[Seite 1↓] Zwischen Trauma, Traum und Tradition:
Identitätskonstruktionen
in der
Jungen Jüdischen Gegenwartsliteratur

Dissertation

zur Erlangung des akademischen Grades
doctor philosophiae (Dr. phil.)

Philosophische Fakultät II
der Humboldt-Universität zu Berlin

eingereicht am 01.04.2001

von M.A. Inga-Marie Kühl,
geboren am 29.04.1971 in Kiel

Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Jürgen Mlynek

Dekan der Philosophischen Fakultät II
Prof. Dr. Wolfgang Hock

Gutachter:
1. Erstgutachterin: PD Dr. Hannelore Scholz
2. Zweitgutachterin: Prof. Dr. Inge Stephan

Datum der Promotion: 19.12.2001

Eigene Schlagworte: deutsch-jüdische Literatur, zeitgenössischer jüdischer Diskurs, negative Symbiose, der/die jüdische Andere

Zusammenfassung

Anhand von gesellschaftspolitischen, demographischen und kulturellen Entwicklungen werden in Anlehnung an Michel Foucault die konstituierenden Regeln eines innerjüdischen Diskurses beschrieben, welcher vor zwei Jahrzehnten in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR entstanden ist. Innerhalb dieses Diskurses wird die junge jüdische Gegenwartsliteratur verortet, die durch signifikante Korrespondenzen zur gesellschaftlichen Wirklichkeit gekennzeichnet ist.

Mithilfe einer methodenpluralistischen Vorgehensweise, die neben literatur-wissenschaftlichen Ansätzen auch solche der geschichtsphilosophischen, sozio-psychologischen, kunst- und kulturhistorischen Forschung einbezieht, wird die Konstruktion junger jüdischer Identität in ausgewählten Texten exemplarisch untersucht. Wiederkehrende Konstanten der Identitätskonstruktionen werden genauso herausgearbeitet wie Divergenzen der ästhetischen Verfahren, durch die subversive, oftmals geschlechtsspezifisch konnotierte Deutungsebenen eröffnet werden. Dem übergeordneten Interesse der Arbeit folgend, werden die Ergebnisse der Textanalysen innerhalb des diskursiven Aussagekontextes betrachtet.

Keywords: German-Jewish literature, contemporary Jewish discourse, negative symbiosis, the Jewish Other

Abstract

Following Michel Foucault, the author uses socio-political, demographic, and cultural developments to define a set of rules organizing the inner-Jewish discourse that emerged approximately two decades ago in the Federal Republic of Germany and the former GDR. Within that discourse, the author locates a body of contemporary German-Jewish literature characterized by strong resemblances to socio-historical reality.

The dissertation examines the construction of contemporary Jewish identity within selected works of literature, using a variety of methodological [Seite 5↓] approaches from the fields of literary criticism, history of art, culture and philosophy as well as socio-psychology. Recurring identity traits within those constructions are emphasized as well as differences in the aesthetic scheme which often bear subversive, gender specific connotations. Consistent with the overall aim of the dissertation, the results of the literary analyses are transferred to the discursive level.

Inhaltsverzeichnis



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20.02.2004