Bardt, Tillman: Multimodales zerebrales Monitoring bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma

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Kapitel 2. Fragestellungen und Zielsetzungen

Die Schwerpunkte der vorliegenden Arbeit sind einerseits die Entwicklung eines multimodalen zerebralen Monitoringsystem (Multimodal Cerebral Monitoring, MCM) und andererseits seine klinische Erprobung durch den Vergleich der verfügbaren Methoden zur Überwachung der zerebralen Oxygenierung. Darüber hinaus sollen verschiedene Aspekte der Pathophysiologie der zerebralen Sauerstoffversorgung bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma untersucht werden.

2.1 Multimodales zerebrales Monitoring

    Das Ziel ist die Entwicklung und klinische Erprobung eines computergestützten Systems zur

von physiologischen Meßdaten auf einer neurochirurgischen Intensivstation. Das System soll über kompatible Schnittstellen zu den verschiedenen Monitoring-Geräten verfügen. Die gespeicherten Meßdaten der Monitoring-Geräte sollen für nachfolgende statistische Analysen erhalten werden. Anhand dieser Daten sollen zunächst die noch in der Erprobung befindlichen Systeme der Hirngewebe-PO2-Messung und der Nah-Infrarot Spektroskopie zur Überwachung der zerebralen Oxygenierung hinsichtlich ihrer klinischen Verwendbarkeit geprüft werden. Anschließend sollen die gespeicherten Meßdaten zur Untersuchung der Pathophysiologie der zerebralen Oxygenierung nach schwerem Schädel-Hirn-


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Trauma verwendet werden.

Weiterhin soll das multimodale zerebrale Monitoring eine Übersicht über alle verfügbaren Monitoringparameter bieten und damit möglicherweise bed-side als eine therapeutische Entscheidungshilfe dienen.

2.2 Monitoring der zerebralen Oxygenierung - Methodenvergleich

Die drei verfügbaren Methoden zur kontinuierlichen Überwachung der zerebralen Oxygenierung jugularvenöse Oxymetrie, Nah-Infrarot Spektroskopie und Hirngewebe-PO2-Messung werden hinsichtlich folgender Aspekte untersucht:

2.3 Die Untersuchung der zerebralen Oxygenierung nach einem schwerem Schädel-Hirn-Trauma

Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der zerebralen Oxygenierung nach schwerem Schädel-Hirn-Trauma. Die Fragestellungen im Einzelnen lauten:

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen dazu dienen, eine zuverlässige Methode zur Überwachung der zerebralen Oxygenierung als festen Bestandteil des multimodalen zerebralen Monitoring zu etablieren. Neue Erkenntnisse über die Pathophysiologie der zerebralen Oxygenierung sollen bestehende Therapieformen validieren und zu der Entwicklung neuer therapeutischer Strategien beitragen.


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Wed Aug 14 15:13:46 2002