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Herleitung einer Aufgabenstellung

Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, ob es möglich ist, die klinische und endoskopische Ausprägung einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung anhand visueller Befunde mit der Magnetresonanztomographie einzuschätzen.

Ein weiteres Ziel ist es, zu überprüfen, ob mit der stattgefundenen Entwicklung schnellerer Sequenzen und besserer Magnetspulen mit höherer Detailauflösung auf eine Füllung und Kontrastierung des Darmes zugunsten eines höheren Patientenkomforts und einer schnelleren Untersuchung verzichtet werden kann.

Dazu werden Patienten mit bekannter oder vermuteter chronisch entzündlicher Darmerkrankung im MRT untersucht und koloskopiert. Für die MR-Untersuchung sollen zwei möglichst gleich große Gruppen gebildet werden. Während die Patienten der einen Gruppe oral und rektal Endoskopielösung erhalten, werden die Patienten der anderen Gruppe nicht vorbereitet. Die Messung erfolgt mit vorher an Phantomen und Probanden optimierten MR-Sequenzen vor und nach intravenöser Injektion des Kontrastmittels Gd-DTPA-BMA.

Die zu erhaltenden Bilder werden visuell und numerisch ausgewertet. Gleichzeitig wird versucht, aus mehreren visuellen Entzündungsparametern einen MR-Aktivitätsindex zur Einschätzung der Entzündungsaktivität zu erstellen. Die numerische Auswertung erfolgt durch die Bestimmung und den Vergleich von Signalintensitäten und Kontrastmittel-Enhancements im Darmgewebe.

Die Daten der visuellen und numerischen Auswertung sollen anschließend untereinander sowie mit klinischen und endoskopischen Befunden verglichen werden.

Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen der Ausgangspunkt für eine klinische Studie zur Anwendung der MRT bei der Verlaufskontrolle der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sein.


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13.05.2005