Braumann, Chris : Der Einfluss der intraperitonealen und intravenösen Applikation von Taurolidin und der Kombination von Taurolidin/Heparin in der laparoskopischen und konventionellen Chirurgie auf das intra- und extraperitoneale Tumorwachstum bei Ratten.

Kapitel 2. Zielstellung

In einem Tierexperiment sollen die beiden Substanzen Taurolidin und Heparin hinsichtlich ihrer tumorsupprimierenden Eigenschaften beim Colonkarzinom untersucht werden. Hierbei soll sowohl die Applikationsform (intraperitoneal versus systemisch versus der Kombination aus intraperitoneal und systemisch) als auch der Wirkungsort (lokale intraperitoneale Metastasen versus subkutaner Fernmetastasen) analysiert werden. Da im klinischen Alltag Tumoroperationen sowohl konventionell (Laparotomie) als auch laparoskopisch (Insufflation von Kohlendioxid) durchgeführt werden, sollen in diesem Experiment zusätzlich in zwei Armen beide Operationstechniken in Kombination mit der Therapie aus Taurolidin beziehungsweise der Kombination aus Taurolidin und Heparin analysiert und verglichen werden.

Hierzu wurde ein Rattenmodell (BD IX Ratte) verwendet, welches in mehreren Vorexperimenten validiert wurde und sich für die Untersuchung von Tumorwachstum und möglichen Therapien eignet [43,44,46,47]. Alle Ratten erhielten eine sterile Injektion von 104 Colonkarzinonzellen (DHD/K12/TRb) intraperitoneal sowie subkutan am Rücken, um lokales intraperitoneales Tumorwachstum und das Wachstum einer Fernmetastase im


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Subkutangewebe untersuchen zu können. Anschließend wurden die Tiere zunächst in zwei Operationsgruppen unterteilt: Laparoskopie unter Verwendung von Kohlendioxid (30 min., 8 mmHg) versus medianer Laparotomie und Verschluß nach 30 Minuten. In jeder Operationsgruppe wurden nun die unterschiedlichen Kombinationen und Applikationsformen der Substanzen getestet und verglichen. Hierdurch sollten sowohl der Einfluss der Applikationsart, der Substanzenkombination sowie mögliche synergistische Effekte analysiert werden.

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Wed Oct 16 17:04:23 2002