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6  Zusammenfassung

Die Gruppe der Patienten nach chirurgisch korrigierter Fallotscher Tetralogie erreicht mit der Verbesserung der Operationsmethoden und der engmaschigen Nachsorge immer höhere Lebensalter. Dabei wird die individuelle Prognose des Patienten mit dem Auftreten von kardialen Arrhythmien deutlich schlechter. In dieser Studie wurde mittels der Magnetresonanztomographie anhand einer größeren Population von postoperativen Fallot-Patienten zur Risikostratifizierung untersucht, welche Herz- und Zeitparameter die Dauer des QRS-Komplexes verlängern und damit möglicherweise das Risiko für das Auftreten von Arrhythmien erhöhen.

Als bedeutendste Größe stellte sich hierbei die pulmonale Regurgitationsfraktion (RF-F) heraus, die sich mit Hilfe der magnetresonanztomographischen Flußmessung genau und mit vertretbarem Zeitaufwand quantifizieren läßt und z.Zt. den Goldstandard für die Bestimmung von Regurgitationsvolumina darstellt. Die Anwendung der MR-Flußmessung in den Nachsorgeuntersuchungen scheint aufgrund der großen prognostischen Bedeutung der Regurgitationsfraktion sinnvoll, auch wenn sie verglichen mit der Echokardiographie zeitlich aufwendiger ist.

Die postoperative Situation der korrigierten Fallot-Patienten bringt es mit sich, daß hauptsächlich der rechte Ventrikel durch die hämodynamischen Gegebenheiten beeinträchtigt wird. In dieser Studie fand sich jedoch lediglich eine schwache Korrelation zwischen rechtsventrikulärem enddiastolischen Volumenindex (RV-EDVI), als Maß für die Größe des rechten Ventrikels, und der Dauer des QRS-Komplexes.

Der rechtsventrikuläre enddiastolische Muskelmassenindex (RV-MMI-ED) zeigte keine Beziehung zur QRS-Dauer.

Aussagekräftigere Ergebnisse lieferte die multiple Regressionsanalyse. Mit dem linksventrikulären enddiastolischen Volumenindex (LV-EDVI) zeigte sich hier auch eine linksventrikuläre Größe mit Einfluß auf die QRS-Dauer. Dies läßt vermuten, daß die primäre Beeinträchtigung des rechten Ventrikels zu einer sekundären Beeinträchtigung des linken Ventrikels führt. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob sich diese

These bestätigt. Die MRT bietet hierbei die Möglichkeit, simultan die Funktion beider Ventrikel zu erfassen und ist daher als Modalität hervorragend geeignet.


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Als wenig aussagekräftige prognostische Parameter erwiesen sich die Ejektionsfraktionen beider Ventrikel, die keinerlei signifikante Beziehung zur QRS-Dauer zeigten.


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23.01.2004