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Fragestellung

Betrachtet wird der Arbeitsprozess einer Ultraschalluntersuchung im diagnostischen Funktionsbereich einer radiologischen Abteilung hinsichtlich Arbeitsaufwand und Personalkosten pro Patient bzw. Untersuchung sowie Geräteauslastung.

3.1 Ultraschalluntersuchung des Abdomens

Eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens durch einen niedergelassenen Radiologen wird derzeit (Stand 4. Quartal 2001) mit Beträgen zwischen 13,09 € (Primärkassen) und 17,03 € (Sekundärkassen) vergütet. Niedergelassene Internisten erhalten zwischen 20,44 € und 25,84 € [6 , 37 ]. Mit diesem Betrag müssen alle bei der Untersuchung entstehenden direkten und indirekten Kosten beglichen werden. Das beinhaltet den Arbeitsaufwand (Untersuchung, Befunderstellung, Bildarchivierung, Akten- und Terminverwaltung), Abschreibungs- und Unterhaltskosten für das Ultraschallgerät, Einwegmaterialien wie das Ultraschallgel, Druckerpapier und Büromaterial, Elektrizität, Raummiete und evtl. weitere versteckte Kosten.

Diese Beträge erscheinen subjektiv niedrig und dem zu erwartenden Aufwand plus Zusatzkosten nicht angemessen. Genaue Daten über den tatsächlichen durchschnittlichen Arbeitsaufwand einer Ultraschalluntersuchung des Abdomens mit allen Begleittätigkeiten und den damit verbundenen Kosten sind nicht bekannt. In dieser Arbeit werden Eckdaten zum Aufwand einer Ultraschalluntersuchung des Abdomens ermittelt:

3.2 Ausbildungs- vs. Facharztszenarium

Der betrachtete Arbeitsplatz ist ein Ausbildungsplatz. Ausbildung erfordert erhöhten menschlichen und finanziellen Einsatz im Vergleich zum Routinebetrieb.

Daraus resultierend werden folgende Fragestellungen untersucht:

3.3 Digitale Infrastruktur

Effektivität, Aufwands- und Kosteneffizienz einer digitalen Infrastruktur wurden bisher in erster Linie im Zusammenhang mit telemedizinischen Anwendungen evaluiert [13 , 20 , 21 , 27 , 28 , 34 , 38 , 41 , 42 , 43 , 44 , 50 , 59 ]. Auch Einzelkomponenten einer digitalen Infrastruktur wurden hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz evaluiert [18 , 35 , 52 ]. Während die Effektivität fast durchgängig gleichbleibend oder besser als mit konventioneller Infrastruktur beschrieben ist, variieren die Ergebnisse bzgl. der Kosteneffizienz. Dies ist auf unterschiedliche Kostenmodelle [18 ] und unterschiedliche Einbettung der digitalen Hilfsmittel in den Arbeitsablauf [58 ] zurück zu führen.

Ein Aspekt, der in vielen Betrachtungen zu digitalen Hilfsmitteln zu wenig beachtet wird, ist ihr Einfluss auf den Arbeitsablauf. Ein wesentlicher Effizienzgewinn lässt sich nur durch Anpassung des Arbeitsablauf an die Möglichkeiten einer digitalen Infrastruktur erreichen [10 , 11 , 12 , 58 ].

Die hier vorausgesetzte digitale Infrastruktur umfasst mehrere funktionale Komponenten.

Die Erwartung eines Effizienzgewinns durch eine digitale Infrastruktur stützt sich auf die umfassenden funktionellen Möglichkeiten, die eine elektronische Datenverarbeitung eröffnet.

Im Einzelnen werden folgende Fragestellungen behandelt:


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29.12.2003