4 ERGEBNISSE

4.1  Klinische Ergebnisse

↓57

Die Aufteilung nach Alter, Geschlecht und Skoliosetyp nach King, sowie die Dauer des Krankenhausaufenthaltes waren in beiden Patientengruppen ähnlich (Tabelle 2).

Tabelle 2: Alter, Geschlecht, Skoliosetypen nach King und Dauer des Krankenhausaufenthaltes der behandelten Patienten

Knochengruppe

TCP Gruppe

Alter in Jahren

14,3±1,7 (10-17)

14,8±1,5 (12-17)

Geschlecht

14 Mädchen, 5 Jungen

8 Mädchen, 1 Junge

King Typ II

10

5

King Typ III

7

2

King Typ IV

2

2

Krankenhausaufent-halt in Tagen

14,1±3,1 (10-21)

13,9±4,0 (10-23)

In beiden Untersuchungsgruppen konnten die Patienten ab dem zweiten postoperativen Tag ohne Korsett mobilisiert werden.

4.2 Radiologische Ergebnisse

↓58

Alle ermittelten Meßergebnisse der Röntgenbilder, die prä-, postoperativ und nach 12 Monaten aufgenommen wurden, werden jeweils als Mittelwert mit Standardabweichung sowie als Minimum und Maximum in Klammern angegeben.

4.2.1  Krümmungen in der Frontalebene

In der Frontalebene konnten bei beiden Patientengruppen signifikante Korrekturen erreicht werden.

4.2.1.1  Thorakale Krümmungen

Postoperativ ließ sich bei Betrachtung der Mittelwerte der Knochengruppe feststellen, daß ein signifikanter Unterschied zu den präoperativ ermittelten Werten bestand (P<0,01).

↓59

Dabei entsprachen die gemessenen Winkelwerte einer durchschnittlichen Korrektur um 66 %

(35°).

Auch bei der TCP Gruppe fand sich eine signifikante Verbesserung der Mittelwerte des Cobb-Winkels beim Vergleich der prä- und postoperativen Werte (P<0,01).

↓60

Dabei konnte eine Begradigung der thorakalen Krümmung um 74 % (40°) verzeichnet werden (Tabelle 3).

Tabelle 3: Mittelwerte des thorakalen Skoliosewinkels nach Cobb; *p<0,01 verglichen mit den präoperativ ermittelten Werten

Thorakaler

Skoliosewinkel

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Präoperativ

53°±8° (36°-66°)

54°±10° (46°-72°)

P=0,87 (n.s.)

Postoperativ

18°±7° (8°-30°)*

14°±7° (7°-24°)*

P=0,17 (n.s.)

Nach 12 Monaten

17°±6° (8°-30°)*

16°±6° (7°-23°)*

P=0,73 (n.s.)

Aus der Tabelle 3 wird ersichtlich, daß keine signifikanten Unterschiede zwischen den Ausgangswerten der beiden behandelten Gruppen nachzuweisen waren (P=0,87).

↓61

Zwischen den postoperativ ermittelten Werten beider Gruppen ließ sich auch kein signifikanter Unterschied nachweisen (P=0,17).

Die bei der Nachuntersuchung ermittelten Werte zeigen, daß kein Korrekturverlust in der TCP Gruppe sowie in der Knochengruppe nachzuweisen waren.

Die nach 12 Monaten ermittelten Skoliosewinkel beider Gruppen weisen weder einen signifikanten Unterschied zu den postoperativen Werten auf, noch unterscheiden sie sich zwischen beiden Gruppen signifikant (P=0,73).

↓62

Ein signifikanter Unterschied (P<0,01) zu den präoperativ gemessenen Winkelwerten bleibt bestehen.

Abbildung 10: Posterior-anteriores Röntgenbild einer idiopathischen Adolezentenskoliose vor und nach Operation (Knochengruppe)

4.2.1.2 Lumbale Krümmungen

Bei beiden untersuchten Gruppen konnte eine erhebliche Korrektur der Krümmung von prä- zu postoperativ nachgewiesen werden.

↓63

Die Knochengruppe erzielte im Durchschnitt eine Verbesserung des lumbalen Cobb-Winkels um 74 %. Das entspricht einer Verringerung des Winkelwertes um 23° und einer Signifikanz von P<0,01.

Bei der TCP Gruppe trat eine Besserung des Winkelwertes von 80 % (28°) auf. Eine Signifikanz konnte auch hier nachgewiesen werden (P<0,01) (Tabelle 4).

Tabelle 4: Mittelwerte des lumbalen Skoliosewinkels nach Cobb; *p<0,01 verglichen mit den präoperativ ermittelten Werten

Lumbaler Skoliosewinkel

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Präoperativ

31°±11° (0°-45°)

35°±8° (19°-43°)

P=0,38 (n.s.)

Postoperativ

8°±6° (0°-20°)*

7°±5° (0°-14°)*

P=0,55 (n.s.)

Nach 12 Monaten

8°±7° (0°-22°)*

7°±6° (0°-16°)*

P=0,73 (n.s.)

↓64

Zwischen den Ausgangswerten des lumbalen Skoliosewinkels läßt sich, wie aus der Tabelle 4 ersichtlich, kein signifikanter Unterschied ableiten (P=0,38).

Auch bei der postoperativ ermittelten Korrektur des Skoliosewinkels besteht kein signifikanter Unterschied zwischen der Knochen- und der TCP Gruppe (P=0,55).

Bei beiden Patientengruppen konnte die bereits bestehende Korrektur von 74% bei der Knochengruppe und 80% bei der TCP Gruppe auch bei der Nachuntersuchung festgestellt werden, so daß kein Korrekturverlust vorlag.

↓65

Weder beim Vergleich der Winkelwerte beider Patientengruppen untereinander (P=0,73) noch zu den bereits postoperativ gemessenen Werten konnte ein signifikanter Unterschied nachgewiesen werden.

4.2.2 Krümmungen in der Sagittalebene

In der Sagittalebene konnten signifikante Korrekturergebnisse bei beiden Patientengruppen beobachtet werden.

4.2.2.1  Kyphose der Brustwirbelsäule

Bei den Ausgangswerten des Winkels der Brustkyphose konnte ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Patientengruppen nachgewiesen werden (P=0,03).

↓66

Postoperativ veränderte sich der Winkel der kyphotischen Krümmung in der Knochengruppe um 35 % (10°). Dies stellt einen signifikanten Unterschied zu den präoperativ ermittelten Werten dar (P<0,01), d.h. die Kyphose wurde verringert.

Bei der TCP Gruppe ließ sich keine signifikante Veränderung nachweisen (Tabelle 5).

Tabelle 5: Mittelwerte des Winkels der Brustkyphose nach Cobb; *p<0,01, n.s. pre verglichen mit den präoperativ ermittelten Werten

Brustkyphose

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Präoperativ

29°±13° (9°-48°)

17°±14° (2°-43°)

P=0,03

Postoperativ

19°±7° (6°-30°)*

20°±8° (8°-34°)n.s. pre

P=0,61 (n.s.)

Nach 12 Monaten

22°±9° (6°-34°)n.s.pre

22°±8° (8°-32°)n.s. pre

P=0,99 (n.s.)

↓67

Zwischen den beiden postoperativ ermittelten Werten konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden (P=0,61).

Nach 12 Monaten ließ sich bei der Knochengruppe eine Veränderung von 11% (3°) feststellen, so daß eine Korrektur von 24% (7°) erhalten blieb.

Bei den mit TCP behandelten Patienten veränderte sich die Kyphose um 8% (2°). Dies entspricht dann einer Korrektur von 23% (5°).

↓68

Die bei der Nachuntersuchung erhaltenen Ergebnisse beider Patientengruppen unterscheiden sich nicht signifikant (P=0,99). Sie weisen auch keinen signifikanten Unterschied zu den präoperativ ermittelten Werten auf.

Abbildung 11: Laterales Röntgenbild einer idiopathischen Adoleszentenskoliose vor und nach Operation (Knochengruppe)

4.2.2.2 Lordose der Lendenwirbelsäule

Bei der Knochengruppe veränderte sich der präoperative Wert um 14% (5°).

↓69

In der TCP Gruppe blieb der präoperativ ermittelte durchschnittliche Winkelwert von 38° bestehen (Tabelle 6).

Tabelle 6: Mittelwerte des Winkels der Lendenlordose nach Cobb; n.s. pre nicht signifikant verglichen mit den präoperativ ermittelten Werten

Lendenlordose

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Präoperativ

37°±16° (5°-45°)

38°±14° (21°-60°)

P=0,87 (n.s.)

Postoperativ

32°±10° (8°-50°)n.s. pre

38°±10° (22°-50°)n.s. pre

P=0,15 (n.s.)

Nach 12 Monaten

37°±10° (19°-50°)n.s pre

38°±6° (21°-36°)n.s. pre

P=0,08 (n.s.)

Bei Betrachtung der Tabelle 6 zeigt sich keine signifikante Differenz der beiden Ausgangswinkel der Lendenlordose (P=0,87).

↓70

Zwischen den Ergebnissen beider Untersuchungsgruppen sowie zu den jeweiligen präoperativ gemessenen Werten konnte statistisch keine Signifikanz nachgewiesen werden.

Bei der Untersuchung nach 12 Monaten veränderte sich die Lordose bei der Knochengruppe

um 14% (5°) wieder zum Ausgangswert von 37°, was keinen signifikanten Unterschied darstellt.

↓71

Bei der TCP Gruppe veränderte sich der präoperative gemessene Winkel nach Cobb nicht.

Im Vergleich der beiden Patientengruppen war keine Signifikanz nachweisbar (P=0,08).

4.2.3 Rotation des Scheitelwirbels

Bei beiden Patientengruppen konnten signifikante Ergebnisse bei der Derotation erzielt werden.

4.2.3.1  Rotation im thorakalen Bereich

↓72

Die präoperativ ermittelten Werte der TCP- sowie der Knochengruppe unterscheiden sich bei

der thorakalen Rotation signifikant (P=0,02).

Postoperativ ließ sich bei beiden Gruppen durchschnittlich eine gute Derotation der

↓73

Scheitelwirbel nachweisen.

Die Werte der Knochengruppe veränderten sich dabei um 36% (9°). Dies entspricht einer

signifikanten Veränderung gegenüber den vor der Operation ermittelten Werten (P<0,01).

↓74

Auch bei der TCP Gruppe ließ sich eine Verbesserung der Winkelwerte um 33% (6°) nachweisen, die einer Signifikanz von P<0,01 entspricht (Tabelle 7).

Tabelle 7: Mittelwerte der thorakalen Rotation nach Perdriolle; *p<0,01, **p<0,05: alle Werte verglichen mit den präoperativ ermittelten Werten

Thorakale Rotation

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

präoperativ

25°±8° (5°-35°)

18°±4° (10°-25°)

P=0,02

postoperativ

16°±8° (0°-30°)*

12°±4° (5°-20°)*

P=0,13 (n.s.)

Nach 12 Monaten

16°±10° (0°-30°)*

11°±4° (5°-15°)**

P=0,27 (n.s.)

Zwischen den Winkelwerten der Rotation der Untersuchungsgruppen ließ sich postoperativ keine signifikante Differenz nachweisen (P=0,13).

↓75

Ein Korrekturverlust 12 Monate postoperativ konnte bei den mit autologem Knochenmaterial versorgten Patienten nicht nachgewiesen werden. Der unmittelbare postoperative durchschnittliche Wert für die thorakale Rotation des Scheitelwirbels von 36% (9°) blieb bestehen.

Bei der TCP Gruppe konnte kein Korrekturverlust nachgewiesen werden.

Die letztendliche Korrektur der Rotation belief sich bei diesen Patienten durchschnittlich auf 39% (7°). Dies entspricht einer signifikanten Verbesserung (P<0,05) der präoperativ ermittelten Winkelwerte.

↓76

Zwischen den beiden Patientengruppen läßt sich zu diesem Untersuchungszeitpunkt statistisch kein signifikanter Unterschied nachweisen (P=0,27).

4.2.3.2 Rotation im lumbalen Bereich

Postoperativ konnte bei den Patienten mit dem autologen Knochen eine Derotation des Scheitelwirbels um 43% (3°) erzielt werden. Dies entspricht einem signifikanten Unterschied (P<0,05).

Die Patienten der TCP Gruppe zeigten eine Verbesserung der Rotation um 33% (2°). Ein signifikanter Unterschied zu den präoperativ ermittelten Werten konnte nicht nachgewiesen werden (Tabelle 8).

↓77

Tabelle 8: Mittelwerte der lumbalen Rotation nach Perdriolle; **p<0,05, n.s. pre nicht signifikant: alle Werte verglichen mit den präoperativ ermittelten Werten

lumbale Rotation

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Präoperativ

7°±6° (0°-20°)

6°±5° (0°-15°)

P=0,38 (n.s.)

Postoperativ

4°±5° (0°-20°)**

4°±5° (0°-15°)n.s. pre

P=0,73 (n.s.)

Nach 12 Monaten

2°±5° (0°-15°)**

6°±6° (0°-15°)n.s. pre

P=0,15 (n.s.)

Die lumbale Rotation zeigte sich präoperativ bei beiden Patientengruppen fast identisch. Der Unterschied betrug 1° und ist nicht signifikant (P=0,38).

Es ließ sich auch bei den postoperativen Messungen kein signifikanter Unterschied zwischen den zwei Gruppen feststellen (P=0,73).

↓78

Ein Korrekturverlust war bei der Knochengruppe nach 12 Monaten nicht vorhanden. Hier konnte eine weitere Derotation um 28% (2°) beobachtet werden, so daß die letztendliche Korrektur 71% (5°) betrug. Eine Signifikanz ist nur zu den präoperativen Werten vorhanden (P<0,05).

Bei der TCP Gruppe konnte zu diesem Untersuchungszeitpunkt ein Korrekturverlust von 33% (2°) bei der Rotation beobachtet werden, so daß der präoperativ ermittelte Wert von 6° bestehen blieb.

Statistisch läßt sich keine Signifikanz zwischen den Untersuchungsergebnissen beider Patientengruppen nachweisen.

4.2.4 Resorptionsverhalten des TCP

↓79

Auf den im p.-a. bzw. sagittalen Strahlengang angefertigten Röntgenbildern der TCP-Gruppe

war das TCP-Granulat im Durchschnitt nach 8±2 (6-10) Monaten radiologisch nicht mehr nachweisbar und somit zu diesem Zeitpunkt durch eigenen Knochen substituiert.

4.2.5 Pseudarthrosen

Weder in der Knochengruppe noch in der TCP-Gruppe konnte eine Pseudarthrose beobachtet werden.

4.3 Ergebnisse der CT-Untersuchung

↓80

Die Knochendichtewerte der beiden untersuchten Gruppen, die im Durchschnitt 11±8 Monate nach der Operation mit Computertomographie ermittelt wurden, weisen keinen signifikanten Unterschied auf (P=0,16) (Tabelle 9).

Tabelle 9: Gemittelte Messergebnisse der Knochendichtemessung

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Anzahl der unter-suchten Patienten

17

7

Knochendichte (mg/cm³)

337±134 (130-669)

430±111 (273-629)

P=0,16 (n.s.)

Abbildung 12: Computertomographie 3 Monate nach dorsaler instrumentierter Spondylodese mit guter Deckung der Metallimplantate mit autologem Knochen/β-Tricalciumphosphat

↓81

Abbildung 13: Computertomographie 8 Monate nach dorsaler instrumentierter Spondylodese (TCP Gruppe) zeigt die homogene Knochenformation zwischen den transversalen Fortsätzen und die Messergebnisse der Knochendichtemessung (418 mg/cm ³)

Abbildung 14: Postoperative Knochendichtemessung (mg/ccm³) mittels Computertomographie und logarithmischer Regressionsanalyse (ausgefüllte Kreise Knochengruppe, unausgefüllte Kreise TCP-Gruppe)

Abbildung 15: A Anterior-posterior und B laterale Röntgenbilder direkt nach (links) und 6 Monate nach Operation (rechts) zeigen die Resorption des β-Tricalciumphosphats und die Entstehung solider Knochenfusion

4.4 Komplikationen

↓82

Die Operation selbst sowie die postoperative Phase zeigte sich bei 89 % der Patienten der

Knochengruppe und bei 78 % der mit TCP versorgten Patienten komplikationslos (Tabelle 10).

Tabelle 10: Komplikationen intra- und postoperativ

Komplikation

Knochengruppe

TCP Gruppe

Gesamt

2

2

lumbale Dekompensation

1

Cast-Syndrom

1

Subfasc. Hämatom

1

Wundheilungsstörung

1

↓83

Bei allen vier aufgetretenen Komplikationen konnte ein Zusammenhang zu den verwendeten Knochensubstanzen bzw. zum Knochenersatzmaterial nicht hergestellt werden.

Die aufgetretenen Komplikationen erforderten folgende Maßnahmen:

  • lumbale Dekompensation:

  • eine Reoperation war nicht nötig

  • Cast-syndrom:

  • Infusionstherapie

  • Subfasc. Hämatom:

  • Punktierung

  • Wundheilungsstörung:

  • Entfernung des Instrumentariums und ventrale Fusion nach Zielke

↓84

Unabhängig von der dorsalen Spondylodese befand sich in der Knochengruppe ein Patient, bei dem 6 Monate nach erfolgter Operation ein lokaler Schmerz im Bereich des Beckenkammes auftrat. Dieser Schmerz verschwand jedoch ohne jegliche Therapiemaßnahmen von selbst.

4.5 Rippenbuckelresektionen

In beiden Patientengruppen wurden Rippenbuckelresektionen durchgeführt.

Bei den Patienten aus der Knochengruppe erhielten 16 von 19 Patienten eine Rippenbuckelresektion (84 %).

↓85

In der TCP Gruppe kam die Rippenbuckelresektion bei 8 von 9 Patienten zum Einsatz (89 %).

Es bestand in keiner der beiden Gruppen ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Winkels nach Cobb in der thorakalen sowie lumbalen Krümmung und der Rippenbuckelresektion.

Die Rippenbuckelresektionen erfolgten sowohl zur Gewinnung des autologen Knochenmaterials für die Spondylodese der Knochen- und TCP Gruppe als auch aus kosmetischen Gesichtspunkten.

4.6 Operationsdauer

↓86

Der Unterschied der Operationsdauer im Vergleich zwischen der Knochengruppe und der TCP Gruppe war nicht signifikant.

In der Knochengruppe betrug die Operationsdauer im Durchschnitt 181+29 (135-249) Minuten.

Bei den mit TCP behandelten Patienten nahm die Operation durchschnittlich 186+46 (135-290)

↓87

Minuten in Anspruch.

4.7 Blutverlust

Es besteht kein signifikanter Unterschied zwischen den Werten des Blutverlustes der Knochengruppe und der Gruppe der Patienten, die mit TCP behandelt wurden.

Auch bei der Aufsplittung in intraoperativen und postoperativen Blutverlust läßt sich kein relevanter Unterschied feststellen (Tabelle 11).

↓88

Tabelle 11: Mittelwerte des Blutverlustes in ml

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Blutverlust insgesamt (ml)

1793±486 (900-2600)

1850±524 (1100-2400)

n.s.

intraoperativer

Blutverlust (ml)

1207±506 (400-2000)

1150±476 (700-1800)

n.s.

postoperativer

Blutverlust (ml)

612±209 (200-1000)

678±248 (200-1000)

n.s.

4.8  Bluttransfusionen

Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen der Anzahl der Bluttransfusionen in beiden Patientengruppen ermittelt werden.

In der Knochengruppe erhielten 84 % der Patienten eine Bluttransfusion. Dabei wurden 75 %

↓89

Eigenblutkonserven, bei 25 % Fremdblutkonserven benutzt.

Von den Patienten der TCP-Gruppe erhielten 67 % eine Bluttransfusion. Diese gliedern sich in 67 % Eigenblutspenden und 33 % Fremdblutspenden (Tabelle 12).

Tabelle 12: Anzahl der Bluttransfusionen

Knochengruppe

TCP Gruppe

Signifikanz

Bluttranfusionen

(Anzahl der Patienten)

16

6

n.s.

Eigenblut

12

4

Fremdblut

4

2


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27.09.2006