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8  Schlußfolgerung

Zusammenfassend kann das Behandlungskonzept, instrumentelle Therapie mit adjuvanter Antibiose, klinisch als erfolgreich in der Therapie von RPP-Patienten angesehen werden. Unabhängig vom Rauchen ist bei allen Patienten ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt worden. Die Progression der Parodontitis konnte für die Dauer von 6 Monaten aufgehalten werden, womit der Einsatz von Antibiotika gerechtfertigt ist und empfohlen werden kann.

Der Vergleich beider Antibiotikagruppen zeigte, dass die Antibiotikakombination noch besser die Sondierungstiefen reduzierte und im Gegensatz zum Doxycyclin eine gute antimikrobielle Wirkung hatte. Dennoch kann eine Überlegenheit des Amoxicillin+Metronidazol aus diesen Ergebnissen noch nicht gefolgert werden. Da die Behandlung der D-Gruppe auch als erfolgreich gelten kann, muß im Einzelfall überprüft werden, ob die Gabe der Antibiotikakombination wirklich notwendig ist. Die Einnahme von Doxycyclin ist für den Patienten einfacher und verträglicher, so ist das Risiko das Behandlungsziel wegen mangelhafter Compliance zu verfehlen geringer.

Die klinischen Ergebnisse wurden möglicherweise von parodontalen Risikofaktoren, wie Rauchen und IL-1-Genpolymorphismus beeinflußt, doch signifikante Korrelationen ergaben sich nicht. Vielleicht ist die Zahl dieser Untergruppen einfach zu klein, um einen signifikanten Unterschied im Behandlungserfolg zu bestätigen. Daher wäre es sinnvoll durch die Aufnahme weiterer RPP-Patienten die Probandengruppe zu vergrößern und die nun Behandelten weiterzuverfolgen.

Somit ist durch diese Studie der Grundstein zu einer Langzeitstudie gelegt, die bisher zur RPP in der Literatur nicht existiert und Informationen über die langfristige Prognose dieser schweren Parodontitis liefern würde.


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22.10.2004