Gebhardt, Deborah Patricia: Verbesserung des Ernährungszustands bei Patienten mit Leberzirrhose nach Implantation eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Stent-Shunts (TIPS)

14

Kapitel 3. Patienten

In dieser Längsschnittstudie wurden 22 konsekutive Patienten prospektiv untersucht, die wegen Komplikationen der portalen Hypertension eine Behandlung mittels TIPS erhielten. Es handelte sich dabei vornehmlich um Patienten im Stadium CHILD A und B, Patienten im fortgeschrittenen Stadium C der Leberzirrhose waren in der Minderzahl. Es wurden in die Studie 8 Frauen und 14 Männer eingeschlossen. Das Alter der Patienten betrug im Mittel 54,8 ± 9,8 Jahre. Die Mehrzahl der in dieser Studie beobachteten Patienten hatte eine durch Alkoholabusus bedingte Zirrhose entwickelt (n = 20), in je einem Fall lag eine primär biliäre Zirrhose bzw. eine autoimmune Hepatitis zugrunde. Die Indikationen zur TIPS-Anlage waren rezidivierende Ösophagusvarizenblutungen (n=14) oder therapierefraktärer Aszites (n=8). Patienten mit zusätzlicher Malignomerkrankung -auch einer zurückliegenden- oder einer Schilddrüsenfehlfunktion wurden von der Studie ausgeschlossen.

Tabelle 4: Untersuchungsprotokoll

Untersuchung

Vor

TIPS

1 Monat

nach TIPS

6 Monate

nach TIPS

12 Monate

nach TIPS

Anthropometrie

+

+

+

+

BIA

+

+

+

+

TBP

+

 

+

 

Kalorimetrie

+

+

+

+

EBIS

+

 

+

 

Blutentnahme

+

+

+

+

24-h-Sammelurin

+

+

+

+

Schilddrüsen-hormone

+

+

+

+

Psychometrie

+

+

+

+

Permeabilitäts-test

+

+

+

+


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3.2 Kontrollgruppe

Zusätzlich wurde eine Gruppe freiwilliger, gesunder Normalpersonen (n=22; m=10, f=12) im Alter von > 40 und < 70 Jahren untersucht (näheres siehe Anhang). Die Kontrollgruppe weicht zwar im Geschlechterverhältnis, nicht aber in der Altersstruktur von der Patientengruppe ab. Da die Indikation zur TIPS-Anlage im Therapieversagen vorgeschalteter Maßnahmen bestand, war die Untersuchung an einer Patientengruppe ohne TIPS aus ethischen Gründen nicht möglich. Es fanden bei den Kontrollpersonen keine Bestimmungen der Ganzkörperkaliummenge, Tests der gastrointestinalen Permeabilität, der oralen Glukosetoleranz und keine psychometrischen Tests statt. Die Labordiagnostik bestand bei den gesunden Kontrollen aus einem großen Blutbild mit Leberwerten (ALAT, ASAT, gamma-GT, AP, CHE, Gesamt-Cholesterin), LDH, Retentionswerten (Harnstoff, Kreatinin), Gesamt-Bilirubin, Serumprotein und -albumin, Gerinnungswerten (aPTT, Quick-Wert), Pankreaswerten (Amylase, Lipase), Serumelektrolyten (Na, K, Ca, P, Mg), NH3, CRP, Blutzucker, Triglyzeriden, Harnsäure und einer Schilddrüsenhormondiagnostik (TSH, fT3, fT4). Die Urindiagnostik bestand aus einem 24-h-Sammelurin, in dem Na, K, Harnstoff, Kreatinin, Glukose, Osmolalität, Protein quantitativ bestimmt wurden.


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Thu Aug 15 17:11:10 2002