Institut für Geschichtswissenschaften
Geschichte Osteuropas

Das Volkskommissariat für Außenhandel und seine Nachfolgeorganisationen 1920-1930. Der Außenhandel als zentrale Frage der sowjetischen Wirtschaftspolitik.

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor philosophiae (Dr. phil.)

eingereicht an der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität zu Berlin

Promovendin: Regine Heubaum,
M.A.


Dekan: Prof. Dr. W. Nippel

Gutachter:
1. Prof. Dr. L. Thomas
2. Prof.Dr. H.-H. Schröder

eingereicht:07.02.2001

Datum der Promotion:31.07.2001

Zusammenfassung:

Die Dissertation untersucht am Beispiel des Volkskommissariates für Außenhandel die Entstehung der frühen Sowjetbürokratie und analysiert administrative und politische Pro­zesse, die der Herausbildung des Stalinismus vorangingen.

Gegenstand der Untersuchung sind die Probleme des staatlich organisierten Außenhan­dels sowie die Schwierigkeiten bei der Anknüpfung von Handelsbeziehungen zu den kapitalistischen Staaten in der Zeit nach der Revolution. Außenpolitische Faktoren und weltwirtschaftliche Voraussetzungen werden in diesem Zusammenhang ebenso berück­sichtigt wie die zum Teil widersprüchlichen Interessen des sowjetischen Außenhandels einerseits und der sowjetschen Diplomatie anderseits.

Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Verhältnis zwischen Parteiapparat und Regie­rungsbürokratie sowie die Rolle der Volkskommissariate im politischen Entscheidungs­prozeß. Die Verfasserin konzentriert sich in diesem Zusammenhang auf drei Themen­komplexe: die Kaderpolitik der KPR(b) gegenüber dem Volkskommissariat für Außen­handel, den organisatorischen Wandel in dieser Behörde während der Neuen Ökonomi­schen Politik sowie das Zusammenspiel einzelner Partei- und Wirtschaftsbehörden bei der Entscheidung konkreter handelspolitischer Fragen.

Abstract:

This dissertation examines the People´s Comissariat of Foreign Trade as an example of the development of early Soviet bureaucracy and analyses administrative and political processes, proceeding the rise of stalinism.

The study deals with the problems of centrally planned foreign trade and the difficulties of establishing trading connections to the capitalistic states in the post-revolutionary period. In this context international factors and conditions, dictated by world economy, are con­sidered as well as the contradictory interests of Soviet foreign trade on one hand and soviet diplomacy on the other hand.

The focus is set on decision-making concerning the relationship between party apparatus and the People´s Comissariats. In this context the author concentrates on three aspects: the influence of CK´s Policy of Cadre selection on People´s Comissariat of Foreign Trade, the organizational change in this institution during the New Economic Policy and the cooperation between the various economic and party institutions, concerning the decision on concrete questions of foreign trade.

Eigene Schlagworte: Außenhandel, Außenhandelskommissariat, Volkskommissariat, Außenhandelsmonopol, Krasin, Mikojan, Sowjetunion, UdSSR, Wirtschaft, Bürokratie, Wirtschaftspolitik, Neue Ökonomische Politik, Getreideexport, Kreditwesen, Finanzpolitik, Kader

Keywords: foreign trade, People´s Comissariat of Foreign Trade, Foreign Trade Monopoly, Krasin, Mikojan, People´s Comissariat, Soviet Union, USSR, economy, bureaucracy, economic policy, New Economic Policy, cadre, grain export, financial policy, credit system

Inhaltsverzeichnis



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31.08.2004