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5  Klinische Relevanz der Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen, daß sich die in der vorliegenden Arbeit untersuchten Parameter in Abhängigkeit der Aktivität entzündlich-rheumatischer Erkrankungen ändern.

Der Sauerstoffverbrauch aus Vollblut präparierter PBMC von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Infektionen korreliert direkt mit der Krankheitsaktivität. Er erhöht sich mit zunehmender Krankheitsaktivität.

Desweiteren korreliert die Stimulierbarkeit invers mit der Krankheitsaktivität entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Sie nimmt mit zunehmender Krankheitsaktivität ab.

Der Anteil der „anderen“ ATP-verbrauchenden Prozesse nimmt bei aktiven entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu und der Anteil der untersuchten Hauptenergieverbraucher ab.

Da sich der Gesamtsauerstoffverbrauch, die Stimulierbarkeit und die ATP-verbrauchenden Prozesse in charakteristischer Weise mit der Krankheitsaktivität entzündlich-rheumatischer Erkrankungen verändern, könnten diese Parameter in der klinischen Diagnostik von Bedeutung werden. Eine perspektivische Bedeutung zur Einschätzung der Krankheitsaktivität ist wahrscheinlich. Besonders hilfreich sollten derartige Untersuchungen sein, wenn es bei Patienten um die Differenzierung zwischen entzündlich-rheumatischen und degenerativen Gelenkbeschwerden geht, oder aber wenn die schwierige Differentialdiagnose zwischen Infektion oder Schub der Grunderkrankung zu diskutieren ist. Vor allem aber könnten sie von großem Interesse zur Beobachtung des Ansprechen eines Patienten auf eine Glukokortikoidtherapie und deren Erfolg werden. Auf jeden Fall eröffnen sich mit diesen Erkenntnissen neue Möglichkeiten zur Einschätzung der Aktivität des Immunsystems. Prospektiv sollten ergänzende Untersuchungen und eine weitere Optimierung unserer Untersuchungsmethode erfolgen.


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30.09.2004