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H Anhang

Anhang H 1 Die 21 Wortpaare der Serie FW21a

1

2

3

4a

4b

5a

5b

6a

6b

7a

7b

FW

FW

           

10a

10b

01

04

O

(0)

Tod

5

Lot

3

Boot

(2)

Kot

  

02

09

O

3

Knick

7

Blick

(8)

Klick

(0)

Trick

A

B

03

21

U

7

Spott

5

Gott

(2)

Pott

(6)

Trott

 

B

04

30

O

3

Mais

(2)

Preis

(6)

Kreis

5

Reis

 

B

05

26

O

7

Zoo

5

Floh

(8)

Klo

(0)

Po

  

06

33

O

(8)

Dach

5

Fach

(6)

Bach

3

Krach

  

07

36

U

(6)

Drei

(8)

Blei

7

Hai

9

Mai

A

B

08

44

O

(6)

Grau

(2)

Blau

5

Frau

7

Stau

A

 

09

19

O

1

Gracht

(6)

Tracht

(8)

Pracht

9

Fracht

A

 

10

16

U

1

Keil

3

Beil

(4)

Pfeil

(6)

Teil

A

 

11

11

O

1

Flug

(2)

Krug

(0)

Trug

7

Pflug

A

 

12

08

U

(0)

Knauf

1

Kauf

(4)

Trauf

5

Lauf

A

 

13

32

O

5

Huld

(0)

Pult

(2)

Kult

1

Schuld

 

B

14

28

U

3

Rost

7

Most

(2)

Kost

(4)

Post

  

15

26

U

(8)

Po

(6)

Klo

3

Zoo

5

Floh

  

16

43

U

(8)

Bier

(6)

Gier

7

Tier

3

Zier

 

B

17

35

O

9

Gang

(8)

Dank

(2)

Bank

3

Schwank

  

18

28

O

9

Rost

(6)

Post

(8)

Kost

7

Most

  

19

22

U

5

Krug

(6)

Trug

(2)

Pflug

1

Lug

A

 

20

05

O

5

Zopf

(4)

Topf

(6)

Kopf

7

Tropf

A

B

21

07

O

(8)

Kran

1

Bahn

(6)

Tran

3

Wahn

 

B

22

27

O

1

Sol

5

Wohl

(6)

Kohl

(4)

Pol

A

B

23

22

O

(6)

Pflug

(4)

Trug

1

Krug

7

Lug

A

 

24

44

U

(0)

Grau

(4)

Blau

9

Frau

7

Stau

A

 

25

36

O

(0)

Blei

9

Hai

(2)

Drei

3

Mai

A

B

26

07

U

7

Bahn

(2)

Kran

(4)

Tran

5

Wahn

 

B

27

16

O

9

Keil

(8)

Pfeil

(4)

Teil

3

Beil

A

 

28

30

U

(4)

Preis

7

Mais

(2)

Kreis

9

Reis

 

B

29

21

O

3

Spott

(4)

Trott

(6)

Pott

5

Gott

 

B

30

09

U

(6)

Trick

3

Blick

5

Knick

(0)

Klick

A

B

31

05

U

5

Tropf

1

Zopf

(4)

Kopf

(8)

Topf

A

B

32

27

U

(8)

Pol

7

Wohl

9

Sol

(4)

Kohl

A

B

33

11

U

(6)

Trug

5

Flug

(0)

Krug

3

Pflug

A

 

34

04

U

3

Lot

(2)

Kot

9

Boot

(8)

Tod

  

35

25

U

(0)

Kropf

3

Topf

(8)

Pfropf

1

Schopf

 

B

36

08

O

(4)

Trauf

1

Lauf

(6)

Knauf

9

Kauf

A

 

37

19

U

1

Gracht

(2)

Tracht

3

Fracht

(0)

Pracht

A

 

38

25

O

(6)

Kropf

5

Schopf

(2)

Pfropf

9

Topf

 

B

39

35

U

7

Gang

3

Schwan

(0)

Dank

(8)

Bank

  

40

32

U

(2)

Kult

9

Huld

(8)

Pult

1

Schuld

 

B

41

33

U

(8)

Bach

1

Fach

(2)

Dach

7

Krach

  

42

43

O

(6)

Bier

(8)

Gier

9

Tier

1

Zier

 

B

Tabelle H-1: Die Tabelle zeigt die 21 Wortpaare in der orginal (O) und der umgekehrten (U) Anordnung. Die Anordnung der Liste entspricht dem Protokoll des ersten von 4 Durchgängen für die Darbietung vom Tonband. In jeder Zeile befinden sich die beiden dargebotenen Worte (gerade Ziffern in Klammern) und die beiden Distraktoren (ungerade Ziffern). Dem linken Ohr wurde jeweils das Wort mit der kleineren der beiden geraden Ziffern dargeboten, dem rechten das Wort mit der größeren geraden Ziffer. Bei der PC-Darbietung war nach der auditiven Darbietung eines Items die entsprechende Zeile auf dem Bildschirm zu sehen. Die Kennzeichnung der dargebotenen Wörter (Ziffern in Klammern) entfiel selbstverständlich.


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Anhang H 2 Itemanalyse FW21a, Innere Konsistenz, ROP (E1)

Skala: Mittelwert= 21,7143 Stdabw.=15,2828 Gült. N:35 (fw21bei.sta)
Cronbach Alpha: ,890590 Standard. Alpha: ,877790, Mittl. Inter-Item-Korr.: ,279546

Anhang G-2: Die Itemnummern entsprechen den Nummern in der Tabelle Anhang G-1 Spalte 2. Die Items der Serie FW10b sind grau unterlegt.


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Anhang H 3 Itemanalyse, Innere Konsistenz, für Links-Ohr-Punkte (E1)

Skala: Mittelwert= 4,05714 Stdabw.=7,25965 Gült. N:35 (fw21beier.sta)
Cronbach Alpha: ,897681 Standard. Alpha: ,905921 Mittl. Inter-Item-Korr.: ,399396

LOP

MW bei

Var. bei

Stdabw.

Itm-Ges.

Alpha b.

(N=35)

Ausschl.

Ausschl.

Ausschl.

Korrel.

Ausschl.

VAR19LI

3,971429

46,48490

6,817984

0,911686

0,887502

VAR22LI

3,914286

42,70694

6,535055

0,900054

0,880786

VAR9LI

4,028572

49,17061

7,012176

0,855305

0,894367

VAR36LI

3,942857

46,45388

6,815708

0,845118

0,887909

VAR5LI

3,857143

42,63674

6,529681

0,818604

0,882843

VAR44LI

3,914286

45,04980

6,711915

0,804310

0,885859

VAR16LI

3,885714

43,41551

6,589045

0,795109

0,884115

VAR4LI

3,657143

41,08245

6,409559

0,773891

0,884237

VAR27LI

3,828571

42,31347

6,504880

0,757771

0,884782

VAR7LI

3,514286

40,02122

6,326233

0,712523

0,888952

VAR11LI

3,971429

48,77061

6,983596

0,600449

0,894141

VAR28LI

3,742857

46,99102

6,855000

0,447781

0,894959

VAR32LI

3,742857

47,44816

6,888263

0,432124

0,895235

VAR43LI

3,828571

47,79918

6,913695

0,416808

0,895548

VAR30LI

3,685714

46,90123

6,848447

0,316704

0,901486

VAR25LI

4,000000

50,40000

7,099296

0,225401

0,898846

VAR8LI

3,942857

49,88245

7,062751

0,205632

0,899432

VAR33LI

3,914286

50,19265

7,084677

0,137307

0,900843

VAR21LI

3,800000

49,93143

7,066217

0,122938

0,902691

VAR35LI

3,942857

51,42531

7,171144

-0,067794

0,904116

Anhang G-3: Die Itemnummern entsprechen den Nummern in der Tabelle Anhang G-1 Spalte 2.


[Seite 130↓]

Anhang H 4 Neuropsychologische Testbatterie, Epilepsiechirurgie Berlin

Screening:

Rey-Kopie

(nonverbale Funktionen)

 
 

Token Test

(verbale Funktionen)

Kurzzeitgedächtnis:

Zahlen-Nachsprechen, vorwärts

(verbale Merkspanne)

 
 

Silben-Nachsprechen

(Lautdiskrimination)

 

Block-tapping vorwärts

(figurale Merkspanne)

 

BT 6

(figurale Merkspanne)

Lernen/Langzeitgedächtnisbildung:

MAC

(Selbsteinschätzung Gedächtnis)

VLMT

(Listenlernen, langfristiger Abruf)

RFT

(figurale Gedächtnisbildung)

Aufmerksamkeit:

FEDA

(Selbsteinschätzung Aufmerksamkeit)

TAP Alertness

(allgemeine Wachheit)

TAP Go/NoGo

(Wahlreaktion)

TAP geteilte Aufmerksamkeit

(geteilte Aufmerksamkeit)

TAP Arbeitsgedächtnis

 

IntelligenzSchätzung

WST

(Wortschatztest, IQ bildungsabhängig)

Exekutive Funktionen:

5-Punkte-Test

(Figuren generieren, figurale flüssigkeit)

Wortflüssigkeit aus LPS

(verbale Umstellfähigkeit, verbale Flüssigkeit

Tiere aufzählen

Kategoriale Flüssigkeit)

Arm, Hand- und Finger-Motorik):

MLS-Tapping

(Handgeschwindigkeit)

MLS kurze Stifte umstecken

(Finger-Hand Koordination)

MLS Pursuit Rotor

(Arm-Hand-Koordination)

Sprachlateralisation:

Dichotischer Hörtest

(FW10b)


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Anhang H 5 Instruktion FW10B

Während des folgenden Tests werden Ihnen über Kopfhörer nacheinander verschie­dene Wörter dargeboten. Alle Wörter sind Substantive der deutschen Sprache. Ich werde Ihnen jetzt 20 Wörter vorlesen. Im Test sind keine anderen Wörter zu hören, als diese.

Topf

Kreis

Blei

Kohl

Tran

Pol

Bier

Pfropf

Trick

Preis

Kopf

Kult

Trott

Pult

Kran

Drei

Kropf

Pott

Klick

Gier

Alle Wörter, die ich gerade vorgelesen habe, kommen im Test gleich häufig vor. Der Test besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden Ihnen die Wörter entweder auf dem linken oder auf dem rechten Ohr dargeboten. Im zweiten Teil werden Ihnen die Wörter auf dem linken und dem rechten Ohr dargeboten. Nach jedem gehörten Wort erscheinen auf dem Monitor vier verschiedene Wörter. Sie sollen jeweils entscheiden, welches Wort Sie gerade über Kopfhörer gehört haben. Geben Sie die Nummer des Wortes, welches Sie gehört haben über die Tastatur ein. Dann drücken Sie zweimal die „Enter-Taste“. Daraufhin wird das nächste Wort darge­boten.

Jetzt beginnt der erste Teil des Testes. Ihnen werden die Wörter über Kopfhörer entwe­der auf dem linken oder dem rechten Ohr dargeboten. Entscheiden Sie jedes Mal, wel­ches Wort Sie gehört haben und geben Sie das Ohr an, auf welchem Sie es gehört haben. Es folgt ein Durchgang, in dem jedes Wort zweimal vorkommt, auf jedem Ohr einmal.

(> Durchführung 1. Teil)

Jetzt beginnt der zweite Teil des Tests. Ihnen werden die Wörter über Kopfhörer auf beiden Ohren gleichzeitig dargeboten. Dabei haben wir die Wörter elektronisch verän­dert, so dass sie manchmal etwas unscharf klingen. Entscheiden Sie nach jedem gehörten Wort, welches der auf dem Monitor gezeigten Wörter Sie gehört haben und geben Sie die entsprechende Ziffer über die Tastatur ein. Es folgen 8 Durchgänge, in denen jedes Wort zweimal dargeboten wird.

(> Durchführung 2. Teil)


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Anhang H 6 Instruktion FW12K

Während des folgenden Tests werden Ihnen über Kopfhörer nacheinander verschie­dene Wörter dargeboten. Alle Wörter sind Substantive der deutschen Sprache. Ich werde Ihnen jetzt 24 Wörter vorlesen. Im Test sind keine anderen Wörter zu hören, als diese.

Kopf

Kohl

Bau

Topf

Kabel

Bass

Tau

Krücke

Tuch

Dorn

Glut

Blut

Buch

Colt

Gabel

Braut

Kraut

Gold

Gasse

Kasse

Pass

Pol

Brücke

Korn

 

Alle Wörter, die ich gerade vorgelesen habe, kommen im Test gleich häufig vor. Der Test besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden Ihnen die Wörter entweder auf dem linken oder auf dem rechten Ohr dargeboten. Im zweiten Teil werden Ihnen die Wörter auf dem linken und dem rechten Ohr dargeboten. Nach jedem gehörten Wort werden Ihnen Abbildungen gezeigt. Sie sollen jeweils entscheiden, welches Wort Sie gerade über Kopfhörer gehört haben. Zeigen Sie auf das entsprechende Bild.

Jetzt beginnt der erste Teil des Testes. Ihnen werden die Wörter über Kopfhörer entwe­der auf dem linken oder dem rechten Ohr dargeboten. Entscheiden Sie jedes Mal, wel­ches Wort Sie gehört haben und geben Sie das Ohr an, auf welchem Sie es gehört haben. Es folgt ein Durchgang, in dem jedes Wort zweimal vorkommt, auf jedem Ohr einmal. (>> Durchführung 1. Teil)

Jetzt beginnt der zweite Teil des Tests. Ihnen werden die Wörter über Kopfhörer auf beiden Ohren gleichzeitig dargeboten. Dabei haben wir die Wörter elektronisch verän­dert, so dass sie manchmal etwas unscharf klingen. Entscheiden Sie nach jedem gehörten Wort, welche Abbildung dem gehörten Wort entspricht und zeigen Sie darauf. Es folgen 8 Durchgänge, in denen jedes Wort zweimal dargeboten wird. (>> Durchführung 2. Teil)


[Seite 133↓]

Anhang H 7 Instruktion zum Unterberger Tretversuch

Wir führen jetzt einen motorischen Test durch. Dazu sollen Sie eine Minute lang auf der Stelle treten. Ungefähr in diesem Tempo: (vormachen) also die Schritte im Abstand von etwas mehr als einer Sekunde, so dass pro Minute ca. 50 Schritte entstehen. Dabei sollen Sie nicht marschieren, sondern ruhig auf der Stelle gehen und die Beine dabei etwas anheben.

Bitte stellen Sie sich so an die Position A (B), dass Sie bequem stehen und die Füße parallel zur Mittellinie ausgerichtet sind. Sie bekommen jetzt eine Schlafmaske und Gehörschutz. Bitte schließen Sie unter der Schlafmaske die Augen. Ich gebe das Startsignal. Wenn der Piepton der Stoppuhr ertönt, bleiben Sie bitte stehen.




Anhang H 8 Händigkeitsfragebogen EHI (Oldfield 1971)

Es werden pro Kriterium jeweils 2 Handpunkte vergeben, insgesamt immer 20. Die strikte Bevorzugung erhält 2 Handpunkte auf der entsprechenden Seite, ein gemischter Handgebrauch wird mit einem Handpunkt auf jeder Seite bewertet.

EHI Normen LQ = (sumR - sumL / sumR + sumL) x 100

Links LQ < 0

LQ=

-28

-42

-54

-66

-76

-83

-87

-90

-92

-100

LH %R

 

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

90%

100%

Rechts LQ> 0

LQ=

+48

+60

+68

+74

+80

+84

+88

+92

+95

+100

RH %R

 

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

90%

100%


[Seite 134↓]



Anhang H 9 Bryden Score

Oldfield (1971) unterscheidet in der Vergabe der Punkte bei einer Aktivität für eine Hand zwischen einer einfachen (1 Punkt) und einer strikten Bevorzugung (2 Punkte). Da der Lateralitätsquotient aus den Summen der Punkte für jede Hand gebildet werden, erfahren diejenigen Items in der Summe ein geringeres Gewicht, die nur mit 1 Punkt bewertet wurden. Bryden (1982) hat deshalb aus methodischen Gründen vorgeschlagen die Bewertung zu verändern und einen anderen Score zu bilden, den sog. Bryden-Score. Er variiert bei 10 items von 10 für maximale Rechtshändigkeit (10 mal ein Score von 1) bis 50 für maximale Linkshändigkeit (10 mal einen Score von 5). Eine alternative Korrektur ist, die beidhändige Präferenz immer mit einem Punkt für links und rechts zu bewerten.

Korrektur der Oldfield Bewertung für den Bryden Score

Oldfield
R

Bryden Score

 

L

R

  

x x

 

5

ausschließlich links

x

 

4

meistens links

x

x

3

links und rechts gleichermaßen

 

x

2

meistens rechts

 

x x

1

ausschließlich rechts

0-20

0-20

10 bis 50

 



Anhang H 10 Durchführung des IAT (Wada-Tests, Bethel Cleveland Protokoll)

Vorbereitung: Am Vortag des IAT ist der Patient in einem sogenannten Prä - IAT mit einer Parallelform des Testmaterials untersucht worden. Diese Untersuchung hilft dem Patient, mit dem Testprotokoll vertraut zu werden und gibt dem Untersucher Aufschluß darüber, ob der Test den Patienten in Sprache oder Gedächtnis bereits ohne Anästhetikum überfordert. Dies ist äußerst selten der Fall, da der Test sehr einfach zu bewältigen ist. Weiter werden Fehlsichtigkeit, Farbenblindheit oder Schwerhörigkeit offensichtlich und können im IAT berücksichtigt werden.

Protokollierung: Ein Protokollant zeichnet die Antworten des Patienten und die Zeitpunkte der Itempräsentation und Kraftprüfungen in Bezug zum Injektionszeitpunkt auf. Daneben wird das Geschehen durch eine Videokamera aufgezeichnet, die contralateral zur Seite der Injektion in etwa ein Meter Entfernung zum Patienten steht. Der Untersucher steht hingegen auf der ipsilateral zur Seite der Injektion liegenden Seite des Patienten. Dies hat den Grund, daß die Patienten häufig eine Aufmerksamkeitsausrichtung sowie teilweise auch eine deutliche Kopf- und Augenversion zur Seite der Injek[Seite 135↓]tion zeigen. Die Kamera steht auf der anderen Seite des Untersuchungstischs, um die Verdeckung des Patienten durch den Untersucher zu vermeiden.

Injektionsphase: Der IAT wird im Anschluß an eine eingehende Angiographie des carotidalen und vertebralen Gefäßsystems beider Hirnhälften vorgenommen. Der transfemorale Katheter wird unter computertomographischer Kontrolle bis in die A. carotis interna vorgeschoben. Während des IAT wird ein Kontroll EEG (10/20-System) aufgezeichnet das durch einen Neurologen beurteilt wird. 125 mg Natrium Amobarbital in 10ml sterilem Wasser aufgelöst werden durch den Katheter mit 2-3 ml/Sekunde appliziert. Vor Beginn der Injektion streckt der auf dem Rücken liegende Patient die Arme nach oben und zählt von eins aufwärts. Nach Injektion wird das Herabsinken des contralateral zur Injektion liegenden Arms als Zeichen des regelhaften Wirkens des Medikaments angesehen. Der eventuell einsetzende Spracharrest wird als ein wichtiges Zeichen für die Feststellung der sprachdominanten Hemisphäre benutzt. Nachfolgend werden einfache Sprachaufgaben gestellt, z.B. „Nennen Sie Ihren Namen!“, „Strecken Sie die Zunge heraus!“, „Nennen Sie die Wochentage!“, „Schauen Sie nach rechts!“, etc. In den Fällen, in denen der Untersucher keinen Kontakt zu dem Patienten aufbauen kann, kann dies verschiedene Ursachen haben. Bei Injektion in die sprachdominante Hemisphäre kann sprachlich kein Kontakt aufgebaut werden, da das Sprachverständnis unzureichend ist. Bei Bewusstseinsverlust ist ebenfalls keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme gegeben. Um zwischen diesen beiden Zuständen unterscheiden zu können, versucht der Untersucher, Blickkontakt zum Patienten aufzubauen, der zwar bei Aphasie möglich ist, nicht aber bei Bewußtseinsverlust. Bei Bewusstseinsverlust kann es zu einem Schließen der Augen kommen. Dies ist aber nicht zwingend. Andersherum ist es möglich, dass die Patienten nicht in der Lage sind, die Augen geöffnet zu halten, ohne ihr Bewusstsein verloren zu haben. Aus diesem Grund hebt der Untersucher bei Patienten mit geschlossenen Augen die Augenlider an, und versucht nachfolgend, Blickfolgebewegungen zu überprüfen, oder einen Blickkontakt zum Patienten zu bekommen. Dies wird unterstützt durch ein lautes Ansprechen des Patienten sowie Rütteln an der Schulter. Eine Blickfolgeprüfung wird anhand des Bewegens eines Gegenstands wie etwa einem Kugelschreiber oder dem Finger des Untersuchers im Gesichtsfeld des Patienten vorgenommen. Sobald der Untersucher sichere Zeichen von Fixation und Blickfolgebewegungen provozieren kann, wird die Untersuchung mit Präsentation des ersten Items begonnen. Als Maß für die Dauer der initialen Bewußtlosigkeit dient die Zeitdauer von Beginn der Injektion bis zur Präsentation des ersten Testitems.

Test-Phase: Insgesamt werden 20 Testitems präsentiert. Die Aufgaben bestehen aus dem Benennen von vier realen Gegenständen, dem Lesen von fünf Wörtern, dem Lösen von vier Aufgaben aus dem Token Test ( ), dem Benennen einer Farbe und einer Ziffer, dem Nachsprechen eines Satzes, dem Benennen von Abbildungen von Gegenständen, dem Nachsprechen eines Sprichworts, dem Definieren von zwei Wörtern und dem Einprägen von zwei sinnfreien Strichzeichnungen. Zwischen den einzelnen Bereichen des Tests wird an festgelegten Stellen des Protokolls wiederholt die proximale Kraft der beiden Arme des Patienten untersucht. Dazu wird er verbal aufgefordert, die Arme zu heben. Versteht der Patient aufgrund der Dysphasie die Anweisung nicht, hebt der Untersucher die Arme des Patienten und schätzt den Kraftgrad des Patienten auf einer Skala von 0 bis 5. Kraftprüfungen wer[Seite 136↓]den solange in den Untersuchungsablauf eingestreut, bis der zunächst paretische Arm wieder volle Kraft erreicht hat, oder bis das Ende Itempräsentation erreicht ist.

Gedächtnisprüfung: Das Abklingen der Wirkung des Natrium Amobarbitals wird durch den Neurologen anhand des EEGs durch einen visuellen Vergleich zum EEG des Patienten vor der Injektion überprüft. Nach Abklingen der Wirkung wird das Gedächtnis des Patienten für die präsentierten Items untersucht. Er wird gebeten, sich an die Untersuchungsitems frei oder nach Gabe eines Hinweisreizes zu erinnern. Gelingt dies nicht (dies ist der Normalfall), wird der Patient gebeten, die präsentierten Items aus einer Liste mit der gleich großen Anzahl an Ziel- und Stör-items wiederzuerkennen. Richtige und Falsch Positive werden dokumentiert. In die Bewertung der Wiedererkennung fließen nur die Items, die vor der Wiedererlangung des Kraftgrads 5 präsentiert worden waren. Die Wiedererkennung wird als Prozentsatz der wiedererkannten Items an der Gesamtheit der bis Kraftgrad 5 präsentierten Items quantifiziert. Die Anzahl der Falsch Positiven wird berücksichtigt, indem für die einzelnen Untertests Falsch Positive von der Anzahl der Richtigen subtrahiert werden, bevor diese in das Gesamtmaß eingehen.

Anhang H 11 Itemanalyse, Referenzstichprobe, N=68 Rechtshänder

Itemanalyse, FW10b, männliche Rechtshänder, N=68

[Seite 137↓] Anhang H 12 Innere Konsistenz der Wortpaare bei Wiederholung (FW10b)

Sowohl für ROP als auch für LOP wurden Itemanalysen gerechnet. Dabei wurden die 8 Wiederholungen eines Wortpaares (8 Durchgänge mit je einer O und U Darbietung) wie ein Untertest (Scale) des Gesamten Test behandelt.

Innere Konsistenz der Wortpaare N=68, männliche Rechtshänder, FW10b

nach Wort-Paaren, 8 Wiederholungen als Skala, N=68, männlich

 

Links - Ohr - Punkte

Rechts - Ohr Punkte

  

L-Scale

L-Mean

L-Alpha

 

R-Scale

R-Mean

R-Alpha

01.

01.

TOPKOP

,7671

,8931

01.

TOPKOP

2,6986

,8816

02.

10.

BIEGIE

,7123

,6614

03.

TRIKLI

1,4658

,8999

03.

07.

PREKRE

,6301

,5393

07.

PREKRE

1,3699

,7350

04.

08.

PULKUL

,4932

,7339

02.

TRAKRA

1,1781

,8336

05.

09.

BLEDRE

,4795

,7467

05.

PFRKRO

1,0959

,7039

06.

02.

TRAKRA

,3836

,8131

06.

POLKOH

1,0411

,7890

07.

04.

TROPOT

,3836

,7061

09.

BLEDRE

0,9863

,8404

08.

06.

POLKOH

,3425

,7877

04.

TROPOT

0,8767

,7941

09.

03.

TRIKLI

,2466

,8278

08.

PULKUL

0,7260

,7538

10.

05.

PFRKRO

,2329

,4669

10.

BIEGIE

0,6575

,5469

Das Item Bier-Gier erzeugte überwiegend Linksohrpunkte bei einer relativ geringen Übereinstimmung zwischen den Durchgängen (Cronbachs Alpha =0,6614). Das Item Trick-Klick generierte bei hoher Übereinstimmung zwischen den Durchgängen (Cronbachs Alpha = 0,8999) bevorzugt Rechts-Ohr-Punkte (Mean=1,4658).



Anhang H 13 N=44, EHI-LQ Händigkeit in den Untersuchungsgruppen

Händigkeit

N

EHI-LQ

 

 

MW

SD

 

 

 

 

gesamt

44

87,7

27,9

 

 

 

 

AU-links

24

91,7

16,9

AU-rechts

20

83,0

37,0

 

 

 

 

tP-mesial

23

86,5

20,6

tP-lateral

21

89,0

34,6

 

 

 

 

AU-li-mesial

12

83,3

21,0

AU-li-lateral

12

100,0

0,0

AU-re-mesial

11

90,0

20,5

AU-re-lateral

9

74,4

50,8


[Seite 138↓]



Anhang H 14 N=44, mesiale und laterale Pathologie, Alters und Zeitvariablen

  

Alter bei

Alter bei

Dauer der

  

Untersuchung

Epilepsie Beginn

Epilepsie

 

N

MW

SD

MW

SD

MW

SD

        

gesamt

44

37,0

10,8

17,6

10,4

19,5

10,3

        

m (männlich)

25

38,8

12,1

18,4

10,6

20,4

10,1

w (weiblich)

19

34,6

8,7

16,6

10,4

18,5

10,9

        

AU-li (links)

24

35,4

10,6

14,8

8,6

20,5

11,9

AU-re (rechts)

20

38,9

11,0

21,0

11,6

18,4

8,2

        

tP-mes (mesial)

23

40,0

12,0

18,0

9,7

22,0

11,1

tP-lat (lateral)

21

33,7

8,5

17,3

11,3

16,9

8,9

        

m AU-li

14

36,6

12,2

14,8

8,9

21,9

12,1

m AU-re

11

41,5

11,9

23,0

11,1

18,5

6,8

w AU-li

10

33,6

8,2

14,9

8,6

18,7

12,1

w AU-re

9

35,7

9,5

18,6

12,2

18,2

10,1

        

m tP-mes

15

41,3

13,6

19,1

10,0

22,3

9,9

m tP-lat

10

34,9

8,6

17,4

11,9

17,5

10,1

w tP-mes

8

37,4

8,5

15,9

9,5

21,5

13,9

w tP-lat

11

32,5

8,6

17,2

11,3

16,3

8,1

        

AU-li tP-mes

12

36,1

13,2

12,6

7,0

23,5

13,4

AU-li tP-lat

12

34,7

7,7

17,1

9,7

17,6

9,9

AU-re tP-mes

11

44,2

9,3

23,8

9,1

20,4

8,4

AU-re tP-lat

9

32,3

9,7

17,6

13,8

15,9

7,8

        

m AU-li tP-mes

8

36,4

15,2

13,4

6,9

23,0

13,6

m AU-li tP-lat

6

37,0

7,7

16,7

11,5

20,3

10,7

m AU-re tP-mes

7

47,0

9,4

25,6

9,2

21,4

3,2

m AU-re tP-lat

4

31,8

10,0

18,5

14,2

13,3

8,7

w AU-li tP-mes

4

35,5

10,0

11,0

8,0

24,5

14,9

w AU-li tP-lat

6

32,3

7,6

17,5

8,6

14,8

9,2

w AU-re tP-mes

4

39,3

7,6

20,8

9,1

18,5

14,3

w AU-re tP-lat

5

32,8

10,6

16,8

15,1

18,0

7,1


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HTML-Version erstellt am:
12.10.2004