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2  Fragestellung und Zielsetzung

Angeregt durch diese widersprüchlichen Ergebnisse, stellt sich die Frage nach der Prävalenz und längerfristigen prognostischen Bedeutung von TEL- AML1 bei ALL- Rezidiven. Da bisher wenig Aussagen über einen langen Beobachtungszeitraum gemacht werden können, ist es das Anliegen der vorliegenden Arbeit zur Gewinnung von Langzeitdaten retrospektiv alle zur Verfügung stehenden PatientInnenproben von ALL- Rezidiverkrankungen, die über die letzten Jahre im Rahmen der 1983 initiierten multizentrischen Therapiestudie ALL- REZ BFM (Berlin- Frankfurt- Münster) im molekulargenetischen Labor der onkologisch/ hämatologischen Abteilung der Kliniken und Polikliniken für Kinderheilkunde und Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Charité Campus Virchow Klinikum der Medizinischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin archiviert wurden, auf das Vorhandensein einer TEL- Genrekombination und deren unabhängige klinische prognostische Relevanz zu untersuchen.

Aus dem beschriebenen langen Zeitraum sind keine archivierten RNA- Proben verfügbar. Deshalb scheidet die heutzutage übliche RT- PCR zum Nachweis des Fusionstranskriptes aus. Es bleibt nur die Nachweismöglichkeit in genomischer DNA. Da die chromosomalen Bruchpunkte und damit der Fusionspunkt von TEL- AML1, wie beschrieben, nicht an einer definierten Stelle des Introns auftreten, stehen zum Nachweis der Genfusion entweder eine PCR- Amplifikation über die gesamte Länge des Fusionsintrons, die technisch kaum zu realisieren ist, oder die Southern Blot Analyse zur Verfügung. Hier wird die Etablierung einer nicht- radioaktiven Southern Blot Hybridisierungstechnik angestrebt.

Ziele:


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01.07.2005