| Katrin Feder: Katamnestische Untersuchungen zur suprakondylären und y-kondylären Humerusfraktur im Kindesalter |
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Aus der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin
DISSERTATION
Katamnestische Untersuchungen zur suprakondylären und
y-kondylären Humerusfraktur im Kindesalter
Zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor medicinae (Dr. med.)
vorgelegt der Medizinischen Fakultät der Charité –
Universitätsmedizin Berlin
von
Katrin
Feder
aus Potsdam
Dekan: Prof. Dr. med. Martin Paul
Gutachter:
1. Prof. Dr. med. H. Mau
2. Prof. Dr. med. J. Bennek
3. Prof. Dr. med. D.Roesner
Datum der Promotion: 25.04.2005
.
Abstract (deutsch)
Die Arbeit beschäftigt sich mit der suprakondylären und y-kondylären Humerusfraktur im Kindesalter. Die suprakondyläre Humerusfraktur ist die häufigste Ellenbogenfraktur beim Kind, die y-kondyläre Fraktur ist der suprakondylären ähnlich, tritt aber nur selten auf. Es wurden 172 suprakondyläre und 6 y-kondyläre Humerusfrakturen retrospektiv untersucht. Dazu wurden die Daten von 55 ambulant und 123 stationär behandelten Kindern bezüglich Unfallursache, Therapie und Komplikationen ausgewertet. Die Röntgenbilder der stationären Patienten wurden nachbefundet. 32,5% der stationär behandelten Kinder konnten nachuntersucht werden.
Die häufigste Unfallursache war ein Sturz aus der Höhe. Im Patientengut waren Frakturen nach Baumann Klassifikation I, II und III zu ähnlichen Teilen vorhanden. Häufigste Behandlungsverfahren waren, ggf. nach geschlossener Reposition, Ruhigstellung in Gipslonguetten oder Blountscher Schlinge, und geschlossene oder offene Reposition und anschließende Fixation mittels Kirschner Drähten. Die häufigsten Komplikationen waren primäre und sekundäre Nervenstörungen, Abweichung der Ellenbogenachse oder Bewegungseinschränkung nach Therapie. 68,5% der nachuntersuchten Patienten hatten ein exzellentes oder gutes Behandlungsergebnis.
Die Analyse der Ergebnisse und deren Vergleich mit den Ergebnissen anderer Autoren zeigen Folgendes: Nicht dislozierte Extensionsfrakturen sollten in der Blountschen Schlinge ruhiggestellt werden. Dislozierte Frakturen müssen exakt und schonend, möglichst geschlossen, reponiert werden. Gekreuzte Kirschner Drähte bieten gute Stabilität. Primäre und sekundäre Nervenstörungen haben eine gute Prognose. Radiologische Hilfsmittel wie Baumannwinkel, Rotationsfehlerquotient und Epiphysenachsenwinkel geben nur eine Orientierung bei der Vermeidung von Abweichungen der Ellenbogenachse oder Bewegungseinschränkungen. y-kondyläre Frakturen mit nur geringer Dislokation der Kondylenfragmente können primär wie suprakondyläre Frakturen behandelt werden.
Eigene Schlagworte:
Humerusfraktur,
y-kondyläre Humerusfraktur,
Ellenbogenfraktur,
Kind
Abstract (englisch)
This paper deals with supracondylar and y-condylar humerus fractures in childhood. The supracondylar humerus fracture is the most frequent elbow fracture in children, the y-condylar fracture is similar to the supracondylar one, but occurs only rarely. 172 supracondylar and 6 y-condylar humerus fractures have been analysed retrospectively. For that purpose data of 55 outpatients and 123 in-house treated children have been analysed with regard to the cause of accident, therapy and complications. The radiographs of the in-patients have been revaluated. 32.5% of the in-patients have been seen for follow-up.
Most frequent cause of accident was a fall from a height. Within the group of patients, fractures that were classified to Baumann I, II and III occurred to equal rates. The treatments which were used mostly are immobilization in plaster casts or Blount´s loop, after closed reduction if necessary, and closed or open reduction followed by fixation by Kirschner wires. The most frequent complications were primary and secondary nerval disorders, deviation of the axis of the elbow or limitation of elbow function after therapy. 68.5% of the follow-up patients had an excellent or good outcome.
The analysis of the results including their comparison to the results of other authors have led to the following conclusion: Nondisplaced extension fractures should be immobilized by Blount`s method. Displaced fractures have to be reduced accurately and sparing, if possible by closed reduction. Crossed Kirschner wires provide a good stability. Primary and secondary nerval disorders have got a good prognosis. Radiological tools like angle of Baumann, rotation error quotient and angle of epiphyseal axis only provide an orientation in avoiding deviation of elbow axis or limitation of elbow function. Y-condylar fractures with only slight dislocation of the condylar fragments can primary be treated like supracondylar fractures.
Keywords:
fracture of the humerus,
y-condylar fracture of the humerus,
elbow fracture,
child
Inhaltsverzeichnis
-
1
Einleitung
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1.1
Allgemeiner Teil
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1.1.1 Anatomie und physiologische Ursachen für die Fraktur
-
1.1.2 Definition und Klassifikation
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1.1.3
Unfallmechanismen
-
1.1.4 Diagnostik
-
1.1.5 Selbstkorrekturmöglichkeiten des wachsenden Skeletts
-
1.1.6 Therapie
-
1.1.7 Komplikationen
-
2 Material und Methoden
-
2.1 Patientengut
-
2.2 Nachuntersuchung
-
2.3 Datenverarbeitung
-
3 Ergebnisse
-
3.1 Patientengut
-
3.2
Unfallursachen
-
3.3 Frakturen
-
3.4 Assoziierte Verletzungen
-
3.5 Diagnostik
-
3.6 Therapie
-
3.7 Komplikationen und deren Therapie
-
3.8 Ergebnisse der Nachuntersuchung
-
3.9 Radiologische Ergebnisse der konventionellen Röntgenaufnahmen
-
4 Diskussion
-
4.1 Patientengut
-
4.2 Unfallursachen
-
4.3 Frakturen
-
4.4 Assoziierte Verletzungen
-
4.5 Diagnostik
-
4.6 Therapie
-
4.7 Komplikationen und deren Therapie
-
4.8 Ergebnisse der Nachuntersuchung
-
4.9 Radiologische Ergebnisse der konventionellen Röntgenaufnahmen
-
5 Zusammenfassung
-
Literaturverzeichnis
-
Danksagung
-
Erklärung an Eides Statt
Tabellen
-
Tabelle 1: Klassifikationen der suprakondylären Humerusfraktur
[2,5,8,
19,25]
-
Tabelle 2: Beurteilungsschema für die objektive Beurteilung des Behandlungsergebnisses
angelehnt an Flynn et. al.
[60]
-
Tabelle 3: Alter bei Unfall
-
Tabelle 4: Unfalluhrzeit
-
Tabelle 5: Unfallart aufgeschlüsselt nach Fallhöhe
-
Tabelle 6: Genaue Beschreibung des Unfalls
-
Tabelle 7: Unfallort
-
Tabelle 8: Baumannklassifikation der einzelnen Frakturen
-
Tabelle 9: Nervale Störungen aufgeschlüsselt nach Baumannklassifikation
-
Tabelle 10: Durchblutungsstörungen aufgeschlüsselt nach Baumannklassifikation
-
Tabelle 11: Initiales Röntgenbild
-
Tabelle 12: Behandlung aufgeschlüsselt nach Frakturtyp und Baumannklassifikation
-
Tabelle 13: Konservative Therapie, Aufschlüsselung des Therapieinhalts
-
Tabelle 14: Operative Therapie, Aufschlüsselung des Therapieinhaltes
-
Tabelle 15: Repositionsweise
-
Tabelle 16: Dauer der Hospitalisation aufgeschlüsselt nach Baumannklassifikation
-
Tabelle 17: Dauer der Hospitalisation bei geschlossener bzw. offener Reposition
-
Tabelle 18: Wechsel der Immobilisationsweise
-
Tabelle 19: Art der Materialentfernung (ME)
-
Tabelle 20: Therapie der Komplikationen nach auswärtiger Primärbehandlung
-
Tabelle 21: In der Kinderchirurgischen Klinik der Charité aufgetretene Komplikationen der
Frakturstellung
-
Tabelle 22: In der Kinderchirurgischen Klinik der Charité aufgetretene postoperative nervale
Komplikationen und ihre Therapie
-
Tabelle 23: Subjektive Beschwerden bei der Nachuntersuchung
-
Tabelle 24: Subjektive Zufriedenheit mit dem funktionellen und kosmetischen Behandlungsergebnis
-
Tabelle 25: Objektive Beurteilung des Behandlungsergebnisses angelehnt an Flynn et. al.
[60]
mit Angabe des Grundes der Herunterstufung auf eine schlechtere Klasse
-
Tabelle 26: Objektive Beurteilung des Behandlungsergebnisses angelehnt an Flynn et. al.
[60]
aufgeschlüsselt nach Baumannklassifikation und Therapieverfahren
-
Tabelle 27: Objektive Beurteilung des funktionellen Behandlungsergebnisses angelehnt an Flynn et. al.
[60]
-
Tabelle 28: Verhältnis von subjektiver zu objektiver Beurteilung des funktionellen Behandlungsergebnisses
-
Tabelle 29: Verhältnis von subjektiver zu objektiver Beurteilung des kosmetischen Behandlungsergebnisses
-
Tabelle 30: Frakturtyp und Baumannklassifikation der Patienten, deren Röntgenbilder ausgewertet wurden
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Tabelle 31: Baumannwinkel auf dem initialen Röntgenbild (in Abhängigkeit zum Dislokationsgrad nach Baumann) und nach Behandlung und ggf. endgültiger Reposition
-
Tabelle 32: Rotationsfehlerquotient (RFQ) auf dem initialen Röntgenbild (in Abhängigkeit zum Dislokationsgrad nach Baumann) und nach Behandlung und ggf. endgültiger Reposition
-
Tabelle 33: Nach Behandlung, und ggf. endgültiger Reposition, gemessener RFQ und Baumannwinkel der Patienten, die bei Nachuntersuchung Achsabweichungen bzw. Fehlstellungen zeigten
-
Tabelle 34: Epiphysenachsenwinkel auf dem initialen Röntgenbild (in Abhängigkeit zum Dislokationsgrad
nach Baumann) und nach Behandlung und ggf. endgültiger Reposition
-
Tabelle 35: Winkel zwischen Achse des distalen und Achse des proximalen Fragments auf dem initialen Röntgenbild (in Abhängigkeit zum Dislokationsgrad nach Baumann) und nach Behandlung und ggf. endgültiger Reposition
-
Tabelle 36: Fälle mit deutlichem Achsknick in der Sagittalebene nach Behandlung und ggf. endgültiger Reposition: Zusammenhang von Winkel zwischen distalem und proximalem Fragment und Epiphysenachsenwinkel
-
Tabelle 37: Verteilung des Patientengutes im Vergleich zum Kollektiv anderer Autoren
[7,10,44,
46,63,76]
auf die Dislokationsklassen nach Baumann
[2]
Bilder
-
Abb. 1: Erscheinen der Knochenkerne und Schluss der Epiphysenfugen in Lebensjahren
(nach [16,17,18,
19,20])
-
Abb. 2: y-kondyläre Fraktur, das distale Fragment ist zusätzlich interkondylär frakturiert
-
Abb. 3: Baumann I- Fraktur, der Frakturspalt ist kaum sichtbar (markiert)
-
Abb. 4: Baumann II- Fraktur, Fragmente disloziert aber in Kontakt
-
Abb. 5: Baumann III Fraktur, Fragmente disloziert, kein Kontakt
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Abb. 6: Rogers Hilfslinien: 1. normal, 2. Extensions-, 3. Flexionsfraktur
(nach [20])
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Abb. 7: Epiphysenachsenwinkel (a) und Baumannwinkel α (b)
(nach [7] und [2])
-
Abb. 8: Rotationsfehlerquotient
(nach [20])
-
Abb. 9: suprakondyläre Fraktur Baumann III, zusätzlich distale Radiusfraktur
-
Abb. 10: Alter bei Unfall aufgeschlüsselt nach Geschlecht
-
Abb. 11: Jahreszeitliche Verteilung der Unfälle
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Abb. 12: Dauer der Hospitalisation
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Abb. 13: Anzahl der ambulanten Nachkontrollen der stationär behandelten Patienten
-
Abb. 14: Anzahl der Nachkontrollen der ambulant behandelten Patienten
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| DiML DTD Version 4.0 | Zertifizierter Dokumentenserver der Humboldt-Universität zu Berlin | HTML-Version erstellt am: 10.11.2005 |