| Bergann, Anna : Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichs von pränatalen sonographischen und autoptischen Untersuchungsergebnissen in der fetalen Diagnostik |
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Auf der Grundlage pränatal-sonographischer Befunde werden bei schweren, nichttherapierbaren Fehlbildungen vorzeitige Schwangerschaftsbeendigungen durchgeführt. Die genannten Differenzen erschweren die Überprüfung der pränataldiagnostischen Befunde durch die Autopsie. Ziel muss es sein, die Ursachen für Fehldiagnosen zu analysieren. Da sich hinter jedem Befund ein Fall und damit eine betroffene Patientin mit einem ungeborenen Kind verbirgt, besteht dringender Bedarf, die interdisziplinäre Arbeit kritisch zu beleuchten, um den Anteil von Fehldiagnosen zu verringern. Zusätzlich unterscheiden sich die Ergebnisse bei allen verglichenen Studien für identische Befunde so stark, daß der prozentuale Anteil von falsch-positiven und falsch-negativen Befunden de facto zu hoch ist.
Bei den umfangreichen Recherchen wurde keine Studie gefunden, die eine Katalogisierung der möglichen Fehlerfaktoren auf die erhobenen Diagnosen hin vornimmt und deren Einfluss untersucht hat. Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit sämtliche auftretende Fehlbildungen auf einen Zusammenhang zu detaillierten Kategorien von Fehlerursachen untersucht. Diese Fehlerursachen werden auf ihre Relevanz für die Diagnosefindung geprüft, um nicht beeinflußbare (z.B. technische) von beeinflußbaren (z.B. organisatorischen, ausbildungsabhängigen) Ursachen zu unterscheiden und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Die Arbeit verfolgt dabei folgende Zielstellungen:
Die zu erstellenden Fehlerkategorien werden für eine Fallgruppe angewendet und deren Häufigkeit ausgewertet. Falsch-positive und falsch-negative Befunde sollen ihrer Bedeutung entsprechend im Kontext des Vergleichs analysiert werden.
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Anhand der Obduktionsfälle des Jahres 2000 (119 Feten aus der 13.-36. SSW) am Institut für Pathologie der Charité Berlin soll die Durchführbarkeit der Methode geprüft werden.25
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