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2.  Aufgabenstellung


Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Bedeutung von Fällen mit Mageninhalt in den Luftwegen in einem aktuellen Zeitraum und in definierten Regionen beurteilen zu können.

Dies soll durch Gegenüberstellung und Vergleich des Sektionsgutes von Ertrunkenen mit Mageninhalt in den Luftwegen mit Ertrunkenen ohne nachweisbaren Mageninhalt in den Luftwegen zweier Regionen innerhalb des gleichen Zeitraumes erreicht werden.

Hierbei sind folgende Kriterien von Bedeutung:

  1. Vorrangig werden Befunde an Luftwegen und Lunge berücksichtigt, mit besonderer Aufmerksamkeit auf Art und Ort von Mageninhalt (siehe Definition vom Magentod), sowie Menge und Art des Mageninhaltes. Dadurch können Fälle mit Mageninhalt in den Luftwegen in dem Sektionsgut erkannt und in ihrer Bedeutung beurteilt werden. Darüber hinaus ist ein eventueller Zusammenhang von Magenfüllung und der Art des Mageninhaltes zu prüfen.
  2. Daneben gibt es weitere Kriterien, die von möglicher Bedeutung sein könnten. Hier ist an erster Stelle die Bedeutung der Art des Gewässers (insbesondere Salz- bzw. Süßwasser) zu nennen. Desweiteren kommen als mögliche Einflusskriterien die Art des Gewässers (Salzwasser/Süßwasser), der Ertrinkungsvorgang, der Todeszeitpunkt mit besonderem Blick auf die Jahreszeit (Klärung der Annahme, daß das Verschlucken kalten Wassers zum Erbrechen führen kann), die alkoholische und toxikologische Beeinflussung, die Liegezeit im Wasser, das Alter und Geschlecht des Betroffenen in Frage.


So werden die oben genannten Kriterien in folgende Gruppen geordnet, dann für sich analysiert und soweit möglich mit anderen Arbeiten verglichen.


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1.

Alters- und Geschlechtsverteilung

 

2.

Zeitliche Verteilung

 
 

2.1.

Zeitliche Häufigkeit und Geschlechterverteilung des Obduktionsgutes der Jahre

1991-2000

 

2.2.

Todeszeitpunkt/ Vermißtendatum

 

2.3.

Liegezeit im Wasser

3.

Auswertung der Todesart und –umstände

 
 

3.1.

Todesart

 

3.2.

Blutalkoholkonzentration

3.3.

Toxikologischer Befund

4.

Ort des Ertrinkens

 
 

4.1.

Todesort

 

4.2.

Art des Gewässers

5.

Analyse des Lungenbefundes

 

6.

Analyse des Magenbefundes

 
 

6.1.

Mageninhaltsmenge

 

6.2.

Mageninhaltskonsistenz

 

6.3.

Wydlersches Zeichen

Die Trennung und der Vergleich der beiden Kollektive in „Berliner Sektionsgut“ und „Greifswalder Sektionsgut“ erfolgt um eventuelle regionale Unterschiede die das Ertrinken im allgemeinen betreffen darstellen zu können.

Weiterhin sollen sowohl Herkunft und Entstehung des Begriffes „SEHRTscher Magentod“ ergründet werden, als auch sein Vorkommen und seine Verwendung in der Literatur. Hierzu wurden die Arbeiten von Dr. Ernst SEHRT herangezogen, der diesen „Magentod“ zum ersten Mal beschrieben hat, und es wurde eine Literaturrecherche von gerichtsmedizinischen Lehrbüchern und Arbeiten durchgeführt


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04.08.2004