Haasis-Berner, Andreas: Pilgerzeichenforschung Forschungsstand und Perspektiven

Kapitel 1. Forschungsstand

Die einhundert Jahre, die zwischen den ersten Veröffentlichungen zu Pilgerzeichen im Jahre 1848 durch R. Smith und der grundlegenden Arbeit von Kurt Köster zu den Glocken und Glockenverzierungen - zu denen auch Pilgerzeichen gehörten - des rheinischen Glockengießers Tilman von Hachenburg lagen, waren weitgehend durch museal bzw. denkmalpflegerisch geprägte Arbeiten bestimmt. Die von Smith 1848 und 1850 vorgestellten Zeichen waren in der Somme bei Abbeville gefunden und als kuriose Altertümer vom British Museum in London erworben worden. Die Veröffentlichungen berichten von der Erwerbung und interpretieren die Funde richtig als Andenken an Wallfahrten.

Die intensive Beschäftigung mit den kleinen Blei-Zinngüssen beginnt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Paris erfolgte die Erneuerung der Seine-Brücken, was die Erstellung solider Fundamente und somit Eingriffe in die jahrhundertealten Abfallschichten notwendig machte. Dabei kamen in den Jahren 1860-1865 - unter vielen anderen Dingen - die hier behandelten Blei-Zinn-Güsse zum Vorschein. Zum großen Glück für die Forschung kaufte sie Arthur Forgeais, der damalige Leiter des Musée de Cluny in Paris. Durch die nachfolgende monographische Publikation der Sammlung wurde das Augenmerk in anderen Städten Frankreichs, Belgiens und Großbritanniens auf die Zeichen gelenkt, was zum Erwerb und zur Publikation weiterer Zeichen führte<1>.Dies begünstigte auf der anderen Seite auch die Herstellung von Fälschungen, was - nachdem es aufgedeckt worden war - wiederum einen merklichen Rückgang des Interesses nach sich zog, da kein Museumsleiter sich dem Vorwurf aussetzen wollte, Geld für Plagiate ausgegeben zu haben. Daneben war auch der Wissensstand noch zu gering, um Originale und Fälschungen sicher voneinander zu unterscheiden. Forgeais glaubte durch den Ankauf ein gutes Werk zu tun: Wir pflichten ihm heute lebhaft zu - er selbst bezeichnete den Ankauf später als große Dummheit.

In dieser Zeit sind die Sammlungen von Orléans und Lyon entstanden - weitgehend wohl durch Funde im eigenen Stadtgebiet -, wie wohl auch die Sammlung von Worms, die hauptsächlich aus französischen Zeichen besteht. Unbekannt bleibt, woher die Sammlung stammt, die vor 1913 in den Besitz des Museums der Stadt Worms gelangt war<2>.

Dieser Bestand wurde deutlich erweitert, als der skandinavischer Forscher F. Uldall erkannte, daß viele plastische Verzierungen auf Glocken ebenfalls Pilgerzeichen darstellen<3>. Etwa zur gleichen Zeit beschäftigte sich in Deutschland Paul Liebeskind mit Glocken und den auf ihnen vorhandenen Pilgerzeichen. Allerdings ist die Verwendung von Pilgerzeichen als Glockenzier erst von einem bestimmten Zeitpunkt an üblich und regional nicht durchgängig anzutreffen. Es scheint, daß der Anfang dafür am Beginn des 14. Jahrhunderts von Kölner Glockengießern gemacht wurde. Aber auch auf norddeutschen Erztaufen und Glocken sind die ersten Zeichen etwa gleichzeitig zu finden. Nach welchen Kriterien dies von weiteren Regionen übernommen wurde, ist noch nicht zu erkennen. Jedenfalls gehört im 15. Jahrhundert das Rheinland zu den Gebieten, in denen dieser Brauch mit insgesamt mehr als 350 Belegen am meisten verbreitet war. In den späten 1920er Jahren entstand die Sammlung des Focke-Museums in Bremen, die allerdings ausschließlich Funde aus der Weser bei Bremen enthält. Sie wurde schon damals publiziert und ist bis heute die umfangreichste Vorlage von Pilgerzeichen aus Deutschland<4>.

Dies war weitgehend der Forschungsstand bis zum zweiten Weltkrieg: Man wusste um die Existenz der Pilgerzeichen, es gab einige große Sammlungen und Publikationen, in denen auch die Herkunft der Zeichen einigermaßen verlässlich angegeben wurde. Allerdings erfolgte nur vereinzelt die weitergehende Auswertung der Bestände in Hinblick auf die Geschichte der einzelnen Wallfahrtsorte und ihren Einzugsbereich, auf die Aussagen zur Religiosität der Bewohner einzelner Regionen oder gar die kunstgeschichtliche Auswertung der Darstellungen.

Der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges und der damit verbundenen Rohstoffverknappung ist es zu zuzuschreiben, daß viele Glocken des Deutschen Reiches im Deutschen Glockenfriedhof in Hamburg gesammelt und glücklicherweise vor ihrem teilweisen Einschmelzen genauestens beschrieben und fotografiert wurden. Der Altmeister der Pilgerzeichenforschung - Kurt Köster - war nach dem Krieg damit betraut, die Glocken zu sichten, ihren Kirche wieder zuzuführen bzw. Glocken aus den verlorengegangenen Ostgebieten an Kirchen weiterzugeben, deren Geläute vernichtet worden war. Kurt Köster stand somit eine einzigartiger Fundus von Glocken und von Pilgerzeichenabgüssen zur Verfügung. Er erkannte die einmalige Chance. Es dauerte aber noch bis 1957, bis seine bahnbrechende Arbeit über den Glockengießer Tilman von Hachenburg veröffentlicht wurde, in der er neben dem Werk auch ausführlich auf die Pilgerzeichen einging<5>. Ein wichtiger Unterschied zwischen den original erhaltenen Pilgerzeichen und ihren Abgüssen auf Glocken besteht darin, daß die Glockenabgüsse meistens aufs Jahr genau datiert werden können. Somit steht ein aussagekräftiges Material für die Erstellung einer Typologie zur Verfügung. Es lässt sich aber auch erkennen, ab wann Wallfahrtsorte - dies gilt insbesondere für die spätmittelalterlichen Wallfahrtsorte - mit der Produktion von Pilgerzeichen begonnen haben. Da die Produktion von Pilgerzeichen stets mit dem Status als Wallfahrtsort zusammenhängt, steht ein gewaltiges - und nebenbei bemerkt, bis heute noch nicht annähernd ausgeschöpftes - Datenmaterial zur Erforschung mittelalterlicher Wallfahrt zur Verfügung.

Die zahlreichen Publikationen, die Köster bis zu seinem Tode 1986 veröffentlicht hat, haben europaweit weitere Forschungen angeregt. Leider konnte K. Köster seine geplante Gesamtpublikation nicht abschließen. Die Vorarbeit in Form einer Pilgerzeichen-Kartei gelangte in das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, wo es neben dem Deutschen Glockenarchiv - genau den Unterlagen, die Köster für seine Arbeiten nutzte, lagert<6>. Köster konnte nur zum Teil die niederländischen Neufunde - auf die noch einzugehen sein wird - in die Kartei aufnehmen. Da die Kartei seit nahezu 20 Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, besteht ihre Bedeutung hauptsächlich in der Zusammenstellung der deutschen Glockenabgüsse, die aufgrund der erwähnten exakten Datierung für die Zeichen von ganz Europa eine zentrale Stellung einnehmen.

Unter den Forschern im europäischen Umland sind insbesondere zu nennen:

In Deutschland haben sich besonders Jürgen Wittstock, Jörg Poettgen und der Verf. in zahlreichen Veröffentlichungen mit diesem Thema beschäftigt<10>.

Die meisten Werke beschränkten sich auch die Vorstellung von Neufunden oder von kleineren Sammlungen. Erfreuliche Ausnahme ist vom methodischen Herangehen und der historischen Aussage her die Monographie von Lars Andersson zu den Pilgerzeichen Skandinaviens.

Die Jahre zwischen der Veröffentlichung zu Tilman von Hachenburg (1956) und etwa 1980 kann als eine Zeit der nationalen Beschäftigung mit den Pilgerzeichen betrachtet werden. Die genannten Forscher veröffentlichten meistens eigene Sammlungsbestände oder einzelne Neufunde.

Die internationalen Beziehungen wurden nicht zuletzt durch Ausstellungen und Kataloge wie "Rhein und Maas" (Köln 1972) und "Wallfahrt kennt keine Grenzen" (München 1984) in das Blickfeld gerückt. Ab den 1980er Jahren waren es einerseits der Einsatz von Metalldetektoren in den Niederlanden und andererseits der systematische Ausbau der Mittelalterarchäologie und zahlreiche Grabungen innerhalb mittelalterlicher Städte, die den Bestand an Pilgerzeichen deutlich vergrößert, aber auch der Erforschung der Zeichen eine neue Qualität verliehen haben.

Die unter Archäologen nicht gern gesehenen Sondengänger begannen ab den 1980er Jahren die in den Sturmfluten des 15. und 16. Jahrhunderts untergegangenen Dörfer in den Niederlanden mit Metalldetektoren systematisch abzugehen. Hierbei wurden mehrere Tausend Pilgerzeichen gefunden. Herrn H. J. E. van Beuningen ist es zu verdanken, daß von Anbeginn an ein Teil der Funde aufgekauft und in nunmehr zwei Bänden publiziert wurden<11>. Wie mit den beiden Büchern von Forgeais, stehen nunmehr etwa 1100 Zeichen von knapp 100 Wallfahrtsorten in Wort und Bild zum Vergleich zur Verfügung. Im selben Zeitraum erschienen die Publikationen der Londoner Zeichen und die erneute Bearbeitung der Pariser Sammlungen<12>. Eine nicht unwesentliche Bereicherung des Fundmaterials erfolgt durch die archäologischen Ausgrabungen innerhalb mittelalterlicher Städte (z. B. Schleswig, Braunschweig).

Der heutige Forschungsstand stellt sich wie folgt dar: Für die vergleichende Forschung liegen nunmehr etwa 2500-3000 publizierte Zeichen von 250 Wallfahrtsorten vor<13>. Doch ist die absolute Zahl mit Sicherheit höher, da es eine große Anzahl bislang noch nicht identifizierter Zeichen gibt.

Spitzenreiter ist derzeit Deutschland mit 71 Wallfahrtsorten, wobei hier besonders die oben erwähnte Erforschung der Glockenabgüsse zu Buche schlägt, denn viele Zeichen sind nur als Abgüsse bekannt. Frankreich steht mit 53 Wallfahrtsorten an zweiter Stelle. In Großbritannien sind derzeit 29 Wallfahrtsorte bekannt, in Belgien 24, in den Niederlanden 17. In Italien kennen wir 12 Wallfahrtsorte, die Pilgerzeichen ausgegeben haben. Die übrigen 40 Wallfahrtsorte verteilen sich auf Spanien, Österreich, die Schweiz, Palästina, Dänemark, Tschechien, Estland, Schweden und Norwegen (siehe Liste am Ende des Aufsatzes). Wenn diese Liste etwas von der abweicht, die Köster 1984 in dem bekannten Katalog "Wallfahrt kennt keine Grenzen" veröffentlicht hat<14>, so liegt das daran, daß Köster in diese Liste auch Objekte aus Textilien, Wachs o. ä. aufgenommen hat, die im eigentlichen Sinne keine Pilgerzeichen waren, sondern Pilger-Andenken.


Fußnoten:

<1>

Arthur Forgeais: Collection des plombs historiés trouvés dans la Seine II. Ensignes de pélerinage. Paris 1863. - Ders.: Collection des plombs historiés trouvés dans la Seine IV. Imagerie religieuse. Paris 1865. - F. - E. Desnoyers: Nouveau objets trouvés dans la Seine, in: Mémoires de la Société archéologique de l'Orléonais XII ( 1873), S. 283.

<2>

Mathilde Grünewald: Pilgerzeichen, Rosenkränze, Wallfahrtsmedaillen. Die Beigeben aus Gräbern des 17. Bis 19. Jahrhunderts aus dem Pfarrfriedhof bei St. Paul in Worms. Die Sammlung gotischer Pilgerzeichen im Museum der Stadt Worms. Worms 2001 (= Der Wormsgau. Wissenschaftliche Zeitschrift der Stadt Worms und des Altertumsvereins Worms e.V., Beiheft 36).

<3>

F. Uldall: Danmarks middelalderlige Kirkeklokker. 1906.

<4>

Paul Liebeskind: Pilger- oder Wallfahrtszeichen auf Glocken, in: Die Denkmalpflege, 6. Jahrgang, Nr. 7 (1904), S. 53-55. - Ders.: Pilger- und Wallfahrtszeichen auf Glocken, 2. Teil, in: Die Denkmalpflege, 7. Jahrgang, Nr. 15 (1905), S. 117-120. - Ders.: Pilger- und Wallfahrtszeichen auf Glocken, 3. Teil, in: Die Denkmalpflege, 7. Jahrgang, Nr. 16 (1905), S. 125-128. - Ders.: Pilgerzeichen, in: Die Denkmalpflege, 9. Jahrgang, Nr. 8 (1907), S. 56. - Ders.: Das ältere Wilsnacker Pilgerzeichen, in: Die Denkmalpflege, 9. Jahrgang, Nr. 16 (1907), S. 131. - Ernst Grohne: Bremische Boden und Baggerfunde, in: Jahresschrift des Focke-Museums Bremen 1929. Bremen 1929, S. 44-102.

<5>

Bibliographie von Kurt Köster: Lotte von Freyberg, Bibliographie der Veröffentlichungen von Kurt Köster, in: Günther Pflug, Brita Eckert, Heinz Friesenhahn: Bibliothek-Buch - Geschichte. Kurt Köster zum 65. Geburtstag. Frankfurt 1977. Zu Pilgerzeichen: Kurt Köster: Gutenbergs Aachener Heiltumsspiegel, in: das werck der bucher. Von der Wirksamkeit des Buches in Vergangenheit und Gegenwart. Eine Festschrift für Horst Kliemann. Zu seinem 60. Geburtstag herausgegeben von Fritz Hodeige. Freiburg 1956, S. 284-301. - Ders.: Neusser Pilgerzeichen und Wallfahrtsmedaillen. Ein Beitrag zur Geschichte der Quirinius-Verehrung, in: Neusser Jahrbuch 1 (1956), S. 15-28. - Ders.: Meister Tilman von Hachenburg. Studien zum Werk eines mittelrheinischen Glockengießers des fünfzehnten Jahrhunderts. Mit besonderer Berücksichtigung der als Glockenzier verwendeten mittelalterlichen Pilger- und Wallfahrtszeichen, in: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung 8 (1957), S. 1-206. - Ders.: Ein unbekanntes mittelalterliches Pilgerzeichen von Eberhardsklausen, in: Trierisches Jahrbuch 9 (1958), S. 79-88. - Ders.: Neue Studien zu Meister Tilman von Hachenburg und seinen Glocken, in: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung 10 (1959), S. 77-91. - Ders.: St.-Quirinius-Wallfahrten und ihre Pilgerandenken. Neue Studien zur Kultgeschichte und Ikonographie des Neusser Heiligen, in: Neusser Jahrbuch 5 (1959), S. 224-234. - Ders.: Gottsbüren, das "hessische Wilsnack". Geschichte und Kultgeschichte einer mittelalterlichen Heiligblut-Wallfahrt im Spiegel ihrer Pilgerzeichen, in: Festgabe für Paul Kirn zum 70. Geburtstag dargebracht von Freunden und Schülern. Hrsg. V. Ekkehard Kaufmann. Berlin 1961, S. 198-222. - Ders.: St.-Quirinius-Pilgerandenken. Ein unbekanntes Neusser Wallfahrtszeichen auf einer Altartafel Derick Baegerts, in: Neusser Jahrbuch 7 (1962), S. 39-42. - Pilgerzeichen-Studien. Neue Beiträge zur Kenntnis eines mittelalterlichen Massenartikels und seiner Überlieferungsformen, in: Bibliotheca docet. Festgabe für Carl Wehmer. Amsterdam 1963, S. 77-100. - Ders.: Eine neuerschlossene Quelle zur Geschichte der Blomberger Wallfahrt und ihrer Pilgerzeichen, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 32 (1963), S. 5-15. - Ders.: Religiöse Medaillen und Wallfahrtsdevotionalien in der flämischen Buchmalerei des 15. und 16. Jahrhunderts. Zur Kenntnis gemalter und wirklicher Kollektionen in spätmittelalterlichen Gebetbuch-Handschriften, in: Buch und Welt. Gustav Hofmann zum 65. Geburtstag dargebracht. Wiesbaden 1965, S. 459-504. - Ders.: Mittelalterliche Pilgerzeichen und Wallfahrtsdevotionalien, in: Rhein und Maas. Kunst und Kultur 800-1400 (Ausstellungskatalog). Köln 1972a, S. 146-160. - Ders.: Wallfahrtszeichen und Pilgerdevotionalien aus der Frühzeit der Dürener Sankt-Anna-Wallfahrt, in: St. Anna in Düren. Hrsg.: von Erwin Gatz. Möchengladbach 1972b, S. 191-209. - Gutenberg in Straßburg. Das Aachenspiegel-Unternehmen und die unbekannte "afentur und kunst". Gutenberg-Gesellschaft 1973a (= Kleiner Druck der Gutenberg-Gesellschaft Nr. 93). - Ders.: Pilgerzeichen und Wallfahrtsplaketten von St. Adrian in Geraarsbergen. Zu einer Darstellung auf einer flämischen Altartafel des 15. Jahrhunderts im Historischen Museum zu Frankfurt am Main, in: Städel-Jahrbuch 4 (1973b), S. 103-120. - Ders.: Ein spätmittelalterliches Blomberger Pilgerzeichen. Zu einem Amsterdamer Bodenfund von 1973, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 43 (1974), S. 9-18. - Ders.: Die Neusser Quirinius-Wallfahrt im Mittelalter und ihre Pilgerzeichen, in: Almanach für das Erzbistum Köln. Jahrbuch 1974 und 1975. Köln 1976, S. 185-193. - Ders.: Ein rätselhafter "Siegeldruck" des fünfzehnten Jahrhunderts aus Regensburg. Studien zur mittelalterlichen Wallfahrt nach St. Emmeram und ihren Pilgerzeichen, in: Bibliothekswelt und Kulturgeschichte. Eine internationale Festgabe für Joachim Werner zum 65. Geburtstag, dargebracht von seinen Freunden. Hrsg. v. Peter Schweigler. München 1977, S. 123-137. - Ders.: Kollektionen metallener Wallfahrts-Devotionalien und kleiner Andachtsbilder, eingenäht in spätmittelalterliche Gebetbuch-Handschriften, in: Bertram Haller (Hrsg.) Erlesenes aus der Welt des Buches. Gedanken-Betrachtungen - Forschungen, Bd. 1. 1979. - Ders.: Tilman von Hachenburg. Nachlese zum Werk eines mittelrheinischen Glockengießers im Spätmittelalter, in: Jahrbuch der hessischen kirchengeschichtlichen Vereinigung 31 (1981a), S. 1-28. - Ders.: Pilgerzeichen und Pilgermuscheln, in: St. Elisabeth. Fürstin-Dienerin-Heilige. Ausstellungskatalog. Marburg 1981b, S. 452-459. - Ders.: Pilgerzeichen und Pilgermuscheln von mittelalterlichen Santiago-Straßen: St-Léonard - Rocamadour - St-Gilles - Santiago de Compostella. Schleswiger Funde und Gesamtüberlieferung = Ausgrabungen in Schleswig. Berichte und Studien 2. Neumünster 1983a. - Ders.: Gutenbergs Straßburger Aachenspiegel-Unternehmen von 1438/40, in: Gutenberg-Jahrbuch 58 (1983b), S. 24-44. - Ders.: Mittelalterliche Pilgerzeichen, in: Lenz Kriss-Rettenbeck / Gerda Möhler (Hrsg.), Wallfahrt kennt keine Grenzen. Ausstellungskatalog München 1984, S. 203-223. - Ders.: Pilgerzeichen und Ampullen. Zu neuen Braunschweiger Bodenfunden, in: H. Rötting (Hrsg.), Stadtarchäologie in Braunschweig. Forschungen zur Denkmalpflege in Niedersachsen 3, 1985a, S. 277-286. - Ders.: Mittelalterliche Pilgerzeichen, in: Cord Meckseper (Hrsg.), Stadt im Wandel. Ausstellungskatalog Braunschweig 1985b, Band 1, S. 404-414. - Ders.: Les coquilles et enseignes de pélerinage de Saint-Jacques de Compostelle et des Routes de Saint-Jacques, in: Santiago de Compostelle, Ausstellungskatalog Gent 1985c, S. 85-95.

<6>

Jörg Poettgen: Europäische Pilgerzeichenforschung. Die zentrale Pilgerzeichenkartei (PKZ) Kurt Kösters in Nürnberg und der Forschungsstand nach 1986, in: Jahrbuch für Glockenkunde 7./8. Band (1995/96), S. 195-206.

<7>

Michael Mitchiner: Medieval pilgrim and secular badges. London 1986. - Brian W. Spencer: Pilgrim souvenirs and secular badges. London 1998 (= Medieval finds from Excavations in London 7). - Ders.: Medieval pilgrim badges, in: J.G.N. Renaud (Hrsg.) Rotterdam Papaers I. A contribution to medieval archeology. Rotterdam 1968, S. 137-153. - Ders.: Pilgrim Souvenirs an secular badges. Salisbury Museum, Medieval Catalogue 2. Salisbury 1990.

<8>

Colette Lamy-Lassalle: Recherches sur un ensemble de plombs trouvés dans la Seine, musée des antiquités de Rouen et collection Bossard de Lucerne, in: Revue des sociétés savantes de Haute-Normandie, Nr. 49 (1968), S. 5-24. - Dies.: Une collection d'enseignes de pèlerinage au musée des Arts décoratifs de Lyon, in: Bulletin de la Société nationale des Antiquaires de France (1969), 264-270. - Dies.: Les enseignes de pèlerinage du Mont-Saint-Michel, in: Millénaire monastique du Mont-Saint-Michel, vol. III: culte de sint Michel et pèlerinage au Mont (Paris 1971), S. 271-286. - Dies.: Les Représentations de saint Jean-Baptiste sur les enseignes de pèlerinage, in: Bulletin trimestriel de la Société des Antiquaires de Picardie (1973), S. 156-164. - Dies.: Les enseignes de pèlerinage de saint Mathurin de larchant, in: Bulletin de la Société nationale des Antiquaires de France (1990), S. 157-166. - Denis Bruna: Les ensignes de pèlerinage et les coquilles Saint-Jacques dans les sépultures du Moyen Age en Europe occidentale, in: Bulletin de la Société nationale des Antiquaires de France (1991), S. 178-190. - Ders.: Un moule pour enseignes de pèlerinage à l'image de la Belle Marie de Ratisbonne, in: Bulletin de la Société nationale des Antquaires de France (1992), S. 317-324. - Ders.: La marchande d'enseigens de pèlerinage des stalles de la cathédrale d'Amiens, in: Bulletin de la Société nationale des Antiquaires de France (1994), S. 199-206. - Ders.: La diffussion des enseignes de pèlerinage, in: Pèlerinages et croisades (actes du 118e congrés national des sociétés historiques et scientifiques, section: Relations interculturelles au Moyen Age, pèlerinages et croisades, Pau 25-29. Octobre 1993) (Paris 1995), S. 201-214. - Ders.: Enseignes de oèlerinages et enseignes profanes. Paris 1996.

<9>

M. Rydbeck: Grav 301 vid dominikanerklostret i Hälsingborg, in: Kring Kärnan 6 (1955), S. 79-93. - Ders.: Pilgrimsmärket fran Fornasa, in: Fornvännen 51 (1956), S. 283-286. - Ders.: Thomas Beckets ampuller, in: Fornvännen 56 (1964), S. 236-248. - Lars Andersson: Pilgrimsmärken och vallfart: Medeltida Pilgrimskultur i Skandinavie. Lund 1989 (= Lund Studies in Medieval Archeology 7).

<10>

Jürgen Wittstock: Pilgerzeichen und andere Wallfahrtsdevotionalien in Norddeutschland, in: Aus dem Alltag der mittelalterlichen Stadt, Katalog Bremen 1982, S. 193-200. - Ders.: Pilgerzeichen in Lübeck - Alte und neue Funde, in: Lübecker Schriften zur Archäologie und Kunstgeschichte Bd. 8 (1984), S. 15-21. - Ders.: Der Bremer Pilgerzeichen-Fund, in: Klaus Herbers, Rudolf Plötz (Hrsg.), Jakobus-Studien 9 (1998), S. 85-107. - Jörg Poettgen: Magister Sifride. Ein Kölner Glockengießer des 14. Jahrhunderts?, in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 58 (1987), S. 35-66. - Ders.: Zwei unbekannte Medaillen der Dürener St.-Annen-Wallfahrt, in: Dürener Geschichtsblätter. Mitteilungen des Dürener Geschichtsvereins e. V. Nr. 77 (1988), S. 25-28. - Ders.: Die Andernacher Glockengießerwerkstatt nach Tilman von Hachenburg. Ein Beitrag zur Glockenkunde im Kurfürstentum Trier von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts, in: Kurtrierisches Jahrbuch 32 (1992), S. 21-43. - Ders.: Trierer Glockengießer bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Studien zur Glockenkunde im Kurfürstentum Trier, in: Kurtrierisches Jahrbuch 33 (1993), S. 65-122. - Ders.: Vorreformatorische Wallfahrtsdevotionalien aus dem Matthiaskloster zu Trier. Mittelalterliche Pilgerzeichen auf Glocken, in: Kurtrierisches Jahrbuch 34 (1994), S. 47-76. - Ders.: Mittelalterliche Glocken an Glahn und Nahe. Eine unbekannte Gießerwerkstatt in Speyer zwischen 1340 und 1550, in: Westricher Heimatblätter 27 (Sept. 1996), Nr. 3, S. 3-44. - Ders.: Kryptogramme und Pilgerzeichen auf spätmittelalterlichen Glocken im östlichen Thüringen. Studien zur Werkstatt des Meisters Herlin in Jena, in: Jahrbuch für Glockenkunde 9/10 (1997/98), S. 81-98. - Ders.: Die mittelalterliche Wallfahrt zum Heiligenberg-ein bisher ungedeutetes Pilgerzeichen aus Höxter- Ovenhausen, in: Jahrbuch für Glockenkunde 11/12 (1999/2000), S. 145-150. - Andreas Haasis-Berner: Die Jakobsmuschel in Grabfunden - Hinweise zu Ursprung und Bedeutung eines Pilgerzeichens, in: Sternenweg 16 (1995), S. 3-10. - Ders. / Günther Haberhauer: Zwei mittelalterliche Pilgerzeichen aus Bad Wimpfen, in: Regia Wimpina. Beiträge zur Wimpfener Geschichte 7 (1995), S. 10-15. - Ders.: St. Jodocus in Konstanz - Zu einem neugefunden Pilgerzeichen, in: Archäologische Nachrichten aus Baden Heft 54 (1996), S. 29-33. - Ders.: Hörner aus Keramik. Pilgerzeichen oder Wallfahrtsdevotionalien?, in: Zeitschrift für die Archäologie des Mittelalters 1994 (1996), S. 235-243. - Ders. / Jörg Poettgen: Pilgerzeichen als Zeugnisse der Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen - Neue Funde und Typologie, in: Ad Summum - 1248 - Der gotische Dom im Mittelalter (1998), S. 167-179. - Ders.: Die Pilgerzeichen des 11.-14. Jahrhunderts. Mit einem Überblick über die europäische Pilgerzeichenforschung. Archäologie als Sozialgeschichte. Studien zu Siedlung, Wirtschaft und Gesellschaft im frühgeschichtlichen Mitteleuropa. Festschrift für Heiko Steuer zum 60. Geburtstag. Rahden 1999, S. 271-277. - Ders.: Pilgerzeichen aus Westfalen, in: Westfalen (2002) (im Druck).

<11>

H. J. E. van Beuningen / A. M. Koldeweij: Heilig en profaan. 1000 laat-middeleeuwse insignes uit de collectie H. J. E. van Beuningen. Cothen 1993 (= Rotterdam Papers 7). - H. J. E. van Beuningen / Koldeweij / Doris Kicken: Heilig en profaan II. 1200 laatmiddeleeuwse insignes uit openbare en particuliere collecties. Cothen 2001 (= Rotterdam Papers 12).

<12>

Denis Bruna: Enseignes de pélerinages et enseignes profanes. Paris 1996.

<13>

Der Gesamtbestand dürfte der niederländischen Datenbank zufolge etwa 6-8000 Zeichen umfassen.

<14>

Köster 1984 (wie Anm. 5).


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