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9  Zusammenfassung

Die Felduntersuchungen im Sudan und die Versuche in den Gewächshäusern in Berlin-Dahlem haben folgende Ergebnisse erzielt:

  1. Der Baobab (Adansonia digitata) ist ein mächtiger und laubabwerfender Baum, der im Sudan heimisch ist. Neben den Früchten bietet er eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten u.a. als Nahrungs- und Heilmittel.
  2. Die Tamarinde (Tamarindus indica) ist ein graziöser und immergrüner Baum, der im Sudan verbreitet ist. Die Früchte sind bei der Bevölkerung sehr begehrt. Weiterhin ist er Grundlage für viele Forstprodukte.
  3. Im Zentralsudan konnten weitere Wildobstarten identifiziert werden, die zur Sicherung der Nahrungsgrundlage der ländlichen Bevölkerung in den Savannen beitragen.
  4. Vor allem im Nordsudan existieren große, potenzielle Agrarflächen, auf denen die Bodenversalzung als limitierender Faktor wirkt. Um Nahrungssicherheit für die zunehmende Bevölkerung zu gewährleisten, erlagen diese marginalen Flächen immer mehr an Bedeutung.
  5. Die Gewächshausversuche über einen Zeitraum von 20 Wochen zeigten, dass bei Adansonia digitata-Sämlingen das Wachstum und der Stoffwechsel bereits bei Salzbelastungen von 20 mM NaCl stark beeinflusst wurden. Daher kann diese Art im Sämlingsstadium als sehr salzempfindlich eingestuft werden.
  6. Tamarindus indica-Sämlinge tolerierten Salzbelastungen von 40 mM NaCl. Daraus folgt, dass die Tamarinde im Vergleich zu anderen Obstarten im Sämlingsstadium relativ salzverträglich ist.
  7. Unter den gegebenen Versuchsumständen ist zu vermuten, dass die Tamarinde eher geeignet scheint für die Kultivierung in salzbelasteten semiariden Gebieten.
  8. Weitere Untersuchungen sind notwendig und vielversprechend.


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20.11.2003