2. Fragestellung

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Das Ösophaguskarzinom ist ein sehr agressiver Tumor und hat trotz Fortschritten in operativen Techniken, der Strahlen- und der Chemotherapie, nach wie vor eine schlechte Prognose. Leider haben die bisherigen aggressiven multimodalen Therapiekonzepte die Prognose jedoch nicht wesentlich verbessern können. Ziel dieser Arbeit ist daher, über Bestimmung von molekularen Markern, die Agressivität der Tumoren individuell zu bestimmen, um zukünftig die Therapie für jeden Patienten durch Eskalation bzw. De-Eskalation optimieren und damit das Überleben signifikant verbessern bzw. unnötige Therapien vermeiden zu können. Diese Untersuchungen sollten an einem Kollektiv von 53 Patienten mit Plattenepithelkarzinom des Ösophagus retrospektiv durchgeführt werden, die mit kurativer Intention R0-reseziert wurden. Im Hinblick auf die hohe Relevanz von Regulatoren des Zellzyklus und der Apoptose für die Tumorpathogenese und die Tumorbiologie sollten Komponenten des Rb-Signalwegs (Rb, Cyclin D1, Cyclin E, p16INK4a, p27KIP1, sowie K-ras als übergeordnetes Onkogen) und des p53-Signalwegs (p53, Bax, Bcl-2, p21CIP/WAF-1) bezüglich Expression bzw. Mutation untersucht und mit klinisch-pathologischen Charakteristika korreliert werden. Hierdurch sollte ein Bezug hergestellt werden zwischen der Inaktivierung von Zellzyklus-Kontrollmechanismen und der Störung von Zelltodsignalwegen. Neben den hierdurch gewonnenen Erkenntnissen zur Tumorbiologie sollte die prognostische Relevanz der genannten Gene geprüft werden. Als wesentlichster Aspekt dieser Arbeit sollten Risikoprofile in Form einer Multigen-Analyse erstellt werden, um Risikogruppen des Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus mit schlechtem Therapieansprechen und kurzem Überleben bzw. Patienten mit besonders guter Prognose zu identifizieren.


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08.03.2005