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Beschreibung des Untersuchungsbetriebes
Der Betrieb, in dem die Untersuchungen vorgenommen wurden, befindet sich im Mittelgebirge und betreibt ausschließlich Mutterkuhhaltung. Zur Nutzung von ca. 1.600 ha Grünland werden über 1.000 Mutterkühe mit ihrer Nachzucht gehalten. Das Unternehmen wirtschaftet nach den Richtlinien des ökologischen Landbaues, EWG Verordnung 2092/91. Alle landwirtschaftlichen Nutzflächen des Betriebes sind in das Thüringer Kultur- und Landschaftspflegeprogramm integriert worden. Das Grobfutter für den Winter wird im Juni und Juli ausschließlich von betriebseigenen Flächen in Form von Grassilage und Heu gewonnen.
Im Sommer werden die Rinder auf der Weide und im Winter im Stall gehalten. Der Tierbestand wird im Sommer entsprechend der natürlichen Gliederung der Weiden und in Abhängigkeit vom örtlichen Futterangebot in ca. 50 Einzelherden mit maximal 60 Mutterkühen aufgeteilt. In der Regel erfolgt Umtriebsweide. Im Winterhalbjahr wird den Rindern Grassilage ad libitum gefüttert und Heu zur Ergänzung. Die Mutterkühe erhalten kein Kraftfutter, eine betriebsspezifische Mineralstoffmischung wird zugefüttert.
Reproduktion und Kälberentwicklung
Untersuchungsgegenstand waren 901 Mutterkühe der Rassen Charolais, Limousin und Fleckvieh sowie deren Kreuzungen. Erstkalbinnen, die bekannt schlechtere Wiederbelegungsergebnisse aufweisen als andere Kühe, wurden nicht in die Untersuchungen einbezogen. Zur Belegung mittels natürlichem Deckakt kamen Zuchtbullen der Rassen Charolais und Limousin zum Einsatz.
Ernährung und Kälberentwicklung
Die Lebendmasseentwicklung und die Kraftfutteraufnahme von 60 Kälbern aus dem Geburtszeitraum Dezember bis Februar Winterkalbung und 40 Kälbern aus dem Geburtszeitraum Juni bis September Sommerkalbung wurden untersucht.
Um möglichst einheitliche Voraussetzungen zu schaffen, wurden Kälber ausgewählt, die von einem reinrassigen Limousinbullen abstammen und die einen leichten Geburtsverlauf hatten. Kälber von Erstkalbinnen sind in ihrer Lebendmasseentwicklung gegenüber den Kälbern anderer Kühe benachteiligt. Deshalb wurden nur Kälber von Kühen, die mindestens einmal gekalbt hatten, untersucht.
Um geschlechtsspezifische Abweichungen zu vermeiden, wurden 50 % weibliche und 50 % männliche Kälber aus der Winterkalbung und ausschließlich männliche Kälber aus der Sommerkalbung in die Untersuchungen einbezogen.
Während des Untersuchungszeitraumes kam es bei den Kälbern aus der Winterkalbung zu krankheitsbedingten Ausfällen (Tabelle 21). Die Kälber wurden ersetzt.
|
lfd. Nr. |
Versuchsgruppe |
Ausfallursache |
Alter zum Ausfall |
|
1 |
I/1 |
Pneumonie –schwerer Krankheitsverlauf mit Umstellung in eine andere Stallanlage |
57 Tage |
|
2 |
I/1 |
Durchfallerkrankung - verendet |
17 Tage |
|
3 |
II/2 |
Mutterkuh des Kalbes verendet |
15 Tage |
|
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Die an die Kälber verfütterten Konzentrate waren pelletiert (fünf mm Durchmesser) und hatten die in Tabelle 22 dargestellte Zusammensetzung.
Tabelle 22 : Zusammensetzung der eingesetzten Konzentratfuttermittel
|
Kälber aus der Winterkalbung |
Kälber aus der Sommerkalbung |
|
|
Bestandteile |
||
|
Trockensubstanz |
86,5 % |
86,4 % |
|
Mischgetreide (Weizen, Tritikale) |
16 % |
16 % |
|
Mischgetreide (Roggen, Hafer, Weizen, Tritikale) |
55 % |
60 % |
|
Leinkuchen |
12,5 % |
19 % |
|
Natriumkarbon |
0,5 % |
- |
|
Zuckerrübenmelasse |
5 % |
5 % |
|
Malzkeime |
6 % |
- |
|
Weizenkleie |
5 % |
- |
|
Inhaltsstoffe in der Originalsubstanz |
||
|
Rohprotein |
151,55 g |
158,5 g |
|
vRPr |
118,42 g |
123,24 g |
|
Rohfaser |
50,4 g |
44,1 g |
|
Rohasche |
37,41 g |
37,17 g |
|
MJ NEL |
7,51 |
7,66 |
|
StE |
694 |
724 |
|
Stärke |
401,01 g |
422,43 g |
|
Zucker |
70,4 g |
64,66 g |
Reproduktion und Kälberentwicklung
Untersucht wurden die Belegungs- und Kalbedaten der Mutterkühe, die Körperkondition der Tiere sowie die Futterqualität der Grundfutters. Der Ablaufplan der Datenerfassung und Probenentnahme sind in Tabelle 23 dargestellt.
|
|
Tabelle 23 : Datenerfassung und Probenentnahme für die Untersuchungen zur Reproduktion
| Abbildung 1 : Teilung der Herde in Gruppen entsprechend dem Deckzeitraum p.p. und dem Kalbezeitraum | ||
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DieAuswertung der Fruchtbarkeitsergebnisse der Herde entsprechend dem Belegungszeitraum erfolgte in Abhängigkeit von den zu erwartendenden Kalbeterminen nach dem Zeitpunkt des Einsatzes der Zuchtbullen:
|
Kalbezeit |
Zeitpunkt des Zuchtbulleneinsatzes |
|
|
Winterkalbung |
- |
März/April |
|
Frühjahrskalbung |
- |
Mai/Juni |
|
Sommerkalbung |
- |
Juli/August |
Ernährung und Kälberentwicklung
Die Kälber aus der Winterkalbung wurden vier Gruppen zugeordnet, wobei sich die Gruppen I/1 und II/1 aus je 15 weiblichen und die Gruppen I/2 und II/2 aus je 15 männlichen Kälbern zusammensetzten. Die Kälber der Gruppen I/1 und I/2 sowie Gruppen II/1 und II/2 wurden im Alter von drei bis zehn Lebenstagen jeweils gemeinsam mit ihren Müttern in Buchten aufgestallt (Tabelle 24).
Den Kühen standen in diesen Buchten Liegeboxen und je ein Fressplatz am Futtertisch zur Verfügung. Ein separates Abteil bot den Kälbern in jeder Bucht die notwendige Rückzugsmöglichkeit. Alle Tiere hatten jederzeit Zugang zur Wassertränke.
Tabelle 24 : Geburtsdaten der Kälber aus der Winterkalbung und Zeitangaben zur Konzentratfütterung
|
Geburtsdatum |
Geburtsmasse |
Beginn der Kraftfutterfütterung mit dem |
Kraftutterfütterung bis zum |
Weideaustrieb am |
||||
|
Datum/Tag |
kg |
Lebenstag |
Lebenstag |
Datum |
Lebenstag |
|||
|
Mit Kraftfutter |
Gruppe I/1 (weiblich) n = 15 |
Minimum |
18.12. |
32 |
2 |
96 |
10.05. |
95 |
|
Maximum |
06.02. |
43 |
10 |
126 |
10.05. |
143 |
||
|
Mittelwert |
06.01. |
38,1 |
5,3 |
117,6 |
10.05. |
123,3 |
||
|
S |
14,3 |
3,7 |
2,3 |
9,2 |
- |
14,3 |
||
|
S% |
11 |
10 |
43 |
8 |
- |
12 |
||
|
Gruppe I/2 (männlich) n = 15 |
Minimum |
22.12. |
35 |
2 |
90 |
10.05. |
89 |
|
|
Maximum |
10.02. |
56 |
12 |
122 |
10.05. |
139 |
||
|
Mittelwert |
13.01. |
43,5 |
5,3 |
112,5 |
10.05. |
117 |
||
|
S |
16,7 |
6,1 |
2,5 |
11,6 |
- |
16,7 |
||
|
S% |
14 |
14 |
48 |
10 |
- |
14 |
||
|
Mittelwert |
10.01. |
40,8 |
5,3 |
115 |
- |
121,5 |
||
|
Ohne Kraftfutter |
Gruppe II/1 (weiblich) n = 15 |
Minimum |
18.12. |
28 |
- |
- |
10.05. |
91 |
|
Maximum |
08.02. |
47 |
- |
- |
10.05. |
143 |
||
|
Mittelwert |
10.01. |
38,7 |
- |
- |
10.05. |
119,7 |
||
|
S |
16,0 |
5 |
- |
- |
- |
16,0 |
||
|
S% |
13 |
13 |
- |
- |
- |
13 |
||
|
Gruppe II/2 (männlich) n = 15 |
Minimum |
23.12. |
30 |
- |
- |
10.05. |
82 |
|
|
Maximum |
17.02. |
46 |
- |
- |
10.05. |
143 |
||
|
Mittelwert |
18.01. |
40,5 |
- |
- |
10.05. |
111,8 |
||
|
S |
19,1 |
5 |
- |
- |
- |
19,1 |
||
|
S% |
17 |
11 |
- |
- |
- |
17 |
||
|
Mittelwert |
14.01. |
39,6 |
- |
- |
- |
117 |
||
|
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In den Kälberbuchten wurde den Kälbern der Gruppen I/1 und I/2 Kraftfutter zugefüttert. Zur tierindividuellen und computergestützten Kraftfutterversorgung waren in den Kälberabteilen dieser Versuchsgruppen je eine Kraftfutterstation der Firma Förster-Technik installiert. Diese Kraftfutterstationen bestanden aus Kraftfutterautomaten mit Standbegrenzung, zentral genutztem Bedienteil und Personalcomputer mit Kalbmanagerprogramm. Um die Einzeltiererkennung zu gewährleisten, erhielten die Kälber Ohrtransponder.
Vom ersten Tag der Einstallung bis kurz vor dem Weideaustrieb stand den Kälbern der Gruppen I/1 und I/2 Kraftfutter in beliebiger Menge jederzeit zur Verfügung. Mit diesem
Ad libitum-Angebot wurde die technisch kostengünstige Variante der Fütterung aus dem Trog simuliert. Die Kälber konnten über Muttermilch und Kraftfutter hinaus Stroheinstreu sowie am Futtertisch mit den Kühen Grassilage und Heu aufnehmen. Um die Kraftfutteraufnahme zu fördern, wurde im Kälberabteil kein zusätzliches Heu angeboten. Nach Weideaustrieb wurde kein Kraftfutter gefüttert (Tabelle 25).
Die Kälber der Gruppen II/1 und II/2 erhielten kein Kraftfutter (Tabelle 25). Sie bekamen außer dem Stroheinstreu sowie der Grassilage und Heu am Futtertisch, zusätzlich Heu im Kälberabteil.
|
mit Kraftfutter |
ohne Kraftfutter |
|||
|
Gruppe I/1 |
Gruppe I/2 |
Gruppe II/1 |
Gruppe II/2 |
|
|
n |
15 |
15 |
15 |
15 |
|
Geschlecht |
weiblich |
männlich |
weiblich |
männlich |
|
Kraftfutterangebot Stall |
ad libitum |
ad libitum |
- |
- |
|
Kraftfutterangebot Weide |
- |
- |
- |
- |
Nach Weideaustrieb wurden die Tiere der Gruppen I/1 und II/1 in einer Herde mit ausschließlich weiblichen Kälbern und die Tiere der Gruppen I/2 und II/2 in einer anderen Herde mit ausschließlich männlichen Kälbern gehalten. Standortbedingte Wachstumsunterschiede zwischen den Kälbern mit und ohne Kraftfutterzufütterung konnten dadurch vermieden werden.
Entsprechend dem in Tabelle 26 dargestellten Plan zur Datenerfassung und Probennahme sind während der Stallhaltungsperiode die Silagequalität, die Lebendmasseentwicklung und die Kraftfutteraufnahme sowie nach Weideaustrieb die Weidefutterqualität und die Lebendmasseentwicklung der Kälber erfasst worden.
|
|
Tabelle 26 : Datenerfassung und Probennahme bei Kälbern aus der Winterkalbung
|
Zeitraum |
Datenerfassung - Probenahme |
Periodizität |
|
|
Erfassung der Geburtsdaten |
|||
|
1. |
Dezember 2000 bis Februar 2001 |
von Kälbern aus der Winterkalbung |
ständig bei jeder Geburt |
|
Futterproben |
|||
|
1. |
Januar 2001 bis Mai 2001 |
Proben der den Kühen und Kälbern gefütterten Grassilage |
im monatlichen Rhythmus |
|
2. |
Mai 2001 bis November 2001 |
Proben des den Kühen und Kälbern angebotenen Weidefutters bei beiden Herden |
im monatlichen Rhythmus |
|
Dokumentation der von den Kälbern aufgenommenen Kraftfuttermenge |
|||
|
1. |
Dezember 2001 bis Mai 2001 |
Kälber der Versuchsgruppen I/1 und I/2 |
ständig bei jedem Besuch der Kraftfutterstationen |
|
Ermittlung der Lebendmasse |
|||
|
1. |
Januar 2001 bis Mai 2001 |
Kälber der vier Versuchsgruppen |
im 14-tägigen Rhythmus |
|
2. |
Mai 2001 bis Oktober 2001 |
Kälber der vier Versuchsgruppen |
im 28-tägigen Rhythmus |
Die Einstallung der 40 Kälber aus der Sommerkalbung mit ihren Müttern erfolgte mit Weideabtrieb, am 22.11., in eine Bucht im Boxenlaufstall (Tabelle 27). Grassilage und Heu konnten Kälber und Kühe am Futtertisch aufnehmen. Ein separates Abteil bot den Kälbern die notwendigen Rückzugsmöglichkeiten. Zur tierindividuellen und computergestützten Kraftfutterversorgung der Kälber befanden sich in diesem Kälberabteil zwei Kraftfutterstationen der Firma DeLaval. Diese Kraftfutterstationen bestanden aus je einem Kraftfutterautomaten inklusive Standbegrenzung, einem gemeinsamen Bedienteil sowie einem Personalcomputer mit Kalbmanagerprogramm. Die Einzeltiererkennung wurde mit Halsbandrespondern gesichert.
Allen 40 Kälbern stand ab dem Tag der Einstallung Kraftfutter ständig in beliebiger Menge zur Verfügung. Nach 52 Futtertagen hatte sich die Kraftfutteraufnahme der Tiere gesteigert und die 40 Kälber wurden in zwei Gruppen geteilt.
Die bis zu diesem Zeitpunkt bezüglich der Kraftfutteraufnahme untere Hälfte ist der Gruppe 1 und die obere Hälfte der Gruppe 2 zugeordnet worden. Die Kraftfuttermenge für die Gruppe 1 wurde auf maximal 1,5 kg/Tier/Tag begrenzt.
Das heißt, den 20 Kälbern mit der bis zum 52. Versuchstag höchsten Kraftfutteraufnahme (Gruppe 2) stand bis zum Ende der Konzentratfütterungszeit weiterhin Konzentratfutter
ad libitum zur Verfügung. Für die restlichen 20 Kälber wurde ab dem 53. Konzentratfütterungstag die tägliche Kraftfuttermenge bis zum Absetzen auf täglich 1,5 kg begrenzt.
|
|
Tabelle 27 : Geburtsdaten der Kälber aus der Sommerkalbung und Angaben zur Fütterungszeit
|
Geburtsdatum |
Geburtsmasse |
Weideeintrieb / Beginn der Konzentratfütterung mit dem |
Konzentratfütterung bis zum |
||
|
Datum/Tage |
kg |
Lebenstag |
Lebenstag |
||
|
Gruppe 1 n = 20 |
Minimum |
17.06. |
30 |
75 |
280 |
|
Maximum |
08.09. |
54 |
158 |
280 |
|
|
Mittelwert |
14.07. |
43 |
130 |
280 |
|
|
S |
22 |
5 |
22 |
- |
|
|
S% |
- |
13 |
17 |
- |
|
|
Gruppe 2 n = 20 |
Minimum |
02.06. |
30 |
110 |
280 |
|
Maximum |
04.08. |
50 |
173 |
280 |
|
|
Mittelwert |
05.07. |
41 |
140 |
280 |
|
|
S |
19 |
5 |
19 |
- |
|
|
S% |
- |
13 |
13 |
- |
|
|
Gruppe 1 und 2 n = 40 |
Minimum |
02.06. |
30 |
75 |
280 |
|
Maximum |
08.09. |
54 |
173 |
280 |
|
|
Mittelwert |
09.07. |
42 |
135 |
280 |
|
|
S |
21 |
5 |
21 |
- |
|
|
S% |
- |
13 |
15 |
- |
In Tabelle 28 sind die Gruppenstruktur und die Kraftfutterfütterung der Kälber aus der Sommerkalbung dargestellt.
Tabelle 28 : Gruppenstruktur und Kraftfutterangebot bei den Kälbern aus der Sommerkalbung
|
Bis zum 52. Futtertag |
||
|
n |
40 |
|
|
Geschlecht |
männlich |
|
|
Kraftfutterangebot |
ad libitum |
|
|
Ab dem 53. Futtertag |
||
|
Gruppe 1 |
Gruppe 2 |
|
|
n |
20 |
20 |
|
Geschlecht |
männlich |
männlich |
|
Kraftfutterangebot |
bis max. 1,5 kg/Tier/Tag |
ad libitum |
|
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Entsprechend dem in Tabelle 29 dargestellten Ablaufplan für Datenerfassung und Probenahme sind während der Konzentratfütterungsperiode Lebendmasseentwicklung und Kraftfutteraufnahme der Kälber sowie die Grassilagequalität ermittelt worden.
Tabelle 29 : Datenerfassung und Probennahme bei Kälbern aus der Sommerkalbung
|
Zeitraum |
Datenerfassung - Probenahme |
Periodizität |
|
Erfassung der Geburtsdaten |
||
|
Juni 2000 bis September 2000 |
von Kälbern aus der Sommerkalbung |
ständig bei jeder Geburt |
|
Futterproben |
||
|
November 2000 bis Mai 2001 |
Proben der den Kühen und Kälbern gefütterten Grassilage |
im monatlichen Rhythmus |
|
Dokumentation der von den Kälbern aufgenommenen Kraftfuttermenge |
||
|
November 2000 bis Mai 2001 |
Kälber der Versuchsgruppen |
ständig bei jedem Besuch der Kraftfutterstationen |
|
Ermittlung der Lebendmasse |
||
|
November 2000 bis Mai 2001 |
Kälber der Versuchsgruppen |
im 14-tägigen Rhythmus |
Reproduktionsdaten der Mutterkühe
Die Recherche des
erfolgte laufend aus der Dokumentation des Untersuchungsbetriebes.
Futtermittelprobenahme
Die Beprobung der Grobfuttermittel erfolgte während der Stallhaltung nach der Futtervorlage aus dem Futtertrog der untersuchten Tiergruppe. Während der Weideperiode wurde auf der eingezäunten Weidefläche der untersuchten Tiergruppe Grünfutter gemäht.
Futtermittelanalyse
Die Bestimmung der Futtermittelinhaltsstoffe Trockensubstanz, Rohfaser, Energie und verdauliches Rohprotein führte das Labor der Firma REKASAN GmbH Kaulsdorf nach der Methode Wehner durch.
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Körperkonditionsbewertung
Die Bewertung der Körperkondition nahm der für den Versuchsbetrieb zuständige Tierarzt nach dem von Jilg (1998) dargestellten System (Tabelle 30) vor.
Tabelle 30 : Körperkonditionsbewertung bei Mutterkühen ( Jilg 1998)
|
Note |
Dornfortsätze |
Übergang zur Hungergrube |
Bereich zwischen |
Beckenausgangsgrube und Schwanzansatz |
|
1 hochgradig abgemagert |
treten stark sägezahnartig hervor |
tief eingezogen |
extrem stark eingesunken |
Knochen scharf hervortretend, |
|
2 abgemagert |
einzeln sichtbar |
deutlich eingezogen |
stark einge- sunken |
Knochen hervortretend, eingeschnittene Höhle |
|
3 knapp im Futter |
noch leicht abgesetzt |
leicht eingezogen |
einge- sunken |
glatte flache Grube |
|
3,5 Optimum |
glatte Rückenlinie |
kaum eingezogen |
leicht eingesunken |
ausgefüllt |
|
4 gut im Futter |
nicht erkennbar ebene Fläche |
nicht eingezogen |
ebene Fläche |
Beckenausgang leicht hervorgewölbt, |
|
5 hochgradig verfettet |
im Fett eingebettet |
hervorgewölbt |
aufgewölbt |
stark aufgewölbt, |
|
Die Note 1 (hochgradig abgemagert) ist sehr selten. Es handelt sich um ein Tier ohne fühlbare Fettauflage mit enormen Problemen. |
Bei Note 2 (abgemagert) sind die Dornfortsätze einzeln sichtbar. Der Übergang zur Hungergrube ist deutlich eingezogen, der Bereich zwischen den Hüfthöckern stark eingesunken. Die Knochen um die eingeschnittene Höhle der Beckenanfangsgrube treten hervor. |
Bei Note 3,5 (Optimum) verschwinden die Dornfortsätze in einer glatten Rückenlinie. Der Übergang zur Hungergrube ist kaum eingezogen. Der Bereich zwischen den Hüfthöckern ist kaum eingesunken. Die Beckenausgangsgrube ist mit Fett ausgefüllt. |
Bei Note 4 (gut im Futter) sind die Dorn-fortsätze nicht erkennbar. Sie verschwinden in einer ebenen Fläche. Der Übergang zur Hungergrube ist nicht eingezogen. Der Bereich zwischen den Hüfthöckern ist ebenfalls eben. Der Beckenausgang ist leicht hervorgewölbt. Eine leicht gefüllte Schwanzspalte ist zu erkennen. |
Bei Note 5 (hochgradig verfettet) verschwinden die Dornfortsätze im Rückenfett. Der Übergang zur Hungergrube ist hervorgewölbt, der Bereich zwischen den Hüfthöckern ist aufgewölbt. Am Schwanzansatz sind Fettwülste deutlich zu erkennen. |
|
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Geburtsdatenerfassung
Dokumentiert wurden Ohrmarkennummer, Geburtsdatum, Geschlecht, eventuelle Mehrlingsgeburten, Geburtsverlauf und Geburtsmasse der Kälber durch geschultes Personal des Untersuchungsbetriebes. Die Geburtsmasse der Kälber wurde mit einer Schnellwaage ermittelt und der Geburtsverlauf nach folgendem System registriert:
|
|
- |
ohne Hilfe |
|
|
- |
mit leichter Zughilfe |
|
|
- |
schwere Zughilfe, tierärztlicher Eingriff |
Lebendmasse
Mit einer elektronischen Einzeltierwaage Typ EziWeigh 2 der Firma TRU-Test, die eine Messtoleranz von einem Prozent hat, erfolgte die Lebendmasseermittlung.
Kraftfutteraufnahme
Das System Kraftfutterstand - Bedienteil – Kalbmanagerprogramm registrierte bei jedem Besuch der Kälber an der Kraftfutterstation Datum, Uhrzeit, Ohrmarkennummer des Kalbes und die verzehrte Kraftfuttermenge.
Aus den Reproduktionsdaten der Kühe und den empirisch ermittelten Daten der Lebendmasseentwicklung und Kraftfutteraufnahme wurden folgende Werte rechnerisch ermittelt:
|
IKZ (Zeitintervall zwischen der Kalbung und der Zustellung des Zuchtbullen) |
Datum des Zuchtbulleneinsatzes – Kalbedatum (Dieser Wert wurde auf 0 bis 100 Tage begrenzt.) |
|
Zeitpunkt der ersten theoretisch möglichen Belegung |
|
|
Zeitpunkt der Belegung |
Kalbedatum - 283 Tage (angenommenemittlere Graviditätsdauer) |
|
IZB (Zeitintervall zwischen dem Zeitpunkt der ersten theoretisch möglichen und der erfolgreichen Belegung) |
Zeitpunkt der Belegung - Zeitpunkt der theoretisch ersten möglichen Belegung |
|
ZTZ (Zwischentragezeit) |
Kalbedatum -Zeitpunkt der Belegung (begrenzt auf maximal 100 Tage) |
|
ZKZ (Zwischenkalbezeit) |
ZTZ + 283 Tage Graviditätsdauer (angenommenemittlere Graviditätsdauer) |
|
TR (Trächtigkeitsrate) |
Zahl der erfolgreich belegten Kühe x 100 Gesamtzahl der Kühe |
|
|
Zur statistischen Auswertung der Ergebnisse wurden die Signifikanzen mit dem F-Test und zur Auswertung der Zusammenhänge Korrelationskoeffizienten berechnet.
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| XDiML DTD Version 4.0 | Zertifizierter Dokumentenserver der Humboldt-Universität zu Berlin | HTML-Version erstellt am: 25.04.2005 |