| Burhenne, Matthias: Biotestsystem mit Bodenalgen zur ökotoxikologischen Bewertung von Schwermetallen und Pflanzenschutzmitteln am Beispiel von Cadmium und Isoproturon |
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Es wurden fünf Orte ausgewählt, um Bodenalgen zu isolieren. Dabei wurde darauf geachtet, daß die Böden keine Schadstoffbelastungen aufwiesen. Dadurch war gewährleistet, daß die isolierten Algen keine Toleranzen oder Resistenzen gegenüber Schadstoffen entwickeln konnten. Nur in einem Fall wurde eine belastete Fläche beprobt, um die Sensibilität von Algen gegenüber Blei und Cadmium im Boden zu untersuchen. Von den untersuchten Versuchsflächen wurden folgende zwei mit mehreren Bodenproben auf ihre Algenabundanzen und Bodenparameter untersucht:
|
1. |
Schwermetallversuchsfläche: Gelände der Biologischen Bundesanstalt in Berlin. |
|
2. |
|
Für die weiteren Flächen wurden nur punktuell Bodenproben entnommen und Algen isoliert.
|
3. |
Erdbeerbeet- und Gemüsebeetfläche: Gelände der Biologischen Bundesanstalt in Berlin. Diese Flächen wurden seit drei Jahrzehnten nicht mehr mit Pflanzenschutzmitteln bearbeitet und nur mit Stallmist gedüngt. |
|
4. |
Insel Vilm: Boden eines ca. 300 Jahre alten Waldes. Dieser Boden konnte als unbelastet eingestuft werden, da der Wald dieser Insel naturbelassen und unbewirtschaftet ist. |
|
5. |
Insel Hiddensee: Boden von einer Abbruchkante der Steilküste auf Hiddensee bei Kloster. An dieser Stelle war die Erde grünlich gefärbt und sehr feucht, da in diesem Bereich versickertes Regenwasser aus der Steilküste austrat. Eine Schadstoffbelastung des Bodens konnte aufgrund der Tiefe (ca. 15 m), aus der der Boden stammte, ausgeschlossen werden. |
In dieser Arbeit werden alle isolierten Algen aus den verschiedenen Versuchen, die zur Reinkultur aufgearbeitet wurden, in Tab. 10 (s. S. 41) aufgeführt. Eine Beschreibung der Isolierungsversuche wird nur für die Schwermetallflächen und die Böden vom Darßer Ort gegeben.
Material für die Probenahme
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Material für die Untersuchungen im Labor
Medium
Bold's Basal Medium (BBM, Bischoff & Bold 1963); Stammlösungen:
|
1. |
NaNO3 |
10,0 g |
|
2. |
K2HPO4 |
3,0 g |
|
3. |
CaCl2 · 2H2O |
1,0 g |
|
4. |
KH2PO4 |
7,0 g |
|
5. |
MgSO4 · 7H2O |
3,0 g |
|
6. |
NaCl |
1,0 g |
Die 6 Stammlösungen werden mit je 400 ml Aqua dest. angesetzt. 10 ml von jeder Stammlösung werden mit 940 ml Aqua dest. vermengt und jeweils 1 ml der folgenden 4 Spurenelementelösungen dazugegeben.
Spurenelementelösungen:
|
1. |
50,0 g EDTA und 31,0 g KOH in 1 000 ml Aqua dest. gelöst; |
||
|
2. |
4,98 g FeSO4 · 7 H2O gelöst in 1 000 ml angesäuertem Aqua dest. (1,0 ml H2SO4 konz. ad 1 000 ml Aqua dest.); |
||
|
3. |
11,42 g H3BO3 gelöst in 1 000 ml Aqua dest.; |
||
|
4. |
Folgende Salze gelöst in 1 000 ml Aqua dest.: |
||
|
ZnSO4 · 7H2O |
8,82 g |
||
|
MoO3 |
0,71 g |
||
|
Co(NO3) · 6H2O |
0,49 g |
||
|
MnCl2 · 4H2O |
1,44 g |
||
|
CuSO4 · 5H2O |
1,57 g |
||
Das Flüssigmedium wird mit ca. 1,5 % Agar verfestigt und bei 121 °C und 0,12 MPa = 1,2 bar 20 min autoklaviert. Der pH-Wert liegt bei 6,4 ± 0,2.
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MethodeMit der Agarplattenmethode kann ein großes Spektrum der im Boden vorkommenden Algen erfaßt und Zellmaterial zur Kultivierung von Reinkulturen zur Verfügung gestellt werden.
23
gegeben. Anschließend wurde mit 125 ml BBM-Medium nachgespült, so daß der Boden insgesamt in 250 ml BBM-Medium verdünnt war.Auswertung
Nach ein bis zwei Wochen waren die Algenkolonien als kleine Punkte erkennbar, und nach drei bis vier Wochen fand die Auswertung statt, für die alle Algenkolonien, die mit Hilfe einer Stereolupe bei 10facher Vergrößerung zu erkennen waren, gezählt wurden. Fototafel 1, Bild 3 (s. S. 24) gibt einen Eindruck des Wachstums von Algenkolonien auf Agarpetrischalen.
Es wurde die Gesamtalgenkoloniezahl (ohne Cyanobakterien, aber mit Kieselalgen) und zusätzlich die Anzahl der Kieselalgenkolonien und der Cyanobakterienkolonien bestimmt. Die Auszählung der Cyanobakterienkolonien (s. Fototafel 1, Bild 2, S. 24) fand nach ca. 6 bis 8 Wochen statt.
Zur statistischen Auswertung der Ergebnisse wurden SAS <1>-Programme zur Varianzanalyse und zum Dunett-Test genutzt.
Zur Bestimmung einzelner Arten wurde aus der Vielzahl von Kolonien Algenmaterial mit einer Impföse abgenommen und die Algenzellen per Verdünnungsausstrich auf Agarpetrischalen vereinzelt. Nach mehrmaliger Wiederholung dieses Verfahrens konnten die vorliegenden Klonkulturen mikroskopisch bestimmt werden. Die mikroskopische Bestimmung bzw. Nachbestimmung der Kulturen wurde teilweise am Institut für Botanik der Universität Innsbruck durchgeführt, zu dem eine der europaweit größten Bodenalgensammlungen gehört.
24
Fototafel 1 Bild 1: Abbildung einer Beprobungsparzelle mit einem schwermetallhal-tigen Boden.

Fototafel 1 Bild 2: Foto eines Teils einer Cyanobakterienkolonie auf Agar.

Fototafel 1 Bild 3: Kolonien von Bo-denalgen auf Agar. Die Kieselalgen sind durch ihre bräunliche Färbung erkennbar.

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Folgende bodenanalytische Untersuchungen wurden für die Böden der Schwermetallparzellen und die Böden am Darßer Ort durchgeführt:
Folgende Untersuchungen wurden nur im Schwermetallversuch 1996 und im Isolierungsversuch Darßer Ort durchgeführt:
Die genannten Untersuchungen wurden überwiegend von Mitarbeitern des Institutes für ökologische Chemie der BBA durchgeführt.
1995 und 1996 wurde je ein Versuch durchgeführt.
Versuchsfläche
Die Versuchsfläche war eine Versuchsanlage, die 1982 in Parzellen mit der Größe 1 m2 angelegt und künstlich mit Schwermetallen belastet wurde. Seitdem wurden verschiedene Pflanzen angebaut und die Fläche wie ein Feld bewirtschaftet.
Probenahme
Die Daten der Probenahme von den beiden Versuchen sind in Tab. 2 dargestellt.
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Tab. 2 : Beschreibung der Probenahme
|
Versuch |
Probenahmezeitpunkt und |
beprobte Parzellen und Tiefen |
Bemerkungen |
|
1995 |
|
|
|
|
1996 |
|
|
|
Die Beprobung für die Tiefe von 0 cm bis 1 cm wurde mit einer kleinen Schaufel (Breite ca. 10 cm) mit geradem Boden in einem 10 cm breiten Streifen diagonal über die Parzelle durchgeführt (s. Fototafel 1, Bild 1, S. 24).
Die Beprobung für 0 cm bis 5 cm Bodentiefe wurde mit einem Bodenstecher (Durchmesser 2,5 cm) ebenfalls diagonal in zwei Reihen über die Parzelle mit 40 Einstichen 1995 und 20 Einstichen 1996 durchgeführt (s. Fototafel 3, Bild 3, S. 45). Die 20 bis 40 Einstiche wurden jeweils zu einer Mischprobe vereint.
Die Versuchsdaten zur mikrobiologischen Aufarbeitung des Bodens sind in Tab. 3 dargestellt.
Tab. 3 : Versuchsdaten zur mikrobiologischen Aufarbeitung des Bodens
|
Versuch |
Erdsuspension – naturfeuchter Boden in 250 ml BBM-Medium |
Beimpfungsmenge pro Petrischale |
ausgewertete Petrischalen |
|||
|
1995 |
5,0 g |
1 000 µl |
8 |
|||
|
1996 |
2,5 g |
1 000 µl |
4 |
|||
Bodencharakterisierung
Der Versuchsboden in den Parzellen war ein schluffiger Sand und wies folgende Bodenparameterwerte auf: 5,7 Ton, 21,2 Schluff, 73,1 Sand, 2,5 organische Substanz und pH-Wert 5 bis 6. In die ausgewählten Parzellen wurden 1982 Cadmium als Cadmiumchlorid (CdCl2 · H2O) und Blei als Bleichlorid (PbCl2) in je zwei Konzentrationsstufen eingebracht (Cd I: 50 mg/kg und Cd II: 200 mg/kg und Pb I: 1 000 mg/kg und Pb II: 4 000 mg/kg). Je Schwermetall und Konzentrationsstufe wurden vier Parzellen angelegt.
In vorliegender Arbeit wurden die Schwermetallgehalte sowie weitere Bodenelemente und Bodenparameter für die Parzellen mit Cadmium und Blei zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestimmt. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind die Ergebnisse für Cadmium und Blei nicht im Ergebnisteil, sondern hier aufgeführt (Tab. 4). Die detaillierten Ergebnisse für weitere Schwer
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metalle, die Bodenelemente und Bodenparameter befinden sich in Tab. A1 und A2 (s. S. 113 und 114).Tab. 4 : Gesamtschwermetallgehalte (Königswasseraufschluß) und CaCl 2 -lösliche Fraktionen in mg/kg TS Boden (Tiefe: 0 cm bis 5 cm). Fett gedruckt sind die erhöhten Schwermetallkonzentrationen, K l und K r (Kontrollparzellen im linken und rechten Bereich der Versuchsanlage).
|
Cd |
Pb |
Cd |
Pb |
|
|
Parzelle |
Gesamt |
CaCl 2 |
||
|
K l/1 |
6,3 |
30,0 |
0,7 |
0,0 |
|
K l/2 |
7,0 |
31,0 |
0,4 |
0,0 |
|
K r/1 |
5,9 |
28,0 |
1,0 |
0,0 |
|
K r/2 |
6,7 |
34,0 |
0,7 |
0,0 |
|
Cd I/1 |
46,3 |
30,0 |
6,9 |
0,1 |
|
Cd I/2 |
39,8 |
28,0 |
4,9 |
0,1 |
|
Cd II/1 |
181,0 |
29,0 |
23,7 |
0,1 |
|
Cd II/2 |
169,0 |
29,0 |
17,3 |
0,1 |
|
Pb I/1 |
7,1 |
951,0 |
0,6 |
0,3 |
|
Pb I/2 |
5,9 |
905,0 |
0,9 |
0,3 |
|
Pb II/1 |
6,2 |
3 890,0 |
0,5 |
0,5 |
|
Pb II/2 |
5,8 |
3 329,0 |
1,2 |
1,3 |
Bis auf die Blei- und Cadmiumwerte lagen die Konzentrationen anderer Schwermetalle im üblichen Rahmen für Böden. Im Durchschnitt betrug in allen Parzellen der Wassergehalt 11,5 %, die Leitfähigkeit 48 µS, der Gesamtstickstoffgehalt 1 070 mg/kg TS Boden, der mineralische Stickstoffgehalt ca. 470 mg/kg TS Boden, die organische Substanz 2,8 %, der pH-Wert 5,8 und das Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis 13. Die Schwankungen der Werte zwischen den einzelnen Parzellen waren gering (s. Tab. A2 und A3, S. 114 und 115).
Versuchsfläche
Der Darßer Ort ist die nördlichste Landzunge auf dem Darß westlich von Prerow und Zingst. Diese Landzunge hat sich über die Jahrhunderte durch die Strömungsbedingungen der Ostsee und deren Sandfrachten, die sich in diesem Bereich ablagerten, gebildet. Die zwei beprobten Stellen D5 und D6 sind überwiegend mit Kiefern, Heide, Gräsern und Flechten bewachsen.
Probenahme
Die Bodenproben wurden an einem warmen (25 °C) Apriltag genommen. An den Tagen davor lagen die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Böden waren ausgetrocknet und die obersten Zentimeter bestanden überwiegend aus Sand.
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An jedem Probenahmeort wurden aus einem 2 m langen und ca. 12 cm schmalen Rechteck 8 im Abstand von ca. 20 cm liegende rechteckige Erdquader (Breite ca. 12 cm, Länge ca. 7 cm und Tiefe ca. 5 cm) entnommen.Die Versuchsdaten zur mikrobiologischen Aufarbeitung des Bodens sind in Tab. 5 dargestellt. Es wurden 8 Petrischalen in zwei Konzentrationsstufen beimpft, aber nur je 4 einer Konzentrationsstufe ausgewertet.
Tab. 5 : Versuchsdaten zur mikrobiologischen Aufarbeitung des Bodens
|
Bodenproben |
Erdsuspension – naturfeuchter Boden in 250 ml BBM-Medium |
Beimpfungsmenge pro Petrischale |
ausgewertete Petrischalen |
|||
|
D 5/1-8 |
30,0 g |
50 und 100 µl |
4 |
|||
|
D 6/1-8 |
10,0 g |
50 und 100 µl |
4 |
|||
Bodencharakterisierung
In vorliegender Arbeit wurden die Schwermetallgehalte sowie weitere Bodenelemente und Bodenparameter für die beprobten Stellen untersucht. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind die Ergebnisse nicht im Ergebnisteil, sondern hier aufgeführt. In Tab. 6 sind die Gesamtschwermetallgehalte (Königswasseraufschluß), die calciumchloridextrahierbaren Schwermetallgehalte und weitere Bodenelemente aus je 2 Mischproben (z. B. D 5/1-4 und D 5/5-8) pro Probenahmeort dargestellt. Arsen war in keiner Probe nachweisbar.
Tab. 6 : Ergebnisse der Bodenanalytik des Isolierungsversuchs Darßer Ort; n. n. (nicht nachweisbar), * (Meßwerte im Bereich des Blindwertes)
|
Hg |
Cd |
Pb |
Zn |
Cr |
Co |
Ni |
Cu |
Mn |
Fe |
V |
B |
K |
Ca |
Mg |
P |
|
|
Probe |
Königswasseraufschluß in mg/kg TS Boden |
|||||||||||||||
|
D 5/1-4 |
0,020 |
0,05 |
2,9 |
5,0 |
*1,0 |
0,2 |
*0,5 |
*5,0 |
12,0 |
509,0 |
1,0 |
1,0 |
93,0 |
351,0 |
182,0 |
54,0 |
|
D 5/5-8 |
0,007 |
0,06 |
3,1 |
7,0 |
*1,0 |
n.n. |
*0,4 |
*5,0 |
11,0 |
552,0 |
1,2 |
0,9 |
94,0 |
293,0 |
173,0 |
52,0 |
|
D 6/1-4 |
0,003 |
0,06 |
n.n. |
5,0 |
4,0 |
0,2 |
0,6 |
*5,0 |
19,0 |
650,0 |
1,4 |
4,8 |
111,0 |
1 159,0 |
302,0 |
105,0 |
|
D 6/5-8 |
0,005 |
0,11 |
2,8 |
8,0 |
2,0 |
0,3 |
0,6 |
6,0 |
19,0 |
764,0 |
1,5 |
1,7 |
122,0 |
862,0 |
307,0 |
119,0 |
|
CaCl 2 -Extraktion in mg/kg TS Boden |
||||||||||||||||
|
D 5/1-4 |
n.n. |
0,01 |
0,20 |
1,0 |
n.n. |
n.n. |
0,02 |
0,08 |
2,4 |
1,28 |
n.n. |
*0,03 |
6,0 |
/ |
10,0 |
2,0 |
|
D 5/5-8 |
n.n. |
0,01 |
0,40 |
1,6 |
n.n. |
n.n. |
0,03 |
0,04 |
2,1 |
1,97 |
n.n. |
*0,04 |
8,0 |
/ |
11,0 |
2,0 |
|
D 6/1-4 |
n.n. |
n.n. |
n.n. |
0,1 |
n.n. |
n.n. |
n.n. |
n.n. |
1,0 |
0,45 |
n.n. |
0,44 |
11,0 |
/ |
64,0 |
1,0 |
|
D 6/5-8 |
n.n. |
0,03 |
n.n. |
1,0 |
n.n. |
n.n. |
0,02 |
0,07 |
1,7 |
0,88 |
n.n. |
0,30 |
22,0 |
/ |
72,0 |
1,0 |
In Tab. 7 sind weitere Ergebnisse der Bodenanalytik dargestellt. Bei Leitfähigkeit, organischer Substanz und Wassergehalt (Ww) wurden Doppelbestimmungen durchgeführt.
29
Tab. 7 : Ergebnisse der Bodenanalytik des Isolierungsversuchs Darßer Ort 1996; Ww (Wassergehalt), C/N (Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis)
|
Probe |
Leitfähigkeit in µS |
N-Gesamt in mg/kg TS Boden |
C/N |
org. Sub. |
Ww in |
pH-CaCl 2 |
|
D 5/1 |
18,0 |
507,0 |
14,4 |
1,5 |
3,17 |
4,1 |
|
D 5/2 |
17,0 |
220,0 |
13,2 |
0,6 |
2,07 |
4,3 |
|
D 5/3 |
17,5 |
441,0 |
15,6 |
1,4 |
2,96 |
4,2 |
|
D 5/4 |
19,5 |
545,0 |
15,2 |
1,7 |
2,77 |
4,3 |
|
D 5/5 |
17,0 |
486,0 |
14,8 |
1,4 |
2,78 |
4,3 |
|
D 5/6 |
15,0 |
465,0 |
15,1 |
1,4 |
2,65 |
4,0 |
|
D 5/7 |
19,0 |
693,0 |
16,2 |
2,2 |
3,00 |
4,0 |
|
D 5/8 |
16,5 |
443,0 |
15,1 |
1,3 |
2,90 |
3,8 |
|
D 6/1 |
37,0 |
536,0 |
13,4 |
1,4 |
7,82 |
6,5 |
|
D 6/2 |
42,5 |
539,0 |
12,4 |
1,3 |
7,12 |
6,7 |
|
D 6/3 |
36,0 |
458,0 |
11,8 |
1,1 |
5,91 |
6,7 |
|
D 6/4 |
30,0 |
199,0 |
11,1 |
0,4 |
4,46 |
6,5 |
|
D 6/5 |
23,5 |
365,0 |
11,2 |
0,8 |
1,89 |
6,5 |
|
D 6/6 |
25,0 |
276,0 |
11,6 |
0,6 |
1,38 |
6,6 |
|
D 6/7 |
27,0 |
173,0 |
10,4 |
0,4 |
2,75 |
6,2 |
|
D 6/8 |
42,0 |
2 877,0 |
12,7 |
7,3 |
10,25 |
5,0 |
Die Schwermetallgehalte und Gehalte weiterer Bodenelemente lagen bei beiden Probenahmeorten in niedrigen Bereichen und teilweise unterhalb der Nachweisgrenze. Der Boden des Probenahmeortes D 5 (s. Fototafel 2, Bild 1 und 2, S. 30) war ein sandiger und schnell austrocknender Boden, der geringe Werte an organischer Substanz aufwies und dessen pH-Wert im sauren Bereich lag (s. Tab. 7). Dieser Boden war aufgrund seiner geringen Nährstoff- und Spurenelementgehalte als nährstoffarmer Boden einzustufen. Im Boden des Probenahmeortes D 6 waren teilweise die Nährstoff- und Spurenelementgehalte etwas höher als in D 5. Dieser Boden war stärker mit Gräsern bewachsen (s. Fototafel 2, Bild 3, S. 30). Der pH-Wert lag zwischen 6 und 7, mit Ausnahme bei Probe D 6/8. Probe D 6/8 wies einen höheren organischen Substanzgehalt auf, und es waren gegenüber den sieben anderen Bodenproben der N-Gesamtgehalt, die Leitfähigkeit und der Wassergehalt erhöht. Der pH-Wert lag bei 5.
Diese Untersuchung zeigte, daß in kleinräumigen Bereichen von ca. 12 cm x 2 m teilweise höhere Schwankungen der Bodenparameter (z. B. pH-Schwankungen von ca. 2 bei Standort D 6) vorkamen, obwohl bei der Probenahme darauf geachtet wurde, daß die Probenahmenbereiche keine großen Unterschiede in Bewuchs und Streu aufwiesen.
30
Fototafel 2 Bild 1: Probenahmeort D 5. Links neben dem Zollstock befinden sich die 8 Probeneinstiche.

Fototafel 2 Bild 2: Einstichstellen von D 5. Sandiger Boden mit schwachem Bewuchs.

Fototafel 2 Bild 3: Probenahmeort D 6. Sandiger Boden mit stärkerem Bewuchs gegenüber D 5. Links neben dem Zollstock liegen die 8 Probeneinstiche.

31
Material für den Gel-Biotest
Material für den Boden-Biotest
32
die entsprechendenTestsubstanzenDer BBA-Versuchsboden kommt vom Gelände der Biologischen Bundesanstalt in Berlin und ist ein schwach humoser schluffiger Sand. Die organische Substanz beträgt 1,8 , Ton 9,6 , Schluff 38,2 , Sand 52,2 , pH-Wert 7,5 und die maximale Wasserkapazität 22,8 ml/100 g TS Boden. Der Boden wurde auf Pflanzenschutzmittelrückstände und Schwermetalle untersucht und konnte als unbelastet eingestuft werden (Pestemer & Pucelik-Günther 1999).
Medien für den Gel- und Boden-Biotest
Das OECD-Medium aus dem OECD 201 Biotest entspricht dem in der DIN 28 692 bzw. dem in der EU Richtlinie L 383 A, C3 beschriebenen Testmedium.
Vorratslösungen für OECD-Medium:
|
Lsg. 1 |
NH4Cl |
1,5 |
g |
|
|
KH2PO4 |
0,16 |
g |
||
|
MgSO4 · 7 H2O |
1,5 |
g |
||
|
MgCl2 · 6 H2O |
1,2 |
g |
||
|
CaCl2 · 2 H2O |
1,8 |
g |
||
|
ad 1 000 ml Aqua dest. |
||||
|
Lsg. 2 |
FeCl3 · 6 H2O |
80,0 |
mg |
|
|
Na2-EDTA · 2 H2O |
100,0 |
mg |
||
|
ad 1 000 ml Aqua dest. |
||||
|
Lsg. 3 |
H3BO3 |
185,0 |
mg |
|
|
MnCl2 · 4 H2O |
415,0 |
mg |
||
|
ZnCl2 |
3,0 |
mg |
||
|
Na2MoO4 · 2 H2O |
7,0 |
mg |
||
|
CoCl2 · 6 H2O |
1,5 |
mg |
||
|
CuCl2 · 2 H2O |
0,01 |
mg |
(dazu 1 mg CuCl2 · 2 H2O in 100 ml Aqua |
|
|
dest. lösen und von dieser Lösung 1 ml verwenden) |
||||
|
ad 1 000 ml mit Aqua dest. |
||||
|
Lsg. 4 |
NaHCO3 |
50,0 |
mg |
|
|
ad 1 000 ml Aqua dest. |
||||
Die Lösungen 1, 2 und 3 werden durch Autoklavieren (20 min bei 121 °C, 0,12 MPa = 1,2 bar) oder durch Sterilfiltrieren (Porengröße des Filters 0,2 µm) sterilisiert. Lösung 4 muß sterilfiltriert und darf nicht autoklaviert werden.
33
Ansetzen des OECD-Mediums für die Vorkultur und Testkultur:
|
Lösung 1: |
10 |
ml |
|
Lösung 2: |
1 |
ml |
|
Lösung 3: |
1 |
ml |
|
Lösung 4: |
1 |
ml |
|
ad 1 000 ml Aqua dest. |
Der pH-Wert des Mediums liegt bei 8,0 ± 0,2. Das OECD-Medium wird mit Hilfe einer Agarzugabe von 0,6 g/l Agar in ein schwach gelartiges Medium verändert.
Teststoffkonzentrationen für den Gel- und Boden-Biotest
Als Testsubstanzen in diesen Biotests wurde Cadmiumchlorid als CdCl2 ·2 ½ H2O und Arelon (Wirkstoff: Isoproturon) verwendet. Die Angabe der Konzentrationen wurde auf Cadmium und Isoproturon umgerechnet.
Beim Ansetzen wurde berücksichtigt, daß die Cadmium- und Isoproturonkonzentrationen beim Boden-Biotest um das 10fache höher sein mußten, damit z. B. die erste Cadmiumkonzentration vom Gel-Biotest mit der ersten Cadmiumkonzentration im Boden-Biotest verglichen werden konnte (s. Tab. 8, S. 34). Schließlich wurden im Boden-Biotest nur 125 µl der Teststoffkonzentration auf 1 125 mg Substrat gegeben. Demgegenüber wurden im Gel-Biotest nur 250 µl Teststoffkonzentration in eine Kavität gegeben und nicht weiter verdünnt. Um einen Vergleich zwischen den Ergebnissen der beiden Biotests trotz unterschiedlicher Medienzusammensetzungen zu ermöglichen, wurde im Boden-Biotest davon ausgegangen, daß der Boden ebenso verdünnende Effekte aufweist wie ein Flüssigmedium. In anderer Form ist der Vergleich von Konzentrationen eines Teststoffes in Wasser und Boden kaum möglich.
34
Tab. 8 :Teststoffkonzentrationen für Cadmium (Cd) und Isoproturon (IPU), die in beiden Biotests verwendet wurden
|
Cadmium in mg/l OECD-Medium |
Isoproturon in mg/l OECD-Medium |
||||||
|
Gel-Biotest |
Boden-Biotest |
Gel-Biotest |
Boden-Biotest |
||||
|
K Cd-1 Cd-2 Cd-3 Cd-4 Cd-5 Cd-6 Cd-7 Cd-8 Cd-9 |
0,0 0,01563 0,03125 0,0625 0,125 0,25 0,5 1,0 2,0 4,0 |
K Cd-2 Cd-4 Cd-6 Cd-8 Cd-10 |
0,0 0,3125 1,25 5,0 20,0 80,0 |
K IPU-1 IPU-2 IPU-3 IPU-4 IPU-5 IPU-6 IPU-7 IPU-8 IPU-9 |
0,0 0,0195 0,0390 0,0781 0,1562 0,3125 0,625 1,25 2,5 5,0 |
K IPU-1 IPU-3 IPU-5 IPU-7 IPU-9 |
0,0 0,195 0,781 3,125 12,5 50,0 |
Die physikalisch-chemischen Parameter der beiden Teststoffe sind im Anhang (s. S. 124 bis 125) aufgeführt.
Methode des Gel- und Boden-Biotests
Im Gel- und Boden-Biotest werden das Wachstumsverhalten von sechs bzw. vier verschiedenen Algenarten über vier Tage bzw. am Ende der vier Tage gegenüber Teststoffen unter standardisierten Laborbedingungen in einem Flüssigmedium und einem naturnahen Boden beobachtet. In Vorversuchen zeigte sich, daß das Wachstum nach vier Tagen nur noch langsam ansteigt. Einen Eindruck davon geben die Wachstumskurven über die ersten vier Tage, die in Abb. 6 (s. S. 51) dargestellt sind.
Es können innerhalb eines Versuches die Wachstumsreaktionen der fünf bzw. drei Bodenalgenarten untereinander und mit der Süßwasseralge Scenedesmus subspicatus verglichen werden. Einen tabellarischen Vergleich der Methoden beider Biotests zeigt Tab. 9.
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Tab. 9 :Methodischer Aufbau des Gel- und Boden-Biotests.
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Gel-Biotest |
Boden-Biotest |
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Biotestorganismen |
Bodenalgen:
Süßwasseralge:
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Bodenalgen:
Süßwasseralge:
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Reaktionsraum |
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Konzentrationszahl pro Teststoff |
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Kulturbedingungen |
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Prüfkriterium |
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Messung |
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Wiederholungen/ Parallelen |
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Auswertung |
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Kontaminationspfad |
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Adsorptionseffekte im Boden werden nachempfunden |
A) Vorkultur
Die Vorkultur der sechs Algenarten wurde sieben Tage (sechs bis acht) vor Beginn des eigentlichen Versuches bei Dauerlicht (8 000 lx, bzw. 120 µE · m-2 · s-1, ca. 22 °C) auf OECD-Medium angesetzt. Die Algen wurden je Art auf zwei Petrischalen mit ca. 20 Strichen
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angeimpft. Die Stammkulturen waren nicht älter als zwei bis drei Monate und wuchsen auf BBM-Medium.B) Vorbereitung der Testmedien
Das OECD-Medium wurde in 100 ml Kolben mit je 100 ml Medium aufgeteilt. Danach wurden je Kolben 0,6 g/l Agar und anschließend die jeweiligen Schwermetallkonzentrationen dazugegeben und bei 121 °C und 0,12 MPa 20 min lang autoklaviert. Vor dem Autoklavieren wurden die Kolben im Dampftopf kurz erhitzt, damit sich die geringe Agarmenge gleichmäßig im Medium verteilt.
Da beim Pflanzenschutzmittel das Erhitzen eine Verflüchtigung oder Veränderung der Testsubstanz bewirken könnte, wurde die jeweiligen Arelonkonzentration erst nach dem Autoklavieren dem Medium zugegeben. Arelon ist in der handelsüblichen Konzentration steril, wie ein Test auf Peptonagar bestätigte.
Die zehn Kolben pro Teststoff mit den verschiedenen Teststoffkonzentrationen und der Kontrolle wurden als Vorratskolben für weitere Versuche im Kühlschrank aufbewahrt.
C) Versuchsdurchführung
Für die Durchführung des Gel-Biotests, in dem eine Testsubstanz mit sechs Algen bewertet wird, wurden folgende Arbeitsschritte unternommen:
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Abb. 1: Befüllungsschema der Mikrotiterplatten. Exemplarisch sind die erste und fünfte Mikrotiterplatte dargestellt. LK (Leerwert Kontrolle, Medium ohne Zellen und ohne Cadmium); LCd1 (Leerwert, Medium ohne Zelle mit Cadmiumkonzentration 1); CdK (Kontrolle); Cd1 (erste Cadmiumkonzentration mit Zellen); H2O (steriles Aqua dest.).

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D) AuswertungFür die Auswertung wurden die Meßdaten nach jeder Messung mit Hilfe einer Input/Output- Routine direkt in einen PC übertragen und dort mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel verrechnet. Die vier Parallelen für jede Konzentration wurden zu einem Mittelwert zusammengefaßt und der Mittelwert der sechs Leerwerte für jede Konzentration abgezogen. Der resultierende Wert beschrieb das Algenwachstum. Zur Darstellung der Wachstumskurven wurden für jede Konzentration und die Kontrollen die vier Mittelwerte der fünf Messungen (vier Meßtage) gegenüber der Zeit (0 h bis 96 h) aufgetragen (s. Tab. 6, S. 51).
Die weitere Auswertung wird in Anlehnung an den „Wachstumshemmtest mit der Alge Scenedesmus subspicatus und Selenastrum capricornutum“ (DIN 28 692) durchgeführt. Sie basiert darauf, daß die mit dem Mikrotiterplattenphotometer gemessenen Werte der Optischen Dichte auf Zellzahl/ml umgerechnet werden können. Als Grundlage dazu mußten für alle Algenarten Eichversuche durchgeführt werden, in denen die Optischen Dichten Zelldichten der entsprechenden Art zugeordnet wurden (s. Tab. A10 bis A15, S. 126 bis 128). Zwischen der Zunahme der Zelldichte und der Erhöhung des Wertes der Optischen Dichte gibt es innerhalb der ersten 96 h einen linearen Zusammenhang.
Für die Berechnung des Konzentrations-Wirkungs-Verhältnisses wurde ein Verfahren eingesetzt, in dem zuerst die durchschnittlichen spezifischen Wachstumsraten (µ) berechnet wurden. Die durchschnittliche spezifische Wachstumsrate für Kulturen mit einem exponentiellen Wachstum wurde ermittelt als:
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µ |
= |
ln Nn – ln N0 / tn – t0 |
|||
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t0 |
= |
Zeitpunkt zu Prüfbeginn |
|||
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Nn |
= |
gemessene Optische Dichte (Anzahl der Zellen/ml) zum Zeitpunkt tn |
|||
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N0 |
= |
Optische Dichte (Anzahl der Zellen/ml) zum Zeitpunkt t0 |
|||
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tn |
= |
Zeitpunkt der n. Messung nach Prüfbeginn |
|||
Anschließend wurde die prozentuale Verminderung der durchschnittlichen spezifischen Wachstumsrate bei den einzelnen Konzentrationen gegenüber dem Kontrollwert gegen den Logarithmus der Konzentration aufgetragen. Der EC10- und EC50-Wert lassen sich jeweils aus der daraus entstehenden Kurve ableiten. Dies wurde mit einem SAS Programm zur Probitanalyse vorgenommen.
A) Vorkultur
Wie beim Gel-Biotest (s. Kap. 2.4.1, S. 35).
B) Vorbereitung der Testmedien
Wie beim Gel-Biotest (s. Kap. 2.4.1).
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Der BBA-Bodenwurde vor Vermischung mit dem OECD-Flüssigmedium durch ein 2 mm Sieb gegeben und bei 105 °C (DIN 19 683 Teil 4) getrocknet.Auch bei diesem Biotest wurde mit einem Agarzusatz gearbeitet, um das Durchsickern der Algen durch kleine Spalten im Boden zu verhindern. Zusätzlich wurde damit auch eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit dem Gel-Biotest möglich.
Je Testsubstanz wurden fünf Konzentrationsstufen und die Kontrolle angesetzt. Aufgrund der aufwendigeren mikroskopischen Auswertung des Boden-Biotests wurden nicht alle neun Konzentrationen wie beim Gel-Biotest getestet.
C) Versuchsdurchführung
Für die Durchführung des Boden-Biotests, in dem eine Testsubstanz mit vier Algen bewertet wird,
wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:
Abb. 2: Befüllungsschema der Mikrotiterplatte für den Boden-Biotest. K 1 bis 4 (Kontrolle); Cd 1/1 (Cadmiumkonzentration 1 mit Alge 1), H2O (steriles Aqua dest.).

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D) Auswertung
Beim Boden-Biotest ist es erst am Ende der vier Tage möglich, eine Bestimmung der Algendichte im Substrat vorzunehmen. Die Zellzahlzählung eines Teils des Bodens in den Kavitäten alle 24 h würde zu stark in den Biotest eingreifen und das Wachstum der Algen beeinflussen. Aus diesem Grund konnten keine Wachstumskurven über alle vier Tage erstellt werden.
Darstellung der Ergebnisse für den Gel- und Boden-Biotest
| Fußnoten: | |
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