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Einleitung

1.1 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

1.1.1 Geschichte und Definition

Im Jahre 1932 beschrieben Crohn, Ginzberg und Oppenheimer in ihrem Artikel „Regional ileitis“ erstmals pathologische und klinische Befunde einer Erkrankung, die vorwiegend junge Erwachsene befällt und durch eine Entzündung des terminalen Ileums charakterisiert ist [6, 58]. Mit diesem Artikel wurde der Beginn der Erforschung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen eingeleitet.

Seither gab es eine Vielzahl von Veränderungen bei der Darstellung, Diagnostik und Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen [82].

Unter der allgemeinen Bezeichnung chronisch entzündliche Darmerkrankungen (engl. Inflammatory Bowel Disease, IBD) wird heute eine Gruppe chronisch entzündlicher Störungen unbekannter Ursache mit Beteiligung des Intestinaltraktes zusammengefaßt.

Die IBD werden in zwei Hauptgruppen eingeteilt: die chronisch-unspezifische Colitis ulcerosa sowie den Morbus Crohn oder Enterocolitis regionalis.

1.1.2 Epidemiologie

Inzidenz und Prävalenz der beiden chronisch entzündlichen Darmerkrankungen unterscheiden sich nur gering voneinander. In Studien wurde die Inzidenz der Colitis ulcerosa in den USA und Westeuropa mit 6 bis 8 Fälle je 100.000 Einwohner sowie die Prävalenz mit 70 bis 150 Fälle je 100.000 Einwohner angegeben. Schätzungen für die Inzidenz des Morbus Crohn liegen bei 2 Fällen pro 100.000 Einwohner und für die Prävalenz bei 20 bis 40 Fällen pro 100.000 Einwohner [76, 102].

Nach Untersuchungen in Dänemark stiegen die Inzidenzen für die IBD zwischen 1981 und 1984 sowie 1989 und 1992 insgesamt an. Während die Häufigkeit des Morbus Crohn deutlich zunahm, war für die Colitis ulcerosa ein geringer Rückgang zu verzeichnen [26, 116]. Weitere Daten lassen erwarten, daß im westlichen Europa bis zu 1 % der Bevölkerung während ihres Lebens ein- oder mehrmalig längere Verläufe einer IBD erleiden wird [60]. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind somit die wichtigsten, nichtinfektiösen Darmerkrankungen der westlichen Welt [24].


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Der Häufigkeitsgipfel beider Erkrankungen liegt zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, wobei jedoch Fälle in jedem Lebensalter beschrieben sind. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen [102].

Weiße Bevölkerungsgruppen erkranken etwa 4 mal häufiger als Farbige und Asiaten. Raucher sind seltener von Colitis ulcerosa, jedoch häufiger von Morbus Crohn befallen.

Zwei bis Fünf Prozent der an Colitis ulcerosa und Morbus Crohn erkrankten Patienten haben eine oder mehrere betroffene Personen in ihrer Verwandschaft [24, 37, 102].

1.1.3 Ätiologie und Pathogenese

Trotz umfangreicher und intensiver Forschungsarbeiten sind Ätiologie und Pathogenese der IBD nur sehr unvollständig bekannt. Als sicher gilt, daß es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt, an dem eine Vielzahl endogener und exogener Faktoren beteiligt sind [43].

Das vermehrtes Auftreten der IBD bei weißen Bevölkerungsgruppen, insbesondere bei Juden, sowie eine gewisse familiäre Häufung sprechen ebenso für das Vorhandensein einer genetischen Prädisposition, wie die erhöhte Inzidenz des Morbus Crohn bei monozygoten Zwillingen [43].

Schon seit der Erstbeschreibung der Erkrankung wird eine infektiöse Komponente vermutet. Als sicher gilt, daß es keinen spezifischen Keim als Ursache der IBD gibt. Jedoch scheint die normale intestinale Flora eine entscheidende Rolle zu spielen. Diese Vorstellung wird durch die klinische Beobachtung gestützt, daß die Entzündung in Darmabschnitten mit sehr hoher bakterieller Besiedlung entsteht und daß durch Antibiotikagabe eine Behandlung der IBD möglich ist [92, 99]. Einen weiteren Hinweis auf die infektiöse Genese der IBD liefern Untersuchungen an genmanipulierten Mäusen. Während bestimmte mutierte Mausvarianten nach bakterieller Besiedlung des Darms eine chronisch entzündliche Veränderung der Darmmukosa zeigten, konnte bei Aufzucht der Mäuse unter sterilen Bedingungen keine Entzündung festgestellt werden [19].

Die überschießende Aktivierung des intestinalen Immunsystems ist Ausdruck eines Immunmechanismus der IBD. In einer Kaskade erfolgt über die Bildung von Zytokinen, Immunglobulinen und chemotaktischen Faktoren eine Immigration von polymorphkernigen Leukozyten und Makrophagen, die wiederum eine Vielzahl von Mediatoren wie Leukotriene, plättchenaktivierenden Faktor und Sauerstoffradikale freisetzen, die schließlich zur Zerstörung der Darmepithelzelle führen. Infolge dieser Immunreaktion können auch extraintestinale Autoimmunphänomene auftreten, z.B. Arthritis, Uveitis oder Cholangitis [24, 43, 78].


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Begleitend besteht eine Störung der zellvermittelten Immunität, die sich in kutaner Anergie, herabgesetzter Ansprechbarkeit auf mitogene Stimuli und eine Verminderung peripherer T-Zellen äußert [43].

Abbildung 1: Pathophysiologie der IBD (modifiziert nach Feuerbach [24]). Nach der Reaktion von Leukozyten mit Antigenen kommt es zur Ausschüttung von Interleukinen, welche die Rekrutierung immunkompetenter Zellen fördern. Diese zerstören mit Hilfe weiterer Mediatoren (Prostaglandine, Leukotriene, plättchenaktivierender Faktor) die Zielzellen.

Große Bedeutung für die Pathogenese der IBD wird auch den psychischen Faktoren beigemessen. Nicht selten brechen diese Krankheiten im Zusammenhang mit psychischen Belastungen erstmals aus oder flackern erneut auf. Möglicherweise besitzen Patienten mit IBD eine Persönlichkeitsstruktur, die sie für emotionale Belastungen besonders empfänglich macht und welche ihrerseits Symptome auslösen oder verstärken kann. Den psychischen Faktoren kommt eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung des Krankheitsverlaufes zu [37, 38, 43, 49].

1.1.4 Anatomie des Darmes

Der Darm umfaßt den Gastrointestinaltrakt vom Magenausgang bis zum Rektum und besteht aus zwei Abschnitten: dem Dünndarm (Intestinum tenue) und dem Dickdarm (Intestinum crassum). Der Dünndarm wird unterteilt in Duodenum, Jejunum und Ileum, der Dickdarm in Caekum, Colon ascendens, Colon transversum, Colon descendens, Colon sigmoideum und Rektum.

Der Darm ist teils beweglich über das Mesenterium, teils fest an der hinteren Bauchwand befestigt. Das Mesenterium ist eine Duplikatur des Peritoneums, die neben Fett- und Bindegewebe auch Nerven-, Lymph- und Blutgefäße zur Versorgung des Darmes enthält.


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Die Darmwand besteht (von außen nach innen) aus Peritoneum (Tunica serosa), Muskulatur (Tunica muscularis) mit anschließender Bindegewebsschicht (Tela submucosa) und der Schleimhaut (Tunica mucosa) mit ihrem drüsenbesetzten, hochzylindrischen Flimmerepithel [7].

1.1.5 Pathologie der IBD

Obwohl die Erkrankung in jedem Verdauungsabschnitt von der Mundhöhle bis zum Anus auftreten kann, ist der Morbus Crohn überwiegend im terminalen Ileum und Kolon lokalisiert. Dabei handelt es sich um eine transmurale Entzündung aller Wandabschnitte der segmental betroffenen Darmabschnitte. Typischerweise kommt es zu einer ödematösen und fibrotischen Verdickung der Darmwand sowie zur Ausbildung von Stenosen. Histologisch ist das Krankheitsbild durch Epitheloidzellgranulome und mehrkernige Riesenzellen gekennzeichnet. Weiterhin finden sich eine Hyperplasie der regionären Lymphknoten, Lymphangiektasie und aphtenähnliche Geschwüre der Schleimhaut mit Fissuren und Fisteln [37].

Die Colitis ulcerosa ist in ihrer Ausbreitung auf das Kolon beschränkt. Meist beginnt die Erkrankung distal im Rektum und breitet sich oralwärts aus. Man unterscheidet zwei Stadien der pathologischen Beurteilung dieser Erkrankung: das frische Stadium und das chronisch fortgeschrittene Stadium. Im frischen Stadien ist eine entzündlich gerötete, ödematöse Schleimhaut erkennbar, die bei Kontakt blutet. Während eine normale Gefäßzeichnung nicht erkennbar ist, werden Schleimhautulzerationen sichtbar. Histologisch erscheinen Granulozyteninfiltrationen der Schleimhaut mit Anhäufung der Granulozyten in den Krypten, sogenannte Kryptenabszesse. Das chronische Stadium ist charakterisiert durch die weitgehende Zerstörung des Schleimhautreliefs. Kleinere bestehende Schleimhautinseln imponieren als Pseudopolypen. Auch Stenosen werden, allerdings seltener als beim Morbus Crohn, beschrieben. Mikroskopisch sind eine Infiltration der Schleimhaut mit Lymphozyten und Histiozyten, Schleimhautatrophien und Epitheldysplasien zu erkennen [37].

1.1.6 Klinik und Verlauf der IBD

Leitsymptome beim Morbus Crohn sind die chronische Diarrhoe, meist ohne Blutbeimengung, sowie der vorwiegend im rechten Unterbauch lokalisierte Abdominalschmerz. Neben eventuell tastbaren Resistenzen sind subfebrile Temperaturen, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit häufige Merkmale betroffener Patienten.


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Als typische Komplikation gelten die Ausbildung von Fisteln (40 – 50%) sowie anorektalen Abszessen (25%). In 40% der Fälle treten Fisteln als Erstsymptom auf und sollten somit eine Diagnostik auf Morbus Crohn nach sich ziehen [24, 37, 43].

Als weitere Komplikationen können extraintestinale Symptome an Haut, Augen, Gelenken oder der Leber auftreten [88]. Bei ausgedehntem Ileusbefall kommt es infolge der gestörten Darmfunktion nicht selten zu Wachstumsstörungen im Kindesalter oder Malabsorptionssyndromen mit Gewichtsverlust.

Das Risiko nach langer Crohn-Erkrankung an Amyloidose oder einem Dünndarmkarzinom zu erkanken ist gegenüber der Normalbevölkerung deutlich erhöht [24, 37, 73] und beträgt nach Softley ca. 0,7 Prozent [112].

Die Krankheit ist durch einen stark fluktuierenden natürlichen Verlauf gekennzeichnet, die Rezidivrate beträgt 40% nach 2 Jahren [24, 37]. Halten die Krankheitssymptome länger als 6 Monate an, spricht man von einem chronischen Verlauf.

Blutig-schleimige Durchfälle sowie krampfartige Abdominalschmerzensind charakteristische Symptome der Colitis ulcerosa. Neben dem auch schon beim Morbus Crohn erwähnten Gewichtsverlust treten Wachstumsstörungen und als bedeutendste Komplikationen massive Blutungen sowie das toxische Megakolon auf, ein Krankheitsbild mit septischen Temperaturen und Peritonitis, bei der höchste Perforationsgefahr des betroffenen Darmanteils besteht.

Extraintestinale Komplikationen kommen insgesamt seltener als beim Morbus Crohn vor [24, 37]. Ein bedeutender Faktor der Colitis ulcerosa ist das erhöhte Risiko für kolorektale Karzinome. Es korreliert mit dem Ausmaß der Kolonbeteiligung und der Dauer der Erkrankung [73]. Dieses Risiko erhöht sich nach zehnjäriger Krankheit um etwa 1% pro Jahr [37] und liegt mit 0,8 % für alle Colitis-Patienten geringfügig über dem eines Crohn-Patienten, ein Karzinom zu erleiden [112].

Neben chronisch-rezidivierenden Verläufen (85%) unterscheidet man chronisch-kontinuierliche Verläufe ohne Komplettremissionen (10%) sowie akut-fulminante Verläufe (5%) [24, 37, 43].

Messungen der Knochendichte an Patienten mit langjährigem Verlauf einer IBD haben ergeben, daß sowohl Morbus Crohn als auch Colitis ulcerosa häufig mit metabolischen Knochenerkrankungen einhergehen [1, 51].

Krankheitsverlauf und Therapieerfolg bei der IBD können mit Hilfe von Aktivitätsindizes (CDAI, engl. Crohn´s Disease Activity Index und CAI, engl. Colitis Activity Index) charakterisiert werden, welche sich aus klinischen und laborchemischen Daten zusammensetzen.


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1.1.7  Diagnostik chronisch entzündlicher Darmerkrankungen

Beim Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung können eine ausführliche Anamnese und eingehende körperliche Untersuchung des Patienten die Diagnose bereits sehr wahrscheinlich machen.

Laboruntersuchungen sind nicht spezifisch, geben aber einen Hinweis auf Ausmaß und Schwere der entzündlichen Reaktion. Neben einer Anämie kann es zum Auftreten von Elektolytverschiebungen, Leukozytose, sowie zum Anstieg der Serum-Transglutaminasen kommen [4, 43].

Die Aufarbeitung und Bewertung histologischer Darmpräparate kann weitere Aufschlüsse für die Diagnose einer IBD geben. Allerdings ist auch die Bewertung der Histologie nicht immer eindeutig, so daß für die Diagnostik weitere Untersuchungen herangezogen werden müssen [24, 37, 43].

Die häufig entscheidenden diagnostischen Maßnahmen sind die Durchführung bildgebender Verfahren sowie der Endoskopie. Einen Überblick über bildgebende Verfahren und Endoskopie geben die folgenden Abschnitte.

1.1.8 Bildgebende Verfahren bei IBD

Bedeutung in der Primärdiagnostik der IBD haben noch immer die Röntgenkontrastuntersuchungen. Ihr Vorteile gegenüber anderen bildgebenden Verfahren liegen in ihrem vergleichsweise niedrigen Preis und darin, daß sie Frühveränderungen an der Mukosa und Submukosa erkennbar machen. Da nur kurze Anteile des Dünndarms endoskopischen Techniken zugänglich sind, gilt das Enteroklysma in Doppelkontrastdarstellung nach Sellink insbesondere beim Morbus Crohn mit Befall des Dünndarms als Goldstandard für die Darstellung entzündlicher Veränderungen in diesem Darmabschnitt [24, 43, 90, 94].


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Tabelle 1: Differentialdiagnose zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (modifiziert nach Herold [37]).

Differentialdiagnose der IBD

 

Colitis ulcerosa

Morbus Crohn

Lokalisation

Kolon

gesamter Gastrointestinaltrakt

Rektumbeteiligung

immer

20 %

Ileumbeteiligung

selten

bis 80 %

Ausbreitungsmuster

kontinuierlich ,von distal nach proximal

diskontinuierlich, von proximal nach distal

Niveau

Schleimhaut

transmural

Klinik

blutig schleimige Durchfälle, Abdominalschmerzen

Abdominalschmerzen, Durchfälle ohne Blutbeimengungen, Resistenz im rechten Unterbauch

Extraintestinale Symptome

selten

häufig

Haut: Erythema nodosum, Pyoderma gangraenosum

Auge: Uveitis, Episkleritis

Gelenke: Arthritis, ankylosierende Spondylitis

Leber: Primär sklerosierende Cholangitis

Typische Komplikationen

Blutungen, toxisches Megakolon

Fissuren, Fisten, Abszesse, Stenosen, Konglomerattumoren

Die Eigenschaften von Barium als positives und Methylzellulose als negatives Kontrastmittel bewirken bei Durchleuchtung eine Doppelkontrastierung des gesamten Dünndarms. Neben einer guten Beurteilbarkeit des Lumens und der Mukosa lassen sich so auch Stenosen und Fisteln sowie ein Teil der Komplikationen der IBD darstellen. Da es sich um eine dynamische Untersuchung handelt, können auch funktionelle Abläufe über die Beobachtung der KM-Phase beurteilt werden [90].

Die Diagnostik der IBD mit Hilfe der Sonographie beruht im wesentlichen auf der Bestimmung der Dicke und Beurteilung der Darmwand, welche sich mit den modernen, hochauflösenden Geräten gut darstellen läßt. Charakteristisch für chronische Darmwandentzündungen ist die echoarme, homogen erscheinende, deutlich verdickte Darmwand [11, 113].

Hata et al. wiesen 1992 nach, daß es mit der Sonographie möglich ist, die Ausbreitung der IBD zu bestimmen [35]. Weiterhin können typischen Komplikationen der IBD, das den Darm umgebende Gewebe sowie die Beziehung zu den benachbarten Organen beurteilt werden [59, 72].

Van Oystayen et al. 1997 sowie Ludwig et al. 1998 zeigten in ihren Arbeiten den Zusammenhang zwischen dem durch Doppler-Sonographie bestimmten Blutfluß in der Arteria mesenterica superior und der klinischen Aktivität des Morbus Crohn [80, 64].

Die Computertomographie (CT) erfährt ihre Bedeutung für die Diagnostik der IBD vor allem in der Feststellung von Darmwandverdickungen sowie in der Aufdeckung extraintestinaler [Seite 8↓]Komplikationen [2, 42]. Zwar können frühe Mukosaveränderänderungen wie Fissuren und Aphten nicht im CT erkannt werden, jedoch eignet es sich hervorragend für die Beurteilung der Umgebung des Darmes. Goldberg et al. halten in ihrer Arbeit von 1983 das CT für eine gute Methode, Schädigungen des Mesenteriums zu erkennen und zu charakterisieren [28]. Weitere typische Merkmale der IBD, die im CT sichtbar werden können, sind das Auftreten von Lumeneinengungen (engl. string-sign), Fisteln, Abszessen, die Proliferation des mesenterialen Fettgewebes und Lymphknotenvergrößerungen [2, 11, 41].

Neben den genannten bildgebenden Verfahren gibt es eine Reihe weiterer Untersuchungen, die zum Teil sehr speziellen Fragestellungen vorbehalten sind und zunehmend Anwendung bei der Diagnostik der IBD und ihrer Komplikationen finden. Dazu gehören die Leukozytenszintigraphie, die zur Aufdeckung von Blutungsquellen eingesetzt wird oder die Virtuelle Koloskopie, die insbesondere bei der Frühdiagnostik von Langzeit-Komplikationen, wie Dünn- oder Dickdarmtumoren, gute Ergebnisse liefert [98, 103].

Auch die Anwendung der Positronemmissionstomographie (PET) wird in Arbeiten von Neurath et al. 2002 und Skehan et al. 1999 als gute Methode zur Lokalisierung entzündeter Darmabschnitte beschrieben [77, 111].

1.1.9 Endoskopie und IBD

Die endoskopische Darstellung des Kolons, Koloskopie, ist wesentlicher Bestandteil in der Diagnostik der IBD, insbesondere bei der Artdiagnose, der Ausdehnung und der Schwere der Erkrankung [21]. Sie ist für die Darstellung der Entzündung des Kolons, besonders im frühen Verlauf, das sensitivste Verfahren. So ist es möglich, Farbveränderungen der Schleimhaut als Zeichen gestörter Gefäßzeichnung, Erytheme, zu erkennen oder Kontaktblutungen infolge erhöhter Verletzlichkeit der Schleimhaut [21, 43]. Weitere Befunde wie Schleimhautulcera, Pseudopolypen, Strikturen, Stenosen oder Fisteln können mit der Endoskopie erhoben werden [21, 118].

Ein wesentlicher Vorteil der endoskopischen Untersuchung besteht in der Möglichkeit, Biopsien für histologische oder mikrobiologische Untersuchungen zu entnehmen. Deshalb wird die Koloskopie in zunehmendem Maße auch bei der Prophylaxe des kolorektalen Karzinoms und der Kontrolle nach krankheitsbedingter Darmresektion eingesetzt.

Ein Nachteil der Koloskopie ist neben der fehlenden Erreichbarkeit großer Dünndarmanteile sowie poststenotischer Darmbereiche die lange Vorbereitungszeit für die Patienten.


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Das Prinzip der koloskopischen Untersuchungen besteht darin, ein röhrenförmiges, mit Lichtquelle und optischen Systemen ausgestattetes Instrument, das Endoskop, von rektal in den Darm einzuführen. Dabei unterscheidet man starre Instrumente, die bis in das Colon sigmoideum eingeführt werden können (Sigmoideoskopie), von flexiblen Endoskopen, welche eine Betrachtung des gesamten Kolons sowie des terminalen Ileums erlauben (Koloskopie). Die Endoskope besitzen Spül- und Absaugvorrichtungen und sind weiterhin mit Kanälen zum Einführen von speziellen Instrumenten (z. B. Metallschlingen, Biopsiezangen) ausgestattet. Eine bessere Entfaltung des Darmes kann durch intermittierende Luftinsufflation erreicht werden.

Voraussetzung für eine einwandfreie endoskopische Diagnostik ist die gründliche Reinigung des Kolons. Dies erfordert eine längere Vorbereitung des Patienten, die bereits am Vortag der Untersuchung beginnt und schließt die Einnahme von Laxantien und reichliche Flüssigkeitszufuhr ein [21, 43].

Typische endoskopische Befunde bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind in Tabelle 2 zusammengestellt.

Tabelle 2: Charakteristische endoskopische Befunde der Darmschleimhaut bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (modifiziert nach Feuerbach [24]).

Endoskopische Befunde der IBD

 

Morbus Crohn

Colitis ulcerosa

Frühstadium

selten Kontaktblutungen, fleckförmige Rötungen, unauffällige Schleimhautareale (skip areas)

gesteigerte Vulnerabilität, petechiale Blutungen, Hyperämie, Ödeme, diffus granulierte Oberfläche, Erosionen

Fortgeschrittenes Stadium

tiefe, längsverlaufende Ulcerationen, Pflastersteinrelief, Fisteln

tiefe bis oberflächliche Ulcerationen, stärkere Schleimhautentzündung, Krypten

Spätstadium

Stenosierung

Schleimhautatrophie, schlauchförmiges Lumen, Pseudopolypen, selten Stenosen

Komplikationen

Dünndarmobstruktion, Konglomerattumoren, Fisteln

Toxisches Megakolon, Perforation, maligne Entartung

1.2 Magnetresonanztomographie (MRT)

Im Jahr 1946 beschriebenBloch sowie Purcell und Mitarbeiter unabhängig voneinander den Kernspinresonanzeffekt, der bei allen Atomen mit ungerader Teilchenzahl auftritt [10, 86]. Dieses Prinzip wurde anfangs für die Entwicklung von MR-Spektrographen genutzt, welche als analytische Werkzeuge Anwendung bei der Untersuchung chemischer Strukturen fanden. 1952 erhielten Bloch und Purcell für ihre Entdeckung gemeinsam den Nobelpreis für Physik.

Erst 1973 gelang es Lauterbur durch die Weiterentwicklung eines MR-Spektrometers, Schnittbilder zu erzeugen. Somit war die Voraussetzung für den Einsatz der [Seite 10↓]Magnetresonanztomographie in der Medizin geschaffen [55]. Ende der siebziger Jahre wurde das MRT erstmals am Patienten angewandt.

Mit der Entwicklung immer leistungsfähigerer Geräte sowie optimierter Sequenzen gehört die Magnetresonanztomographie mittlerweile zum festen Bestandteil der medizinischen Diagnostik.

1.2.1 Physikalische Voraussetzungen

1 Das Kernresonanzphänomen

Das klinische MRT verwendet zur Bildgebung die Kerne von Wasserstoffatomen. Im Kern jedes Wasserstoffatoms befindet sich ein positiv geladenes Proton, um das ein negativ geladenes Elektron kreist. Das Proton hat die Eigenschaft, sich um seine eigene Achse zu drehen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Kernspin oder kurz Spin. Der Spin tritt bei allen Atomen mit ungerader Kernteilchenzahl auf und ist die Grundlage der MR-Messung.

Abbildung 2: Darstellung eines Wasserstoffatoms (modifiziert nach Köchli [47]) . Im Kern befindet sich ein positiv geladenes Proton, um das in der Hülle ein negatives Elektron kreist. Somit reagiert das Atom als Ganzes neutral.

Da jedes Proton eine rotierende elektrische Ladung darstellt, besitzt es ein magnetisches Moment B entlang der Rotationsachse und verhält sich wie ein Dipol: es ist durch Magnetfelder beeinflußbar und in der Lage, in einer Spule eine Spannung zu induzieren [36, 47, 57, 89].

Die Drehachsen dieser Dipole im freien Raum sind willkürlich verteilt. Ein äußerlich angelegtes Magnetfeld versucht, die rotierenden Kerne ähnlich Kompaßnadeln im Magnetfeld auszurichten. Diese reagieren darauf mit einer kreiselförmigen Ausweichbewegung um ihre Längsachse, Präzessionsbewegung genannt.


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Abbildung 3: Ausrichten eines Spins im Magnetfeld (modifiziert nach Köchli [47]). Aufgrund ihrer Rotationsbewegung reagieren die Spins auf das Anlegen eines Magnetfeldes mit einer Präzessionsbewegung.

Die Präzessionsbewegung erfolgt mit einer charakteristischen Frequenz, der Larmorfrequenzω0, welche proportional zur Stärke des äußeren Magnetfeldes und für jeden Kerntyp spezifisch ist. Die Larmorfrequenz für Wasserstoffatome beträgt 42 MHz je Tesla Feldstärke [57].

Abbildung 4: Aufbau einer Längsmagnetisierung (modifiziert nach Köchli [47]). Das Spin-System kommt in einen stabilen Zustand. Die Magnetvektoren addieren sich und bauen somit eine Längsmagnetisierung Mz auf.

Die sich im Magnetfeld ausrichtenden Spins können sich sowohl parallel als auch antiparallel anordnen. Aufgrund der größeren Entropie überwiegt knapp die parallele Anordnung. Daraus resultiert nach Stabilisierung des Spin-Systems ein schwacher Magnetisierungsvektor in Richtung des äußeren Magnetfeldes, die Längsmagnetisierung Mz [47].

Durch die Einstrahlung eines Hochfrequenzimpulses (HF-Impuls) ist es nun möglich, das Spin-System anzuregen und die ausgerichteten Spins aus ihrer stabilen Gleichgewichtslage zu kippen. Voraussetzung ist, daß die Frequenz des einstrahlenden Impulses exakt der Larmorfrequenz der Spins entspricht (Resonanzbedingung). Mit einem HF-Impuls werden die Spins um einen [Seite 12↓]Pulswinkel ( engl. flip angle) ausgelenkt und verlassen somit die Z-Richtung und klappen in die XY-Ebene, woraus eine Quermagnetisierung M xy resultiert.

Abbildung 5: Aufbau einer Quermagnetisierung (modifiziert nach Köchli [47]). Durch einen Hochfrequenzimpuls (90°-Impuls) klappen alle Spins in die XY-Ebene. Der daraus entstehende Summenvektor Mxy induziert in der Empfangsspule ein Signal in der Frequenz der Larmorfrequenz ω0, das MR-Signal.

Beträgt der flip angle exakt 90°, befinden sich alle Spins in der XY-Ebene und die Quermagnetisierung ist maximal. Die präzessierenden Spins erzeugen einen magnetischen Summenvektor M xy , der in der Empfangsspule eine sich ändernde Wechselspannung induziert. Der zeitliche Verlauf dieser Spannung ist das MR-Signal [36, 47].

2 Relaxation

Nach Abschalten des HF-Impulses kehren die Spins in ihre Gleichgewichtslage zurück. Diesen Vorgang nennt man Relaxation.

3 T1: Longitudinale Relaxation

Die angeregten Spins richten sich wieder in der Z-Richtung entlang des äußeren Magnetfeldes aus. Damit nimmt die Quermagnetisierung, und somit das MR-Signal, ab, während sich die Längsmagnetisierung aufbaut, longitudinale Relaxation.

Dabei wird die durch den HF-Impuls empfangene Energie an die Umgebung („Gitter“) abgegeben, weshalb man diesen Vorgang auch Spin-Gitter-Relaxation nennt. Der Aufbau der Längsmagnetisierung folgt einem exponentiellen Wachstum und wird durch die Zeitkonstante T1 beschrieben. Nach der Zeit T1 ist die Längsmagnetisierung auf 63% ihres Endwertes angewachsen.


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Abbildung 6: T1-Relaxation (modifiziert nach Köchli [47]). Die angeregten Spins kippen mit der Zeitkonstanten T1 in die Z-Richtung, wobei Energie an die Umgebung der Spins abgegeben wird. T1 ist abhängig von der Stärke des äußeren Magnetfeldes B0 sowie der inneren Molekülbewegung.

T1 ist abhängig von der Stärke des angelegten Magnetfeldes sowie der Beschaffenheit des Gewebes. Ein kleines bewegliches Wassermolekül im lockeren Verband einer Flüssgkeit hat wenig Möglichkeiten für Wechselwirkungen mit der Umgebung und hat daher ein sehr langes T1. Ein großes, wenig bewegliches Fettmolekül dagegen stößt im Gitter eines Fettkörpers ständig an und hat regen Energieaustausch. Somit hat es ein viel kürzeres T1.

In den verschiedenen Relaxationszeiten der unterschiedlichen Gewebe liegt der Schlüssel der MR-Bildkontrastes [36].

4 T2/T2*-Relaxation

Mit dem Aufbau der Längsmagnetisierung ist die Abnahme der Quermagnetisierung verbunden. Allerdings nimmt die Quermagnetisierung schneller ab, als die Längsmagnetisierung anwächst. Ursache dafür ist der Verlust der Phasenkohärenz: nach Anlage eines 90°-HF-Impulses rotieren alle Spins in der XY-Ebene im Gleichtakt. Aufgrund rasch wechselnder lokaler Magnetfeldänderungen durch benachbarte Spins kommt es zum Energieaustausch der Spins untereinander (Spin-Spin-Wechselwirkung) und somit zur Dephasierung. Diese geht mit mit einem Abbau der Quermagnetisierung bzw. des MR-Signals einher. Die Zeitkonstante des Zerfalls durch die Spin-Spin-Wechselwirkung ist T2. Sie ist ebenfalls gewebespezifisch. In Festkörpern mit starrem Atomgitter sind die Spins den lokalen Magnetfeldänderungen ständig ausgesetzt, weshalb T2 kurz ist. Flüssigkeiten besitzen einen lockeren Molekülverband und damit ein langes T2 [36].


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Abbildung 7: T2-Relaxation (modifiziert nach Köchli [47]). Durch Dephasierung der Spins kommt es zum Verlust des Summenvektors in der XY-Ebene ohne Abgabe von Energie an die Umgebung. Dabei kommt es zu einem Energieaustausch zwischen den Spins.

Aufgrund von Inhomogenitäten des äußeren Magnetfeldes B0, die durch die Maschine selbst sowie den Körper des zu Untersuchenden hervorgerufen werden, kommt es zu einer zusätzlichen Dephasierung, so daß das Signal nicht mit T2 sondern rascher mit der effektiven Zeitkonstanten T2* zerfällt [36].

1.2.2 Bildkontrast

Die Messung von T1 und T2 sind Voraussetzung für die Erzeugung des MR-Bildes. Je nachdem, welche der beiden Konstanten den Kontrast eines Bildes hauptsächlich bestimmt, unterscheidet man T1- oder T2-gewichtete Bilder.

Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Protonendichte. Sie gibt die Dichte der anregbaren Spins in einem bestimmten Gewebe an. Hält man den Einfluß von T1 und T2 gering, erhält man protonen- oder dichte-gewichtete Bilder.

In den unterschiedlichen Relaxationskonstanten T1 und T2 für gesundes und pathologisches Gewebe ist die hohe Sensitivität des MR-Bildes begründet [36, 47].

1 T1-Wichtung

Zur Erzeugung eines Bildes muß eine Schicht mehrfach hintereinander angeregt werden. Die Zeit von einem zum nächsten Anregungsimpuls nennt man Repetitionszeit (TR). Sie bestimmt die Stärke der Längsmagnetisierung, die durch einen 90°-Impuls in Quermagnetisierung umgewandelt wird. Je länger TR, desto mehr Spins können nach der Anregung in ihre Ausgangslage zurückkehren und stehen somit beim nächsten Impuls zur Erzeugung der Quermagnetisierung zur Verfügung.


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Abbildung 8: Zusammenhang von TR und T1-Kontrast (modifiziert nach Köchli [47]). Gewebe mit kurzem T1 erholen sich rasch und geben mehr Signal als Gewebe mit langem T1. Bei langer Repetitionszeit (TR) erzeugen beide Gewebe eine ähnlich hohe Magnetisierung und bauen vergleichbar große Signale auf.

Je geringer TR gewählt wird, desto größer ist der Einfluß von T1 auf das Bild: Gewebe mit geringem T1 relaxieren schnell und geben nach einer erneuten Anregung viel Signal. Besitzt ein Gewebe ein sehr langes T1 steht beim nächsten Impuls nicht genügend Längsmagnetisierung zur Verfügung [36, 47, 57].

2 T2-Wichtung

Nach Einstrahlung eines 90°-Impulses zerfällt aufgrund des T2- und T2*-Effektes das MR-Signal rasch. Folgt auf die 90°-Anregung ein 180°-Impuls, werden die Spins rephasiert und man erhält wieder ein Signal, das sogenannte Spinecho. Durch die einsetzende Spin-Spin-Relaxation ist die Amplitude dieses Signals niedriger. Die Zeit, die von der Anregung bis zum Auftreten dieses Spinechos vergeht, wird Echozeit (engl. Time to Echo, TE) genannt.


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Abbildung 9: Zusammenhang von TE und T2-Kontrast (modifiziert nach Köchli [47]). Während Gewebe mit kurzem T2 bei langer Repetitionszeit rasch Signal verlieren, bleibt dieses bei Geweben mit langem T2 länger erhalten. Bei kurzer TE haben beide Gewebe praktisch keinen Signalabfall.

TE bestimmt den Einfluß von T2 auf den Kontrast. Bei kurzer Echozeit sind die Signalintensitätsunterschiede noch klein, da die T2-Relaxation gerade erst begonnen hat. Somit ist die T2-Wichtung eines solchen Bildes gering. Bei längeren Echozeiten werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Geweben deutlich. Während Gewebe mit kurzem T2 einen Großteil ihres Signals bereits verloren haben und somit dunkel erscheinen, geben Gewebe mit langem TE relativ viel Signal und erscheinen im Bild hell [36, 47, 57].

3 Sättigung und Pulswinkel

Bei kurzem TR haben die Spins wenig Zeit, wieder in die Z-Ebene zurückzuklappen. Somit steht für die nächste Anregung weniger Längsmagnetisierung zur Verfügung und das resultierende Signal nimmt ab. Wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals hintereinander, wird das Signal immer geringer. Man spricht dann von Sättigung [47].

Wird nun der Pulswinkel geringer als 90° gewählt, erhält man weniger Quermagnetisierung und damit ein kleineres Signal. Allerdings verbleibt ein Teil der Spins in der Z-Ebene und somit steht für die nächste Anregung immer genug Längsmagnetisierung zur Verfügung. Bei mehreren Anregungen mit reduziertem Pulswinkel ist das gesamte Signal größer als bei 90°-Impulsen.

Je kürzer TR, desto kleiner muß auch der Pulswinkel gewählt werden, um eine starke Sättigung zu vermeiden [36, 47].


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1.2.3  Bildentstehung

1 Schichtwahl

Um ein MR-Bild zu erzeugen, müssen alle Signale so kodiert werden, daß sie voneinander getrennt und ihrem räumlichen Ursprung zugeordnet werden können. Das geschieht mit Hilfe von Gradienten. Gradienten sind dem Hauptmagnetfeld B0 aufgelagerte Magnetfelder, die ihrer Ausrichtung im Raum entsprechend mit Gx, Gy und Gz bezeichnet werden [36].

Die selektive Anregung einer Schicht wie auch die Ortscodierung basieren auf der Tatsache, daß die Larmorfrequenz proportional zur Stärke des Magnetfeldes ist und die Anregungsfrequenz der Larmorfrequenz entspricht (Resonanzbedingung).

Abbildung 10: Schichtwahl und Z-Gradient (modifiziert nach Köchli [47]). Durch eine definierte Frequenz wird eine bestimmte Schicht angeregt, während die umgebenden Schichten aufgrund ihrer verschiedenen Resonanzfrequenz unbeeinflußt bleiben.

Zur selektiven Anregung einer Schicht wird mit Hilfe von Gradientenspulen das Magnetfeld entlang der Z-Richtung überlagert. Das Magnetfeld ist nun inhomogen und besitzt einen Gradienten entlang der Z-Richtung. Somit ergibt sich auch eine fließende Änderung der Larmorfrequenzen entlang der Z-Richtung. Mit einem genau definierten Frequenzimpuls kann so eine einzige Schicht angeregt werden [47].

2 Ortscodierung

Nachdem es gelungen ist, eine Schicht selektiv anzuregen, besteht das Problem darin, herauszufinden, welches Element der Schicht welchen Anteil am MR-Signal hat. Dies geschieht mit Hilfe von Gradienten in Y- und X-Richtung. Nach dem Anlegen eines Gradienten in Y-Richtung (von oben nach unten), haben die Spins im oberen Teil eine höhere Larmorfrequenz und präzessieren somit schneller als die unteren.


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Abbildung 11: Phasenkodierung und Y-Gradient (modifiziert nach Köchli [47]). Jede einzelne horizontale Zeile besitzt einen bestimmten Phasenvorsprung, an der sie identifiziert werden kann. Die umgebenden Schichten sind durch andere Frequenzen kodiert und bleiben unbeeinflußt.

Es entsteht eine Phasenverschiebung der Spins gegeneinander, das heißt je weiter oben ein Spin liegt, desto größer ist sein Phasenvorsprung. Auch nach Ausschalten des Gradienten bleibt die Verschiebung erhalten und jede Zeile einer Schicht kann durch ihre Phase erkannt werden, Phasencodierung [47].

Mit Hilfe der Frequenzcodierung gelingt die Aufschlüsselung des Signals in der X-Richtung. Ein X-Gradient bewirkt ein Zunehmen des Magnetfeldes von links nach rechts. Ebenso verhalten sich die Larmorfrequenzen: links präzessieren die Spins dementsprechend langsamer als rechts. Beim Empfang des MR-Signals können somit die niedrigen Frequenzen dem linken Rand und die hohen dem rechten Rand zugeordnet werden.

Abbildung 12: Fequenzkodierung und X-Gradient (modifiziert nach Köchli [47]). Während ohne Gradienten nur eine Frequenz empfangen wird (links), wird bei eingeschaltetem Gradienten ein Spektrum verschiedener Sequenzen empfangen (links). Jede Spalte des Spektrums kann durch ihre Frequenz erkannt werden.


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Durch Phase und Frequenz ist also jedes Element einer Schicht (engl. Volume Element, Voxel) genau charakterisiert. Diese Informationen werden mittels Frequenzanalyse, der zweidimensionalen Fourier-Transformation, vom Rechner des MR-Gerätes ausgewertet und rekonstruiert. Man erhält ein zweidimensionales MR-Bild, das aus einzelnen Pixeln unterschiedlicher Grauwerte besteht [36, 47].

1.2.4 Sequenzen

1 Spinecho-Sequenz

Wird auf einen 90°-Impuls nach einer Zeit τ ein 180°-Impuls erzeugt, erhält man nach der Echozeit TE = 2τ das Spinecho. Das Echo ist aufgrund der eingesetzten Spin-Spin-Relaxation kleiner als das eigentliche MR-Signal. Eine Abfolge von mehreren 90°- und 180°-Impulsen heißt Spinecho-Sequenz (SE-Sequenz) [36].

Der Vorteil der Spinecho-Sequenzen besteht in ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Magnetfeldinhomogenitäten und der daraus resultierenden guten Bildqualität. Der Nachteil besteht in der relativ langen Meßzeit, weshalb die Spinecho-Sequenzen anfällig gegenüber Bewegungsartefakten sind. [47]


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Abbildung 13: Spinecho-Sequenz (modifiziert nach Köchli [47]). Phase 1 zeigt einen stabilen Zustand. Nach Einstrahlung eines 90°-Impulses präzessiert die ganze Magnetisierung in der XY-Ebene (2). Aufgrund des T2- und T2*-Effektes dephasieren die Spins und das Signal zerfällt (3). Die Einstrahlung eines weiteren Impulses von 180° nach halber Echozeit (TE) bewirkt eine Spinumkehr (4), während nach Ablauf der gesamten Echozeit die Rephasierung der Spins abgeschlossen ist (5).

2 Gradientenecho-Sequenz

Im Gegensatz zur SE-Sequenz wird das Echo hier durch die Gradientenspulen erzeugt. Dazu schaltet man einen negativ polarisierten Gradienten ein, der zuerst eine Dephasierung der Spins bewirkt. Durch einen entgegengesetzt gerichteten Gradienten werden die Spins nun wieder in Phase versetzt und man erhält nach der Zeit TE das Echo, Gradientenecho (GE) genannt.

Ein wesentlicher Vorteil der GE-Sequenz ist ihre größere Geschwindigkeit, da der 180°-Impuls entfällt. Dadurch ist sie weniger anfällig für Bewegungsartefakte. Nachteilig wirkt sich aus, daß statische Feldinhomogenitäten durch die GE-Sequenz nicht ausgeglichen werden. Somit zerfällt das Signal mit T2* und das erzeugte Bild ist von schlechterer Qualität [47].


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Abbildung 14: Gradientenecho-Sequenz (modifiziert nach Köchli [47]). Während Phase 1 den stabilen Zustand ohne Magnetisierung zeigt, präzessiert in Phase 2 nach einem Impuls α die gesamte Magnetisierung in der XY-Ebene. Nach Dephasierung der Spins durch den Frequenzgradienten (3) wird durch einen entgegengesetzten Gradienten eine Rephasierung eingeleitet (4), die nach der Echozeit TE abgeschlossen ist (5).

3 Fastspinecho-Sequenz

Werden während einer SE-Sequenz weitere 180°-Impulse verabreicht, erhält man entsprechend viele Echos (3, 4, 8, 16 oder 32). Die Echos sind durch längere Echozeiten und somit stärkere T2-Wichtung gekennzeichnet. Wird zwischen den Echos kurzzeitig der Phasencodiergradient eingeschaltet, ist es möglich, mehrere Messungen pro Anregung mit unterschiedlichen Phasencodierungen ohne Verstreichenlassen der Repetitionszeit zu erfassen.

Dadurch verkürzt sich die Aufnahmezeit deutlich und die Empfindlichkeit gegenüber Bewegungsartefakten wird herabgesetzt, wogegen die Qualität nahezu gleich bleibt. Solche Sequenzen werden Fastspinecho- oder Turbospinecho-Sequenzen genannt [36, 47].

1.2.5 MR-Kontrastmittel

Der Bildkontrast eines MR-Bildes wird durch die Signaldifferenz zweier benachbarter Gewebe bestimmt. MR-Kontrastmittel erhöhen die Signaldifferenz und verbessern somit die diagnostische Aussagekraft einer MR-Untersuchung. Positive Kontrastmittel bewirken eine Erhöhung, negative eine Erniedrigung der Signalintensität [47, 89].


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Weiterhin unterscheidet man direkte von indirekten MR-Kontrastmitteln. Direkte MR-Kontrastmittel wirken durch eine Veränderung der Protonendichte von Geweben. Indirekte MR-Kontrastmittel hingegen beeinflussen die T1- oder T2-Zeiten durch Veränderungen des lokalen Magnetfeldes.

Diese Veränderungen des lokalen Magnetfeldes beruhen auf Wechselwirkungen zwischen den ungepaarten Elektronen des KM und den Wasserstoffatomen der umgebenden Gewebe. Die Elektronen besitzen ein 680-fach höheres magnetisches Moment als die Atomkerne, weshalb die Effekte der Atomhülle größer sind, als die der Atomkerne [36, 47, 89].

1 Suszeptibilität

Wird Materie in ein magnetisches Feld gebracht, erfährt sie eine magnetische Polarisation, die proportional der Stärke des Feldes ist. Dieser Proportionalitätsfaktor ist die Suszeptibilität χ. Sie ist somit ein Maß dafür, wie stark sich eine Substanz magnetisieren läßt.

Die Effekte der Suszeptibilität führen zum einen zu Magnetfeldverzerrungen, die sich in MR-Bildartefakten ausdrücken und zum anderen zu lokalen Magnetfeldinhomogenitäten, die einen Signalverlust im Sinne eines T2*-Effektes herbeiführen [47, 89].

2 Paramagnetische KM

Paramagnetische Substanzen sind durch ungepaarte Elektronen in den äußeren Elektronenschalen gekennzeichnet, die ein hohes magnetisches Moment (s. o.) besitzen. Ihre Wirkung ist an das Vorhandensein eines magnetischen Momentes gebunden. Im Magnetfeld richten sich diese Substanzen entlang der Feldlinien aus und erzeugen eine Magnetisierung. Sie verkürzen die T1-Zeit, indem sie den angeregten Spins Energie entziehen, die nun schneller relaxieren (paramagnetische Relaxation). Daraus resultiert ein höheres MR-Signal.

Paramagnetische Substanzen sind beispielsweise Metall-Ionen wie Fe2+, Fe3+ oder Gd3+. Am häufigsten werden Gadolinium-Verbindungen verwendet, z. B. das in unserer Untersuchung eingesetzte Gadolinium-DTPA-BMA (Omniscan ®) [47, 89].

3 Superparamagnetische Substanzen

Diese Substanzen haben besonders ausgeprägte paramagnetische Eigenschaften, die durch die Anordnung der Ionen als Kristallgitter hervorgerufen werden. Superparamagnetische [Seite 23↓]Kontrastmittel verursachen aufgrund ihrer hohen Suszeptibilität lokale Feldinhomogenitäten und vergrößern den T2*-Effekt, wodurch das MR-Signal verringert wird [47].

Sowohl paramagnetische als auch superparamagnetische Substanzen enthalten toxische Metall-Ionen, die deshalb nicht in freier Form vorliegen dürfen, sondern in Komplexe eingebunden werden müssen [47, 52, 89].

4 Omniscan ®

Omniscan® ist ein MR-Kontrastmittel, welches das Element Gadolinium als dreiwertiges Gadolinium-Ion Gd3+ enthält. Gadolinium gehört zu den Lanthanoiden und verfügt in seiner ionisierten Form über sieben ungepaarte Elektronen, wodurch es starke paramagnetische Eigenschaften aufweist.

Da Gadolinium in freier Form hepatotoxisch ist, muß es an einen Liganden gebunden werden. Diethylentriaminpentaessigsäure-Bismethylamid (DTPA-BMA) bindet spezifisch an Gd3+ und bildet mit diesem einen festen Komplex.

Abbildung 15: Strukturformel von Gadolinium-Diethylentriaminpentaessigsäure-Bismethylamid, Gd-DTPA-BMA, Omniscan ® (modifiziert nach Omniscan ® Produktinformation [79]). Aufgrund seiner Koordinationsstellenbesetzung ist der Komplex nach außen neutral.

Das Gd3+-Ion hat neun Koordinationsstellen. Davon sind drei mit Aminogruppen, drei mit Carboxylgruppen und zwei mit Methylamiden besetzt, wodurch der Komplex nach außen neutral ist [47,79].

Nach intravenöser Verabreichung verteilt sich Gd-DTPA rasch im Extrazellulärraum und wird in etwa 9 Stunden durch glomeruläre Filtration und aktive Sekretion unverändert über die Nieren ausgeschieden.

Unverträglichkeiten des Kontrastmittels sind sehr selten und beschränken sich meist auf ein Hitzegefühl und lokale Schmerzen [89].


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1.2.6  Technische Voraussetzungen

Ein MR-Tomograph besteht neben einem starken Magneten zur Erzeugung des Magnetfeldes aus einem Hochfrequenzsender, einem entsprechenden Hochfrequenzempfänger, verschiedenen Sende- oder Empfangsspulen. Zur Steuerung sowie Bildrekonstruktion wird ein leistungsfähiger Computer benötigt. Außerdem sind eine Reihe weiterer Geräte zur Steuerung und Auswertung integriert oder angeschlossen.

Der Magnet hat die Aufgabe, das statische Hauptmagnetfeld B0 zu erzeugen. Die Stärke der Felder variieren in den heute gebräuchlichen Geräten vom 0,1 bis 3 Tesla. Das Feld sollte möglichst homogen, d. h. überall gleich stark sein.

Unterschieden werden drei verschiedene Typen von Magneten: Widerstandsmagneten, durch die ständig ein großer Strom fließt, Permanentmagnete, die ihr Feld immer und ohne externe Energiezufuhr erzeugen und Supraleitende Magneten. Letztere machen sich die Eigenschaft von Spulen zunutze, daß sie dem Strom bei Abkühlung an den absoluten Nullpunkt (-273 °C) keinen Widerstand entgegensetzten und somit quasi verlustfrei arbeiten. Diese Kühlung wird erreicht, indem die Spule in flüssiges Helium getaucht wird. Auf diese Weise werden starke Felder mit hervorragender Homogenität erreicht [89].

Die Homogenität eines Feldes wird erhöht, indem man an exakt berechneten Stellen des Magneten kleine Extraspulen positioniert. Zur Reduktion seines Streufeldes wird der Magnet abgeschirmt.

Um eine Ortslokalisation des MR-Signals zu erreichen, müssen drei senkrecht aufeinander stehende Magnetfelder erzeugt werden, die dem statischen Magnetfeld überlagert werden. Dies wird durch die Gradientenspulen (Gradientensystem) gewährleistet, die in jede der drei Richtungen X, Y und Z angeordnet sind und einzeln oder in Kombination geschaltet werden können [89].

Die Aufgabe des Hochfrequenzsystems ist es, die Spins über die Sendeantenne anzuregen und das entstehende Kernresonanzsignal zu empfangen und aufzubereiten[89].

Entscheidend für die Bildqualität ist das Verhältnis der Spannung des Kernresonanzsignals zum Rauschen, das unvermeidlich in jeder Empfangsspule auftritt (engl. Signal-to-Noise-Ratio, SNR). Ziel einer optimalen Spule muß es also sein, ein größtmögliches Spannungssignal zu empfangen, während das Rauschen klein bleiben soll.


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Aus

ergibt sich, daß das SNR durch große Volumenelemente erhöht werden kann, was allerdings einer guten Ortsauflösung abträglich ist. Durch das Positionieren der Empfangsspule nahe an das zu untersuchende Objekt wird das SNR positiv beeinflußt, da das Kernresonanzsignal größer wird [89].

Die Körperspule (engl. body array) ist in das Gerät integriert und ist eine sogenannte Sende- und Empfangsspule. Sie kann sowohl zum Senden als auch Empfangen von Signalen eingesetzt werden. Ihr Vorteil ist, daß sie eine große Bildgröße (engl. Field of View, FoV), besitzt. Ein Nachteil der Körperspule ist jedoch ihre ungenügende Empfangsqualität bei hohen Auflösungen.

Eine Verbesserung der Empfangsqualität wird durch Oberflächenspulen erreicht. Diese werden direkt an die zu untersuchende Körperregion gebracht. Durch den verbesserten Rausch-Abstand ist eine höhere Auflösung möglich. Nachteil dieser Oberflächenspulen ist, daß sich die Signalintensität mit dem Abstand von der Spule verringert, so daß tiefergelegene Strukturen nur ungenügend abgebildet werden.

Eine Verbesserung der Qualität der Oberflächenspulen wird durch sogenannte Phased Array Spulen oder Synergy-Spulen erzielt, bei denen mehrere einzelne Spulen beliebig zusammengeschaltet werden können. Somit läßt sich die hohe Auflösung einer Oberflächenspule mit dem großen FoV einer Körperspule verbinden.

1.3 MRT und chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Noch lange Zeit nach der Einführung in die klinische Diagnostik hatte die MRT nur untergeordnete Bedeutung in der Aufdeckung und Beurteilung der IBD.

Bewegungsartefakte und geringe Kontrastierung ermöglichten nur eine ungenügende Bildqualität der intestinalen Strukturen. Erst mit der Einführung besserer und schnellerer Sequenzen, die Untersuchungen auch in Atemanhalte-Technik (engl. breath-hold) ermöglichten, konnten Artefakte minimiert werden. Durch Verwenden der Fettsuppression gelang eine weitere Qualitätsverbesserung insbesondere bei der Abgrenzung der Darmwand vom Mesenterium. Der Einsatz neuer oraler und rektaler Kontrastmittel sowie eine bessere Distension des Darmlumens lassen eine gute Darstellbarkeit der Darmwand zu. Auch Entwicklung und Einsatz neuer paramagnetischer intravenöser Kontrastmittel, welche die T1-Zeit verkürzen, tragen zu einer erhöhten Sensitivität bei der Aufdeckung von pathologischen Befunden bei und erlauben die [Seite 26↓]Bestimmung des KM-Enhancementes von Darmwand oder Mesenterium, welches einen Hinweis auf die Stärke einer vorliegenden Entzündung gibt.

Die wesentlichen Befunde bei der Diagnostik der IBD mit der MRT sind die Verdickung der Darmwand, das KM-Enhancement der Darmwand, das Vorhandensein von Stenosen, Fisteln und Abszessen sowie das Auftreten mesenterialer Fettgewebsproliferationen, die bei besonders starker Ausbildung als Konglomerattumoren imponieren [5, 14, 39, 54, 66, 106, 107, 109]. Die Konglomerattumoren sind charakteristisch für den Morbus Crohn und bei entsprechender Größe und Lokalisation nicht selten als Resistenz im Unterbauch zu tasten.

Auch zur Beurteilung weiterer Komplikationen, wie abdomineller Tumoren, Lymphknotenvergrößerungen, fokaler Leberläsionen sowie in der Diagnostik des akuten Abdomens ist die MRT geeignet [53, 108].

Die breiten Einsatzmöglichkeiten der Magnetresonanztomographie führten in letzter Zeit immer wieder zu Versuchen, die MRT auch zur Verlaufs- und Therapiekontrolle sowie zum Restaging der IBD einzusetzen [15, 75, 105].


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13.05.2005