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6.  Schlussfolgerung

Wir kommen zu dem Ergebnis, das die kardiovaskulären und metabolischen Wirkungen des Noradrenalin- und Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers Sibutramin durch eine komplexe Interaktion von peripheren und zentral-nervösen Effekten zustande kommen. Bei jungen, gesunden Probanden mit niedriger sympathischer Nervenaktivität könnte die periphere Wirkung von Sibutramin überwiegen. Der Blutdruck und der Energieverbrauch steigen an. Dagegen tritt bei akuter Aktivierung des sympathischen Nervensystems ein zentral-nervös vermittelter, hemmender Effekt auf: Der Blutdruckanstieg durch sympathische Stimulation mittels autonomer Reflextests wird gedämpft. Wenn die sympathische Aktivität auch in Ruhe erhöht ist, wie bei vielen adipösen, hypertensiven Patienten,[37,38] könnte diese „Clonidin-artige“ Wirkung überwiegen. Diese Hypothese muss formal weiter untersucht werden.


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11.11.2004