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4  Ergebnisse

4.1 Basischarakteristika und Parameter zur Erfassung der Alkoholkrankheit

Die Gruppen unterschieden sich im Hinblick auf ihre Basischarakteristika und Vorerkrankungen nicht. Die Anzahl der Raucher und die von ihnen täglich konsumierte Zigarettenanzahl waren zwischen den Gruppen Ethanol, Morphin, Ketoconazol und Placebo nicht signifikant unterschiedlich (Tab.2).

Tab. 2: Basischarakteristika und präoperative Vorerkrankungen

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Keto

-conazol

n=16

Placebo

n=16

p

Alter [Jahre]

57 (49-61)

54 (50-61)

53 (43-60)

55 (52-61)

0,637

Geschlecht [m/w]

13/3

11/3

15/1

15/1

0,551

Body mass index [kg/m 2 ]

24 (21-28)

21 (18-27)

24 (19-26)

22 (20-25)

0,386

Nikotinabusus [n]

11 (69%)

11 (79%)

15 (94%)

15 (94%)

0,294

Zigaretten [n/d]

20 (0-20)

20 (8-20)

20 (20-38)

20 (11-20)

0,092

Arterieller Hypertonus [n]

1 (6%)

1 (7%)

4 (25%)

1 (6%)

0,309

periphere arterielle Verschlusskrankheit [n]

1 (6%)

1 (7%)

2 (13%)

0%

0,738

chronisch obstruktive
Lungenerkrankung [n]

3 (19%)

1 (7%)

1 (6%)

0%

0,315

Diabetes mellitus [n]

3 (19%)

0%

1 (6%)

1 (6%)

0,380

Magen-Darm-Erkrankungen [n]

1 (6%)

1 (7%)

0%

0%

0,592

Neurologische
Erkrankungen [n]

1 (6%)

1 (7%)

1 (6%)

0%

0,890

Median (Spannbreite); Häufigkeit (%); n: Anzahl der Patienten; d: Tage; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005

Der tägliche Alkoholkonsum, die Ergebnisse des CAGE-Fragekataloges [34] sowie die üblichen Laborparameter zur Diagnostik der Alkoholkrankheit wie CDT (Normwert ≤9mg/l) [47], γ-GT (Normwert ≤30U/l) und MCV (Normwert 86-98fl) [146] zeigten zum Zeitpunkt der Aufnahme des Patienten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen (Tab.3).


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Tab. 3: Parameter zur Erfassung der Alkoholkrankheit

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Ketoconazol

n=16

Placebo

n=16

p

CAGE

3 (2-3)

3 (2-4)

3 (2-3)

3 (2-3)

0,897

Ethanolmenge [g/d]

70 (60-135)

70 (60-106)

75 (60-135)

78 (60-120)

0,948

CDT [mg/l]

8,2 (5,5-12,9)

9,4 (5,7-13,1)

8,8 (6,7-13,1)

7,3 (6,1-12,1)

0,893

γ-GT [U/l]

43 (24-188)

41 (26-130)

26 (10-72)

30 (18-78)

0,235

MCV [fl]

103 (96-107)

99 (93-101)

100 (95-103)

96 (90-100)

0,064

Median (Spannbreite); CAGE: Alkoholkrankheitsrelevanter Fragekatalog; CDT: Kohlenhydrat-Defizientes Transferrin; γ-GT: gamma-Glutamyl-Transferase; MCV: Mittleres Korpuskuläres Volumen; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005

4.2 Perioperativer Verlauf der HHN-Achse

4.2.1 ACTH

Die präoperativen Ausgangswerte von ACTH lagen bei allen Gruppen im Normbereich (9-52 pg/ml) [146].

Innerhalb jeder einzelnen Gruppe konnte postoperativ zunächst ein Abfall der ACTH-Spiegel beobachtet werden. Unter Ethanol- und Ketoconazolbehandlung sanken die Werte sogar unterhalb des Normbereichs. Ab dem dritten postoperativen Tag normalisierten sich die Spiegel in allen Gruppen wieder auf die Ausgangswerte. Im zeitlichen Verlauf der ACTH-Konzentration traten in der Ethanol- (p≤0,001**), Morphin- (p=0,035*) und Ketoconazolgruppe (p≤0,001**) signifikante Schwankungen auf. Die Abweichungen der ACTH-Konzentration innerhalb der Placebogruppe waren nicht signifikant (p=0,331).

Zwischen den Gruppen war der perioperative Konzentrationsverlauf von Plasma ACTH signifikant unterschiedlich (p=0,009*). Patienten der Ethanolgruppe zeigten geringere perioperative ACTH-Werte als Placebopatienten (Abb.6a). Diese Beobachtung konnte auch bei Ketoconazolpatienten im Vergleich zur Placebogruppe gemacht werden (Abb.6c). Dagegen lagen bei der Morphingruppe verglichen mit der Placebogruppe die perioperativen ACTH-Werte nur tendenziell niedriger, ohne eine statistische Signifikanz zu erreichen (Abb.6b).

Die Verum-Interventionen untereinander zeigten keine signifikanten Unterschiede im perioperativen Verlauf der Plasma ACTH-Konzentration (Abb.6d).


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Abb. 6: Perioperativer Verlauf von ACTH unter den verschiedenen Interventionen

Median (Spannbreite), ACTH: Adrenocorticotropes Hormon, präop.: präoperativer Messtag, postop.: postoperativer Messtag, E: Ethanol, M: Morphin, K: Ketoconazol, signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005


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4.2.2  Cortisol

Die präoperativen Ausgangswerte von Cortisol wurden bei allen Gruppen im Normbereich (140-690 nmol/l) [146] gemessen.

Innerhalb der einzelnen Gruppen war der zeitliche Verlauf der Cortisolkonzentration nur in der Ketoconazolgruppe signifikant (p=0,002**). In der Ethanol-, Morphin- und Placebogruppe konnte kein signifikanter Unterschied im Zeitverlauf der Cortisolkonzentrationen beobachtet werden: Ethanol (p=0,068), Morphin (p=0,674) und Placebo (p=0,116).

Im Vergleich der Gruppen untereinander zeigten sich hinsichtlich der perioperativen Cortisolspiegel signifikante Unterschiede (p=0,023*). Ebenso bestand eine signifikante Wechselwirkung zwischen den Gruppen bezüglich der Verläufe der Cortisolspiegel über den Messzeitraum (p=0,020*). Während in der Placebogruppe die postoperativen Cortisolspiegel deutlich den oberen Normwert überstiegen, lagen diese Werte unter einer Intervention mit Ethanol, Morphin oder Ketoconazol im gesamten Verlauf im Normbereich. Es ergab sich, verglichen zur Placebogruppe, ein signifikanter Unterschied der perioperativen Cortisolkonzentration für alle drei Behandlungen (Abb.7a, b, c).

Die Verum-Interventionen untereinander zeigten keine signifikanten Unterschiede im Verlauf der Cortisolspiegel (Abb.7d).

4.2.3 Immunreaktives β-Endorphin (irBE)

Die präoperativen Ausgangswerte von irBE lagen bei allen Gruppen deutlich unterhalb des Normbereichs (39-45pg/ml) [26,38,72]. Dies änderte sich auch im weiteren perioperativen Verlauf nicht.

Innerhalb jeder Gruppe traten im zeitlichen Verlauf der irBE-Konzentration signifikante Schwankungen auf: Ethanol (p=0,014*), Morphin (p=0,013*), Ketoconazol (p=0,001**) und Placebo (p=0,004**). Am ersten postoperativen Tag sanken die irBE-Spiegel unter einer Intervention mit Ethanol, Morphin und Ketoconazol. Ein Abfall der irBE-Konzentration in der Placebogruppe war erst am dritten postoperativen Tag festzustellen. Im weiteren Verlauf erreichten die Spiegel in allen Gruppen wieder ihre Ausgangswerte.

Dagegen zeigte sich zwischen den Gruppen kein signifikanter Unterschied im Konzentrationsverlauf der perioperativen Plasma irBE-Konzentration (p=0,287) (Abb. 8a-d). Dennoch bestand eine signifikante Wechselwirkung zwischen den Gruppen bezüglich der Verläufe der irBE-Spiegel über den Messzeitraum (p=0,012*).


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Abb. 7: Perioperativer Verlauf von Cortisol unter den verschiedenen Interventionen

Median (Spannbreite), präop.: präoperativer Messtag, postop.: postoperativer Messtag, E: Ethanol, M: Morphin, K: Ketoconazol, signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005


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Abb. 8: Perioperativer Verlauf von β-Endorphin unter den verschiedenen Interventionen

Median (Spannbreite), präop.: präoperativer Messtag, postop.: postoperativer Messtag, E: Ethanol, M: Morphin, K: Ketoconazol, signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005


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4.3  Postoperative Infektionen

Das Auftreten postoperativer Infektionen war zwischen den Gruppen Ethanol, Morphin, Ketoconazol und Placebo signifikant unterschiedlich. Ethanol- und Morphinpatienten entwickelten signifikant weniger postoperative Infektionen als die Placebopatienten. Die mit Ketoconazol behandelte Gruppe tendierte dazu, weniger Infektionen zu entwickeln als die Placebogruppe. Diese Tendenz erreichte jedoch keine statistische Signifikanz (Tab.4).

Innerhalb der Verum-Interventionen unterschieden sich die Häufigkeiten postoperativer Infektionen nicht: Ethanol/Morphin (p>0,999), Ethanol/Ketoconazol (p=0,600), Morphin/Ketoconazol (p=0,228). Auch im Hinblick auf das zeitliche Auftreten früher (Pneumonie, Tracheobronchitis) und später Infektionen (Wundinfektion, Harnweginfektion, Sepsis) bestand zwischen den Gruppen kein signifikanter Unterschied (Tab. 4).

Tab. 4: Inzidenz nosokomialer Infektionen

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Ketoconazol

n=16

Placebo

n=16

p

Anzahl der Patienten mit Infektionen insgesamt [n]

1 (6%)

0%

3 (19%)

9 (56%)

<0,001**

P/E 0,006*

P/M 0,001**

P/K 0,066

Anzahl der Patienten mit frühen Infektionen [n]
(Pneumonie, Tracheobronchitis)

1 (6%)

0%

3 (19%)

8 (50%)

0,001**

P/E 0,015*

P/M 0,003**

P/K 0,135

Eintritt in Tagen [d]

3

-

3 (1-3)

3 (2-4)

0,709

Anzahl der Patienten mit späten Infektionen [n]
(Wundinfektion, Harnweginfektion, Sepsis)

1 (6%)

0%

1 (6%)

7 (44%)

0,002**

P/E 0,037*

P/M 0,006*

P/K 0,037*

Eintritt in Tagen [d]

11

-

6

5 (4-8)

0,289

Häufigkeit (%), Median (Spannbreite); n: Anzahl der Patienten; d: Tage; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005


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4.3.1  Früh auftretende Infektionen

Das Auftreten früher Infektionen (Pneumonie, Tracheobronchitis) war signifikant unterschiedlich zwischen den Gruppen Ethanol, Morphin, Ketoconazol und Placebo. In der Ethanol- und Morphingruppe traten sie signifikant seltener als in der Placebogruppe auf. Ebenso zeigte sich bei Ketoconazolpatienten eine Tendenz dazu, weniger dieser Infektionen zu entwickeln als die Placebopatienten. Diese Tendenz erreichte jedoch keine statistische Signifikanz (Tab.4).

Innerhalb der Verum-Interventionen unterschieden sich die Häufigkeiten dieser Infektionen nicht: Ethanol/Morphin (p>0,999), Ethanol/Ketoconazol (p=0,600), Morphin/Ketoconazol (p=0,228).

4.3.2 Spät auftretende Infektionen

Auch das Auftreten später Infektionen (Wundinfektion, Harnweginfektion, Sepsis) war zwischen den Gruppen Ethanol, Morphin, Ketoconazol und Placebo signifikant unterschiedlich. Mit Ethanol, Morphin oder Ketoconazol behandelte Patienten entwickelten signifikant weniger spät auftretende Infektionen als Placebopatienten (Tab.4).

Innerhalb der Verum-Interventionen unterschieden sich die Häufigkeiten dieser Infektionen nicht: Ethanol/Morphin (p>0,999), Ethanol/Ketoconazol (p>0,999), Morphin/Ketoconazol (p>0,999).

4.4 Assoziation zwischen der HHN-Achse und postoperativen Infektionen

Die Analyse von ROC-Kurven (Receiver operating curve) zeigte über eine Berechnung der Fläche unter der ROC-Kurve für den ersten postoperativen Tag, dass ACTH (AUC 0,813 (95% CI: 0,657-0,969)), Cortisol (AUC 0,701 (95% CI: 0,520-0,882)) und immunreaktives β-Endorphin (AUC 0,745 (95% CI: 0,596-0,894)) geeignet sind, alkoholkranke Patienten mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung nosokomialer Infektionen in der postoperativen Phase zu detektieren (Abb.9).


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Abb. 9: ROC-Kurve für ACTH, Cortisol und immunreaktives β-Endorphin am ersten postoperativen Tag in Bezug auf das postoperative Infektionsrisiko

4.5 Weitere interkurrente Komplikationen

Drei Placebopatienten und ein Ketoconazolpatient entwickelten ein Alkoholentzugssyndrom. Die unterschiedliche Inzidenz des Alkoholentzugssyndroms zwischen den Gruppen erreichte keine statistische Signifikanz (Tab.5).

Tab. 5: Alkoholentzugssyndrom

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Ketoconazol

n=16

Placebo

n=16

p

AES-Inzidenz [n]

0%

0%

1 (6%)

3 (19%)

0,179

Beginn in Tagen [d]

-

-

1

1 (1-3)

 

Dauer in Tagen [d]

-

-

5

5 (3-5)

 

max. CIWA-Ar

-

-

46

46 (31-51)

 

Median (Spannbreite), Häufigkeit (%); AES: Alkoholentzugssyndrom; max. CIWA-Ar: maximaler Punktwert der Revised Clinical Institute Withdrawal Assessment Alcohol Scale; n: Anzahl der Patienten; d: Tage; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen * p<0,05, ** p<0,005


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Ebenso konnte hinsichtlich postoperativer Nachblutungen ohne bzw. mit chirurgischer Intervention und kardialer Komplikationen kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen beobachtet werden (Tab. 6).

Tab. 6: Inzidenz postoperativer Nachblutungen und kardialer Komplikationen

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Ketoconazol

n=16

Placebo

n=16

p

Anzahl der Patienten mit Nachblutungen ohne chirurgische Intervention [n]

1 (6%)

0%

1 (6%)

1 (6%)

0,876

Anzahl der Patienten mit Nachblutungen mit chirurgischer Intervention [n]

1 (6%)

0%

1 (6%)

1 (6%)

0,876

Anzahl der Patienten mit kardialen Komplikationen [n]

0%

4 (29%)

2 (13%)

5 (31%)

0,078

Häufigkeit (%); n: Anzahl der Patienten; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen * p<0,05, ** p<0,005

4.6 Intensivstationäre Behandlungsphase

Die Beatmungsdauer, die intensivstationäre Behandlungsdauer und die Krankenhausverweildauer unterschieden sich signifikant zwischen den Gruppen. Patienten, die mit Ethanol, Morphin oder Ketoconazol behandelt wurden, lagen im Median neun Tage weniger auf der Intensivstation als Placebopatienten. Patienten der Ethanol- oder Morphingruppe mussten im Median sechs Tage weniger beatmet werden und lagen signifikant kürzer im Krankenhaus als Placebopatienten. Ketoconazolpatienten zeigten bezüglich der Beatmungsdauer und der Krankenhausverweildauer im Vergleich zu Placebopatienten keinen signifikanten Unterschied (Tab.7).

Innerhalb der Verum-Interventionen war hinsichtlich der intensivstationären Behandlungsdauer (Ethanol/Morphin (p=0,786), Ethanol/Ketoconazol (p=0,241), Morphin/Ketoconazol (p=0,396)) und der Krankenhausverweildauer (Ethanol/Morphin (p=0,285), Ethanol/Ketoconazol (p=0,157), Morphin/Ketoconazol (p=0,100) kein signifikanter Unterschied festzustellen.

Im Hinblick auf die Beatmungsdauer ergaben sich zwischen den Gruppen Ethanol/Morphin (p=0,753) und Ethanol/Ketoconazol (p=0,069) keine signifikanten Unterschiede. Es zeigte sich [Seite 41↓]aber zwischen Ketoconazol- und Morphinpatienten eine signifikante Differenz (p=0,027*).

Tab. 7: Intensivstationäre Behandlung und Krankenhausverweildauer

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Ketoconazol

n=16

Placebo

n=16

p

Beatmungsdauer
[d]

1

(0,3-2)

1

(0,5-1)

2

(1-4)

7

(1-12)

0,001**

P/E 0,002**

P/M 0,002**

P/K 0,074

ITS-Behandlungsdauer
[d]

2

(1-2)

2

(1-3)

2

(1-10)

11

(2-18)

0,004**

P/E 0,001**

P/M 0,004**

P/K 0,040*

Krankenhaus-verweildauer
[d]

28

(22-37)

23

(16-34)

41

(24-55)

42

(30-56)

0,021*

P/E 0,015*

P/M 0,004*

P/K 0,678

Median (Spannbreite); Häufigkeit (%); ITS: Intensivstation; n: Anzahl der Patienten; d: Tage; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005

Anhand des Vergleichs der maximal erreichten Punktzahl des Acute Physiology, Age and Chronic Health Evaluation Score (APACHE) III [65] und des Multiple Organ Failure Score (MOF) [89] während der intensivstationären Behandlungsphase ist ersichtlich, dass die physiologischen Parameter zwischen den Gruppen nicht signifikant differierten (Tab.8).

Tab. 8: Physiologische Scores der Patienten

 

Ethanol

n=16

Morphin

n=14

Ketoconazol

n=16

Placebo

n=16

p

max. APACHE III

30 (27-38)

27 (24-47)

29 (23-42)

37 (29-52)

0,629

max. MOF

3 (1-3)

2 (1-2)

2 (1-4)

4 (1-5)

0,481

Median (Spannbreite); max. APACHE III: maximaler Punktwert des Acute Physiology and Chronic Evaluation Score III; max. MOF: maximaler Punktwert des Multiple Organ Failure Score; signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen: * p<0,05, ** p<0,005


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HTML-Version erstellt am:
17.05.2005