| Jörn Herrler: Diagnostik und Evaluation der Entzündungsschwere chronisch entzündlicher Darmerkrankungen durch Magnetresonanztomographie |
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Aus der Klinik für Strahlenheilkunde
Campus Virchow-Klinikum
der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin
Dissertation
Diagnostik und Evaluation der Entzündungsschwere chronisch entzündlicher Darmerkrankungen durch Magnetresonanztomographie
Zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor medicinae (Dr. med.)
vorgelegt der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin
von
Jörn
Heinrich
Herrler
aus Lutherstadt Wittenberg
Dekan: Prof. Dr. med. Joachim W. Dudenhausen
Gutachter:
1. PD Dr. med. M. Mack
2. Prof. Dr. med. J. Mäurer
3. PD. Dr. med. F. Knollmann
Datum der Promotion:05.02.2004
Zusammenfassung
Für die Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) ist die Diagnostik befallener Darmabschnitte und enteraler Komplikationen ebenso von Bedeutung, wie die Einschätzung der klinischen und endoskopischen Entzündungsaktivität. In einer Studie soll die Wertigkeit der Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht werden, die Entzündungsaktivität CED anhand visueller Befunde und Komplikationen einzuschätzen. Außerdem soll überprüft werden, ob auf eine Kontrastierung des Darmes zugunsten eines höheren Patientenkomforts und einer schnelleren Untersuchung verzichtet werden kann.
64 Patienten mit bekannter oder vermuteter CED wurden vor und nach intravenöser Gd-DTPA-Injektion mit dem MR-Tomographen untersucht. Während 35 Patienten eine orale und rektale Kontrastierung mit Endoskopielösung erhielten, wurden 31 nicht enteral kontrastiert. 53 der untersuchten Patienten wurden zeitnah koloskopiert. Ein neu entwickelter MR-Aktivitätsindex (MRAI), die Kontrastmittelanreicherung in der Darmwand sowie die gemessenen Darmwanddicken wurden mit klinischen Indizes (CAI, CDAI) und dem Endoskopie-Aktivitätsindex (EAI) korreliert. Weiterhin wurden koronare Bilder aller Patienten bezüglich der Distension des Darmes und der Abgrenzbarkeit der Darmwand begutachtet.
Im Vergleich mit dem EAI konnten signifikante Unterschiede für die Verteilung des Darmwand-Enhancements und der gemessenen Darmdicken nachgewiesen werden. Der MRAI zeigte eine Korrelation von Eta = 0,43 mit der klinischen Aktivität. Für Colitis ulcerosa-Patienten konnte ein Eta = 0,64 erstellt werden. Untersuchte, die eine Kontrastierung des Darmes erhielten, wiesen eine exzellente Korrelation (Eta = 0,76) zwischen MRAI und CAI / CDAI auf, während dieser Zusammenhang für Patienten ohne enterale Auffüllung fehlte. Weiterhin konnten signifikante Zusammenhänge zwischen enteraler Kontrastierung und der Distension des Darmes sowie der Abgrenzbarkeit der Darmwand gezeigt werden.
Die Arbeit macht deutlich, daß es möglich ist, CED mittels MRT zuverlässig zu diagnostizieren und mit Hilfe des MRAI in ihrer klinischen und endoskopischen Entzündungsaktivität einzuschätzen. Dabei sollte auf die Anwendung eines enteralen Kontrastmittels nicht verzichtet werden. Ein Einsatz der MRT ist somit nicht nur bei der Diagnostik sondern auch zur Verlaufskontrolle der CED sinnvoll.
Abstract
For the therapy of Inflammatory Bowel Diseases (IBD), not only the diagnosis of affected bowel segments and enteral complications but also the assessment of the clinical and endoscopic activity is important.
The value of Magnetic Resonance Imaging (MRI) to asses the activity of IBD by visual findings and complications shall be determined by a clinical study. Furthermore shall be tested how the application of enteral contrast media affects patient comfort and examination time. 64 patients with known or supposed IBD were examined by MRI before and after intravenous injection of Gd-DTPA. 35 patients received oral and rectal contrast medium (2,5% mannitol solution) while 31 patients remaining without enteral replenishment. 53 patients underwent colonoscopy.A newly developed MR Activity Index (MRAI), based on visual findings, contrast-enhancement of the bowel wall and measured wall thickness were correlated with clinical (Crohn´s Disease Activity Index, CDAI; Colitis Activity Index, CAI) and endoscopic (Endoscopy Activity Index, EAI) activity. Coronal images of all patients were evaluated referring to bowel distension and demarcation of the bowel wall. The comparision with EAI shows significant differences in the distribution for wall contrast-enhancement and wall thickness. A good correlation is determined between the MRAI and the clinical activity (Eta = 0,43). Considering only patients with Ulcerative Colitis the correlation between MRAI and CAI shows Eta = 0,64. An excellent correlation of Eta = 0,76 between MRAI and CDAI / CAI for all patients with oral and enteral replenishment was found, while there was no correlation in the group, which did not receive mannitol solution. Significant correlations were also seen between the enteral mannitol solution replenishment and bowel distension and demarcation of the bowel wall.
MRI shows good accuracy in detecting the changes the of IBD. The new developed MRAI allows an assessment of the activity of IBD. The results demonstrate that oral and enteral contrast media should be applied for MR examination of the abdomen. The utilization of MRI is furthermore useful in the follow up of IBD.
Eigene Schlagworte:
chronisch entzündliche Darmerkrankungen,
CED,
Magnetresonanztomographie,
MRT,
Crohn´s Disease Activity Index,
CDAI,
Colitis Activity Index,
CAI,
Endoskopie-Aktivitäts-Index,
EAI,
MR-Aktivitätsindex,
enterales Kontrastmittel
Keywords:
Inflammatory bowel disease,
IBD,
Magnet Resonance Imaging,
MRI,
Crohn´s Disease Activity Index,
CDAI,
Colitis Activity Index,
CAI,
Endoscopy Activity Index,
EAI,
MR Activity Index,
MRAI,
enteral contrast medium
Für meine Eltern
Inhaltsverzeichnis
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1
Einleitung
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1.1 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
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1.1.1 Geschichte und Definition
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1.1.2 Epidemiologie
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1.1.3 Ätiologie und Pathogenese
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1.1.4 Anatomie des Darmes
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1.1.5 Pathologie der IBD
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1.1.6 Klinik und Verlauf der IBD
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1.1.7
Diagnostik chronisch entzündlicher Darmerkrankungen
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1.1.8 Bildgebende Verfahren bei IBD
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1.1.9 Endoskopie und IBD
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1.2 Magnetresonanztomographie (MRT)
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1.2.1 Physikalische Voraussetzungen
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1 Das Kernresonanzphänomen
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2 Relaxation
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3 T1: Longitudinale Relaxation
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4 T2/T2*-Relaxation
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1.2.2 Bildkontrast
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1 T1-Wichtung
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2 T2-Wichtung
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3 Sättigung und Pulswinkel
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1.2.3
Bildentstehung
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1 Schichtwahl
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2 Ortscodierung
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1.2.4 Sequenzen
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1 Spinecho-Sequenz
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2 Gradientenecho-Sequenz
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3 Fastspinecho-Sequenz
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1.2.5 MR-Kontrastmittel
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1 Suszeptibilität
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2 Paramagnetische KM
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3 Superparamagnetische Substanzen
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4 Omniscan ®
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1.2.6
Technische Voraussetzungen
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1.3 MRT und chronisch entzündliche Darmerkrankungen
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2
Herleitung einer Aufgabenstellung
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3
Material und Methodik
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3.1 Patienten
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3.2 Koloskopische Untersuchung und klinische Daten
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3.3
MRT-Untersuchung und Datenerhebung
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3.3.1 MR-Tomographen
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3.3.2 MR-Spulen
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3.3.3
MR-Sequenzen
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1 Sequenzen Symphony
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2 Sequenzen Gyroscan
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3.4 Untersuchungsablauf
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3.4.1 Aufklärungsgespräch
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3.4.2 Orale und rektale Kontrastierung
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3.4.3 Durchführen der MR-Untersuchung
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3.4.4 Datenspeicherung und Bilderausgabe
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3.5 Auswertung
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3.5.1 Visuelle Auswertung
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1 Bewertung der Bildqualität
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2 Bewertung der Entzündungsaktivität – der MR-Aktivitätsindex
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3.5.2 Numerische Auswertung
-
3.6 Statistik
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4
Ergebnisbeschreibung
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4.1 Gesamtzahl, Alters- und Geschlechtsverteilung der Patienten
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4.2
Verträglichkeit der MR-Untersuchungen
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4.3 Orale und rektale Kontrastierung
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4.4 Befunde
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4.4.1 Endoskopische Befunde
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4.4.2 MR-Befunde
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4.4.3 Validierung des MRAI
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4.4.4
Vergleich des MRAI mit CAI und CDAI
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4.4.5 Vergleich des EAI mit CAI und CDAI
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4.5
Ergebnisse der numerischen Auswertung
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4.5.1 Auswertung der MR-Bilder
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4.5.2 Kontrast-zu-Rausch-Verhältnisse
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4.5.3 Enhancement
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1 Vergleich des Darmwand-Enhancements mit dem EAI
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4.5.4 Darmdicken
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1 Vergleich der Dicken mit dem EAI
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4.6 Validierung der visuellen Entzündungsparameter
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4.7 Validierung des enteralen Kontrastmittels
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5
Diskussion
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5.1 Techniken zur Diagnostik der IBD
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5.2 Untersuchung
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5.3 Visuelle Auswertung
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5.4 Numerische Auswertung
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5.5
Befunde
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5.6 Indizes
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5.7 Ergebnisse der numerischen Auswertung
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5.8 Enterales Kontrastmittel
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6
Zusammenfassung
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7
Schlußfolgerung
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Abkürzungsverzeichnis
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Literaturverzeichnis
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Danksagung
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Eidesstattliche Erklärung
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Lebenslauf
Tabellen
Bilder
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Abbildung 1: Pathophysiologie der IBD (modifiziert nach Feuerbach [24]). Nach der Reaktion von Leukozyten mit Antigenen kommt es zur Ausschüttung von Interleukinen, welche die Rekrutierung immunkompetenter Zellen fördern. Diese zerstören mit Hilfe weiterer Mediatoren (Prostaglandine, Leukotriene, plättchenaktivierender Faktor) die Zielzellen.
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Abbildung 2: Darstellung eines Wasserstoffatoms (modifiziert nach Köchli [47]) . Im Kern befindet sich ein positiv geladenes Proton, um das in der Hülle ein negatives Elektron kreist. Somit reagiert das Atom als Ganzes neutral.
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Abbildung 3: Ausrichten eines Spins im Magnetfeld (modifiziert nach Köchli [47]). Aufgrund ihrer Rotationsbewegung reagieren die Spins auf das Anlegen eines Magnetfeldes mit einer Präzessionsbewegung.
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Abbildung 4: Aufbau einer Längsmagnetisierung (modifiziert nach Köchli [47]). Das Spin-System kommt in einen stabilen Zustand. Die Magnetvektoren addieren sich und bauen somit eine Längsmagnetisierung Mz auf.
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Abbildung 5: Aufbau einer Quermagnetisierung (modifiziert nach Köchli [47]). Durch einen Hochfrequenzimpuls (90°-Impuls) klappen alle Spins in die XY-Ebene. Der daraus entstehende Summenvektor Mxy induziert in der Empfangsspule ein Signal in der Frequenz der Larmorfrequenz ω0, das MR-Signal.
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Abbildung 6: T1-Relaxation (modifiziert nach Köchli [47]). Die angeregten Spins kippen mit der Zeitkonstanten T1 in die Z-Richtung, wobei Energie an die Umgebung der Spins abgegeben wird. T1 ist abhängig von der Stärke des äußeren Magnetfeldes B0 sowie der inneren Molekülbewegung.
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Abbildung 7: T2-Relaxation (modifiziert nach Köchli [47]). Durch Dephasierung der Spins kommt es zum Verlust des Summenvektors in der XY-Ebene ohne Abgabe von Energie an die Umgebung. Dabei kommt es zu einem Energieaustausch zwischen den Spins.
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Abbildung 8: Zusammenhang von TR und T1-Kontrast (modifiziert nach Köchli [47]). Gewebe mit kurzem T1 erholen sich rasch und geben mehr Signal als Gewebe mit langem T1. Bei langer Repetitionszeit (TR) erzeugen beide Gewebe eine ähnlich hohe Magnetisierung und bauen vergleichbar große Signale auf.
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Abbildung 9: Zusammenhang von TE und T2-Kontrast (modifiziert nach Köchli [47]). Während Gewebe mit kurzem T2 bei langer Repetitionszeit rasch Signal verlieren, bleibt dieses bei Geweben mit langem T2 länger erhalten. Bei kurzer TE haben beide Gewebe praktisch keinen Signalabfall.
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Abbildung 10: Schichtwahl und Z-Gradient (modifiziert nach Köchli [47]). Durch eine definierte Frequenz wird eine bestimmte Schicht angeregt, während die umgebenden Schichten aufgrund ihrer verschiedenen Resonanzfrequenz unbeeinflußt bleiben.
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Abbildung 11: Phasenkodierung und Y-Gradient (modifiziert nach Köchli [47]). Jede einzelne horizontale Zeile besitzt einen bestimmten Phasenvorsprung, an der sie identifiziert werden kann. Die umgebenden Schichten sind durch andere Frequenzen kodiert und bleiben unbeeinflußt.
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Abbildung 12: Fequenzkodierung und X-Gradient (modifiziert nach Köchli [47]). Während ohne Gradienten nur eine Frequenz empfangen wird (links), wird bei eingeschaltetem Gradienten ein Spektrum verschiedener Sequenzen empfangen (links). Jede Spalte des Spektrums kann durch ihre Frequenz erkannt werden.
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Abbildung 13: Spinecho-Sequenz (modifiziert nach Köchli [47]). Phase 1 zeigt einen stabilen Zustand. Nach Einstrahlung eines 90°-Impulses präzessiert die ganze Magnetisierung in der XY-Ebene (2). Aufgrund des T2- und T2*-Effektes dephasieren die Spins und das Signal zerfällt (3). Die Einstrahlung eines weiteren Impulses von 180° nach halber Echozeit (TE) bewirkt eine Spinumkehr (4), während nach Ablauf der gesamten Echozeit die Rephasierung der Spins abgeschlossen ist (5).
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Abbildung 14: Gradientenecho-Sequenz (modifiziert nach Köchli [47]). Während Phase 1 den stabilen Zustand ohne Magnetisierung zeigt, präzessiert in Phase 2 nach einem Impuls α die gesamte Magnetisierung in der XY-Ebene. Nach Dephasierung der Spins durch den Frequenzgradienten (3) wird durch einen entgegengesetzten Gradienten eine Rephasierung eingeleitet (4), die nach der Echozeit TE abgeschlossen ist (5).
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Abbildung 15: Strukturformel von Gadolinium-Diethylentriaminpentaessigsäure-Bismethylamid, Gd-DTPA-BMA, Omniscan ® (modifiziert nach Omniscan ® Produktinformation [79]). Aufgrund seiner Koordinationsstellenbesetzung ist der Komplex nach außen neutral.
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Abbildung 17: Zeitlicher Ablauf der MR-Untersuchung. Eine orale und rektale Untersuchung wurde nur bei etwa der Hälfte der Patienten durchgeführt. Die eigentliche Messung dauerte im Schnitt 30 bis 35 Minuten.
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Abbildung 18: Verteilung der Diagnosen auf die Patienten sowie Anteil koloskopierter Patienten. Insgesamt wurden 66 MR-Untersuchungen vorgenommen. Die am häufigsten gestellten Diagnosen waren Morbus Crohn (39 Patienten) und Colitis ulcerosa (22 Patienten). 53 der Untersuchten wurden innerhalb eines Zeitraumes von 2 Wochen vor bis 2 Wochen nach der Untersuchung koloskopiert.
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Abbildung 19: Endoskopischer Normalbefund der Darmschleimhaut. Sowohl im terminalen Ileum (links) als auch im Ileozaekalbereich (rechts) stellt sich die Schleimhaut homogen und ohne Hinweis für entzündliche Veränderungen dar.
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Abbildung 20: Endoskopische Befunde der Darmschleimhaut bei aktiver Colitis ulcerosa. Es findet sich das typische Bild mit diffuser Rötung und punktförmigen Blutungen (links) sowie Fibrinauflagerungen und umschriebenen Schleimhautdefekten (rechts).
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Abbildung 21: Endoskopischer Befund der Darmschleimhaut beim Morbus Crohn. Vernarbungen und tiefe Ulcerationen der Mucosa am Caekumpol (links) und Pseudopolypen sowie großflächige fibrinöse Auflagerungen im Bereich der linken Flexur (rechts).
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Abbildung 22: MRT-Bilder der als Dynamik gemessenen Gradientenecho-Sequenz (T1_FLASH_VISION, Siemens Symphony) in koronarer Schichtung. Es sind die korrespondierenden Bilder eines Patienten ohne Entzündung vor (links) und nach (rechts) intravenöser Verabreichung von Omniscan® abgebildet.
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Abbildung 23: MRT-Bilder der Dynamik-Sequenz (T1_FLASH_VISION, Siemens Symphony) nach KM-Gabe. Wandverdickung des terminalen Ileums (*) und vergrößertes Signal der Darmwand im Sigma (links). Verdickungen und Signalerhöhungen der Wand im Ileozaealbereich (+) und Sigma (~) rechts.
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Abbildung 24: Links: transversales MR-Bild (T1_FFE_OBH_FS, „Fistelprogramm“, Philips Gyroscan) einer an M. Crohn erkranken Frau mit Nachweis einer perinealen Fistel (*). Rechts: MR-Bild der Dynamik-Sequenz (T1_TSE_FS_COR, Philips Gyroscan) eines 23 Jahre alten Crohn-Patienten. Man erkennt im rechten Unterbauch deutlich die Ausbildung eines großen Konglomerattumors (+) und die starke KM-Anreicherung (rechts). Bei diesem Patienten war eine Resistenz im rechten Unterbauch tastbar.
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Abbildung 25: Vergleich des in Entzündungsgruppen zusammengefaßten MRAI mit CAI/CDAI. Auf der Abszisse sind die Ausprägungen des für den Patienten bestimmten CAI/CDAI festgelegt, auf der Ordinate die prozentuelle Übereinstimmung mit dem MRAI.
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Abbildung 26: Positionierung der ROIs zur Messung des Signals. Der Ausschnitt zeigt ein Bild der post-KM-Sequenz (T1-FLASH_VISION, Siemens Symphony) einer 19 jährigen Patientin in fünffacher Vergrößerung. Die ROIs 1 – 3 liegen im Darmlumen, 4 – 6 in der Darmwand, 7 – 9 im Mesenterium. ROI 10 wird als Referenz in den objektfreien Bereich (Luft) positioniert. Die Bearbeitung der Bilder und die Signalmessung erfolgte mit dem Bildverarbeitungsprogramm OSIRIS.
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Abbildung 27: Kontrast-zu-Rausch-Verhältnisse (CNR) zwischen Darmwand und Darmlumen in Abhängigkeit von der intravenösen Kontrastmittelgabe. Das CNR beträgt im Mittel 33,11 ± 22,99 vor sowie 56,70 ± 36,16 nach intravenöser KM-Injektion. Die Unterschiede zwischen beiden Gruppen sind signifikant mit p < 0,0001.
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Abbildung 28: Kontrast-zu-Rausch-Verhältnisse (CNR) zwischen Darmwand und Mesenterium in Abhängigkeit von der intravenösen Kontrastmittelgabe. Der Unterschied der CNR-Mittelwerte vor (11,01 ± 10,88) gegenüber nach (18,35 ± 20,34) intravenöser Injektion von Omniscan® ist signifikant (p < 0,0001).
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Abbildung 29: Darmwand-Enhancement [%] von visuell unauffälligen und entzündeten Darmwänden. Die Mittelwerte betragen für die unauffälligen Darmwände (Entzündungsgrad 0) 43,42 ± 20,73 und die enzündeten (Entzündungsgrad 1 und größer) 64,12 ± 30,50. Der Unterschied ist signifikant mit p = 0,014.
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Abbildung 30: Vergleich des Darmwand-Enhancements mit dem EAI für Colitis ulcerosa. Die Mittelwerte des Enhancements steigen mit der Stärke des EAI an. Zwischen den Mittelwerten besteht eine statistische Signifikanz von p = 0,040.
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Abbildung 31: Vergleich des Darmwand-Enhancements mit dem EAI für Morbus Crohn. Mit Zunahme der endoskopischen Entzündungsschwere steigt das Darmwand-Enhancement. Die Unterschiede der mittleren Enhancementwerte zwischen den Gruppen ist signifikant mit p = 0,001.
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Abbildung 32: Vergleich der gemessenen Darmwanddicken mit dem EAI für Colitis ulcerosa. Mit Zunahme der Schwere des EAI steigt auch die Darmwanddicke an. Die Unterschiede zwischen den Gruppen sind in der ANOVA signifikant mit p = 0,013.
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Abbildung 33: Vergleich der gemessenen Darmwanddicken mit dem EAI für Morbus Crohn. Die Dicken steigen mit der Stärke der endoskopischen Krankheitsausprägung an. Zwischen den Gruppen besteht eine nachgewiesene statistische Signifikanz (p = 0,031).
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Abbildung 34: Vergleich der Signalintensitätszunahme mit dem Enhancement der Darmwand. Mit Ausnahme des Grades 2 steigt das Enhancement im Mittel mit der der SI-Zunahme stetig an: Grad 0 51,28 ± 27,87, Grad 1 31,80 ± 16,03, Grad 2 63,10 ± 23,26, Grad 3 73,25 ± 32,26 und Grad 4 75,42 ± 24,43. Die Unterschiede sind signifikant mit p < 0,0001.
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Abbildung 35: Vergleich des MRAI mit CAI/CDAI. Auf der Abszisse sind die Ausprägungen von CAI/CDAI aufgetragen, auf der Ordinate die prozentuelle Übereinstimmung mit dem MRAI. Während im Hintergrund die Fälle ohne enterale Kontrastierung dargestellt sind, sind vorn die Fälle mit oraler bzw. oraler und rektaler Kontrastierung aufgeführt. In Klammern sind die jeweiligen Fallzahlen angegeben. Die Unterschiede in der Gruppe mit enteraler Kontrastierung sind signifikant mit p < 0,0001.
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Abbildung 36: Visuelle Bewertung der Distension in Abhängigkeit von der enteralen Kontrastmittelgabe. Während auf der Abszisse die Ausprägungsgrade der Distension für die 3 Gruppen der enteralen Kontrastierung aufgetragen sind, läßt sich auf der Ordinate die Anzahl der Fälle für jede Gruppe ablesen. Der Richtungswert Eta für den Vergleich zwischen der ersten Gruppe (ohne KM) und der dritten Gruppe (orales und rektales KM) beträgt 0,712.
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Abbildung 37: Signaldifferenzen zwischen Darmwand und Darmlumen in Abhängigkeit von der enteralen Kontrastierung. Ausgewertet wurden die T1-post-KM Bilder der Dynamiksequenzen. Die Signaldifferenzen der Darmwände zum Lumen bei Patienten mit oralem und rektalem Kontrastmittel ist signifikant höher als ohne Vorbereitung des Darmes (p = 0,018).
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Abbildung 38: Visuelle Bewertung der Abgrenzbarkeit zwischen Lumen und Darmwand in Abhängigkeit vom enteralen Kontrastmittel. Das Richtungsmaß Eta beträgt zwischen der ersten (ohne enterales Kontrastmittel) und der dritten Gruppe (orales und rektales Kontrastmittel) 0,63.
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Abbildung 39: Visuelle Bewertung der Homogenität in Abhängigkeit vom enteralen Kontrastmittel. Das Richtungsmaß Eta zwischen der ersten (ohne enterales KM) und der dritten (mit oralem und rektalem KM) Gruppe beträgt 0,44.
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Abbildung 40: Visuelle Bewertung der Abgrenzbarkeit zwischen Darmwand und Mesenterium in Abhängigkeit vom enteralen Kontrastmittel. In der Gruppe mit oralem und rektalem Kontrastmittel ist eine Verschiebung zu höherer Bewertung zu erkennen. Das Richtungsmaß Eta beträgt 0,465.
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| DiML DTD Version 4.0 | Zertifizierter Dokumentenserver der Humboldt-Universität zu Berlin | HTML-Version erstellt am: 13.05.2005 |