| ↓8 |
Die Flächen für die Versuche mit einjährigen Spargeljungpflanzen einschließlich der Gefäßversuche in Böhl liegen in der Rheinebene in Rheinland-Pfalz (Tabelle 1). Eine Ausnahme bildet der in Baden-Württemberg gelegene Standort Wiesental (Nähe Bruchsal). Alle Schläge wurden vor der Pflanzung praxisüblich aufgedüngt (MEULENDIJKS 2000a, ZIEGLER 2002) und tiefenbearbeitet (MERLAU 1995, NACKE-POLLMANN 1998). Die Bewässerung erfolgte jeweils nach der Beurteilung durch den Landwirt mittels Regenkanonen, am Standort Schifferstadt durch stationäre Kreisregner.
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Versuchsjahr |
Standort |
Bodenart |
|
2001 |
Dudenhofen bei Speyer |
Lehmiger Sand |
|
Wiesental bei Bruchsal |
Lehmiger Sand | |
|
Erpolzheim bei Bad Dürkheim |
Lehmiger Sand | |
|
Schifferstadt |
Sandiger Lehm | |
|
Weisenheim am Sand bei Bad Dürkheim |
Lehmiger Sand | |
|
Gerolsheim bei Bad Dürkheim |
Sandiger Lehm |
Das Jahr 2001 war geprägt durch höhere Niederschläge im Frühjahr vor der Pflanzung und im Spätsommer (Abbildung 1). In der eigentlichen Vegetationszeit von Spargeljunganlagen fielen dagegen verhältnismäßig wenige Niederschläge, so dass Bewässerungsmaßnahmen notwendig waren. Bis Mitte April lagen die Minimumtemperaturen lange unterhalb von 0°C, weshalb in diesem Jahr erst relativ spät gepflanzt werden konnte. Ab Mitte April stieg dann die Durchschnittstemperatur kontinuierlich an. Die höchsten Temperaturen wurden im Jahr 2001 erst in den Monaten Juli und August erzielt.
Das Jahr 2002 wies im Sommer zumeist ausreichende Niederschläge auf (Abbildung 2). So wurde im Juli 2002 eine Niederschlagsmenge von über 120mm in Schifferstadt gemessen. Das Frühjahr erwies sich als verhältnismäßig trocken mit rasch ansteigenden Temperaturen, so dass in diesem Jahr schon Ende März mit den Pflanzungen von Spargelanlagen begonnen werden konnte. Der Sommer zeigte relativ hohe Durchschnittstemperaturen, jedoch weniger mit extremen Temperaturen. Die höchste Temperatur lag in diesem Jahr am Standort Schifferstadt im Juni bei 35,5°C.
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| Abbildung 1: Monatsmittelwerte der Lufttemperatur und des Niederschlages sowie die maximale und minimale Temperatur der Vegetationsperiode 2001 in Schifferstadt | ||
| Abbildung 2: Monatsmittelwerte der Lufttemperatur und des Niederschlages sowie die maximale und minimale Temperatur der Vegetationsperiode 2002 in Schifferstadt | ||
Das Jahr 2003 war sowohl bezüglich des Niederschlages, als auch der Temperaturen außergewöhnlich. In der gesamten Vegetationszeit von Spargeljunganlagen fielen am Standort Schifferstadt nur im Mai mit rund 70mm ausreichend Niederschläge (Abbildung 3), so dass Bewässerungsmaßnahmen unerlässlich waren. Das Frühjahr 2003 war zudem geprägt durch starke und späte Fröste von bis zu –4,6°C. Im Mai stieg dann die Temperatur kontinuierlich an und erreichte in den Sommermonaten Maximaltemperaturen von etwa 40°C.
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| Abbildung 3: Monatsmittelwerte der Lufttemperatur und des Niederschlages sowie die maximale und minimale Temperatur der Vegetationsperiode 2003 in Schifferstadt | ||
Im Freiland erfolgte die Kulturführung ab der Pflanzung praxisüblich und lag in der Verantwortung des jeweiligen Anbauers. Die Lagerung der Pflanzen zwischen Rodung und Pflanzung fand einschließlich der Auswertungen vor der Pflanzung in einer Halle statt, in der die Temperatur etwa 10-15 °C betrug. Um eine größere Austrocknung zu verhindern, wurden die in handelsüblichen Kartoffelsäcken befindlichen Pflanzen mit einer Folie abgedeckt bzw. in Folienbeuteln gelagert. Die Jungpflanzen wurden bis auf die speziellen Tauch- bzw. Beizversuche nicht gebeizt.
Jeder Freilandversuch war vollständig randomisiert. Um Randeffekte zu vermeiden, wurden die Versuchsglieder mit Randreihen versehen und auf ausreichende Abstände zu Feldrändern geachtet (Anhang Abbildung 1). Bei jedem Versuch im Freiland wurden grundsätzlich vier Wiederholungen (r) durchgeführt.
| ↓12 |
Alle Gefäßversuche wurden ausschließlich am Standort Böhl durchgeführt. Im ersten Versuchsjahr 2001 diente handelsübliche Blumenerde (Anhang Tabelle 1) als Substrat. In den Folgeversuchen 2002 und 2003 wurde der dortige Mutterboden eingesetzt, dessen Nährstoffgehalte der Tabelle 2 zu entnehmen sind. Um die Einheitlichkeit des Bodens in den Gefäßen zu gewährleisten, wurde der Oberboden abgetragen und in großen 200-Liter-Behältern gemischt. Die Gefäßgrößen waren je nach Versuchsfrage unterschiedlich und reichten von 10l bis zu Gefäßen mit 25l Volumen. Pro Versuchsvariante kamen fünf Gefäße mit je einer Pflanze zum Einsatz (r = 5). Alle Gefäße standen in Doppelreihen, wobei die Einzelpflanzen randomisiert angeordnet waren. Am Ende jeder Reihe war immer eine Randpflanze aufgestellt (Anhang Abbildung 2).
Tabelle 2: Nährstoffversorgung, pH-Wert und Humusgehalt des Bodens in Böhl
|
Wert |
Versorgungsstufe |
|
|
pH-Wert (CaCl2) |
7,3 | |
|
Phosphor (P2O5) [mg/100g] |
89,0 |
E |
|
Kalium (K2O) [mg/100g] |
42,0 |
E |
|
Magnesium (Mg) [mg/100g] |
15,0 |
E |
|
Humusgehalt [%] |
3,0 |
Die Pflanztiefe betrug 5cm. Das in der Praxis oft übliche langsame Schließen des Pflanzgrabens zur Unkrautbekämpfung und Erhöhung der Standfestigkeit der Stängel (MEULENDIJKS 2000b) unterblieb in den Gefäßen, so dass die ersten Triebe mit einem Bambusstab gegen ein Abknicken gesichert wurden. Die weiteren Triebe besaßen durch das bis dahin vorhandene Laub eine ausreichende Standfestigkeit.
| ↓13 |
Die Gefäßstellfläche war mit schwarzem Bändchengewebe abgedeckt, um das Aufkommen von Unkräutern sowie das Einwurzeln der Spargelpflanzen in den Boden zu verhindern. Die Bodenfeuchte wurde im Freiland ständig mit Tensiometern kontrolliert, wobei für jede Gefäßgröße mindestens ein eigenes Tensiometer vorgesehen war. Bei einem Überschreiten eines Wertes von –200hPa wurde bewässert (HARTMANN et al. 2000). Die Wassergabe erfolgte mit einem handelsüblichen Rasensprenger, wobei dessen Arbeitsbreite als Maß für die Länge der Containerstellfläche genommen wurde. So konnte eine ausreichend gleichmäßige Wasserverteilung gewährleistet werden. Die kleineren Gefäße (10l) mußten wegen der geringeren Wasserkapazität öfter bewässert werden, um Trockenstreß für die Pflanzen zu vermeiden.
Der Einsatz von Fungiziden war in allen drei Versuchsjahren nicht nötig. Auf Herbizide wurde ebenfalls verzichtet, da dies zu Schäden an den einjährigen Spargeljungpflanzen und somit zu Beeinträchtigungen der Aussagen führen kann (RAHMAN et al. 1981, MULLEN und VISS 1992). Anders verhielt es sich mit Insektiziden. Die in Deutschland bislang noch wenig aufgetretene Spargellaus (Brachycorynella asparagi) konnte im Jahr 2001 in verstärktem Umfang an den Spargelpflanzen festgestellt werden. Wegen der hohen Schadpotenz durch diesen Schädling (CAPINERA 1974, WRIGHT und CONE 1983, 1988) wurde in 2001 eine zweimalige Behandlung mit einem Insektizid durchgeführt. Im Folgejahr war eine einzige Behandlung ausreichend, im Jahr 2003 waren wieder zwei Behandlungen notwendig. Außerdem erfolgte 2002 und 2003 jeweils eine Behandlung gegen die Spargelfliege (Platyparea poecilo p tera), nachdem diese an aufgestellten Spezialfallen (OTTO et al. 2000) gefangen werden konnte.
Zur Düngung wurde jeweils im Mai trotz der guten Nährstoffversorgung des Bodens Volldünger eingesetzt, da der Wurzelraum und damit die Nährstoffaufnahme durch die Gefäße beschränkt ist. Die bei Junganlagen praxisübliche zweite Düngergabe im Sommer geschah mit Flory II, der in Wasser gelöst über den Boden und zusätzlich einmalig über das Blatt verabreicht wurde.
| ↓14 |
Alle Versuche wurden mit der Sorte ‚Gijnlim‘ durchgeführt, um die Vergleichbarkeit hinsichtlich der Einzelkriterien zu gewährleisten.
Auf die genaue Erfassung der Wurzellängen wurde weitgehend verzichtet. Diese hängt in hohem Maße von der Art und Genauigkeit des Rodens der Jungpflanzen ab und unterliegt damit weniger physiologischen, sondern vielmehr technischen Ursachen (HARTMANN 1989). In den Gefäßen ist diese ausschließlich durch die Gefäßgröße beschränkt.
Die Erfassung der Wurzelmasse vor der Pflanzung erfolgte i.d.R. als Frischmasse (FM), da viele Pflanzen für weitere Untersuchungen gebraucht wurden. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Pflanzen von anhaftender Erde sowie noch vorhandenen Laub- und Stängelresten befreit. Im Herbst nach der Kultur in Gefäßen erfolgte ebenfalls eine Erfassung der FM der Kronen. Diese wurden hierfür gründlich mit Wasser gesäubert, wobei jedoch auch ein Großteil der Faserwurzeln verloren ging.
| ↓15 |
Bei der Erfassung des Massenzuwachses von Spargelpflanzen in Gefäßen wurde im Jahr 2001 zusätzlich zur FM auch die Trockenmasse (TM) ermittelt. Die Bestimmung erfolgte nach zweitägiger Trocknung bei 90°C im Trockenschrank. Gleiches gilt auch für die Laubmassen der Gefäßversuche im Herbst 2002 und 2003.
Es zeigte sich im Jahre 2001, dass sowohl bei einjährigen Spargeljungpflanzen, als auch bei anschließend im Gefäß kultivierten Pflanzen entweder ausreichend lange (< 15cm) oder sehr kurze neue Speicherwurzeln (< 5cm) zu finden waren. Zur Auswertung sollten die Ansätze neuer Wurzeln ausgeschlossen werden, so dass Wurzeln unter fünf cm nicht mitgezählt wurden.
Das Auszählen der Knospen erfolgte parallel zur Bestimmung der Wurzelanzahl, bei den einjährigen Spargeljungpflanzen vor der Pflanzung sowie bei den Gefäßpflanzen im Herbst. Gewertet wurde eine Knospe immer dann, wenn erkennbar eine Erhebung bzw. eine kleine Triebspitze sichtbar und fühlbar war. Dies schloß auch kleine Seitenknospen ein, die in der Regel nicht zum Austrieb kommen.
| ↓16 |
Nach den ersten Ergebnissen im Jahr 2001 wurde auf die weitere Auszählung der gesamten Knospen pro Pflanze in den folgenden Jahren weitgehend verzichtet, da sich die Aussagen als unbrauchbar erwiesen. Statt dessen erfolgte bei den Herbstauswertungen eine visuelle Einteilung in dicke und dünne Knospen, wobei die Grenze bei rund 0,8cm pro Knospe angesetzt wurde. Ein Knospenbündel definierte sich durch das Vorhandensein mindestens einer dicken Knospe innerhalb eines deutlichen Verbandes an Knospen.
Die Untersuchung der Reservekohlenhydrate (RKH) ist nach Vorgaben von WILSON aus Neuseeland modifiziert worden (PASCHOLD 2001a) und erfolgte an Einzelpflanzen, wobei die Anzahl untersuchter Pflanzen pro Variante den Bedingungen angepasst wurde. Eine Probe bestand aus mindestens drei Wurzelstücken von jeweils 10 bis15cm Länge. Die Auswahl der Wurzelteile war insofern vereinfacht, als dass nur jüngere Pflanzen (maximal zweijährig) untersucht wurden, bei denen die Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Wurzeln gering sind. Trotzdem kamen Wurzeln nicht zur Auswertung, die auffällig dünn waren oder keine Faserwurzeln aufwiesen.
Die Proben wurden von der anhaftenden Erde gereinigt und in Papiertüten verpackt. Um Effekte einer Gefriertrocknung zu vermeiden, wurden die Tüten einer Variante nochmals verpackt, diesmal aber in einem undurchlässigen und verschlossenen Plastikbeutel. Bis zur Auswertung lagerten die Beutel mit den Proben in einem herkömmlichen Gefrierschrank bei etwa –18°C. Trotzdem sollten die Auswertung relativ zeitnah geschehen (< drei Monate), um mögliche Veränderungen durch eine lange Lagerzeit auszuschließen.
| ↓17 |
Da die ermittelten Werte als prozentualer Gehalt an löslichen Zuckern im Pflanzensaft ausgedrückt werden, müssen die Proben möglichst einheitlich feucht sein. Bei dem Auftauen erwiesen sich die verwendeten Papierbeutel als vorteilhaft, da sie überschüssige Feuchtigkeit an den Wurzeln aufsogen und somit mögliche Verdünnungseffekte durch anhaftendes Wasser vermieden. Auf der anderen Seite durften die aufgetauten Wurzeln nicht unnötig lange aufbewahrt werden, um einen erhöhten weiteren Wasserverlust auszuschließen, da dies zu einer Konzentrierung und damit Verfälschung der Ergebnisse geführt hätte. Gleichzeitig musste aufgrund der Messmethode die Temperatur der Probe aber der Umgebung (20°C) angepaßt sein.
Die Bestimmung des Gehaltes an löslichen RKH erfolgte mit einem handelsüblichen Refraktometer. Zu diesem Zweck wurden die Wurzeln mit einer Knoblauchpresse ausgepresst. Der gewonnene Saft konnte gleich auf das Refraktometer getropft und der Zuckergehalt gemessen werden. Jede Messung wurde mindestens einmal wiederholt, bei größeren Abweichungen der Einzelwerte (> 1%Brix) auch ein drittes Mal.
Die Entwicklung des Laubes wurde an zwei Terminen erfaßt. Zum einen interessierte das Längenwachstum des bzw. der ersten Triebe, da diese bei einjährigen Spargeljungpflanzen ausschließlich aus den Reserven der Pflanzen gebildet werden. Der Zeitpunkt lag dabei im Sommer (Juni bis August), wenn das Längenwachstum der ersten Triebe abgeschlossen ist und die neuen Triebe noch gut von den Alttrieben zu unterscheiden sind.
| ↓18 |
Der zweite Termin im Herbst richtete sich nach dem Entwicklungszustand der Pflanzen. Ziel war es, den gesamten Krautzuwachs im Jahr erfassen zu können. Da in Folge einer fortgeschrittenen Abreife das Laub sehr brüchig wird, musste eine Triebmessung frühzeitig geschehen, um exakt die Länge messen zu können. Gleichzeitig durfte dies auch nicht zu früh geschehen, um alle Triebe des Jahres erfassen zu können. Die genannten Kriterien waren in den meisten Fällen je nach Jahr und Anlage im Zeitraum von Oktober bis November gegeben.
Auf eine Erfassung der gesamten Laubmasse wurde im Freiland verzichtet. Probemessungen im Jahr 2001 zeigten, dass die Masse stark davon abhängt, wie viele noch nicht vollständig abgereifte Triebe in der Einzelparzelle enthalten sind. Zu langes Warten, bis alle Triebe vollständig verbräunt und trocken sind, führte dazu, dass der größte Teil des Laubes soweit abgebaut war und eine exakte Erfassung unmöglich wurde.
Bei 75 Einzelpflanzen erfolgte eine Ernte der grünen Sprosse. Im Herbst des Vorjahres waren sie bis auf 15 Pflanzen des Ausbaus (weitere Pflanzen im Versuchsfeld) dem Herkunftsversuch (35 Stück), dem Versuch über den Einfluss der Pflanzmasse (20 Stück) sowie dem Ausbaus (5 Stück) entnommen und in 15l-Gefäße gepflanzt worden. Die Pflanztiefe betrug 20cm, da ausreichend Boden über den Knospen zu dickeren Stangen bei der Ernte führt (TAKATORI et al. 1974, EYNDE et al. 1984). Bei einer Größe von mehr als 22cm erfolgte die Ernte je nach Temperatur und Wachstumsgeschwindigkeit alle zwei bis vier Tage durch den Schnitt der grünen Triebe direkt an der Bodenoberfläche. Die Erfassung des Durchmessers jeder Stange geschah direkt am Übergang vom unterirdischen weißen zum oberirdischen grün-violetten Sproß, die Gewichtserfassung bei einer Länge von 22cm vom Kopf her gemessen. Nach der Ernte wurden die Pflanzen erneut gerodet und der Zuwachs der Kronen sowie deren Gehalt an löslichen RKH bestimmt.
| ↓19 |
In den Jahren 2001 und 2002 wurde bei einem Spargeljungpflanzenproduzent in Lampertheim / Hessen das Wachstum von jeweils 10 bzw. 40 Pflanzen zu Beginn der Monate August bis November festgehalten. Als Kriterien dienten hierbei die FM der Wurzeln und des Laubes, Anzahl der Wurzeln und Knospen sowie die Längen der Einzeltriebe. In 2002 wurden zusätzlich bei 20 Einzelpflanzen die löslichen RKH bestimmt. Dabei kamen die sechs dicksten Wurzeln einer Pflanze auf 10 bis 15cm gekürzt zur Auswertung, da ansonsten vor allem im August die Ausbeute an Wurzelsaft für eine Messung nicht ausreichend gewesen wäre.
Die Behandlungen bezüglich Bewässerung, Düngung etc. erfolgten in Verantwortung des Anbauers, da die Versuchsanlage im Anzuchtbeet integriert war.
Bei den jeweils gleichen Schlägen und Terminen wie bei der Erfassung des Wachstums wurde das Laub der Spargelsämlinge vollständig manuell mit einer Gartenschere entfernt.
| ↓20 |
Der Umfang der Pflanzen umfasste vier Wiederholungen mit je 15 Pflanzen. Am letzten Krautschnitttermin im November wurde zusätzlich festgehalten, wie stark die Sämlinge wieder durchgetrieben hatten, bei denen zu früheren Zeiten das Kraut entfernt worden war.
Im darauf folgendem Frühjahr 2002 und 2003 wurden die noch in der Winterruhe befindlichen Pflanzen mit der Grabgabel gerodet. Die Auswertung der dann einjährigen Spargeljungpflanzen fand nach den Kriterien Anzahl der Wurzeln, FM der Pflanzen sowie der löslichen RKH statt. Als Vergleich dienten Pflanzen, bei denen der Vermehrer das Kraut praxisüblich im Winter abgeschlegelt hatte.
Zur Ermittlung des Zuwachses einjähriger Spargeljungpflanzen sind im Jahr 2001 in 10l-Gefäßen mit Blumenerde jeweils am Ende der Monate Mai bis Oktober fünf Pflanzen entnommen und bezüglich der Laub- und Kronenmerkmale ausgewertet worden. Um Schwankungen der Masse durch eine mögliche unterschiedliche Wasserversorgung zu den einzelnen Terminen auszuschließen, wurde neben der Bestimmung der FM auch die TM der einzelnen Pflanzenteile ermittelt.
| ↓21 |
Im Jahre 2003 erfolgte eine vergleichbare Untersuchung, allerdings mit leichten Modifikationen. Die Kultivierung fand in Mutterboden statt. Pro Termin wurden jeweils zehn Pflanzen einschließlich des Gehaltes an löslichen RKH ausgewertet. Auf die Bestimmung der TM konnte aufgrund der Erfahrungen aus 2001 verzichtet werden.
Den Untersuchungen der Zusammenhänge verschiedener Merkmale im ersten Standjahr der Spargelpflanzen lagen Ergebnisse von Gefäßversuchen zu den verschiedenen Versuchsfragen aus den Jahren 2002 und 2003 zugrunde. Es handelte sich dabei um Mittelwerte aus jeweils fünf Einzelpflanzen von 15 Varianten in 2002 und 25 Varianten in 2003. Die Bestimmung der Wurzelmerkmale erfolgte im Herbst.
Im Jahr 2003 kamen nicht alle Pflanzen der Gefäßversuche aus 2002 zur Ernte. Darum standen für die Korrelationsberechnungen einer simulierten Ernte als Grünspargel 12x5 Pflanzen zur Verfügung.
| ↓22 |
Bei den Auswertungen der Gefäßversuche 2002 sind bei 55 Einzelpflanzen im Herbst jeweils drei Wurzeln entnommen worden. Diese Wurzeln wurden einzeln auf den Gehalt an löslichen RKH untersucht. In die weitere Auswertung der entsprechenden Versuche kamen dann die Mittelwerte dieser drei Einzelproben. Für die Beurteilung der Genauigkeit einer Messung der löslichen RKH sind die Differenzen des jeweiligen minimalen und maximalen Einzelwertes der Spargelwurzeln einer Pflanze herangezogen worden.
Eine ähnliche differenzierte Auswertung wurde auch bei weiteren insgesamt 100 Pflanzen aus verschiedenen Gefäßversuchen 2002 und 2003 pro Pflanze angewendet. Allerdings kamen hierbei nur zwei Proben, jedoch mit jeweils zwei Wurzeln pro Einzelprobe, zur Messung.
Die meisten Pflanzen der unterschiedlichen Versuche wurden im Herbst 2002 zur Bestimmung des Kronenzuwachses gerodet und z.T. zur Beerntung in 2003 wieder eingepflanzt. Im nicht gerodeten Ausbau befanden sich jeweils fünf Pflanzen der beiden Jungpflanzenherkünfte 6 und 7, die ebenfalls in 2003 beerntet wurden. Somit war es möglich, in einer zweifakto–riellen Auswertung deren Ernte- und Nacherntemerkmale mit den Ergebnissen der vergleichbaren Pflanzen des Herkunftsversuches zu vergleichen.
| ↓23 |
Im Jahr 2003 wurden parallel zu den Gefäßen mit unterschiedlichen Pflanzmassen und einem simulierten Wurzelverlust vor der Pflanzung die gleichen Varianten im Mutterboden am Standort Böhl gepflanzt. Vor der Pflanzung erfolgte eine Lockerung des Bodens auf Spatentiefe. Die Abstände der insgesamt 20 Einzelpflanzen zuzüglich Randpflanzen jeweils am Anfang und Ende der Doppelreihe betrugen 30cm, die Pflanztiefe 10cm. Die Kulturführung (Düngung, Pflanzenschutz etc.) im Freiland und Gefäßen erfolgte vergleichbar. Die Kontrolle der Bodenfeuchte mittels Tensiometer zeigte einen geringeren Bedarf an Bewässerungsmaßnahmen, der entsprechend berücksichtigt wurde.
Die Rodung der Pflanzen erfolgte im Herbst mit einem Spaten. Da sich die unterschiedlichen Einzelpflanzen in direkter Nachbarschaft befanden, war eine komplette Rodung der Wurzeln nicht möglich. Wurzeln bzw. deren Teile, die durch die Rodemaßnahmen vom Rhizom abgetrennt wurden, konnten nicht eindeutig einer Pflanze zugeordnet und mußten daher verworfen werden.
Die ersten Untersuchungen galten dem Ausgangsmaterial. Hierfür wurden einzelne Kriterien für das Pflanzgut herangezogen. Um mögliche Effekte durch den Verlust an Wasser zu verhindern, geschah die Massenbestimmung der frisch gerodeten Pflanzen innerhalb von zwei Tagen. Um zusätzlich die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde anhaftende Erde weitgehend abgeschüttelt.
| ↓24 |
Bei einer Herkunft erfolgte die Erfassung der FM bei 400 Jungpflanzen über alle drei Versuchsjahre. Zusätzlich wurden in 2002 jeweils 400 Spargeljungpflanzen aus zufällig ausgewählten Säcken von sieben Vermehrern miteinander verglichen. Dabei stammten zwei Pflanzenpartien aus den Niederlanden, die restlichen fünf aus Südhessen. Bei 40 zufällig ausgewählten Pflanzen dieser Herkünfte wurde die Anzahl der Wurzeln und der Gehalt an löslichen RKH ermittelt. Dieses geschah auch in 2003, wobei die zwei Partien aus den Niederlanden durch Pflanzen zweier Vermehrer aus Südhessen ersetzt wurden. Hier erfolgte auch eine Bestimmung des Nährstoffgehaltes der Kronen anhand zweier Wiederholungen mit je fünf Pflanzen.
Im Versuchsjahr 2001 wurden auf dem Feld in Dudenhofen mit Pflanzen zweier Herkünften Versuche zur Pflanzgröße und Tauchbehandlungen in Fungizidlösungen angelegt. Zur Auswertung der Herkünfte kamen jeweils die Parzellen, bei denen die Pflanzen ein Pflanzgewicht von etwa 100g pro Pflanze hatten und nicht getaucht waren. Als dritte Herkunft des Vorversuches dienten Pflanzen des Praxisbetriebes aus vier Parzellen im direkten Umfeld der Versuchsparzellen.
Der Versuchsumfang im Freiland betrug im Jahre 2002 bei den sieben Herkünften auf zwei Standorten vier Wiederholungen mit jeweils 40 Pflanzen pro Parzelle, was eine Gesamtzahl von 7x2x4x40 = 2.240 Pflanzen ergibt. Die Einzelparzellen waren vollständig randomisiert. Um den Versuch und mögliche Effekte nicht nur auf die Pflanzmasse zu reduzieren, wurden Pflanzen unter 50g gemäß den gängigen Vorgaben aus der Praxis (ZIEGLER 2002) im Vorfeld aussortiert. Die Auswertungen fanden jeweils im Sommer und Herbst des Pflanzjahres statt (Tabelle 3).
| ↓25 |
|
Auswertung | ||||||
|
Sommer |
Herbst | |||||
|
2001 |
3, 7 und 10 |
Dudenhofen |
4 x 15 |
14.04.01 |
06.08.01 |
31.10.01 |
|
Wiesental |
04.04.02 |
10.06.02 |
09.11.02 | |||
|
Erpolzheim |
11.04.02 |
15.06.02 |
05.11.02 |
Da neben dem Aufwuchs auch die Gesamtentwicklung der Wurzeln ermittelt werden sollte, kamen in 2002 für diesen Versuch Gefäße mit 25 Litern Volumen zum Einsatz. Die ausgesuchten Einzelpflanzen wiesen alle einen ähnlichen Habitus auf, wobei die Masse von etwa 100g pro Pflanze den wichtigsten Faktor darstellte. Bei jeder Pflanze standen die genauen Werte der Ausgangskriterien Masse, Anzahl der Wurzeln und Gehalt löslicher RKH zur Verfügung. Die Pflanzung erfolgte am Standort Böhl am 27.03.2002 (Tabelle 4).
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Auswertung | ||||||
|
Sommer |
Herbst | |||||
|
2002 |
1 -7 |
25l |
Mutterboden |
27.03.02 |
14.06.02 |
Laub: 31.10.02 |
| ↓26 |
Im Freiland sind jeweils drei Pflanzenmassen zum Einsatz gekommen, wobei die Einteilung 50, 100 und 150g pro Pflanze war. Die Auswertungen nach Trieblänge im Sommer fanden im Jahr 2001 im August, in den Jahren 2002 und 2003 schon im Juni statt. Im Herbst wurde neben dem Krautaufwuchs zusätzlich mit 20 Wurzelproben pro Masseneinheit der Gehalt an löslichen RKH in den Wurzeln bestimmt. Die Pflanzung in Schifferstadt erfolgte per Hand, ansonsten kamen praxisübliche Pflanzmaschinen zum Einsatz.
Die Versuche zu den Wurzelverlusten wurden auf den gleichen Schlägen und damit zu identischen Bedingungen wie die Versuche zu den Pflanzenmassen durchgeführt.
Im Jahr 2001 erhielten die Pflanzen ihre Verluste, indem bei der Vorgabe von –25% entsprechend viele Wurzelteile entfernt wurden. Hierzu wurden die Jungpflanzen auf einen Tisch gelegt, die Wurzeln in zwei Teile nach links und rechts separiert und entsprechend auf einer Seite bei der Hälfte der Gesamtwurzellänge ein Schnitt durchgeführt. Die Masse reduzierte sich auf diese Art nicht komplett um die vorgegebenen 25%, sondern durch die Eigenmasse des Rhizoms von rund 100 auf etwa 80g pro Pflanze.
| ↓27 |
In den Jahren 2002 und 2003 erfolgte die Reduktion genau anhand der Gesamtmasse, bei einer Vorgabe von –50% also von 100 auf 50g pro Pflanze. Dabei wurden die Schnitte etwa bei der Hälfte der durchschnittlichen Wurzellänge durchgeführt. Das Versuchsjahr 2002 enthielt die Varianten –25 und –50%, 2003 nur –50% (Tabelle 5).
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Auswertung | ||||||
|
Sommer |
Herbst | |||||
|
2001 |
50g |
Dudenhofen |
4 x 15 |
14.04.01 |
06.08.01 |
31.10.01 |
|
2002 |
50g |
Schifferstadt |
4 x 20 |
27.03.02 |
12.06.02 |
12.11.02 |
|
2003 |
50g |
Weisenheim |
4 x 20 |
25.03.03 |
21.06.03 |
28.10.03 |
Im Jahr 2001 geschah die Einteilung mit 35, 70, 105 und 140g pro Pflanze im Vergleich zum Freiland unterschiedlich. In den Folgejahren waren die verwendeten Pflanzenmassen exakt mit den Freilandversuchen identisch (Tabelle 6). Als Gefäßgröße sind ab 2002 Container mit 25l zum Einsatz gekommen. Der Einfluss von Wurzelverlusten wurde erst ab 2002 mit einem Wert von -50% bei den Gefäßen untersucht.
| ↓28 |
Im Jahr 2003 sollte zusätzlich der Unterschied des Wachstums im Freiland und in Gefäßen verglichen werden. Hierzu wurden am Standort in Böhl zu zwei Terminen jeweils fünf Pflanzen pro Variante in Gefäßen und gewachsenem Boden eingepflanzt.
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Auswertung | ||||||
|
Sommer |
Herbst | |||||
|
2001 |
35g |
10l |
Blumenerde |
16.03.01 |
10.06.01 |
29.11.01 |
|
2002 |
02.04.02 |
14.06.02 |
Laub: 04.11.02 | |||
|
13.03.03 | ||||||
|
28.03.03 |
Im Jahre 2002 wurden 20 Pflanzen in 25l-Gefäßen gesetzt, bei denen bei gleicher Pflanzmasse (70g pro Pflanze) Unterschiede in dem Gehalt löslicher RKH zu vermuten waren. Als Ausgangsmaterial dienten jeweils fünf Pflanzen der vier unterschiedlichen Krautschnitttermine bei Spargelsämlingen aus dem Jahre 2001 (vgl. Kapitel 2.4.2). Der genaue Gehalt an löslichen RKH wurde zur Pflanzung bei jeder Einzelpflanze ermittelt.
| ↓29 |
Ähnliches geschah auch im Jahr 2003 (Tabelle 7). Allerdings fielen die Pflanzenmassen der Jungpflanzen aus den Versuchen zu den unterschiedlichen Krautschnittterminen bei Sämlingen im Jahr 2002 deutlich geringer aus, so dass 50g pro Pflanze als Ausgangsmaterial festzusetzen war. Auf Pflanzen mit dem Krautschnitttermin Anfang August wurde in 2003 verzichtet, da bei dieser Variante nur eine Pflanze mit einer Pflanzmasse von 50g pro Pflanze im Frühjahr 2003 zu finden und nach den Ergebnissen des Vorjahres kein Unterschied im Gehalt an löslichen RKH im Vergleich zu einem Krautschnitt Anfang November gegeben war. Die Anzahl der Versuchspflanzen bei den drei Stufen zum Gehalt an löslichen RKH wurde auf 13 heraufgesetzt.
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Auswertung | ||||||
|
Sommer |
Herbst | |||||
|
2002 |
0 (August) |
5 x 1 |
70 g |
27.03.02 |
14.06.02 |
Laub: 31.10.02 |
|
2003 |
1 (September) |
13 x 1 |
50 g |
13.03.03 |
19.06.03 |
Laub: 27.10.03 |
Bei den Versuchen in 2001 am Standort Dudenhofen wurden neben der Kontrolle zwei unterschiedliche Fungizide eingesetzt. Hierbei handelte es sich um die Mittel ‚Sportak Alpha‘ (Wirkstoffe: 80g/l Carbendazim + 300 g/l Prochloraz) und ‚Derosal‘ (Wirkstoff: 360 g/l Carbendazim) mit einer Konzentration von jeweils 0,2%. Die Pflanzen wurden in einem Eimer mit 10l Fungizidbrühe für 15 Minuten kurz vor der Pflanzung getaucht. Als weitere Versuchsfrage sollte eine Warmlagerung der Jungpflanzen vor der Pflanzung untersucht werden. Hier–zu wurden die Versuchspflanzen für fünf Tage in einer Halle bei 10-15°C und anschließend weitere fünf Tage bei Raumtemperatur (ca. 20°C) aufbewahrt. Als Anzahl Pflanzen pro Parzelle dienten 15 Stück (Tabelle 8).
| ↓30 |
|
Auswertung | |||||
|
Sommer |
Herbst | ||||
|
Kontrolle (ohne) |
Dudenhofen |
4 x 15 |
14.04.01 |
06.08.01 |
31.10.01 |
Im Jahr 2002 sind die Versuche zur Jungpflanzenbehandlung erweitert worden. Zum einen sollten unterschiedliche Mittel zur Tauchung vor der Pflanzung überprüft werden. Neben der Standardbehandlung mit ‚Sportak Alpha‘ mit 0,2% kam das Fungizid ‚Switch‘ (Wirkstoffe: 375 g/kg Cyprodinil + 250 g/kg Fludioxinil) mit den Konzentrationen 0,1 und 0,2% zum Einsatz. Darüber hinaus wurde ein Teil der Pflanzen in Wasser unter Zugabe eines Pflanzenstärkungsmittels (PStM) auf Basis unspezifischer Mikroorganismen (‚Terra Biosa‘; 2%ige Lösung) getaucht. Zusätzlich erfolgte eine Prüfung der Wechselwirkungen einer kurzzeitigen Lagerung für fünf Tage bei unterschiedlichen Temperaturen aller Varianten und einer Tauchbehandlung mit ‚Sportak Alpha‘ vor der Warmlagerung (Tabelle 9).
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Auswertung | |||||
|
Sommer |
Herbst | ||||
|
4°C | |||||
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15°C | |||||
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Tauchung mit ‚Sportak Alpha‘ 0,2% vor der Lagerung |
15°C |
| ↓31 |
Im Jahre 2003 erfolgte ein weiterer Tauchversuch am Standort Gerolsheim (Tabelle 10). Auf dem schwererem Boden im direktem Nachbau kamen unterschiedliche Mittel zur Jungpflanzentauchung zum Einsatz. Neben ‚Sportak Alpha‘ und ‚Switch‘ wurde als weiteres Mittel ‚Flamenco‘ (Wirkstoffe: 54 g/l Fluquincoazol + 174 g/l Prochloraz) mit jeweils 0,2% geprüft. Die unbehandelte Kontrolle erhielt eine Ergänzung, indem Pflanzen wie bei den Beizvarianten für 15 Minuten getaucht wurden, hier jedoch nur in klarem Wasser (ohne PStM).
|
Auswertung | |||||
|
Sommer |
Herbst | ||||
|
Kontrolle (ohne) |
Gerolsheim |
4 x 20 |
02.04.03 |
21.06.03 |
28.10.03 |
Bei den Gefäßversuchen bezüglich der Beizung wurden in 2002 jeweils fünf Pflanzen (50g pro Pflanze) in 10l-Gefäßen gepflanzt. Diese sind vor der Pflanzung für einige Tage in einem geschlossenen Plastikbeutel und zugeführter Feuchtigkeit bei 15°C inkubiert worden. Nachdem gut sichtbar die Wurzeln vornehmlich mit Penicillium ssp. befallen waren (BAUERMANN 2002), erfolgte die Behandlung. Zum Einsatz kamen neben der unbehandelten Kontrolle das Mittel ‚Switch‘ mit 0,2% sowie Wasser mit einem Zusatz eines PStM mit 2% (Tabelle 11).
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Auswertung | ||||
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Sommer |
Herbst | |||
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Kontrolle (ohne) |
Mutterboden |
20.04.02 |
14.06.02 |
Laub: 05.11.02 |
In 2003 erfolgte die Prüfung einer Behandlung mit ‚Sportak Alpha‘ bei 100-g-Pflanzen in Containern zu 25l (Tabelle 12). Nach der Pflanzung wurde die Hälfte der Versuchspflanzen mit Vlies, die andere Hälfte mit weißer Folie für zehn Tage abgedeckt, um unterschiedliche Temperaturen nach der Pflanzung zu simulieren. Nachdem jeweils die ersten Triebe erschienen, sind die Abdeckungen entfernt worden, um ein normales Wachstum zu ermöglichen.
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Auswertung | |||||
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Sommer |
Herbst | ||||
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Vlies | |||||
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Weiße Folie |
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Um den Einfluss einer unterschiedlich langen Lagerung bzw. des Pflanztermins zu erfassen, erfolgte von Mitte März bis Mitte Mai 2003 im Abstand von jeweils zwei Wochen die Pflanzung von fünf Pflanzen gleicher Ausgangsware (etwa 100g) in 25l-Gefäßen (Tabelle 13). Dabei konnte z.T. auf andere Versuche zurückgegriffen werden, in denen entsprechende Pflanzen enthalten waren. Die Lagerung der zum gleichen Zeitpunkt gerodeten Ware erfolgte in einer Halle bei einer Temperatur von ca. 15°C trocken und dunkel in einem geschlossenen Plastikbeutel. Ab Mitte April erhielten die verbliebenen Pflanzen eine Tauchbehandlung mit ‚Sportak Alpha‘, um Schimmelbildung während der Lagerung zu vermeiden. Vor der jeweiligen Pflanzung kamen die relativ trockenen Kronen für 15 Minuten in Wasser, um die Feuchtigkeitsverluste durch die Lagerung auszugleichen.
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Auswertung | |||
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Sommer |
Herbst | ||
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13.03.03 (aus Versuch „Pflanzmassen“) |
Mutterboden |
19.06.03 |
Laub: 27.10.03 |
Weitere Pflanzen lagerten feucht und dunkel bei etwa 20°C, um das Triebwachstum zu stimulieren. Bei der Länge von ca. 10cm wurden die Triebe ausgebrochen. Zur Pflanzung Mitte April kamen jeweils fünf Pflanzen, die während der Lagerung 0, 2, 4 oder 6 Triebe verloren hatten (Tabelle 14). Bei der Variante mit einem Verlust von 6 Trieben war es notwendig, 1-2 Triebe erst nach der Pflanzung zu entfernen, da diese bei der Lagerung noch nicht ausreichend Triebe gebildet hatten.
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Auswertung | |||
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Sommer |
Herbst | ||
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0 (Kontrolle) |
Mutterboden |
19.06.03 |
Laub: 27.10.03 |
Die Varianzanalysen wurden mit dem Programm SUPERANOVA an der Forschungsanstalt Geisenheim durchgeführt. Die Grenzdifferenz (HSD) wurde mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% mit dem TUKEY-Test ermittelt. Zur besseren Übersicht sind signifikante Gruppen bei Versuchen mit mehreren Versuchsgliedern zusätzlich mit Buchstaben gekennzeichnet.
Die Ermittlung der Häufigkeitsverteilungen des Gewichtes der Jungpflanzen unterschiedlicher Vermehrer erfolgte mit dem Programm UNISTAT an dem Versuchsbetrieb des DLR Rheinpfalz Queckbrunnerhof.
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Die Korrelationsanalysen wurden mit EXCEL mit Kurvenanpassungen nach linearen, exponentiellen oder polynomischen Funktionen durchgeführt.
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