5 Zusammenfassung

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Die Bestimmung des Trockengewichts bei Dialysepatienten bereitet in der klinischen Praxis nach wie vor Schwierigkeiten und kann nicht von einem einzelnen Wert abhängig gemacht werden. Chronische Überwässerung oder Flüssigkeitsmangel sind die Folge einer inadäquaten Dialysebehandlung und stellen ein Risiko für die gesamte Entwicklung, besonders aber für kardiovaskuläre Spätschäden dar.

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Die BIA zeigt empfindlich, reproduzierbar und mit einer geringen Beobachtervarianz Veränderungen im Wasserhaushalt von Dialysepatienten an. Die Stärke der Resistanzmessung liegt in der Einfachheit der Handhabung. Sie eignet sich daher zur individuellen Verlaufsbeobachtung der Patienten am Krankenbett. Geringe Flüssigkeitsschwankungen werden im Verhältnis zur Gewichtsveränderung erfasst. Dadurch wird die Erhaltung und Optimierung eines adäquaten Trockengewichtes ermöglicht. Der Einsatz der RZ-Normalwerte zur Bestimmung des Trockengewichtes wird durch die Dystrophie der meisten Dialysepatienten eingeschränkt. Die unkritische Anwendung der Normogramme würde zu einem falsch hohen Trockengewicht mit einer daraus folgenden Überwässerung der Patienten führen. Eine quantitative Unterscheidung von Veränderungen zwischen IZV und EZV ist nicht möglich.

Die Bestimmung des IVCD ist aufwändiger und weist eine größere Beobachtervarianz auf. Der Ernährungszustand hat dagegen keinen Einfluss auf die Messwerte. Dies ermöglicht den Vergleich des IVCD der Dialysepatienten mit den Normogrammen unabhängig von der Muskelmasse der Patienten. In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass der IVCD bei Patienten mit einem Bluthochdruck gegenüber normotonen Patienten vor und nach der Dialyse erweitert war. Zur Reduzierung des methodischen Fehlers sind genaue anatomische Kenntnisse über den Messpunkt und das Messen in Rücken- und Linksseitenlage im M-Mode erforderlich.

Zusammengefasst zeigen die Untersuchungen, dass die BIA und der IVCD die Beurteilung des Wasserhaushaltes der Dialysepatienten deutlich vereinfachen. Sie bilden zum einen den Extravasal- und zum anderen den Intravasalraum ab. In der Kombination ermöglichen sie, eine unverhältnismäßige Einlagerung von Wasser im Verhältnis zur Gewichtszunahme im interdialytischen Intervall zu erkennen.

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Die RZ und der IVCD sind zwei einfach zu erhebende Parameter, die ergänzend zu Verlauf von Gewicht und Blutdruck die Optimierung und Erhaltung eines adäquaten Trockengewichtes beim Dialysepatienten ermöglichen.


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13.12.2005