Dienel, Wolfram: Organisationsprobleme im Ökomarketing - eine transaktionskostentheoretische Analyse im Absatzkanal konventioneller Lebensmittelhandel

Vorwort und Danksagung

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meiner Dissertation steht der ökologische Landbau infolge der BSE-Krise im Zentrum des positiven öffentlichen Interesses. Die Analyse und Lösung der Organisationsprobleme bei der Markterschließung für Produkte aus ökologischem Landbau ist die Voraussetzung für - die auch politisch gewünschte - rasche Ausdehnung des Ökomarktsegments. Das Organisationsproblem ist die entscheidende Barriere, die dem Wachstum entgegensteht.

Mein Interesse für Organisationsprobleme im Ökomarketing entwickelte sich aus der Frage, warum es in Brandenburg nicht möglich war, Öko-Landwirte für die Gründung einer Erzeugergemeinschaft für Obst und Gemüse zu gewinnen, obwohl es an Vermarktungstrukturen mangelte (siehe Fallbeispiel in Kap. 5.3.4.3 , S.162). Bald merkte ich, daß das Problem den gesamten Ökomarkt betrifft und so liefert meine Arbeit einen für das Ökomarketing theoretisch neuen Erklärungsansatz und im empirisch Teil eine Menge “Insider-Wissen“ aus den Experteninterviews entlang der Vermarktungskette.

Die Spezialkenntnisse über die Analyse von Organisationsproblemen im Ökomarketing lassen sich in vielfacher Weise auch auf die Analyse von Markterschließungsprozessen für andere (konventionelle) Qualitätssicherungsprogramme übertragen. So wird die Frage der Organisation eines Qualitätsmanagements in der Vermarktungskette beim “Wiederaufbau“ des infolge der BSE-Krise im Dezember 2000 zusammengebrochenen Rindfleischmarkts eine große Rolle spielen.

Die vorliegende Arbeit entstand während meiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Agrarmarketing und Absatzwirtschaft an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin. Mein Dank gilt insbesondere meinem Vorgesetzten in der Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorvater Prof. Dr. Günther Schade für seine großzügige Unterstützung und fachliche Kritik sowie die wissenschaftliche Freiheit, die er mir einräumte und die es mir erlaubte, mich fünf Jahre lang intensiv mit dem Ökomarkt und Ökomarketing in Deutschland in Lehre und Forschung zu befassen. Prof. Dr. Wolfgang Bokelmann hat als Zweitgutachter immer Zeit für mich gehabt und durch wichtige Hinweise maßgeblich die Struktur meiner Arbeit beeinflußt. Prof. Dr. M. Odening und Dr. Volker Beckmann bin ich für viele theoretische Diskussionen und Literaturhinweise zum Themengebiet der Transaktionskosten- und Institutionentheorie dankbar. Auch Prof. Dr. G. Lorenzl, Prof. Dr. F. Streiffeler, Jürgen Janßen und weitere Wissenschaftler am Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus haben mich durch ihre Beiträge in Kolloquien und persönlichen Fachgesprächen unterstützt. Ich freue mich auf weitere Diskussionen mit Prof. Dr. K. Müller vom "ZALF Müncheberg", dem ich für die engagierte Übernahme des dritten Gutachtens danke.

Besonders verbunden durch einen gemeinsames Wegstück in der regionalen Ökovermarktungsförderung von 1992 bis 1996 im “Förderkreis Ökobörse Berlin-Brandenburg e.V.“ bin ich Dipl. Ing. agr. Amos Ramsauer. Ihm verdanke ich viele inspirierende Gespräche über die Probleme in der Ökomarkterschließung und die Rolle der Erzeugergemeinschaften. Außerdem hat er viele Teile der Arbeit kritisch gelesen.

Dr. Dr. Martina Schäfer von der TU-Berlin hat mir sehr geholfen, indem sie die erste Rohfassung der Arbeit intensiv gelesen und kritisiert hat.

Eine lange Freundschaft und Geschichte der Kooperation verbindet mich mit Dr. Jörg Berkenhagen. Er las meine Arbeit, egal ob er in Amerika oder Berlin lebte.

Eine große Unterstützung bedeutete die didaktische und psychologische Ausbildung bei Dr. Rainer Strotmann und Dr. Dr. Wilfried Wieck. Der regelmäßige Austausch über meine wissenschaftliche Arbeit in der von Dr. Strotmann geleiteten Studiengruppe mit Ralph Schacht, Stefanie Rosenmüller, Ute Riechers, Stefania Garosio und Matthias Rudlof gab mir immer wieder den Rückhalt für den langen Weg der Dissertation.

Meine Nachfolgerin am Fachgebiet Agrarmarketing Katharina Reuter hat mir in der Endphase durch schnelles Korrekturlesen und gute Atmosphäre sehr oft geholfen.

Immer wieder konnte ich mit vielen weiteren Helfern aus meinem Freundeskreis rechnen, die ihren Beitrag in Form von Korrekturlesen, Anmerkungen und Diskussionen brachten. Uli Grefe fertigte meine schönsten Grafiken an. Michael Hüllen, Christian Pfaue, Sören Bott, Dr. Johannes Meyser, Christian Schäfer, Michael Klockmann, Lutz Schriever, Bernd Kroschel, Gabriele Pötzscher, Detmar Leitow haben Korrektur gelesen und wichtige Verbesserungshinweise gemacht.

Außerdem danke ich zahlreichen Akteuren im Ökomarkt für ihre ausführliche Gesprächsbereitschaft. Mein besonderer Dank gilt Mag. H. Allerstorfer vom “Ernteverband“ in Österreich für die Gastfreundschaft, die er unserer universitären Exkursion 1996 zukommen ließ.

Wolfram Dienel


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Wed Oct 9 10:01:09 2002