[Seite 11↓]

Material und Methoden

Alle Untersuchungen fanden an Mehrschicht-Computertomographen (Aquilion, Toshiba Medical Systems Europa, Zoetermeer, Niederlande) statt. Während der Studiendauer standen Geräte mit vier, acht und sechzehn Detektor-Zeilen zur Verfügung. Für die Studie lag ein positives Votum der lokalen Ethikkommission vor.

Vor der CTP wurde regelhaft eine nicht kontrastmittelverstärkte CT des Kopfes (CCT) in Inkrementaltechnik durchgeführt.

Für die CTP wurde folgendes Protokoll verwendet: Kontrastmittelinjektion (Volumen / Fluss) 40 ml / 5 ml/s bzw. 50 ml / 7,2 ml/s, 5 – 7 s Startverzögerung, 30 – 45 s Untersuchungsdauer, Untersuchungsvolumen in Höhe der Basalganglien, 4 x 8 mm Kollimation, 120 kV, 150 mAs, 1 s Rotationszeit, 240 mm Gesichtsfeld (FOV), Matrix 512 x 512 Bildpunkte, Niedrigkontrastfilter (FC 22), 1 s Rekonstruktionsinkrement. Aus den Daten der CTP wurden mit Hilfe einer vom Hersteller des CT-Scanners implementierten Software (CBP-Study, Toshiba Medical Systems Europa, Zoetermeer, Niederlande) unter Nutzung eines parametrischen Dekonvolutionsalgorithmus quantifizierbare Parameterbilder der zerebralen Blutperfusion (CBP), des zerebralen Blutvolumens (CBV) und der mittleren Transitzeit (MTT) berechnet.

Die Auswertung erfolgte verblindet durch zwei Neuroradiologen hinsichtlich der Bildqualität und des Vorliegens einer Perfusionsstörung, welche dann quantifiziert und volumetrisch erfasst wurde. Die Ergebniskontrolle der CTP erfolgte mittels klinischer und bildgebender Verlaufskontrollen.

Für die CTA wurde folgendes Protokoll verwendet: Kontrastmittelinjektion Volumen 80 - 120 ml, Fluss 4 ml/s, manueller Scanstart bei Detektion des Kontrastmittels (KM) in Höhe der Bifurkation im so genannten Sure-Start-Modus, Untersuchungsvolumen vom Zwischenwirbelraum der Halswirbel 4/5 bis zum Scheitel, 4 x 1 mm, 8 x 1 mm, 16 x 1 mm Kollimation, 120 kV, 150 mAs, 0,75 – 0,94 Pitch, 0,5 s Rotationszeit, 240 mm FOV, Matrix 512 x 512 Bildpunkte, Niedrigkontrastfilter (FC 43), 0,8 mm Rekonstruktionsinkrement, 1 mm effektive Schichtdicke. Neben den Einzelbildern wurden zwei- und dreidimensionale Bildrekonstruktionen von drei Neuroradiologen beurteilt und mit den Ergebnissen anderer bildgebender Modalitäten (MRA, DSA, Doppler-US) verglichen.

Alle Patienten erhielten vor Untersuchungsbeginn einen wismuthaltigen, gummiummantelten Linsenschutz (AttenuRad, F & L Medical Products Co, Vandergrift, USA).

In die CTP-Studie wurden im einem Zeitraum zwischen August 2000 und November 2002 52 Patienten (19 Frauen, 33 Männer, Altersspanne 34 – 89 Jahre) mit klinischen Zeichen einer akuten territorialen Ischämie sowie fehlender Infarktdemarkierung in der nativen CT [Seite 12↓]eingeschlossen. Die CTP wurde im Mittel 3:22 Stunden nach Symptombeginn durchgeführt.

Das Protokoll für die CTA wurde initial bei zwölf Patienten (6 Frauen, 6 Männer, Altersspanne 33 – 89 Jahre) mit klinischen Zeichen einer akuten zerebrovaskulären Insuffizienz angewandt, um die Eignung des Protokolls in der klinischen Routine zu prüfen.

In einer Folgestudie wurden zwischen Januar 2000 und Januar 2001 insgesamt 45 Patienten (18 Frauen, 27 Männer, Altersspanne 25 – 89 Jahre) mit akuten Zeichen entweder einer arteriellen oder venösen zerebrovaskulären Erkrankung mit der CTA untersucht. Klinische Zeichen einer akuten hemisphäriellen Ischämie lagen bei 29 dieser Patienten vor, eine Ischämie im vertebro-basilären Stromgebiet wurde bei 12 Patienten verdächtigt und bei 4 Patienten bestand der Verdacht auf eine Sinusvenenthrombose.

Wenn nicht anders angegeben, wurden alle kalkulierten Zahlen als Mittelwert ± Standardabweichung notiert. Der t-Test für verbundene und unverbundene Stichproben wurde zur Ermittlung statistisch signifikanter Unterschiede eingesetzt (Signifikanzniveau p<0,05). Korrelationen wurden mit Hilfe des Korrelationskoeffizienten nach Pearson berechnet.


© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
DiML DTD Version 3.0Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML-Version erstellt am:
11.03.2005