Emotionale und motivationale Effekte
von Erwartungen und erwartungsbezogenen Erfahrungen im Rehabilitationsprozess

Eine Untersuchung von Effekten
erwartungsgemäßer und erwartungsdiskrepanter Behandlungsergebnisse

Dissertation

zur Erlangung des akademischen Grades Dr. phil.

eingereicht am 24. Juni 2003

Philosophische Fakultät IV
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Humboldt-Universität zu Berlin

Birte Dohnke
geboren am 30.03.1973 in Marl / Westfalen

Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin: Prof. Dr. J. Mlynek

Dekan der Philosophischen Fakultät IV: Prof. Dr. D. Benner

Gutachter:
1. Prof. Dr. Werner Müller-Fahrnow
2. Prof. Dr. Ralf Schwarzer
3. Prof. Dr. Bernd Ahrbeck

Tag der mündlichen Prüfung: 12. Mai 2004

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurde zur Untersuchung der vielfach postulierten Bedeutung von Erwartungen für Verlauf und Ergebnisse einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme (vgl. Deck, 1999; Deck, Zimmermann, Kohlmann & Raspe, 1998b; Faller, Vogel & Bosch, 2000; Hafen, Bengel, Jastrebow & Nübling, 2000; Kühn, Pannicke, Mohs & Schneider, 2001) die sozial-kognitive bzw. Selbstwirksamkeitstheorie von Bandura (1997) als geeigneter Forschungsansatz vorgestellt. Sie vermag den Einfluss von Erwartungen auf Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand zu erklären und zugleich auch die Bildung von Erwartungen zu beschreiben.

Ausgehend von der motivationalen Bedeutung von Erwartungen wurde angenommen, dass erwartungsgemäße und erwartungsdiskrepante Behandlungsergebnisse emotionale und motivationale Effekte haben können, die wiederum den weiteren Rehabilitationsverlauf beeinflussen können. Zur Erklärung dieser Effekte wurde ein Modell vorgestellt unter Einbezug der sozial-kognitiven Theorie von Bandura (1997; Marlatt & Gordon, 1985), der Selbstregulationstheorie von Carver und Scheier (1998) sowie der kognitiv-transaktionalen Stresstheorie von Lazarus (1991).

Dieses Modell bzw. aus ihm abgeleitete Untersuchungsfragen wurden einer ersten empirischen Prüfung unterzogen. Als Datengrundlage diente die zweite multizentrische MSK-QMS Studie zur stationären Rehabilitation nach Hüftgelenkersatz, die als Längsschnittstudie die Möglichkeit bot, diesen beiden Fragestellungen nachzugehen.

Die Ergebnisse bestätigen die Bedeutung positiver bzw. hoher Ergebnis- und Selbstwirksamkeitserwartungen für den Verlauf und die Ergebnisse einer stationären Rehabilitationsmaßnahme nach Hüftgelenkersatz. Darüber hinaus bestätigt die empirische Prüfung des vorgestellten Erklärungsmodells (indirekte) emotionale sowie (direkte und indirekte) motivationale Effekte erwartungsgemäßer und erwartungsdiskrepanter Behandlungsergebnisse im Rehabilitationsprozess.

Diese Ergebnisse wurden theoretisch eingebettet und theoriegestützt interpretiert. Praktische Konsequenzen wurden abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis

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05.10.2006