Hanebeck, Jan: Postoperative Knochendichteänderungen am Femur nach Implantation der zementfreien Zweymüller-Hüftendoprothese unter Berücksichtigung klinischer und röntgenologischer Parameter

Aus der Klinik für Orthopädie der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin


DISSERTATION
Postoperative Knochendichteänderungen am Femur nach Implantation der zementfreien Zweymüller-Hüftendoprothese
unter Berücksichtigung klinischer und röntgenologischer Parameter

Zur Erlangung des akademischen Grades Doctor medicinae (Dr. med.)

vorgelegt der Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin

von Jan Hanebeck aus Wittenburg

Dekan: Prof. Dr. med. Dr. h.c. R. Felix

Gutachter:
1. Priv.-Doz. Dr. med. C. Perka
2. Prof. Dr. med. H. Merk
3. Prof. Dr. med. habil. D. Köster

eingereicht: 30. 08. 2000

Datum der Promotion: 29. 01. 2001

Zusammenfassung

Bei der Rekonstruktion des durch Krankheit oder Trauma geschädigten Hüftgelenkes hat sich der Ersatz des Gelenkes durch eine totale Endoprothese heute allgemein durchgesetzt. Dabei hat unter Beachtung einer differenzierten Indikationsstellung sowohl die zementierte als auch die zementfreie Technik ihre Anwendungsberechtigung.
Das Problem der dauerhaften Verankerung der zementfreien Hüftendoprothese ist jedoch trotz ständiger Weiterentwicklung von Operationstechnik, Implantatdesign und Werkstoffen bis heute nicht abschließend gelöst. Die häufigste Versagensursache ist dabei die aseptische Schaftlockerung, die mit Veränderungen des knöchernen Lagers einhergeht. Mit der Osteodensitometrie existiert eine Technik, die eine schnelle, nichtinvasive und quantitative Beurteilung der
Knochenmasse erlaubt.
In der vorliegenden Querschnittsstudie wurden 95 Zweymüller-Schaftimplantate zwei, vier bzw. sechs Jahre nach Implantation untersucht. Dabei wurden die Ergebnisse der klinischen Untersuchung und der konventionellen a.p. Röntgenaufnahme den mit Hilfe der DEXA-Technik ermittelten Knochendichteänderungen am Femur gegenübergestellt.
Der Vergleich von Knochendichteänderungen in einzelnen Femurabschnitten in Abhängigkeit von der Implantationsdauer läßt Rückschlüsse auf das Schaftdesign zu.

Schlagwörter:
zementfreie Hüftendoprothese, Schaftlockerung, Knochendichteänderung, Osteodensitometrie

Abstract

When hip function is several impaired by disease or trauma, total hip replacement is preferred treatment of choice today. The consideration of a differentiated position of indication justifies both - the application of the cemented as well as the cement free technique.
But despite of constant further development of operation techniques, design of implantation and the used materials is the problem of a permanent embodiment of the non-cemented hip prosthesis till today not finally solved. The aseptic relaxation of the stem is the most frequent reason for failure. This is accompanied by changes of the osseous bed. With the osteodensitometry exists a technique that makes a fast, non-invasive and quantitative assessment of the bone
mass possible.
In this present cross-section study 95 Zweymüller-stem-implants were examined two, four and six years after the implantation. The results of the clinical examination and the results of the conventional X-ray picture were compared with the changes of the thigh femur bone density that were ascertained by the DEXA-technique.
The comparison of changes of the bone density in single femur sections in dependence on the duration of the implantation allows one to draw conclusions from the design of the stem.

Keywords:
non-cemented total hip replacement, aseptic relaxation, Zweymüller-stem, Bone density


Seiten: [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60]

Inhaltsverzeichnis

TitelseitePostoperative Knochendichteänderungen am Femur nach Implantation der zementfreien Zweymüller-Hüftendoprothese unter Berücksichtigung klinischer und röntgenologischer Parameter
1 Einleitung und Problemdarstellung
1.1Geschichte und derzeitiger Stand des künstlichen Gelenkersatzes
1.2Aussagen zur Prothesenintegration
1.3Grundlagen der Osteodensitometrie
1.4Das Zweymüller-Hüftendoprothesensystem
1.5Aufgabenstellung
2 Material und Methode
2.1Patientenkollektiv
2.2Nachuntersuchung
2.2.1Befragung und klinische Untersuchung
2.2.2Röntgenkontrolle
2.2.3Osteodensitometrie des Femurs
3 Ergebnisse
3.1„2 Jahre p.op.-Kontrollgruppe“
3.1.1Klinische Ergebnisse und subjektive Bewertung
3.1.2Ergebnisse der konventionellen Röntgenkontrolle
3.1.3Ergebnisse der Knochendichtemessung 2 Jahre post implantationem
3.2„4 Jahre p.op.-Kontrollgruppe“
3.2.1Klinische Ergebnisse und subjektive Bewertung
3.2.2Ergebnisse der konventionellen Röntgenkontrolle
3.2.3Ergebnisse der Knochendichtemessung 4 Jahre post implantationem
3.3„6 Jahre p.op.-Kontrollgruppe“
3.3.1Klinische Ergebnisse und subjektive Bewertung
3.3.2Ergebnisse der konventionellen Röntgenkontrolle
3.3.3Ergebnisse der Knochendichtemessung 6 Jahre post implantationem
3.4Gegenüberstellung der Ergebnisse in Abhängigkeit von der
Implantationsdauer
3.4.1Vergleich der klinischen Ergebnisse
3.4.2Vergleich der Ergebnisse der konventionellen Röntgenkontrolle
3.4.3Vergleich der Ergebnisse der Knochendichtemessung
3.4.3.1Vergleich der absoluten periprothetischen Knochendichtewerte
3.4.3.2Vergleich der periprothetischen Knochendichteänderung in Abhängigkeit
von der Implantationsdauer
3.4.3.3Vergleich des Knochendichteverhaltens bei beidseitiger
Endoprothesenimplantation
4 Diskussion
4.1Ergebnisse der Osteodensitometrie
4.2Ergebnisse der klinischen Untersuchung
4.3Ergebnisse der konventionellen Röntgenuntersuchung
4.4Korrelation von klinischen, röntgenologischen
und osteodensitometrischen Befunden
4.5Aussagen zum Studiendesign
5 Zusammenfassung
Abkürzungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis
Bibliographie Literaturverzeichnis
Danksagung
Lebenslauf
Selbständigkeitserklärung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ermittelte Präzision bei Knochendichtemessung am mit einer
Hüftendoprothese versorgten Femur
Tabelle 2: Harris-Hip-Score modifiziert nach Haddad
Tabelle 3: Darstellung von Variationskoeffizient (VK) und Signifikanz (d)
in der eigenen Präzisionskontrolle
Tabelle 4: Verteilung bei der Beurteilung der p.op. Schmerzsymptomatik
und Funktionsfähigkeit
Tabelle 5: Verteilungsmuster der röntgenologischen Veränderungen
entsprechend Gruen-Zonen 2 Jahre p.op.
Tabelle 6:
Tabelle 7: Verteilungsmuster der röntgenologischen Veränderungen
entsprechend Gruen-Zonen 4 Jahre p.op.
Tabelle 8: Verteilung bei der Beurteilung der p.op. Schmerzsymptomatik
und Funktionsfähigkeit.
Tabelle 9: Verteilungsmuster der röntgenologischen Veränderungen
entsprechend Gruen-Zonen 6 Jahre p.op.
Tabelle 10: Höhe und Häufigkeit der Knochendichteveränderung in Abhängigkeit
von der Femurregion und der Implantationszeit

Abbildungsverzeichnis

Diagramm 1: Präoperative Diagnose der untersuchten Patienten
Diagramm 2: Gegenüberstellung der Patientenkollektive
Abbildung 1: Festlegung der
Gruen-Zonen
Diagramm 3: Harris-Hip-Score 2 Jahre p.op.
Diagramm 4: Knochendichte am operierten Femur 2 Jahre nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 5: Vergleich der Knochendichte am operierten Femur (TEP) und
nicht operierter Gegenseite (nTEP)
Diagramm 6: Z-Score 2 Jahre p.op.
Diagramm 7: Häufigkeit der prozentualen Abweichung der Knochendichte am periprothetischen Femur gegenüber der nicht operierten Gegenseite 2 Jahre nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 8: Relative Knochendichteänderung bezogen auf Gruen-Zone 4, vergleichsweise Darstellung am nicht operierten Femur (nTEP) und 2 Jahre p.op.(TEP)
Diagramm 9: Einfluß der Femurkonfiguration auf das Knochendichteverhalten nach Endoprothesenimplantation; Gegenüberstellung der relativen Knochendichteänderung an Femura mit starker proximaler Aufweitung (Quotient > 4,7) und an normal konfigurierten
Femura (Quotient < 4,7)
Diagramm 10: Harris-Hip-Score 4 Jahre p.op.
Diagramm 11: Knochendichte am operierten Femur 4 Jahre nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 12: Vergleich der Knochendichte am operierten Femur (TEP) und
nicht operierter Gegenseite (nTEP)
Diagramm 13: Z-Sore 4 Jahre p.op
Diagramm 14: Häufigkeit der prozentualen Abweichung der Knochendichte am periprothetischen Femur gegenüber der nicht operierten Gegenseite 4 Jahre nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 15: Relative Knochendichteänderung bezogen auf Gruen-Zone 4, vergleichsweise Darstellung am nicht operierten Femur (nTEP) und 4 Jahre p.op.(TEP)
Diagramm 16: Einfluß der Femurkonfiguration auf das Knochendichteverhalten nach Endoprothesenimplantation; Gegenüberstellung der relativen Knochendichteänderung an Femura mit starker proximaler Aufweitung (Quotient > 4,7) und an normal konfigurierten
Femura (Quotient < 4,7)
Diagramm 17: Harris-Hip-Score 6 Jahre p.op.
Diagramm 18: Knochendichte am operierten Femur 6 Jahre nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 19: Vergleich der Knochendichte am operierten Femur (TEP) und
nicht operierter Gegenseite (nTEP) 6 Jahre nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 20: Z-Score 6 Jahre p.op.
Diagramm 21: Häufigkeit der prozentualen Abweichung der Knochendichte am
periprothetischen Femur gegenüber der nicht operierten Gegenseite 6 Jahre
nach Endoprothesenimplantation
Diagramm 22: Relative Knochendichteänderung bezogen auf Gruen-Zone 4, vergleichsweise Darstellung am nicht operierten Femur (nTEP) und 6 Jahre p.op.(TEP)
Diagramm 23: Einfluß der Femurkonfiguration auf das Knochendichteverhalten nach Endoprothesenimplantation; Gegenüberstellung der relativen Knochendichteänderung an Femura mit starker proximaler Aufweitung (Quotient > 4,7) und an normal konfigurierten
Femura (Quotient < 4,7)
Diagramm 24: Harris-Hip-Score
Diagramm 25: Prozentualer Anteil der röntgenologischen Veränderungen
in Abhängigkeit von der p.op. Dauer
Diagramm 26: Auftreten einer Kortikalishypertrophie in den unterschiedlichen Femurabschnitten in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 27: Auftreten einer ossären Atrophie in den einzelnen Femurabschnitten
in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 28: Auftreten einer Saumbildung in den einzelnen Femurabschnitten
in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 29 : Gegenüberstellung der periprothetischen Knochendichteänderung
in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 30: Z-Score bei Patienten unter 60 Lebensjahren
in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 31: Z-Score bei Patienten ab 60 Lebensjahren in Abhängigkeit
von der Implantationszeit
Diagramm 32: Z-Score männlicher Patienten in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 33: Z-Score weiblicher Patienten in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 34: Häufigkeit der prozentualen Abweichung der Knochendichte am periprothetischen Femur von der nicht operierten Gegenseite in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 35: Vergleich der relativen periprothetischen Knochendichteänderung aller untersuchten Prothesen in Abhängigkeit von der Implantationszeit
Diagramm 36: Vergleich der Knochendichtewerte bei 20 Patienten mit beidseitiger Zweymüller-Hüftendoprothese; mittlere Implantationszeit 38 bzw. 50 Monate

© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.

DiML DTD Version 2.0
Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML - Version erstellt am:
Mon Sep 16 13:17:10 2002