Zusammenfassung

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Der septische Schock geht immer noch mit einer hohen Mortalität einher und stellt für die Intensivmedizin ein schwer beherrschbares Krankheitsbild dar. Er ist die häufigste Todesursache auf nicht kardiologischen Intensivstationen. Es wird davon ausgegangen, dass der Anteil septischer Patienten relativ wie absolut zunehmen wird.

Aus klinischer und gesundheitspolitischer Sicht kommt der Aufhebung der Schocksymptomatik, der Vermeidung eines Sepsis-induzierten Organversagens und der Senkung der Mortalität von Patienten mit septischem Schock eine wichtige Rolle zu.

In der vorliegenden Studie wurden 41 Patienten mit septischem Schock in eine doppel-blinde, placebokontrollierte, randomisierte Studie eingeschlossen. Hydrokortison wurde in einer Dosierung von 0,18 ml/kg/KG/h, bzw. ein gleiches Volumen physiologischer Kochsalzlösung, während der Dauer der Vasopressortherapie verabreicht. Bei allen Patienten wurde vor Beginn der Studie zur Beurteilung der Nebennierenfunktion ein ACTH-Test durchgeführt.

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Ziel der Studie war es, den Einfluss von Hydrokortison auf den septischen Schock zu untersuchen. Dabei wurden folgende Fragen gestellt:

Folgende Ergebnisse konnten festgestellt werden:

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Damit bestätigt die vorliegende Arbeit, dass niedrig-dosiertes Hydrokortison die Schockdauer reduziert. Auch wenn sie von der Patientenzahl nicht darauf angelegt war, Effekte auf die Mortalität zu untersuchen, ist doch diesbezüglich ein beachtenswerter Trend erkennbar. Weiterhin konnte bestätigt werden, dass ein wesentlicher Teil von Patienten im septischen Schock eine relative Nebennierenrindeninsuffizienz aufweisen. Wieweit niedrig-dosiertes Hydrokortison nur bei diesen Patienten wirksam ist, konnte nicht abschließend geklärt werden. Die Tatsache, dass in beiden Gruppen ein Trend zur reduzierten Schockdauer zu beobachten war, spricht aber dagegen.


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25.08.2006