6 Ausblick

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Die RZ des gesamten Körpers und der IVCD in Bezug auf die KOF erleichtern die Einstellung und Erhaltung eines adäquaten Trockengewichtes. Ein kritische Bewertung der Messergebnisse ist in jedem Fall notwendig, da beide Methoden nicht zu unterschätzende Fehlermöglichkeiten aufweisen. Eine Verbesserung der Untersuchungsmethoden muss Ziel weiterer Forschung sein.

6.1 BIA

Die BIA der Ganzkörpermessung wird durch die Extremitäten dominiert [97]. Der distale Anteil der Arme und Beine macht ca. 50% der Gesamtkörpermessung aus. Der Grund dafür liegt in im verhältnismäßig geringen Querschnitt dieser Körpersegmente [43].

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Kuschner et al. beschreiben eine einfache BIA-Methode, bei der eine segmentale, bipedale Messung der unteren Extremitäten zu einem guten Schätzwert des TBW führt [143]. Die Beine bieten sich für die Messung an, da sich hier bei Personen in aufrechter Haltung ein Großteil der Flüssigkeit der Gravitation folgend ansammelt. Untersuchungen zu den orthostatischen Einflüssen auf die BIA haben gezeigt, dass es nach dem Einnehmen der liegenden Position durch einen verstärkten Rückfluss des Blutes zum Stamm zu einer Zunahme der RZ kommt [73]. Eine Messung im Stehen reduziert den Einfluss dieses Blutpooling auf die RZ und reduziert die Wartezeit.

Die exakte Beurteilung des Hydratationszustandes setzt Kenntnis der Geometrie des zu messenden Segments voraus . Ein möglicher Ansatz ist die bipedale Messung und die Bestimmung von Beinlänge (lS)und z.B. Wadenumfang (uS). Die Beine können näherungsweise als Kreiszylinder aufgefasst und die gemessene RZS zu lS unduS in Bezug gesetzt werden.

Mögliche Unterschiede zwischen Geschlecht, Alter in verschiedenen Populationen sollten untersucht werden.

6.2 IVCD

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Der IVCD bildet den Füllungszustand des Intravasalsystems ab. Vergleichswerte sind unabhängig vom Ernährungszustand verwendbar. Die Methode unterliegt einem hohen systemischen Fehler. Der Einsatz der Doppler-Sonographie ermöglichte bei Herzpatienten die Beurteilung des venösen Rückflusses u.a. auch in der IVC [144]. Die Bestimmung des Volumenflusses zusätzlich zum IVCD könnte eine noch genauere Aussage über das Flüssigkeitsvolumen des Gefäßsystems ermöglichen. Zusätzlich ließen sich die artefaktbedingten Fehler in der Bestimmung des IVCD reduzieren.


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13.12.2005