Philipp, Ute: Charakterisierung von Heterosiseffekten für Wurfgröße bei der Maus durch DNA-Marker-Analysen

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Kapitel 6. Zusammenfassung

Mit Hilfe von DNA-Markern wurden in einem Modellversuch mit Mäusen Chromosomenregionen analysiert, die Beziehungen zur Heterosis der Wurfgröße aufwiesen. Den Literaturrecherchen zur Heterosis war zu entnehmen, daß Projekte der Heterosisforschung am Modelltier Maus und an anderen Säugetierspezies mit DNA-Markern nicht bekannt waren.

Als Material standen aus einem Zuchtversuch mit Mäusen die F2-Tiere der reziproken Inzuchtlinienkreuzung C57BL/6J x Balb/cJ zur Verfügung. Von den 948 weiblichen Tieren der F2 ist die Fruchtbarkeitsleistung anhand der Wurfgröße ermittelt worden, um mit ca. 3 % der F2-Tiere extreme Leistungsgruppen und mit ca. 15 % der F2-Tiere erweiterte Leistungsgruppen zu bilden. Die Markerloci betrafen insgesamt 56 Mikrosatelliten (_ Abstand 32 cM). 32 Loci waren aufgrund einer gleichmäßigen Abdeckung des Genoms ausgewählt worden. Weiterhin wurden 19 Loci einbezogen, die mit Fruchtbarkeit assoziierte DNA-Loci markierten und 5 Loci, die als Wiederholungsmarker eine enge Kopplung zu bereits gewählten Loci aufwiesen. Bei den Markerloci handelt es sich um Mikrosatelliten, die nach Auswahl der Primer mit der PCR amplifiziert wurden. Die PCR-Produkte sind elektrophoretisch aufgetrennt und anschließend mit Silbernitrat gefärbt worden, um aus den Mustern direkt die Genotypen zu erfassen. Für bestimmte Mikrosatelliten erfolgte die Genotypenerfassung nach Fluoreszenzmarkierung in einem DNA-Sequenzierautomaten. Unter Berücksichtigung von Superdominanz und Dominanz als Ursachen von Heterosis wurden die Daten des Versuches an einer größeren Tierzahl statistisch ausgewertet.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt gliedern:

Aus den Ergebnissen ist zu erkennen, daß Mikrosatelliten als optimale Marker zur Charakterisierung der Segregation von Chromosomen in F2-Generationen gelten können. Die Inzuchtlinienkreuzung der Maus erwies sich für die Analyse von Heterosiseffekten als besonders geeignet. Mit dem Promotionsprojekt konnten Chromosomenregionen erkannt werden, die hohe Effekte auf die Heterosis für Wurfgröße zeigten.


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Wed Dec 22 16:40:18 1999