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IV.  Ergebnisse

A. Lerninhalt und Gliederung

Es wurde ein interaktives multimediales Computersystem entwickelt, das die grundlegenden klinischen Charakteristika der rheumatoiden Arthritis vermittelt. Das Programm entspricht dem Typ eines Multimedia-Lehrbuches. Die vorliegende Software ist als ein Baustein in einem größeren Projekt mit dem Namen ”RHEUMA-CD-ROM” verankert, das weitere rheumatologische Krankheitsbilder beinhaltet. Das Zusammenwirken der einzelnen Module ergibt ein multimediales Kompendium zum Nachschlagen und zum Selbststudium.

In Abbildung 1 ist das Hauptmenü des Moduls ”rheumatoide Arthritis” abgebildet. Auf das grundlegende Erscheinungsbild des Programmes wird unten noch näher eingegangen wird. Das Modul ”RA” wurde in mehrere Kapitel aufgeteilt, die ähnlich denen etablierter Lehrbücher betitelt sind. Die einzelnen Kapitel entsprechen den jeweiligen Tasten des Hauptmenüs. Die ausführliche [Seite 33↓]Gliederung und der Gesamtinhalt des Programmes sind zusammen mit einigen repräsentativen Abbildungen im Anhang. wiedergegeben. Durch Experten der Rheumatologie und der Skelettradiologie wurde die Relevanz der Lerninhalte für die gewählte Zielgruppe beurteilt und bestätigt.

Abbildung 1: Hauptmenü des Moduls „rheumatoide Arthritis“

Der Anteil der jeweiligen Kapitel am Gesamtumfang geht aus Abbildung 2 hervor. Daraus ist ersichtlich, daß der Schwerpunkt des Lerninhaltes auf der Vermittlung der klinischen Spezifika der Erkrankung liegt. Darüber hinaus werden Aspekte der zugrundeliegenden pathophysiologischen Mechanismen, der apparativen Diagnostik, Epidemiologie, Therapie und Prognose sowie einiger wichtiger Differential­diagnosen vermittelt.

Das Modul „rheumatoide Arthritis“ besteht aus 142 Bildschirmseiten. Hinzu kommen noch die 48 Seiten des Moduls „Index“.

Abbildung 2: Kapitelaufteilung des Moduls „rheumatoide Arthritis“ (auf Basis der Anzahl der Bild-schirmseiten). Die klinische Untersuchung nimmt den größten Anteil ein.

B. Bildschirmaufbau

Die Gestaltung und Aufteilung des Bildschirmes trägt wesentlich zur Akzeptanz eines Multimediaprogrammes bei. Bei der Erstellung von „RHEUMA-CD-ROM“ wurde Wert darauf gelegt, daß auf jedem Monitorbild der gleiche Aufbau zu erkennen ist. Von dem Teil des einzelnen Bildschirmes mit den eigentlichen Lerninhalten (Informations­bereich) ist der Teil abzugrenzen, in [Seite 34↓]dem sich Navigations- und Sondertasten sowie Statusinformationen befinden (Navigationsbereich). Während der Informationsbereich vom Entwickler – abgesehen von einigen grundlegenden Layoutrichtlinien – völlig frei gestaltet werden kann, sind die Positionen der Elemente des Navigationsbereiches fest definiert. Dies trägt mit zur Benutzerfreundlichkeit bei.

Die Abbildung 3 zeigt eine typische Bildschirmseite des Moduls RA am Beispiel klinischer Informationen zur Inspektion des Handgelenkes. Der Navigationsbereich wird durch den Rahmen markiert. Hier befindet sich am oberen Bildschirmrand die Positionsanzeige. Am rechten Rand sind Sondertasten zum Beenden des Programmes, zum Zugriff auf die Hilfe zum Programm, auf den Index und auf die Quellenangabe zur aktuellen Bildschirmseite angeordnet. Am unteren Bildschirmrand befinden sich rechts drei Navigationstasten zum Anzeigen des Hauptmenüs, der vorherigen und der folgenden Bildschirmseite. Unten links befindet sich eine Zeile mit erklärenden Informationen zu Programmbenutzung (Online-Hilfe).

Abbildung 3: Aufteilung des Bildschirmes


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Vom Navigationsbereich grenzt sich der Informationsbereich durch den weißen Hintergrund ab. Er befindet sich innerhalb des Rahmens und nimmt den größeren Teil der Bildschirmfläche ein. Im Beispiel in Abbildung 3 besteht der Lerninhalt aus Informationen zum Handgelenk. Diese sind als Text wiedergegeben und durch eine Fotografie illustriert. Statt des Fotos können auch Grafiken, Röntgenbilder, Videos oder kleine Trickfilme zur Illustration verwendet werden.

C.  Online-Hilfe

Multimediaprogramme zeichnen sich im allgemeinen durch eine leichte und intuitive Bedienbarkeit aus. Deshalb verzichten viele dieser Programme auf eine Online-Hilfe. Im Modul ”RA” wurde diese Form der Benutzerunterstützung jedoch implementiert, um eine möglichst hohe Akzeptanz des Programmes für Computerneulinge zu erreichen.

Die Online-Hilfe befindet sich am unteren linken Bildschirmrand im Navigationsbereich (s. Abbildung 4). In dieser Informationszeile werden Hinweise zur Bedienung des Programmes eingeblendet. In der Regel wird hier die Aktion erklärt, die durch Betätigen der Maustaste ausgelöst werden würde. So kann der Benutzer schon vor dem Klicken einschätzen, ob eine Interaktionsmöglichkeit für ihn von Interesse ist.

Abbildung 4:Online-Hilfe am unteren Bildschirmrand


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D.  Hyperlinks

Hyperlinks stellen symbolische Seitenverweise dar. Im Gegensatz zu Seitenverweisen konventioneller Lehrbücher, die nur angeben, auf welcher Seite sich die gewünschten Informationen befinden, verzweigen Hyperlinks direkt zu dieser Stelle und ersparen dem Benutzer damit das umständliche Nachschlagen der Seite.

Im Modul ”rheumatoide Arthritis” werden Hyperlinks im Text durch rot gekennzeichnete und unterstrichen formatierte Wörter dargestellt. Außerdem fungieren bestimmte Sondertasten im Informationsbereich als Hyperlinks (s. Abbildungen 5 und 6).

Abbildungen 5 und 6: Zwei verschiedene Beispiele für Hyperlinks

(rot und unterstrichen markierterText sowie spezielle Sondertasten im Informationsbereich).

E. Mauszeiger

Anders als gängige Anzeigeprogramme (Browser) für HTML-Dokumente aus dem Internet bietet das Autorensystem Macromedia Director keine vollautomatische Steuerung des Mauszeigers (Cursor). Diese muß selbst implementiert werden. Verschiedene, selbsterklärende Mauszeiger wurden jedoch als weiterer Faktor für die einfache Bedienbarkeit des Programmes angesehen. Deshalb wurde eine im Hintergrund arbeitende Prozedur erstellt, die ohne weiteren [Seite 37↓]Programmieraufwand zu verschiedenen Objekten auf dem Bildschirm die entsprechenden Cursorformen einstellt (s. Abbildung 7).

Standardcursor ist der Pfeil. Bei Interaktionsmöglichkeiten wie Tasten oder Hyperlinks verändert sich dieser zu einer Hand. Verzweigen Hyperlinks zu Informationsseiten im Index, verwandelt sich der Cursor zu einer symbolischen Karteikarte. Neben den genannten Cursorformen kommen noch die Vergrößerungs- und Verkleinerungslupe zum zoomen von Bildern und histologischen Schnitten zum Einsatz.

Abbildung 7: Verschiedene Mauszeiger: Normal, Interaktionsmöglichkeit, Zugriff auf den Index, Bild vergrößern, Bild verkleinern

F.  Positionsanzeige

Die Positionsanzeige befindet sich im Navigationsbereich oben rechts (s. Abbildung 8). Hier wird angegeben, welche Seite gerade im Informationsbereich angezeigt wird. Diese Information ist besonders bei Navigation durch Hyperlinks wichtig, da sonst der Überblick über den aktuellen Standort schnell verloren geht.

Abbildung 8: Positionsanzeige am oberen Bildschirmrand


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G.  Quellenangabe

Wie in jeder wissenschaftlichen Publikation sind Quellenangaben unerläßlich. Sind diese sehr umfangreich, können die bibliographischen Verweise als störend empfunden werden. Auf dem Monitorbild können Schriften nicht in dem Umfang wie in gedruckten Werken verkleinert werden, da sie dann nicht mehr lesbar sind. Deshalb wurde auf jeder Bildschirmseite eine sogenannte Literatur-Taste plaziert. Klickt der Benutzer auf diese Taste, öffnet sich ein Fenster mit der Quellenangabe für die aktuelle Textstelle (s. Abbildung 9). Die Literatur-Taste ist grau wenn keine bibliographischen Angaben vorhanden sind und kann dann nicht angeklickt werden.

Abbildung 9: Nach dem Klick auf die Literatur-Taste öffnet sich ein Fenster mit der Quellenangabe.


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H.  Index

Zum Index gelangt man durch Klick auf die Index-Taste, die auf jeder Bildschirmseite aktiv ist, oder durch Hyperlinks, die zum Index verweisen. Diese speziellen Hyperlinks sind durch eine entsprechende Erklärung in der Online-Hilfe und durch einen speziellen Mauszeiger zu erkennen (s. oben). Der Index ähnelt optisch einem Stapel von Karteikarten für verschiedene Buchstabenbereiche, die jeweils mit scrollbaren Kästen ausgestattet sind, um alle Begriffe anzuzeigen (s. Abbildung 10).

Abbildung 10: Index-Übersicht


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Der Index hat zwei Funktionen. Zum einen stellt er eine alphabetische Liste von Verweisen dar, mit deren Hilfe sich die einzelnen Bildschirmseiten ansteuern lassen. So dient diese Programmfunktion als Index im herkömmlichen Sinne, der so auch in klassischen Lehrbüchern existiert.

Zum anderen verkörpert dieser Karteikartenstapel auch ein Glossar. Einige Begriffe der alphabetischen Listen sind keine Verknüpfungen mit Bildschirmseiten im Modul „RA“, sondern sie verzweigen zu Erklärungen der entsprechenden Termini. Dies wird auch optisch durch einen entsprechenden Cursor dargestellt. Erläuterungen werden für solche Begriffe gegeben, die nicht im Text des Moduls ”rheumatoide Arthritis” erörtert werden und die dem Benutzer unter Umständen nicht geläufig sind. Die entsprechenden kurzen Definitionen werden in Form einer Karteikarte dargestellt (s. Abbildung 11).

Abbildung 11: Beispiel einer virtuellen Karteikarte des Index mit der Eklärung des Begriffs „Rhagozyten“


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I.  Interaktive Grafiken

Als interaktive Grafiken werden Fotografien, radiologische Abbildungen und Illustrationen bezeichnet, deren Informationsgehalt sich je nach den Bedürfnissen des Anwenders verändert. Dafür muß dieser lediglich mit der Maus auf das Bild oder einzelne Bildelemente zeigen. Als Beispiel seien einige Gelenkbefallmuster der Hände bei der Differentialdiagnose der Polyarthrose genannt (siehe „RA – Differential­diagnose – Polyarthrose“). Im Ausgangszustand ist lediglich ein Schema des Handskeletts abgebildet. Bewegt der Benutzer jetzt die Maus über einzelne Gelenke, so werden nur die Gelenke mit roten Kreisen markiert, die mit der entsprechenden Arthroseform assoziiert sind. So wird die Mehrdeutigkeit vermieden, die bei gleichzeitiger Markierung der bei Heberden-, Bouchard- und Rhizarthrose in Frage kommenden Gelenke entstehen würde.

Bestimmte Charakteristika von Röntgenbildern sind für Ungeübte schwer zu erkennen. Mit Hilfe von interaktiven Grafiken besteht die Möglichkeit, dem Lernenden die einzelnen Strukturen zu erklären, ohne die ursprüngliche Abbildung durch die überlagerte Illustration zu entstellen. (s. Abbildungen 12 und 13)


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Eine weitere Form der interaktiven Grafiken, wenn auch auf niedrigerer Interaktivitätsstufe, sind die vergrößerbaren Bilder. Die Bildschirmauflösung üblicher Computer beträgt in der Regel 72 Punkte pro Zoll. Diese Auflösung ist für die Darstellung vieler Abbildungen völlig unzureichend. Um dieses Problem zu vermeiden, lassen sich fast alle Abbildungen im Modul ”RA” durch einen einfachen Mausklick auf die volle Größe des Informationsbereiches vergrößern. Dies wird durch eine Lupe als Mauszeiger veranschaulicht. Bei histologischen Schnitten sind häufig sogar mehrere Vergrößerungsstufen vorgesehen.

Abbildungen 12 und 13: Beispiele für interaktive Röntgenbilder ohne und mit erklärende Illustrationen

J. Animationen

Animationen sind kleine Trickfilme, die zur Illustration der Informationen im Text dienen. Dadurch sollen sich diese besser einprägen. Die Erstellung von Animationen ist ein sehr aufwendiger Prozeß mit großem Zeitbedarf. Nach der Konzeption werden die einzelnen sich bewegenden oder stationären Elemente gezeichnet und in einem weiteren Arbeitsgang dann in jedem Einzelbild um wenige Bildpunkte verschoben. Spielt man diese Einzelbilder dann hintereinander ab, entsteht für das menschliche Auge der Eindruck der Bewegung.

Als Beispiel sei auf die Seite ”RA – Ätiologie – Autoimmunhypothese 2/2” verwiesen (s. Abbildung 14). Hier dient eine Waage mit T-Zellen als Metapher für das Verhältnis von T-Helfer-Zellen zu T-Regulator-Zellen. Durch Hinzukommen von Helfer-Zellen verändert sich das Verhältnis und die Arme der Waage bewegen sich.

Abbildung 14: Demonstration der Funktionsweise einer Animation


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Animationen kommen besonders im Kapitel ”Ätiologie und Pathogenese” zum Einsatz. Hier wird versucht, Prozesse die sich in den einzelnen Geweben abspielen, besser zu veranschaulichen. Eine Übersicht aller im Modul „rheumatoide Arthritis“ enthaltener Animationen geht aus Tabelle 5 hervor.

Tabelle 5: Animationen des Moduls „rheumatoide Arthritis“

Lokalisation im Programm

Beschreibung der Animation

RA - Ätiologie

drehendes Fragezeichen

RA - Ätiologie - Autoimmunhypothese 1/2

Anti-Kollagen-II-Antikörper

RA - Ätiologie - Autoimmunhypothese 2/2

Waage mit T-Helfer- u. T-Suppressor-Zellen

RA - Pathogenese - Übersicht

interaktive Übersicht der Pathogenese

RA - Pathogenese - Synovialisprozesse

synoviale Zellansammlung und Proliferation

RA - Pathogenese - Rolle der Zytokine 2/3

interaktive Tabelle der Zytokine

RA - Pathogenese - Rheumafaktoren 1/2

Entstehung von Rheumafaktoren (normales/alteriertes IgG)

RA - Pathogenese - Rheumafaktoren 2/2

Entstehung von Rheumafaktoren (IgM-Antikörper bindet an alteriertes IgG)

RA - Pathogenese - Knorpeldegradation

Visualisierung der Knorpeldegradation

RA - Untersuchung - Krepitation

Krepitation schematisch

RA - Untersuchung - Neutral-Null-Methode 3/4

Erläuterung der Neutral-Null-Methode

RA - Klinik - Gelenkübersicht

interaktive Grafik der Gelenkbeteiligung

RA - Labor - Entzündungsparameter

Visualisierung beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit

RA - Bildgebung - Röntgendiagnostik 4/10

interaktives Schema der arthritischen Direktzeichen

RA - Bildgebung - Tomografie 1/2

Prinzip der konventionellen Röntgentomografie

RA - Diagnose - ACR-Kriterien

interaktive Tabelle der ACR-Kriterien

RA - Differentialdiagnose - Osteoarthropathia

interaktives Schema der Gelenkbeteiligung bei Arthritis psoriatica

RA - Differentialdiagnose - Polyarthrose 1/2

interaktives Schema der Gelenkbeteiligung bei Polyarthrosis deformans

RA - Verlauf - Verlaufsbeobachtungen

interaktive Tabelle der Verlauf-Scores

RA - Prognose - Prognose-Rechner

Prognose-Kalkulator

RA - Therapie - risikoadaptierte Basistherapie

interaktive Grafik mit Therapievorschlägen


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K.  Sprache und Ton

Eine Sprecherin gibt Hinweise zur Bedienung des Programmes oder liest bestimmte Textpassagen des Informationsbereiches vor. Das ist besonders dann der Fall, wenn Animationen aktiv sind und sich der Benutzer nicht voll auf den dazugehörigen Text konzentrieren kann oder wenn Interaktionsmöglichkeiten erläutert werden. Beispiele finden sich auf der Startseite des Kapitels ”Pathogenese” und auf der Seite ”RA – Pathogenese – Knorpeldegradation”.

L. Videos

In bestimmten Fällen kommen Videos zum Einsatz. Durch Videofilme wird der größte Anteil des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes okkupiert. Deshalb beschränkt sich der Einsatz auf Zusammenfassungen klinischer Untersuchungstechniken. In Tabelle 6 sind alle im Modul „RA“ enthaltenen Videos zusammengestellt.

Tabelle 6: Videoclips im Modul „rheumatoide Arthritis“

Lokalisation im Programm

Beschreibung des Videoclips

RA - Klinik - Untersuchung der Hände 3/3

Synopsis der klinischen Untersuchung der Hände

RA - Klinik - Schulter 1/2

Synopsis der klinischen Untersuchung der Schultergelenke

RA - Klinik - Ellenbogen

Synopsis der klinischen Untersuchung der Ellenbogengelenke

M.  Unterstützung mehrerer Betriebssysteme

Die Entwicklungsumgebung Macromedia Director 6.5 unterstützt die Betriebssysteme Windows 3.1 und 3.11, Windows 95, Windows 98, Windows NT sowie das Betriebssystem MacOS für den Macintosh. Damit ist das Modul „rheumatoide Arthritis“ auf den Computern fast aller privaten Nutzer lauffähig, die mit einem CD-ROM-Laufwerk und einer Soundkarte ausgestattet sind. Die CD-ROM wird in Hybrid-Technik produziert und kann dadurch sowohl von den Windows- als auch von den Macintosh-Betriebssystemen gelesen werden. Eine spezielle Installation des Programmes ist nicht erforderlich. [Seite 45↓]Es ist direkt von der CD-ROM lauffähig. Lediglich in Fällen, in denen die Systemerweiterung „Quicktime“ zum Abspielen von Videos noch nicht installiert ist, sollte dies nachgeholt werden.

N.  Checklistenevaluation

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS) veröffentlicht einen Kriterienkatalog für elektronische Publikationen in der Medizin [92]. Diese Kriterienliste begleitete die Planungs- und Entwicklungsphase und diente zur Qualitätskontrolle. Es wurde versucht, im Rahmen der technischen Möglichkeiten möglichst viele relevante Anforderungen umzusetzen. Das Ergebnis wird in Tabelle 7 wiedergegeben.


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Tabelle 7:Qualitätskontrolle anhand der Kriterien der GMDS (s. Tabelle 2)

Rubrik

Anforderung, Kriterium

Umsetzung,     Kommentar

Inhalt

Die medizinischen Inhalte werden korrekt und umfassend vermittelt und der Zielgruppe angemessen präsentiert.

    

Das Manuskript wurde von Experten revidiert.

Zitate und herangezogene externe Quellen sind als solche kenntlich gemacht.

Die Literatur-Taste gibt jederzeit über verwendete Quellen Auskunft.

Zielgruppe und Lernziele sowie Art und Umfang der notwendigen Computerkenntnisse sind deutlich ausgewiesen.

Die Einleitung auf der CD-Hülle und im Programm gibt über erforderliche Vorkenntnisse Auskunft.

Software

Die Anwendung ist für die bei der Zielgruppe zu erwartende Systemumgebung entwickelt. Im Idealfall werden mehrere gängige Systeme unterstützt.

Das Programm läuft auch auf älteren Computern und unterstützt mehrere Betriebssysteme. (s. S. 38)

Die Anwendung ist direkt vom Datenträger ohne Setup-Routine und auch ohne Eingriff in das Betriebssystem lauffähig.

()

(Ausnahme: Quicktime™ ist noch nicht installiert.)

Die Anwendung ist stabil, robust gegen Bedienungsfehler, zuverlässig und performant.

 

Medien

Inhalte sind prägnant und knapp formuliert.

Bedingt durch die kleine Bildschirmfläche wurden die Texte konsequent gekürzt.

Die Texte sind stilistisch, orthographisch und grammatikalisch korrekt. Die Interpunktion ist regelgerecht.

Formulierungen in ganzen Sätzen wurden bevorzugt.

Es herrscht Konsistenz bezüglich Layout, Schriftart und Formatierung.

Überschriften und Text sind in einheitlicher Schriftart formatiert. Erklärende Texte heben sich davon ab.

Das Scrollen von Text wird weitgehend vermieden. Die Regel „Ein Thema - ein Textfenster“ ist weitgehend realisiert.

()

Einige Unterkapitel konnten nicht weiter gekürzt werden und wurden auf mehrere Bildschirmseiten verteilt.

Selten benutzte Abkürzungen und Fachtermini werden mit Hilfe eines Lexikons oder Glossars erläutert.

Das Modul „Index“ enthält Erklärungen zu Fachtermini und Abkürzungen.

Eine hypertextbasierte Publikation verfügt über ein leistungsfähiges Orientierungssystem.

()

Orientierungssystem in Form des Positionsindikators vorhanden. (s. S. 31) Keine grafische Umsetzung.

Verweise werden überlegt und sparsam ein- gesetzt. Nicht-explizite textuelle Verweise auf vorhergehende Inhalte (z. B. Pronomina, „siehe oben“) werden vermieden oder durch Hyperlinks explizit gemacht.

 

Hyperlinks zu bereits besuchten Seiten sind als solche zu erkennen. Die individuellen Navigationspfade werden in einer Historie vollständig festgehalten und sind vorwärts und rückwärts beschreitbar.

()

Navigationspfade werden bis zu einem gewissen Grad gespeichert. Schon besuchte Hyperlinks werden jedoch nicht markiert.

Design

Für die Bedienung sind keine technischen Spezialkenntnisse erforderlich.

Kenntnisse im Umgang mit der Maus genügen.

Die Anwendung kann von jeder Stelle aus jederzeit beendet werden.

Die ENDE-Taste ist auf jeder Bildschirmseite aktiv.

Die Grundfunktionalität erschließt sich ohne vorherige Schulung oder Konsultation vonHilfetexten.

 

Anzahl und Vielfalt der Steuerelemente sind auf das notwendige Maß beschränkt. Siefinden sich immer an der gleichen Stelle und haben im gesamten Programm dasselbeErscheinungsbild.

 

Didaktik

Das Lernpensum ist inhaltlich und bezüglich einer zeitlichen Abschätzung klar umrissen.

Inhaltlich ist das Pensum auf die rheumatoide Arthritis sowie einige Differentialdiagnosen begrenzt.

Eine Abschätzung des Zeitbedarfs ist durch individuell unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten schwierig.

Da Lernen durch die Ordnung der Wissenspräsentation bestimmt ist, ist die Kapitel-, Seiten- und Absatzstruktur von Hypertextdokumenten durch ein vom Lernenden leicht nachvollziehbares Ordnungsprinzip geprägt.

Die Kapitelstruktur mit einzelnen kurzen Abschnitten ist die einheitliche Ordnungshierarchie des Programmes.

Da sich Lernstrategien abhängig von Vorwissen, individuellen Präferenzen sowie Lernzielen unterscheiden, lassen sich dieselben Inhalte auf unterschiedlichen Wegen erschließen.

Inhalte lassen sich durch die hierarchische Kapitelstruktur, den alphabetischen Index und mittels Hyperlinks ansteuern.

Aktivierende, z. B. spielerische Elemente verhindern das Aufkommen von Monotonie.

Interaktive Tabellen und Grafiken sowie der Prognose-Rechner verhindern Monotonie.

Legende: Kriterium erfüllt; () Kriterium teilweise erfüllt; Kriterium nicht erfüllt.


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18.10.2004