8. Vorschläge für weitere Forschungsarbeiten

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Es ließ sich anhand der durchgeführten Versuche zum Wirkmechanismus der Applikation von Bacillus subtilis und Lactobacillus auf das Wachstum von Sedum album feststellen, dass die beiden Nutzbakterien einen positiven Effekt auf die Vegetationsentwicklung ausübten. Zusätzlich war auch gleichzeitig eine verbesserte Wuchsleistung durch die Anwendung von Nährsubstrat spürbar.

Die Versuchsergebnisse belegten damit, dass das Vorhandensein von Rhizobakterien eine Art von Modifikation der Substrateigenschaften hierbeiführte. Dennoch war aber die Beigabe von Nährsubstrat sinnvoll, die bei den Pflanzen erhebliche Wuchsverbesserungen hervorrief. Aufgrund dieser Befunde sollten sich dieweiterzuführenden Forschungen darauf konzentrieren.

Ein Schwerpunkt weiterer Untersuchungen sollte in der Suche nach Kombinationsmöglich-keiten von Nutzbakterien mit Bodenhilfsmitteln bestehen, welche die Aktivität der Bakterien im Substrat steigern.Die Kombination von Mikroorganismen mit dem Nährsubstrat war bereits im Feldversuch ein erster Schritt, Wachstum und Aktivität der Bakterien durch Zugabe fördernder Substanzen zu erhöhen. In dieser Richtung sollten die Arbeiten weitergeführt werden.

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Es ist unter gestalterischen Aspekten empfehlenswert, Pflanzengesellschaften von Moosen und Sukkulenten zu verwenden. Damit die Naturierung abwechselungsreicher und vielfältiger erscheint, sind neben S. album weitere Arten, wie S. acre und S. sexangulare sowie S. spurium mit S. reflexum zur Erprobung besonders wertvoll. Es sind vorwiegend gutwüchsige Pflanzen mit schönen Blüten und guter Gruppenwirkung.

Es ist weiterhin zu prüfen, ob die Lactobacillus - Stoffwechselprodukte auch das Wachstum von Pflanzen unter den jeweiligen Kulturbedingungen beeinflussen können, da dieses Ziel in dieser Arbeit nicht angestrebt war. Deshalb sind zunächst im Labor Untersuchungen zur Aufklärung von Wirkungsursachen notwendig, um sie unter Feldbedingungen anwendbar zu machen. Um den Einsatz von Milchsäurebakterien zu fördern, kann es erforderlich sein, dass man Änderungen in ihrer Kulturmethode durchführt, um günstige Bedingungen für deren Lebensstrategie zu erzielen, die:

  1. das Wachstum und Überleben der inokulierten Mikroorganismen erlauben und
  2. ihre Ansprüche an Nährstoffe und Umwelt vollständig berücksichtigen,
  3. ihre ökologischen Beziehungen und Wechselwirkungen mit anderen Mikroorganismen verstehen lassen sowie
  4. das Wachstum und die Aktivität von Pflanzenpathogenen besser unterdrücken.


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06.06.2005