2 Ziel der Arbeit

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Die Existenz eines Mikrotubulus-assoziierten Pools der PP2A, sowie die Regulation der Aktivität Mikrotubulus-assoziierter PP2A über den MID1-α4-PP2A-Komplex waren zu Beginn der vorliegenden Arbeit bereits bekannt (Trockenbacher et al., 2001). Deregulation der Mikrotubulus-assoziierten PP2A durch Mutationen in MID1 führen zu Defekten in der vorderen Mittellinie charakteristisch für OS (siehe Einleitung). In der vorliegenden Arbeit sollte nach möglichen Ziel-Proteinen der Mikrotubulus-assoziierten PP2A gesucht werden, deren Hypophosphorylierung bei der Entstehung des OS-Phänotyps eine Rolle spielen könnte. Dafür sollten gezielt Kandidaten-Proteine untersucht werden. Anhand phänotypischer Ähnlichkeiten zwischen OS- und Greig-, Acrocallosal- bzw. Pallister-Hall-Syndrom-Patienten wurde eine biochemische Interaktion zwischen dem MID1-α4-PP2A-Komplex einerseits und dem GLI3-Protein, das für die Entstehung der genannten Phänotypen verantwortlich ist, anderseits postuliert. In Drosophila wurde beschrieben, dass die intrazelluläre Lokalisation und Aktivität des GLI3-Homologs Ci von einem Mikrotubulus-assoziierten Proteinkomplex abhängt und über Serin-Threonin-Phosphorylierungsschritte reguliert wird. In Analogie daran sollte in der vorliegenden Arbeit eine mögliche Abhängigkeit der intrazellulären GLI3-Lokalisation von dem Mikrotubulus-assoziierten MID1-α4-PP2A-Komplex und somit von Mikrotubulus-assoziierter PP2A-Aktivität untersucht werden.


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17.08.2007