CMS Journal
Nr. 35
März 2012
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Steckbrief: Literaturverwaltungsprogramme

Matti Stöhr I matti.stoehr@online.de

Keywords

geschlossene, lokale Systeme; halboffene, webbasierte Systeme; Offene, webbasierte Systeme


Einleitung

Interessierte Anwender können aus einer großen Auswahl an Softwarelösungen zur persönlichen Literaturverwaltung wählen. Zur besseren Einschätzung des Marktes wird im Folgenden eine anwendungsbezogene Programmkategorisierung in Abhängigkeit von der jeweiligen Arbeitsphilosophie stichpunktartig vorgestellt.


Optimiert für die individuelle Literaturarbeit – geschlossene, lokale Systeme

  • Auf die Literaturarbeit einer Einzelplatz-/ Stand-Alone-Anwendung mit seinem individuellen Daten- und Informationspool ausgerichtete Arbeitsweise als ein mehr oder weniger linearer Prozess beschreibbar – umfasst im Kern die Sammlung (Import) bibliographischer Daten, deren Verwaltung und Ausgabe (Export) als fertig formatierte Literaturreferenzen in wissenschaftlichen Texten im Zusammenwirken mit Textverarbeitungsprogrammen
  • Vielzahl von Programmen verfügbar – starke Differenz zwischen Erwerbungs- und Nutzungsbedingungen der Hardwarekompatibilität, Systemvoraussetzungen bis hin zum tatsächlichen Funktionsumfang

Beispiele: Bibliographix, Citavi, EndNote, Papers

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Geschützte Kollaboration unter Peers – halboffene, webbasierte Systeme

  • Prinzipieller Zuschnitt als Webapplikationen – immanent orts- und systemunabhängig nutzbar ohne lokale Installation spezieller Software
  • Zumeist ist für die Nutzung eine Registrierung bzw. das Anlegen eines persönlichen Accounts notwendig; schließt (teils optionale) Hinterlegung persönlicher Informationen ein und oftmals die Speicherung der bibliographischen Daten auf den Webservern der Dienstbetreiber – es sind die jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie die im Regelfall darin integrierten Datenschutzbestimmungen zu berücksichtigen und anzuerkennen.
  • Systeme bieten durch Flexibilität des Internets vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Literaturverwaltung, vor allem in Forschung und Lehre – mittels optionaler Freigaben sind kontrollierte Lese- sowie Schreibzugriffe zum Austausch von einzelnen Literaturreferenzen, Listen von Seminarliteratur oder ganzer Forschungsbibliographien möglich.

Beispiele: EndNote Web, RefWorks,Citavi Team (Intranet)

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Informelle Gemeinschaftsbibliographien – Offene, webbasierte Systeme

  • Sind ebenso wie halboffene, webbasierte Systeme orts- und systemunabhängig; technische Voraussetzungen zum Gebrauch äquivalent – Unterschied, dass offene Systeme primär auf den Zweck der Sammlung, der Erschließung sowie der Verknüpfung und des Austauschs bibliographischer Daten in genuin durchlässigen, folglich im Zugriff standardmäßig offenen Netzwerken optimiert sind
  • Aus dem Kontext der Social-Bookmarking-Applikationen entstanden, welche aufgrund der komplexen Struktur bibliographischer Daten, die auf reine Weblinks ausgerichtet sind (z. B. Delicious, Mr. Wong, Digg), nicht adäquat abbilden können
  • In der Regel kostenfrei nutzbare offene Systeme; sind in erster Linie mit Blick auf den akademischen Kontext konzipiert, Literaturdaten zu speichern, zu verwalten und auszutauschen – Begriff „Social Cataloging“: Die in den offenen Literaturverwaltungssystemen befindlichen Datensammlungen stehen zwischen den Bibliothekskatalogen, institutionellen bibliographischen Datenbanken sowie professionell erstellten Bibliographien auf der einen und privat-individuellen Literatursammlungen auf der anderen Seite.

Beispiele: Bibsonomy, CiteULike, Connotea

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Zusammenführung der Offline- und Online-Vorteile – kombinierte Systeme

  • Trend zu Softwarelösungen erkennbar, die Desktop- und Webapplikationen miteinander kombinieren und damit die Vorzüge beider Systementwicklungen zusammenführen
  • Etablierte Desktop-Funktionen der effektiven Zusammenarbeit mit Textverarbeitungsprogrammen (Stichwort „Cite While You Write“) treffen auf Flexibilität plattformunabhängiger Websysteme; es wird verstärkt darauf geachtet, dass die Desktopteilsysteme auf unterschiedlichsten Betriebssystemen lauffähig sind
  • Sind auf die in der Tendenz auf die Organisation elektronischer Volltexte ausgerichtet und bieten zusätzliche Recherche-, Datenübertragungs- und Kollaborationsfunktionalitäten

Beispiele: Mendeley, Zotero, Kombination von EndNote mit EndNote Web

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Funktionale Aufwertung von Soft- und Hardware – mobile Systeme, Tools & AddOns

  • gänzung bzw. Erweiterung unterschiedlichster Websoftware und mobiler Devices wie Smartphones oder Tablets um Literaturverwaltungsfunktionen, welche für diese ursprünglich nicht vorgesehen waren
  • haffung neuer Nutzungskontexte, wie z. B. Einbindung von Literaturreferenzen in Weblogbeiträge oder Einlesen von Literaturdaten via Smartphone direkt am Buchregal
  • ols sind oft Zusatzentwicklungen genuiner Literaturverwaltungsprogramme, haben meist „abgespeckte“ Funktionalität und sind damit am effektivsten in Kombination mit der Basissoftware nutzbar; in der Regel kostenloses Angebot.

Beispiele: Mendeley Lite, Sente Viewer, Zotpress

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Abb. 1: Programmkategorie, Arbeitsphilosophie und Produkte – eine grobe Übersicht

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