltlichen Veränderung von Medien umfasst.2

Der Erwerb von Medienkompetenz stellt eine unverzichtbare Voraussetzung zur Teilnahme an der sogenannten In-formationsgesellschaft dar und ist gleichermaßen aus dem Arbeits- und Forschungsalltag einer Universität nicht wegzudenken. Hier spielt neben der kritischen Medienrezeption vor allem die Fähigkeit zur aktiven Mediennutzung eine große Rolle. Die Vermittlung dieser Kompetenz an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an Studierende stellt daher eine zentrale Aufgabe der univer-sitären Rahmenstruktur dar und ist insbesondere bei den Universitätsbibliotheken und den Rechenzentren anzusiedeln. Für die Zielgruppe der Studierenden gab es zwar in den letzten Jahren Bestrebungen, modulare Informations- und Medienkompetenzangebote in die Curricula zu integrieren und mit Studien-punkten zu honorieren, doch bieten die meisten Fakultäten dies noch nicht an.

Das Projekt „dimekon“ verfolgt den Ansatz einer dezentralen Kompetenzentwicklung im Bereich Digitale Medien für Universitätsmitarbeiterinnen und Universitätsmitarbeiter, Promovierende und Lehrbeauftragte.

Inhaltsverzeichnis

Die Vermittlung von Medie...

Das Projekt dimekon...

dimekon an der Humboldt-U...

Bisherige Erfahrungen...

Fazit und Ausblick...

Literatur...


Das Projekt dimekon

Digitale Tools und moderne Arbeitstechniken können die universitäre Arbeit erleichtern und zugleich der Qualität von Lehre und Forschung zugute kommen. Der Umgang mit digitalen Medien wird mittlerweile zu den Schlüsselkompetenzen gezählt und in gewissem Umfang vorausgesetzt. Allerdings verändern sich die Werkzeuge und Techniken auf diesem Gebiet derartig schnell, dass es schwer ist, den Überblick über neue Entwicklungen und Einsatzszenarien zu behalten und diese sinnvoll in den eigenen Arbeitskontext zu integrieren.

Zur Deckung dieses Bedarfs haben sich 2009 die Technische Universität Berlin (TU), die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) und die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) zum Kompetenznetz Digitale Medien “dimekon” zusammengeschlossen. Zum Zwecke der Koordination besteht zudem eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Zentrum für Hochschullehre (BZHL). Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) innerhalb der Kategorie „Weiterbildung an Hochschulen“ mit dem Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ gefördert.

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Abb. 1: dimekon - Kooperationspartner

Alle drei Hochschulen waren vor-her an dem BMBF-Förderprogramm „e-Learning – Dienste für die Wissenschaft“ beteiligt und haben in diesem Zusammenhang Strukturen für die Vermittlung medienbezogener Kompetenzen aufge-baut. An der HU wurde in diesem Rah-men unter dem Projektnamen „e-KoKon – e-Kompetenz im fachlichen Kontext“ begonnen, ein dezentrales Netzwerk von E-Learning-Ansprechpartnern („E-Teams“) an den Instituten aufzubauen.

Das Konzept der hochschulinternen und -übergreifenden Vernetzung basiert auf der in den vergangenen Projekten gewonnenen Erfahrung, dass sich die Herausforderungen im Umgang mit digitalen Medien an allen drei Hochschulen ähneln. Durch einen regelmäßigen Austausch und eine effiziente Kooperation lassen sich Synergieeffekte erzeugen, die der Qualitätssicherung der eigenen Angebote dienen sowie zu einem ökonomischen Einsatz von Ressourcen führen.

Gleichzeitig ist für die Erreichbarkeit der hochschulinternen Zielgruppen eine Präsenz vor Ort bedeutsam, die durch hochschulspezifische Angebote geschaffen wird. Dabei bezieht sich jede Hoch-schule auf ihre Kernkompetenzen vor dem Hintergrund der jeweiligen technischen Infrastruktur. Jede Hochschule führt vor allem eigene Qualifizierungsprojekte durch, die inhaltlich unterein-ander abgestimmt sind und auch Teil-nehmerinnen und Teilnehmern der anderen Hochschulen offenstehen. Ergänzend dazu werden gemeinsame Workshops von HU und TU durchgeführt. Alle Angebote werden hochschulübergreifend kommuniziert und durch gemeinsame Marketing-Aktivitäten, wie Projektpräsentationen, Informations-materialien und die zentrale Webseite http://www.dimekon.de, publik gemacht.

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Das Projekt dimekon...

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Bisherige Erfahrungen...

Fazit und Ausblick...

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dimekon an der Humboldt-Universität

An der HU gab es vor dem ESF-Projekt dimekon neben dem bereits erwähnten BMBF-Projekt „e-KoKon“ des Multimedia Lehr- und Lernzentrums (MLZ) einige Software-Basiskurse der Beruflichen Weiterbildung (BWb) sowie Schulungen zu den Diensten des Computer- und Medienservice. Diese Aktivitäten fließen im dimekon-Projekt zusammen, was einerseits zu einer besseren Zusammenarbeit der Abteilungen beiträgt, andererseits eine stärkere Profilierung der Kurse ermöglicht und dabei offenen Qualifikationsbedarf sichtbar macht. Mit den DV-Beauftragten der Fakultäten, den Moodle-Kurserstellenden und den ehemaligen E-Teams gibt es an den verschiedenen Einrichtungen bereits Experten und Kontakte, die die Erfordernisse vor Ort kennen. Um auf diese eingehen zu können, wurde insbesondere zu Projektbeginn der Austausch mit einzelnen Instituten und Ansprechpersonen gesucht und es wurden institutsinterne Weiterbil-dungsformate angeboten. Als besonders aktiv im Bereich der digitalen Medien erwiesen sich dabei die sprachwissenschaftlichen Institute und das Sprachenzentrum, das sogar eigene fachspezifische Workshops anbietet.

Aufgrund der Kooperation mit an-deren Abteilungen der HU, speziell der Beruflichen Weiterbildung, war es möglich, eine Vielzahl von Kursen anzubieten. So konnten wir dank der Beruflichen Weiterbildung auf einen langjährigen Erfahrungsschatz und kompetente Dozentinnen und Dozenten für die Abdeckung der Basisthemen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Layout und Bildbearbeitung zurückgreifen. Das gab uns die Gelegenheit, mit dimekon neue Workshops zu entwickeln, unter anderem zu Themen wie Literaturverwaltung, Blogs und Wikis, Wissensorganisation, digitalen Identitäten und Urheberrecht.

Die Berufliche Weiterbildung stellte uns zudem Räumlichkeiten und eine technische Infrastruktur für die Teilnehmerverwaltung (BWb online) zur Verfügung, welche die Berichterstattung für das Projekt entscheidend vereinfacht hat.

Neben den Workshops ist die Beratung bezüglich des Einsatzes von digitalen Medien in Lehre und Forschung, u. a. zu Moodle, ein Schwerpunkt des Projektes. Damit wird sichergestellt, dass nicht nur theoretische Kenntnisse erworben werden, sondern das Erlernte direkt in den Arbeitsalltag einfliessen kann.

Individuelle Fragen und Probleme können per Telefon- und E-Mail-Support oder mit einem Beratungstermin vor Ort geklärt werden. Ein großer Teil dieser Beratungen wird von studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt, die ebenfalls aus den ESF-Projektmitteln finanziert sind.

Die Laufzeit des Projektes betrug ursprünglich vom 1. Februar 2009 bis zum 31. Januar 2012. Aufgrund der erfolgreichen Durchführung wird das Projekt voraussichtlich noch bis Ende 2012 vom Europäischen Sozialfonds weitergefördert.

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Das Projekt dimekon...

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Bisherige Erfahrungen...

Fazit und Ausblick...

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Bisherige Erfahrungen

Seit Februar 2009 wurden im Rahmen des Projektes regelmäßig Kurse durchgeführt, an denen bis April 2011 mehr als 700 Personen teilgenommen haben. Die Auswertung aller Workshops erfolgte mittels Feedback-Fragebögen sowie teilweise per teilnehmender Beobachtung.

Für die Jahre 2009/10 sowie für die erste Jahreshälfte des Jahres 2011 wurde eine umfangreiche Evaluation der veranstalteten Kurse durchgeführt. Entsprechend der Förderbedingungen waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Lehrende, Lehrbeauftragte, Angestellte oder studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Hochschulen, wobei der überwiegende Teil (72%) weib-lich war. Nahezu 60% der Teilnehmerin-nen und Teilnehmer waren zwischen 30 und 49 Jahre alt – diese Altersgruppe stellt damit den größten Anteil dar. Eine differenzierte Darstellung der Alterszusammensetzung ist der Abbildung 2 zu entnehmen.

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Abb. 2: Altersstruktur der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Inhaltlich reichte das Spektrum der angebotenen Kurse von „Einführung in das Statistikprogramm SPSS“ über „Gestaltung von Webseiten“ bis zu „Layoutgrundlagen mit InDesign“. 2010 kamen neue Kurse wie „Effektive Literaturverwaltung und Wissensorganisation mit Citavi“, „Urheberrecht in der Lehre“ sowie „Digitale Identitäten – Selbstpräsentation, Datenschutz und Privatsphäre im Internet“ hinzu.

Am vierten Quartal des Jahres 2010 lässt sich exemplarisch ein starkes Interesse an Layout und Gestaltung (41%) sowie an Office-Anwendungen (25%) ablesen (Abb. 3). Bei mehr als 65% der Kurse handelte es sich folglich um klassische Softwareschulungen (vor allem zu Adobe- und Microsoft-Produkten). Dies zeigt, dass nach wie vor ein hoher Schulungsbedarf an grundlegenden Softwareanwendungen im universitären Kontext besteht, wobei einige der Kurse, wie beispielsweise „Photoshop“ sowohl auf Einsteiger als auch auf Fortgeschrittenenniveau angeboten wurden.

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Abb. 3: Teilnehmerstunden nach Kursinhalten im vierten Quartal 2010

Die Formate der Kursangebote waren recht unterschiedlich, wobei der Fokus stärker auf kurzen Formaten lag. Die Dau-er der dimekon-Kurse variierte zwischen vier Unterrichtsstunden à 45 Minuten für kompakte Workshops wie „Moodle-Einsteigerkurs“ bis zu drei Tagen (24 Unterrichtsstunden) für intensive Softwareschulungen wie „Photoshop und InDesign im Zusammenspiel“. Auch einige Blended-Learning-Kurse wurden angeboten. Für den Kurs „Digitale Werkzeuge für die persönliche Wissensorganisation“ beispielsweise wurden zwischen den Präsenzterminen Online-Phasen angeboten. Dort hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, individuell abgestimmte Aufgaben selbständig zu bearbeiten, ihre Erfahrungen dabei auszutauschen und Fragen an die Dozentinnen und Dozenten zu stellen. Aufgrund des vermehrten Einsatzes von Blended-Learning-Methoden in der universitären Lehre wurden diese kombinierten Weiterbildungsformate gut aufgenommen.

Das Format der institutsbezogenen Semesterbegleitung wurde an der HU bisher dreimal genutzt – von dem Institut für Slawistik und Romanistik, dem Ins­titut für Europäische Ethnologie sowie dem Geographischen Institut. Die Betreuung über ein ganzes Semester und die Vorstellung unterschiedlicher Tools aus dem Bereich E-Learning war speziell auf die Bedürfnisse und Lehrszenarien des Instituts zugeschnitten, was intensive Absprachen und einen organisatorischen Vorlauf erforderte. Daher wurde dieses Format bisher vermutlich nur selten gewählt, wenngleich ein Erfahrungsaustausch und eine intensive Betreuung zu weiterführenden Kooperationen und neuen Ideen führen. Generell lassen sich alle angebotenen Kurse auch als Inhouse-Veranstaltungen für ein Institut oder eine Fakultät buchen.

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Fazit und Ausblick...

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Fazit und Ausblick

Insgesamt zeigte sich die Teilnehmergruppe in Bezug auf Medienkompetenz, speziell die Grundkenntnisse3 betreffend, sehr heterogen. Als Ursachen lassen sich mangelnde Einsatzmöglichkeiten am Arbeitsplatz, aber auch individuelle Arbeitsroutinen sowie ein unterschiedlich ausgeprägtes persönliches Interesse für digitale Medien annehmen.

Ziel war und ist es, aktuelle Themen aufzugreifen und spannende Workshopangebote zu entwickeln. So wird im Jahr 2012 erstmalig der Themenblock „Freie Software“ angeboten. Denn obwohl die meisten Universitäten Mitarbeiter-Lizenzen für die gängigen kommerziellen Programme zur Verfügung stellen, wird im wissenschaftlichen Bereich auch gerne freie Software genutzt, die nahezu das gleiche Funktionsspektrum abdeckt. Neben einer Überblicksveranstaltung zur freien Software werden daher Alternativen für den Bereich der Bildbearbeitung, des Layouts, der Tabellenkalkulation sowie der Textverarbeitung in einzelnen Kursen detailliert vorgestellt.

Seit August 2011 gibt es die Möglichkeit – derzeit noch im Testbetrieb – sich einen HU-Blog bzw. ein HU-Wiki anzulegen, zu denen es 2012 jeweils kurze Einführungsworkshops geben wird. Während sich Blogs vor allem dazu eignen, um allein oder in Arbeitsgruppen Forschungsergebnisse und Gedanken digital zu publizieren, können Wikis genutzt werden, um kollaborativ an Artikeln und Projekten zu arbeiten und diese miteinander zu verlinken.

Da die Humboldt-Universität zum Sommersemester 2012 auf eine neue Moodle-Version mit neuer Navigation und deutlich verbesserter Datei- und Kursverwaltung umsteigt, wird eine Reihe zusätzlicher Moodle-Workshops für verschiedene Nutzergruppen und Erfahrungslevel angeboten.

Zudem gibt es in 2012 wieder einen Workshop zum Thema Urheberrecht, der noch stärker auf die Bereiche Web und E-Learning zugeschnitten ist. Der rechtlich korrekte Umgang mit digitalen Medien, z. B. die Einbindung von Unterrichtsmaterialien oder die Nutzung von Blogs und Wikis, stellt Lehrende vor immer neue Herausforderungen. Daher wird es im Rahmen des Kurses viel Raum für individuelle Fragen und Szenarien geben. Zudem wird auf mögliche Konsequenzen der eventuellen Neuregelung der Schrankenbestimmung für Unterricht und Forschung (§ 52a) an Hochschulen eingegangen. 4

Abgesehen von den neuen Kursangeboten hat sich vor allem die Zusammenarbeit mit den anderen Hochschulen und universitätsinternen Kooperationspartnern als großer Gewinn des Projektes herausgestellt. Die Kooperationen werden daher in verschiedenen Formen, so u. a. mit gemeinsamen Kursen, weitergeführt. Für die Koordination der Kursangebote war die Zusammenarbeit von MLZ und BWb dank der unterschiedlichen Kompetenzen und Ressourcen sehr effektiv. Nach Projektende übernimmt die Beruflichen Weiterbildung der HU voraussichtlich die teilnehmermäßig erfolgreichsten Kursangebote. Somit hat das Projekt dimekon schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Etablierung von innovativen Kursangeboten geleistet.

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Das Projekt dimekon...

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Bisherige Erfahrungen...

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Literatur

[1]Informationsgesellschaft Digitale Strategie: EUROPA. Zusammenfassungen der EU-Gesetzgebung. Strategie i2010, Akstionsplan eEurope, Programme. http://europa.eu/legislation_summaries/information_society/strategies/l24112_de.htm

Anmerkungen

3 Nach Baacke sind die Computergrundkenntnisse dem Aspekt der Medienkunde zuordnen, speziell der Unterdimension der instrumentell-qualifikatorischen Fähigkeiten.
4 Siehe detaillierter dazu Thomas Hartmann: „Urheberschutz als Vademecum in Forschung und Lehre“ in diesem CMS-Journal 35, S.63

Letztmalig abgerufen am 01.12.2011.