Hunger, Thomas: Die Wirkung von Plättchenaktivierendem Faktor (PAF) auf intrazelluläre Kalziumkonzentration und Kontraktilität isolierter adulter Kardiomyozyten der Ratte

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Kapitel 5. Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit konnte erstmals gezeigt werden, dass der bekannte negativ inotrope Effekt von plättchenaktivierendem Paktor (PAF) auf die Kontraktion isolierter adulter Kardiomyozyten der Ratte über spezifische PAF-Rezeptoren vermittelt wird und auf einer Verringerung des systolischen Kalziumeinstroms in die Zelle beruht.

Dazu wurde ein Isolationssystem zur Gewinnung adulter Kardiomyozyten der Ratte etabliert. Die erhaltenen Herzmuskelzellen wurden mit einem Fluoreszenzfarbstoff für Kalzium beladen und mittels eines elektrischen Feldes zur rhythmischen Kontraktion gebracht. Durch den Einsatz der konfokalen Laser-rastermikroskopie (CLSM) wurde es möglich, die Messwerte für Zelllänge und intrazelluläre Kalziumkonzentration simultan zu erfassen.

Um die Funktionsfähigkeit des Messsystems zu bewerten, wurden die Testsubstanzen Isoprenalin und Verapamil appliziert. Die dabei erzielten Wirkungen auf die gemessenen Parameter waren reproduzierbar und konzentrationsabhängig und mit den Angaben internationaler Arbeitsgruppen vergleichbar.

Mit den konstant kontrahierenden Kardiomyozyten wurde der sich nach zirka 6 Minuten stabilisierende negativ inotrope Effekt von PAF nachgewiesen. Diese PAF-Wirkung war ebenfalls reproduzierbar, konzentrationsabhängig und durch eine Verringerung des systolischen Kalziumeinstroms gekennzeichnet.

Um das Vorhandensein eines PAF-Rezeptors auf der Oberfläche des isolierten Kardiomyozyten nachzuweisen, wurde der spezifische PAF-Rezeptorantagonist WEB2170 appliziert. Es konnte gezeigt werden, dass sich der negativ inotrope Effekt von PAF durch den Einsatz eines Rezeptorantagonisten spezifisch hemmen lässt. Damit kann der wissenschaftliche Schluss gezogen werden, dass es an der Herzmuskelzelle der adulten Ratte spezifische PAF-Rezeptoren gibt.


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Mon Sep 23 10:39:55 2002