Köder, Kerstin: Thema: Einfluß kardiologischer Rehabilitationsmaßnahmen auf hämorheologische Parameter

Aus dem Institut für Transfusionsmedizin
der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin
Direktor Univ.-Prof. Dr. med. Dr.-Ing. H. Kiesewetter


DISSERTATION
Thema: Einfluß kardiologischer Rehabilitationsmaßnahmen auf hämorheologische Parameter

Zur Erlangung des akademischen Grades
doctor medicinae (Dr. med.)

vorgelegt der medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin

von Kerstin Köder ,
aus Greifswald

Dekan: Prof. Dr. med. Dr. h. c. R. Felix

Gutachter:
Univ.-Prof. Dr. Dr. H. Kiesewetter
Univ.-Prof. Dr. E. Wenzel
Prof. Dr. F. Jung

eingereicht: 28. 4. 2000

Datum der Promotion : 15.11. 2000

Schlagwörter:
Rehabilitation, Risikofaktoren, Plasmaviskosität, Hämatokrit, Hämorheologie

Zusammenfassung

In der Literatur finden sich zahlreiche Hinweise dafür, daß die hämorheologischen Meßgrößen wie Hämatokrit, Erythrozytenaggregation und Erythrozytenrigidität, sowie Vollblut- und Plasmaviskosität bei Patienten mit Atherosklerose bzw. bereits bei der Existenz kardiovaskulärer Risikofaktoren pathologisch verändert sind. Inwieweit und ob diese Auffälligkeiten reversibel sind, ist derzeit noch offen. Die vorliegende Arbeit sollte deshalb der Frage nachgehen, ob sich im Verlauf einer stationären Anschlußheilbehandlung (AHB) neben einer Normalisierung klassisch kardiovaskulärer Risikofaktoren auch positive Veränderungen rheologischer Parameter beobachten lassen. Dazu wurden 64 männliche und weibliche Patienten zu Beginn und am Ende ihrer vierwöchigen kardiologischen AHB untersucht. Es wurden der Blutdruck, Gewicht und Gesamtcholesterin, sowie die hämorheologischen Parameter Plasmaviskosität, Hämatokrit und Fibrinogen bestimmt.

Bis auf geschlechtsspezifische Hämatokritwertunterschiede wurden keine statistisch signifikanten Differenzen der rheologischen Werte in verschiedenen Patientengruppen gefunden. Im Verlauf der AHB kam es neben einer statistisch signifikanten Reduktion klassisch kardiovaskulärer Risikofaktoren zu einer statistisch signifikanten, von koronarer Herzkrankheit und Risikofaktoren unabhängigen Verminderung der Plasmaviskosität und Hämatokrit. Keine statistisch signifikanten Änderungen zeigten sich beim Fibrinogen. Desweiteren wurden einige schwach positive Korrelationen zwischen der Änderung klassischer Risikofaktoren und der Änderung hämorheologischer Faktoren aufgezeigt.

Diese Ergebnisse bestätigen Zusammenhänge zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und hämorheologischen Meßgrößen. Sie zeigen weiterhin, daß es im Verlauf einer Rehabilitationsbehandlung nicht nur zu der erhofften Reduktion diverser Risikofaktoren kommt, sondern auch hämorheologische Kenngrößen günstig beeinflußt werden.

Keywords:
rehabilitation, risk factor, plasma viscosity, haematocrit, hemorheology

Abstract

The fact that hemorheological variables like hematocrit, red cell flexibility and aggregability, plasma and blood viscosity are pathologically altered in the presence of cardiovascular risk factors and diseases is evidenced by a large and growing amount of data. The question whether and how such abnormalities are reversible is still largely open to discussion. This investigation was therefore aimed at determining the hemorheological effects of a 4 week rehabilitation programme in 64 male and female patients with cardiovascular disease and/or risk factors. Blood pressure, body weight and total cholesterol were measured together with hemorheological parameters like plasma viscosity, hematocrit and fibrinogen.

With the exception of gender specific hematocrit differences, no significant differences were found regarding rheological values between various groups. In the course of the rehabilitation programme, a reduction of conventional cardiovascular risk factors was noted and a statistically significant reduction of plasma viscosity and hematocrit was found which was independent of coronary heart disease. No significant changes were seen in fibrinogen levels. Moreover, a weak, positive correlation was observed between conventional risk factors and changes in hemorheological variables.

These results confirm the links between conventional risk factors and hemorheological measurements. They also show that, during a rehabilitation programme, a reduction of various risk factors is associated with positive changes in hemorheological variables. In conclusion, this study has demonstrated a change in some hemorheological variables in the course of a complex rehabilitation programme for cardiac patients.


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Inhaltsverzeichnis

TitelseiteThema: Einfluß kardiologischer Rehabilitationsmaßnahmen auf hämorheologische Parameter
Widmung
1 EINLEITUNG
2 AUFGABENSTELLUNG
3 MATERIAL UND METHODEN
3.1Patientenbeschreibung
3.1.1Einschlußkriterien
3.1.2Ausschlußkriterien
3.1.3Abbruchkriterien
3.1.4Geschlechts- und Altersverteilung der Patienten
3.1.5Medikation der Patienten
3.1.6Einweisungsdiagnosen der Patienten
3.1.7Risikofaktorenprofil der 64 Patienten
3.1.7.1Adipositas
3.1.7.2Hypercholesterinämie
3.1.7.3Arterieller Hypertonus
3.1.7.4Raucher
3.1.7.5Diabetes mellitus
3.2Meßmethoden
3.2.1Blutdruckmessung
3.2.2Body-Mass-Index
3.3Laboruntersuchungen
3.3.1Blutentnahmetechnik
3.3.2Hämorheologische Untersuchungsmethoden
3.3.2.1Hämatokrit
3.3.2.2Plasmaviskosität
3.3.2.3Fibrinogen
3.3.2.4Gesamtcholesterin
3.4Die Rehabilitationsbehandlung
3.4.1Komponente I
3.4.2Komponente II
3.4.2.1Bewegungstherapie
3.4.2.2Physiotherapie
3.4.2.3Medikamentöse Langzeittherapie
3.4.3Komponente III
3.4.4Komponente IV
3.5Statistik
4 ERGEBNISSE
4.1Einfluß der AHB auf die Blutfluidität
4.1.1Der Hämatokrit
4.1.2Die Plasmaviskosität
4.2Einfluß der AHB auf klassisch kardiovaskuläre Risikofaktoren
4.2.1Der systolische Blutdruck
4.2.2Der diastolische Blutdruck
4.2.3Body-Mass-Index
4.2.4Gesamtcholesterin
4.3Assoziationen zwischen Änderung hämorheologischer Variablen und kardiovaskulärer Risikofaktoren
5 DISKUSSION
5.1Klinisch manifeste KHK und Blutfluidität
5.1.1KHK und Hämatokrit
5.1.2KHK und Plasmaviskosität
5.1.3KHK und Fibrinogen
5.2Kardiovaskuläre Risikofaktoren und Blutfluidität
5.2.1Geschlecht
5.2.2Rauchen
5.2.3Hypertonus
5.2.4Diabetes mellitus
5.3Änderungen im Verlauf der AHB
5.3.1Änderung hämorheologischer Parameter
5.3.1.1Hämatokrit
5.3.1.2Plasmaviskosität und Fibrinogen
5.3.2Änderungen klassisch kardiovaskulärer Risikofaktoren
5.3.2.1Blutdruck
5.3.2.2Gewicht
5.3.2.3Gesamtcholesterin
5.4Assoziationen zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und hämorheologischen Variblen
6 ZUSAMMENFASSUNG
Bibliographie LITERATURVERZEICHNIS
Danksagung
Selbständigkeitserklärung

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Altersverteilung der Patienten
Tab. 2: Medikamentenverteilung
Tab. 3: Belastungsintensität und Inhalt der Bewegungstherapie
Tab. 4: Mittlere Hämatokritwert (Hkt) in Prozent (%) vor und nach AHB ausgedrückt als Mittelwert +/-einfache Standardabweichung
Tab. 5: Mittlere Hämatokritwert (Hkt) in den Untergruppen vor und nach AHB ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 6: Änderung der mittleren Plasmaviskosität (PV) in Millipascalsekunde (mPas) nach AHB ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 7: Plasmaviskosität (PV) in Millipascalsekunde (mPas) in den Untergruppen vor und nach AHB ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 8: Änderung des mittleren Fibrinogenwertes (Fib) in Gramm pro Liter (g/l) nach AHB ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 9: Fibrinogen (Fib) in Gramm pro Liter (g/l) in den Untergruppen vor und nach AHB ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 10: systolischer Blutdruck (RR/sys) in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) der Gesamtgruppe vor und nach AHB ausgedrückt in Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 11: Diastolischer Blutdruck (RR/diast) in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) der Gesamtgruppe vor und nach AHB; ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 12: Body-Mass-Index (BMI) in Kilogramm/Quadratmeter (kg/m²) der Gesamtgruppe vor und nach AHB
Tab. 13: Gesamtcholesterin (Chol.) in Millimol/Liter (mmol/l) der Gesamtgruppe; ausgedrückt als Mittelwert +/- einfache Standardabweichung
Tab. 14: Korrelationskoeffizienten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Relative Änderung des Hämatokrit im Vergleich zum Initialwert
Abb. 2: Relative Änderung der Plasmaviskosität im Vergleich zum Initialwert
Abb. 3: Relative Änderung des Fibrinogens im Vergleich zum Initialwert
Abb. 4: relative Änderung des systolischen Blutdrucks im Vergleich zum Initialwert
Abb. 5 relative Änderung des diastolischen Blutdrucks im Vergleich zum Initialwert
Abb. 6: relative Änderung des BMI im Vergleich zum Initialwert
Abb. 7: relative Änderung des Gesamtcholesterins im Vergleich zum Initialwert
Abb. 8:
Abb. 9:
Abb. 10:

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Fri Mar 16 17:10:29 2001