| Brösing, Andreas: Die Magenstrukturen der Brachyura (Crustacea, Decapoda): Morphologie und phylogenetische Bedeutung |
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In die vorliegende Studie wurden 66 Arten aus 27 Familien der Brachyura sowie zwei Außengruppenvertreter (Orconectes limosus und Lithodes maja) einbezogen.
Tab. 1: Artenliste, MNHN - Musèum national d‘Histoire naturelle ; MB - Musèum national d‘Histoire naturelle ; SMF - Senckenbergmuseum Frankfurt; FSBC - Florida Marine Research Institute, St. Petersburg, Florida; AMS - Australian Museum Sydney; ZMUC - Zoological Museum Copenhagen; ZMB - Zoologisches Museum Berlin; QM - Queenslandmuseum Brisbane; p.S. - persönliche Sammlung
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Arten / Autor |
Museum / Registrierungs-Nummer |
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Dromia spinirostris Miers, 1881 |
p. S. |
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Dromia wilsoni Fulton and Grant, 1902 |
MNHN-B. 26255 |
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Dromia personata (Linnaeus, 1758) |
SMF 9685 |
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Lauridromia intermedia Laurie, 1906 |
MP-B. 26370 |
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Hypoconcha spinosissima Rathbun, 1933 |
FSBC I 48297 EJ67063 |
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Dynomene praedator A. Milne Edwards, 1879 |
MNHN-B. 6903 |
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Dynomene filholi Bouvier, 1894 |
p. S. |
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Paradynomene tuberculata Sakai, 1963 |
MP-B. 26608 |
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Dagnaudus petterdi (Grant, 1905) |
AMS P 53426 |
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Homola barbata (Fabricius, 1793) |
SMF 14939 |
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Homola ranunculus Guinot and Richer de Forges, 1995 |
MNHN-B. 19869 |
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Paramola cuvieri (Risso, 1816) |
p. S. |
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Latreillia valida de Haan, 1839 |
ZMB 27446 |
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Latreillia metanesa Williams, 1982 |
ZMB 27447 |
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Cymonomus granulatus (Thompson, 1873) |
p. S. |
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Ranina ranina (Linneaeus, 1758) |
MNHN-B. 16183 |
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Raninoides bouvieri Carpat, 1951 |
MNHN-B. 16176 |
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Raninoides hendersoni Chopra, 1933 |
MNHN-B. 13401 |
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Raninoides personatus Henderson, 1888 |
MP-B. 11558 |
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Lyreidus tridentatus de Haan, 1841 |
MNHN-B. 13368 |
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Lyreidus brevifrons Sakai, 1937 |
MP-B. 18959 |
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Lyreidus channeri Wood-Mason, 1887 |
MP-B. 11562 |
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Notopoides latus Henderson, 1888 |
MP-B. 18964 |
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Carpilius convexus (Forskål, 1775) |
MP-B. 7669 |
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Leptodius sanguineus H. Milne Edwards, 1834 |
ZMB 15618 |
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Portunus depurator (Linnaeus, 1758) |
ZMB 16417 |
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Portunus pelagicus (Linnaeus, 1758) |
p. S. |
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Carcinus maenas Linnaeus, 1758 |
Zool. Lehrsammlung, HU-Berlin |
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Callinectes sapidus Rathbun, 1896 |
p. S. (Tarpon Bay, Florida) |
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Calappa granulata (Linnaeus, 1758) |
SMF 6025 |
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Dorippe sinica Chen, 1980 |
SMF 15134 |
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Medorippe lanata (Linnaeus, 1767) |
ZMUC CRU-4405 |
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Potamonautes lirrangensis (Rathbun, 1904) |
ZMUC CRU-4406 |
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Ilia spinosa Miers, 1881 |
ZMUC CRU-4407 |
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Philyra variegata (Fabricius, 1798) |
ZMUC CRU-4408 |
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Philyra laevis (Bell, 1855) |
p. S. (Philipp Island, Australien) |
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Leucosia anatum Herbst, 1783 |
p. S. (Philipp Island, Australien) |
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Parthenope notialis Holthuis und Manning, 1981 |
ZMUC CRU-4409 |
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Rhithropanopeus harisii Gould, 1841 |
p. S. (Tarpon Bay, Florida) |
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Trapezia cymodoce (Herbst, 1799) |
ZMUC CRU-4410 |
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Trapezia lutea Castro, 1997 |
ZMB 27450 |
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Tetralia fulva Serène, 1984 |
p. S. |
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Austinograea alyseae Guinot, 1990 |
MNHN-B. |
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Segonzacia mesatlantica (Williams, 1988) |
MNHN-B. |
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Cancer pagurus Linnaeus, 1758 |
p. S. (Roscoff, Frankreich) |
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Hyas araneus Linnaeus, 1758 |
ZMUC CRU-4411 |
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Hyas coarctatus Leach, 1815 |
ZMUC CRU-4412 |
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Inachus dorsettensis (Pennant, 1777) |
ZMUC CRU-4413 |
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Libinia dubia H. Milne Edwards, 1834 |
p. S. (Tarpon Bay, Florida) |
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Hexaplax sp. |
p. S. |
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Retropluma quadrata Saint Laurent, 1989 |
p. S. |
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Crossotonotus compressipes A. Milne Edwards, 1873 |
p. S. |
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Pseudopalicus declivis Castro, 2001 |
p. S. |
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Parapalicus clinodentatus Castro, 2000 |
ZMB 27449 |
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Micropalicus vietnamensis (Zarenkov, 1968) |
ZMB 27448 |
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Pinnotheres villosulus Guerin, 1830 |
AMS G 4226 |
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Ocypode cursor (Linnaeus, 1758) |
MNHN-B. |
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Ocypode gaudichaudi Milne Edwards und Lucas, 1843 |
p. S. |
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Minuca rapax (Smith, 1870) |
p. S. |
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Uca tetragonum (Herbst, 1790) |
p. S. |
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Eriocheir sinensis H. Milne Edwards, 1853 |
Zool. Lehrsammlung, HU-Berlin |
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Pseudosesarma moeschi (de Man, 1892) |
QM W 25869 |
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Cardisoma hirtipes Dana, 1852 |
ZMUC CRU-4414 |
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Cardisoma armatum Herklots, 1851 |
p. S. |
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Mictyris longicarpus Latreille, 1806 |
ZMUC CRU-4415 |
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Mictyris platycheles H. Milne Edwards, 1852 |
ZMUC CRU-4416 |
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Orconectes limosus (Rafinesque, 1817) |
Zool. Lehrsammlung, HU-Berlin |
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Lithodes maja (Linnaeus, 1758) |
ZMUC CRU-4417 |
Aufgrund der begrenzten Anzahl von verfügbaren Exemplaren an Vertretern der Brachyura, insbe-sondere bei Arten der Tiefsee, war es bereits zu Beginn der Magen-Untersuchungen notwendig, eine weitgehend zerstörungsfreie Präparationsmethode zu entwickeln. Es galt auch, möglichst viele nicht-Magenmerkmale für weiterführende Studien in ihrem ursprünglichen Zustand zu erhalten. Für die Entnahme des Magens hat es sich bewährt, die dünnhäutigen Membranen zwischen dem postero-dorsalen Carapaxrand und dem sich postero-ventral anschließenden Sternum, bzw. der sich ventro-lateral anschließenden Coxae der Thorakopoden zu durchtrennen. Nach vorsichtigem Anheben des dorsalen Carapax und der Durchtrennung des Oesophagus und aller dem Carapax anhängenden Magenmuskeln, war es nun möglich den Magen zu entnehmen. Die Fixierung der Mägen erfolgte in
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70 %-igem Ethanol. Mit der Entfernung aller am Magen inserierender Muskeln, des stomato-gastrischen Nervensystems und der Mitteldarmdrüsen werden die durchscheinenden, gelblich-weißen Magenossikel sichtbar.In diesem ungefärbten Zustand sind jedoch oftmals die Abgrenzungen der einzelnen Ossikel nicht eindeutig erkennbar. Einen wesentlichen Fortschritt hat hierbei die Anwendung einer Färbemethode gebracht, welche erstmals von Pilgrim (1964) im Zusammenhang mit anatomischen Untersuchungen an Squilla mantis beschrieben wurde. Es zeigte sich, dass durch den Einsatz des Farbstoffes Alizarin Rot S der Kalzifizierungsgrad kutikulärer Strukturen sichtbar gemacht werden kann. Entscheidend für die Dauer der Färbung war zunächst die Größe der Mägen. Die Größe schwankte zwischen 2 mm bei Vertretern der Cymonomidae und der Trapeziidae und reichte bis ca. 3 cm bei Vertretern der Taxa Homolidae, Cancridae und Portunidae.
Die präparierten Mägen wurden für eine Dauer von 30 bis 60 Minuten (abhängig von der jeweiligen Größe der Mägen) in 10%-iger KOH-Lösung auf 100°C erhitzt. Dieser Vorgang hat zwei Funktionen; zum Einen werden alle dem Magen anhängenden Gewebereste entfernt, zum Anderen wird die Bindungsaffinität zum Alizarin Rot S erhöht. Vorausgehende Färbeversuche zeigten, dass ohne eine Erhitzung der Mägen auf 100°C die Ossikel ungefärbt blieben. Nach der erwähnten Erhitzungsphase wurden die Magenossikel durch die Zugabe von ca. 0,02g Alizarin Rot S für 15 Minuten gefärbt. Abschließend wurden die Mägen in destilliertem Wasser gespült und in 70%-igem Ethanol für die weiteren Untersuchungen aufbewahrt.
Für rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen der Magenzähne wurden jeweils ein lateraler Zahn, einschließlich der dazugehörigen zusätzlichen Zähne (accessory teeth), sowie der mediane Zahn einer Art präpariert und in einem Ultraschallbad gereinigt. Im folgenden wurden sie in 70 % - igem Ethanol fixiert und anschließend in einer aufsteigenden Alkoholreihe dehydriert. Die Kritisch-Punkt-Trocknung erfolgte mit CO2 (CPD BAT-TEC 030). Abschließend wurden die Präparate unter Verwendung eines Planetentisches mit Gold besputtert (SCD BAL-TEC 005).
Die rasterelektronenmikroskopischen Untersuchungen wurden an folgenden Geräten durchgeführt:
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Die abschließende digitale Bildbearbeitung erfolgte mit den Graphikprogrammen Photoshop 6.0 (Adobe) und Illustrator 9.0 (Adobe). Die Aufnahmen wurden dabei nicht retuschiert.
Von je einem Vertreter einer Familie wurde der Magen in der Dorsal- und Lateralansicht mit Hilfe eines Stereo-Mikroskops (Zeiss; Stemi 2000) mit einem Zeichenspiegel gezeichnet. Abschließend wurden die eingescannten Zeichnungen wiederum digital mit Photoshop 6.0 (Adobe) und Illustrator 9.0 (Adobe) aufbereitet. Zur besseren Veranschaulichung wurden den verschiedenen Ossikeln, entsprechend einer überarbeiteten Nomenklatur (Brösing et al. 2002), Farben zugeordnet.
Aufgrund der geringen Daten zur vergleichenden Morphologie von Magenstrukturen der Decapoda, erschien es sinnvoll, ein breites Artenspektrum aus möglichst vielen Familien der Brachyura in die Analyse einzubeziehen.
Die Analyse eines der artenreichsten Taxa innerhalb der Decapoda impliziert mehrere Fragestellungen: Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der terminalen Taxa, das heißt durch welche Arten werden die jeweiligen Familien vertreten? Welche der ausgewählten Merkmale können für das Grundmuster der jeweiligen Familie angenommen werden?
Die Auswahl, der in die Analyse einbezogenen Arten, war zum größten Teil von praktischen Gegeben-heiten abhängig (Museumssammlungen etc.). Soweit es möglich war, wurden für die verschiedenen Familien mehrere Arten ausgewählt, um die Variabilität der Merkmale innerhalb einer Familie erfassen zu können. Für die Analyse wurden weitgehend Merkmale berücksichtigt, welche die selbe oder eine sehr ähnliche Merkmalsausprägung aufwiesen und somit für das Grundmuster der jeweiligen Familie anzunehmen sind. Bei einzelnen Vertretern von Familien war dies nicht möglich. Um deren Informationsgehalt nicht zu verlieren, wurden sie ebenfalls in die Analyse einbezogen. Für die anschließende computergestützte kladistische Analyse wurde die Lesrichtung der Merkmale durch die Wurzelung an einer Außengruppe bestimmt.
Die numerischen Berechnungen erfolgten mit NONA (Goloboff 1993a) bzw. WINCLADA (Nixon 1999-2000) nach dem Sparsamkeitsprinzip. Um die Stabilität der berechneten Monophyliehypothesen zu testen, wurden der Bootstrap-Wert (Felsenstein 1985) und der Bremer-Index (engl. »Bremer support«) (Bremer 1988) berechnet. Zur Überprüfung der berechneten Stammbäume wurden die Daten in einer weiteren Analyse mit PAUP 4.0 (Version beta 10) berechnet.
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HTML - Version erstellt am: Mon Mar 17 17:53:59 2003 |