Aus der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivmedizin
(Leiter: Prof. Dr. J.-F. Roulet)
des Zentrums für Zahnmedizin (Campus Virchow-Klinikum)
der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation

Der Einfluß der Ausarbeitung
mit verschiedenen rotierenden Instrumenten
auf die Randqualität und Oberflächenmorphologie
von zahnfarbigen lichthärtenden Restaurationen

Zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor medicinae dentariae
(Dr. med. dent.)

vorgelegt der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin

von
Henning Bunte
aus Halle in Westfalen

Dekan:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. R. Felix

Gutachter:
1. M. J. Noack
2. R. J. Radlanski
3. J.-F. Roulet

Datum der Promotion:28. September 2001

Eigene Schlagworte: Quantitative Randanalyse, Oberflächenrauhigkeit, lichthärtende Füllungsmaterialien, Diamantfinierer, Hartmetallfinierer

Zusammenfassung

In dieser Studie wurde das Verhalten eines neuentwickelten Hartmetallfinierers der Firma Brasseler und herkömmlicher grober und feiner Diamantfinierer der Firmen Intensiv und Brasseler an vier verschiedenen Füllungsmaterialien untersucht. Bei dem Hartmetallfinierer handelt es sich um ein Kombinationsinstrument, das sich im Rechtslauf durch eine hohe Arbeitsleistung auszeichnet und zum Konturieren von Füllungen gedacht ist. Im Linkslauf soll das Instrument zur Feinausarbeitung eingesetzt werden, die Arbeitsleistung ist geringer.

In 120 extrahierte menschliche Zähne wurden ovale Klasse-V-Kavitäten (Länge: 4 mm, Breite: 3 mm, Tiefe: 2 mm) präpariert, die jeweils zur Hälfte im Schmelz und Dentin lagen. Jeweils 30 Zähne wurden nach Herstellerangaben mit demselben Füllungsmaterial gefüllt (Prodigy, Silux Plus, Dyract AP, Fuji LC). Anschließend wurden die Restaurationen zunächst mit den gröberen Finierdiamanten und dem Kombifinierer im Rechtslauf konturiert. Jeweils 10 Proben eines jeden Füllungsmaterials wurden mit einem der Instrumente bearbeitet. Auf diese Weise ergaben sich 12 Material-Instrumenten-Kombinationen. Nach dreiwöchiger Wasserlagerung wurde die Rauhigkeit der Füllungsoberflächen mit einem Profilometer gemessen. Außerdem erfolgte eine Auswertung der Randqualität mittels quantitativer Randanalyse.

Im Anschluß hieran wurden die Füllungen mit den feineren Diamantinstrumenten bzw. dem Kombifinierer im Linkslauf finiert. Die Füllungen wurden anschließend einer Temperaturwechselbelastung unterzogen (2000 Zyklen zwischen 5°C und 55°C). Erneut erfolgte eine quantitative Randanalyse und eine Oberflächenrauhigkeitsmessung.

Die statistische Auswertung der Daten ergab, daß der Kombifinierer im Linkslauf im Gegensatz zu den feinen Diamantfinierern keine Verbesserung der Oberflächenqualität bewirkt. Die Auswirkungen der Instrumente auf die Randqualität ist gleich.

Fuji LC weist die höchste Oberflächenrauhigkeit auf. Die übrigen Füllungsmaterialien unterscheiden sich diesbezüglich nicht statistisch signifikant voneinander.

Die Silux Plus Restaurationen zeichnen sich durch einen im Vergleich zu den übrigen Materialien hohen Anteil an Randspalten sowohl im Dentin- als auch im Schmelzbereich aus. Die Prodigy Füllungen haben signifikant mehr Randspalten im Dentin als Fuji LC und Dyract AP Füllungen, jedoch auch signifikant weniger als Silux Plus im gleichen Bereich.

Keywords: margin analysis, surface roughness, lightcuring filling materials, finishing diamonds, tungsten carbide burs

Abstract

In this study a newly developed tungsten carbide finishing bur (Brasseler) and conventional coarse and fine grit finishing diamonds of the companies Intensiv and Brasseler were studied with four different filling-materials. The carbide bur is a combination-instrument, that distinguishes itself in the right-hand rotation by a high performance and is intended for the contouring of fillings. When used in a left-hand rotation the instrument should be applied for polishing. In this case the cutting performance is inferior.

Oval class-V-cavities (length: 4 mm, width: 3 mm, depth: 2 mm) were prepared into 120 extracted human teeth with one half of the margin length in dentin and one half in enamel. In each case, 30 teeth were filled according to manufacturer-recommendation with the same filling-material (Prodigy, Silux Plus, Dyract AP, Fuji LC). Subsequently the restorations were trimmed with the coarser finishing diamonds and the combination bur with a right-hand rotation. Ten samples of each filling-material were ground with one of the instruments. Thus 12 material-instrument-combinations were established. After three weeks of water-storage, the surface roughness of the fillings was measured with a profilometer. Furthermore, an evaluation of the margin-quality was carried out by means of quantitative margin analysis.

After this, the fillings were either polished with the finer diamond-instruments or with the combination-instrument in a left-hand rotation. Afterwards the samples were subjected to a thermocycling procedure (2000 cycles between 5°C and 55°C). Again a quantitative margin analysis and a surface-roughness-measurement were performed.

In contrast to the fine diamond instruments, the statistical evaluation of the data revealed that the combination finishing bur does not improve the surface quality in a left-hand rotation. The effect of the instruments on the margin quality is the same.

Fuji LC shows the highest surface-roughness, the other filling-materials do not differ statistically significantly from one another.

The Silux Plus restorations are characterized by a high percentage of marginal openings in both enamel and dentin. The Prodigy fillings show significantly more marginal gaps in dentin than Fuji LC and Dyract AP fillings, but significantly less than Silux Plus in the same area.

Inhaltsverzeichnis

Tabellen

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19.10.2004