4 Zielstellung

Die Untersuchungen zum Wachstums- und Entwicklungsrhythmus haben das Ziel, den Erkenntnisstand bei belaubt überwinternden Stauden mit Frühjahrsblüte zu erweitern und Möglichkeiten zur verbesserten und bedarfsgerechten Blühleistung zu erschließen. Zur Bearbeitung dieser Problemstellung werden folgende Arbeitshypothesen vertreten.

Die Literaturrecherche zu den in den letzten Jahren durchgeführten Untersuchungen zeigte, daß für die Beeinflussung der Ruheperiode und die Vorverlegung des Blühtermins die Absättigung eines Kältebedürfnisses nicht unbedingt notwendig ist. Diese kann aber die Entwicklung der Pflanzen während und nach der Ruhe positiv beeinflussen. Im Rahmen dieser Arbeit soll der Einfluß niedriger Temperaturen und deren Einwirkdauer auf das Einzugsverhalten und die generative Entwicklung untersucht werden.

Um Informationen über den Zeitpunkt der Blüteninduktion und –differenzierung zu erhalten, werden Sproßknospen von Aster alpinus in einem Nährmedium kultiviert. Das Verhalten dieser Sproßknospen wird beobachtet, mit dem Ziel den Induktionszeitpunkt anhand des Transplantationstermines zurückverfolgen zu können. Es wird angenommen, daß die Blüteninduktion von Aster alpinus schon im Herbst des Vorjahres erfolgt ist. Zur Prüfung dieser Aufgabenstellung wird:


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Die Wirkung der Einflußfaktoren Temperatur und Cytokinine auf das vegetative und generative Wachstum der Stauden ist anhand folgender Kriterien zu prüfen:

Des weiteren ist der Einfluß des Vermehrungsverfahrens hinsichtlich der obengenannten Kriterien zu prüfen. In verschiedenen Versuchsvarianten sollen die aus unterschiedlichen Vermehrungsverfahren gewonnenen Pflanzen verglichen werden.

Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen werden Empfehlungen für die gärtnerische Praxis bezüglich Anzuchts- und Kulturverfahren abgeleitet.


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03.09.2004